Als ich in Thenneberg zur Volksschule ging


Download 21.77 Kb.
Pdf просмотр
Sana15.12.2019
Hajmi21.77 Kb.

Als ich in Thenneberg zur Volksschule ging. 

 

Erinnerungen von Hans Kapfenberger                                                                          verfasst im Jänner 1993 



 

Im  Jahre  1926  kamen  wir  nach  Thenneberg,  ich  war  dortmals  8  Jahre  alt  und  hatte  in  Eibiswald  in  der 

Weststeiermark,  zwei  Jahre  Volksschule,  die  dort  mehrklassig  geführt  wurde,  besucht.  Im  Frühjahr 

übersiedelten wir und mußten notgedrungen, weil das von meinen Eltern gekaufte Haus Thenneberg Nr  71 

voll mit Wohnungsmietern war, einige Monate im Gasthaus "Zu den zwei goldenen Löwen" in Thenneberg 

Nr . 12, eine Notunterkunft beziehen. Die paar Monate bis zu den großen Ferien, war mein Schulweg ganz 

kurz, da ich nur ein paar Schritte über die Strasse machen mußte, um zur einklassigen Schule zu gelangen. 

Oberlehrer  war  Franz  Nittmann,  dortmals  gegen  28  Jahre  alt,  der  im  Schulgebäude  seine  Wohnung  hatte. 

Während der großen Ferien bezogen wir unser Haus, welches neben den anderen Objekten arge Bauschäden 

aufwies. Es gab kein elektrisches Licht und Petroleumlampen besorgten die Beleuchtung. Der Hausbrunnen 

war  durch  den  Misthaufen  des  Nachbarn  Pagler  verunreinigt  und  das  Trinkwasser  mußte  vom  Nachbarn 

Julius Holzapfel, Altenmarkt Nr. 27 geholt werden. Die vorm Haus vorbeiführende Strasse wurde zu einer 

argen Staubplage bei schöner Witterung. Regnete es, so war der Strassenkot ein arges Übel. Zu dieser Zeit 

wurde  die  Strasse  meist  durch  Pferde-  und  Ochsenfuhrwerk  befahren,  Motorfahrzeuge  waren  noch  selten, 

sie waren besonders stake Staubaufwirbler. Der erste regelmäßige Motorfahrzeugsverkehr setzte erst später 

ein,  als  Johann  Grundner  mit  einem  noch  mit  Kettenantrieb  versehenen  Lastauto,  dessen  Felgen 

Hartgummibereifung  hatten,  Schottertransporte  vom  "Lorenz  -  Steinbruch"  zur  Bahn  durchführte.  Die 

Holztransporte  von  St.  Corona  und  Kl.  Mariazell  zur  Bahn  wurden  mit  Pferdegespannen  besorgt.  Dabei 

erwies  sich  bei  Langholztransporten  die  Einmündung  der  St.  Coronastrasse  in  die  Hainfelderstrasse, 

verschärft durch eine Steigung vor der Brücke über den Kl. Mariazellerbach, als zeitaufwendige und für die 

Tiere anstrengende Richtungsänderung, da die Hinterachsen mehrmals "gestorzt" werden mußten, das heißt 

in ihrer Richtung mehrmals verrückt werden mußten. Zu den häufigen Strassenbenützern zählte auch unser 

Nachbar  "Heureischer"  oder  "Vetter  Mann",  wie  man  ihn  nannte,  Franz  Reischer  in  Altenmarkt  Nr.  23, 

Heuhändler,  der  zur  Besorgung  seiner  Geschäfte,  ein  leichtes,  abdeckbares,  Kutschierwagerl  bespannt  mit 

zwei  Schimmeln  benützte.  Dessen  Gehöft  und  das  zum  Haus  gehörige  "Jaga  -  Hansl",  wo  nur  noch 

Mauerreste zu sehen waren, der Keller stand noch und wurde als Wagenremise im Oberaufbau genützt. 50m 

hinterbei  stand  eine  langgezogene  Holzhütte,  wo  Kleestangen  und  Pechfässer  gelagert  waren.  Genau 

gegenüber unserer Hauseinfahrt  führte eine Holzbrücke über die Triesting zu den Häusern  Altenmarkt  Nr. 

28, dem Sägewerk Berger und zum Gehöft Holzapfel, Altenmarkt Nr. 28. Das Sägewerk war voll im Betrieb 

und man hörte die Geräusche des  Sägegatters, welches derzeit durch Wasserkraft angetrieben war, welche 

durch den Mühlbach aus der Triesting zugeführt wurde.  

Der  nächstgelegene  Nachbar  war  das  Gehöft  Thenneberg  Nr.  1  vulgo  "Haim"  im  Besitz  von  Leopold  und 

Maria Pagler, die mit ihren Kindern Leopold, Karl, Anna und der "Nettl", die man aufgenommen hatte, den 

Hof bewirtschafteten. Es war des erste Haus auf meinem Schulweg nach Thenneberg, den ich meist um 7,30 

Uhr morgens, mit eine Schulranzen am Rücken, mit dem nicht sonderlich fein umgegangen wurde und der 

dementsprechend  aussah,  da  er  nicht  nur  zur  Aufnahme  der  Lehrbücher,  Hefte,  Federschachtel  und  des 

Jausenbrotes, meist ein Stück trockenes Brot, manchmal ein Apfel, sondern auch als Sitzgelegenheit und bei 

den  üblichen  Raufereien  zum  "Zuhauen"  Verwendung  fand.  Vom  Aufstehen  bis  zum  Weggang  verging 

nicht  viel  Zeit,  die  Morgenwäsche  nahm  nicht  viele  Minuten  in  Anspruch,  frisieren  brauchte  ich  nicht,  da 

uns  Vater  regelmäßig  kahl  scheren  ließ  und  das  Frühstück  bestehend  aus  Kaffee  und  Brot  war  auch  rasch 

genossen.  In  den  Sommermonaten  bestand  mein  Gewand  aus  Hemd,  Unterhose,  einer  Lederhose,  war  es 

kühler kam ein Jankerl dazu, von Mai bis September gingen wir barfuß. Im Winter kam zum aufgezeigten 

Gewand, Wollstrümpfe, lange Unterhose, Schuhe, Mantel und eine Wollhaube dazu. Die Bekleidung mußte 

zweckentsprechend sein, dies war zu dieser Zeit das einzige Bestimmende. 

Jetzt zurück zum Schulweg, nach dem Gehöft Pagler, war links und rechts alles Wiese bis zur Brücke über 

die Triesting, die wie die Brücke bei unserem Haus im Jahre 1912 erbaut worden war. Bei der Brücke stand 

rechts  eine  Kapelle,  ein  wenig  unterhalb  der  Strassenböschung.  Am  Sockel  unterhalb  der  Kapellentüre 

befand  sich  die  Tafel  über  die  Errichtung  der  Kapelle.  An  der  Strassenkreuzung,  wo  die  Bahnstrasse 

abzweigt, stand das Haus Thenneberg Nr. 51, Gasthaus und Hotel "zur Staatseisenbahn", welches von Josef 

Rattenschlager und seiner Mutter Rosina geführt wurde. Am Thenneberger Bahnhof schaltete der Vorstand 

Felzmann  Eduard,  der  mit  seiner  Frau  und  Tochter  im  Gebäude  wohnte.  Vom  Gasthaus  aufwärts  waren 

links-  und  rechtsseitig  nur  Wiesen  und  ein  Paar  Äcker.  Danach  kam  linksseitig  das  Gehöft  "Sonnleitner", 



wiederbesiedelt  durch  Johann  Rattenschlager,  der  mit  seiner  Frau  Franziska  das  Anwesen  bewirtschaftete. 

Gegenüber  auf  der  rechten  Seite  vom  Gehöft  Nr.  57,  stand  das  Haus  Nr.  54,  Besitz  von  Karl  und  Maria 

Kurz, die mit ihren Kindern Karl und Marie, wie den Mietern Josef und Anna Reischer, einem pensionierten 

Eisenbahner, das Haus bewohnten. Gleich nach dem Hausgarten des Hauses Kurz anschließend befand sich 

das Gasthaus Nr. 49, welches von Karl und Lilly Rattenschlager geführt wurde. Etwa 20m oberhalb führte 

eine  kleine  Brücke  über  den  Mühlbach,  der  sein  Wasser  dem  Sägewerk  Berger  in  Altenmarkt  Nr.  28 

zuführte. Vor dem Brückerl war eine kleine Strassensteigung. Etwa 40m oberhalb, zur linken Strassenseite 

stand das Haus Nr. 50, ein kleines Häuserl, welches vom Paul Ullrich, seiner Frau und Sohn bewohnt wurde

Vorm  Haus  Nr.  50  war  die  Statue  des  hl.  Sebastian,  der  angebunden  an  einen  Baumstamm,  mit  mehreren 

Pfeilen im Körper, unsere kindliche Phantasie beim Vorbeigehen immer sehr anregte. Rechtsseitig waren bis 

zur "Griesbauern-Brücke" nur Wiesen, wie auch linksseitig bis zum Haus Nr.55 welches das Ehepaar Franz 

und Barbara Cernelc bewohnte. Gleich im Anschluß befand sich das in zwei Objekten bestehende Haus Nr. 

56, welches im Besitz von Karl Reigl in Baden war. Der erste einstöckige Trakt wurde im Erdgeschoß von 

der  Familie  Leopold  und  Cäcilia  Fürnwein  mit  Kindern  und  die  Stockwohnung  von  Leopold  und  Anna 

Lameraner  bewohnt.  Im  zweiten  Objekt  wohnten  Johann  und  Anna  Schweighofer  mit  Kindern,  Eduard 

Gregor  mit  seiner  Mutter  Anna,  Andreas  Unzeitig  und  seine  Frau,  der  im  Hause  eine  Tischlerei  betrieb. 

Weiters das Ehepaar Dolak mit Sohn Franz.  

Nach dem Haus Nr. 56 folgte ein unbebautes Grundstück dann das Haus Nr. 52 im Besitz von Michael und 

Barbara Gadinger. Deren Sohn Michel, älter als ich, ging mit mir zur Schule. Im Hause wohnten noch Josef 

Gritsch  mit  Gattin  und  Franz  Strebinger  mit  seiner  Mutter  Katharina.  An  der  Westseite  war  ein 

Friseurgeschäft. Das Haus Nr. 52 war der Beginn einer geschlossenen Häuserzeile an der Hainfelderstrasse, 

die sich bis zum Haus Nr. 39 fortsetzte. Das nächste Haus Thenneberg Nr. 8, gehörte Lothar Swoboda, der 

mit seiner Frau Josefine ein Kaufmannsgeschäft betrieb. Weiter wohnte im Hause die Familie seiner Tochter 

Emma,  verheiratete  Boikowssky,  deren  Mann  als  Holzhändler  tätig  war  und  die  Kinder  Johann,  Otto,  wie 

Frieda eine Tochter aus erster Ehe. 

Das nächste Haus Thenneberg Nr. 46 gehörte dem Wiener Stock- und Schirmfabrikanten Otto Walter, der 

mit  seiner  Gattin  Hermine,  2  Söhnen  und  einer  Tochter,  hier  sich  einen  Sommersitz  geschaffen  hatte.  Im 

vorgebauten  Stöckel  betrieb  Leopld  Dallinger,  der  mit  seiner  Mutter  Maria  und  Schwester  Anna  hier 

wohnte,  einen  Schuhmacherbetrieb.  Das  nächste  Hau  Thenneberg  Nr.  43  gehörte  Ludwig  Hernaus.  Dieser 

lebte getrennt von seiner Familie, sein Bruder Rupert führte die im Hause untergebrachte Bäckerei und kam 

für den Lebensunterhalt seiner Schwägerin und deren Söhne Josef, Ludwig und Bertl auf.  

An  den  Obstgarten  des  Hauses  Nr.  43  schloß  der  Friedhof  an,  der  an  seiner  Westseite  durch  die 

"Griesbauernkapelle"  begrenzt  wurde.  Ihr  schloß  sich  ein  Streifen  Wiese  an,  der  zum  Grünland  zwischen 

Bahn und dem "Schneidergasserl", eines Weges, der hier seinen Anfang nahm und beim Haus Nr. 42, dem 

Gasthaus  "zum  Touristen",  in  den  Hocheckweg  einmündete,  gehörte.  Gegenüber  vom  Beginn  des 

Schneidergasserls führte  von der Hainfelderstrasse eine Holzbrücke über  die Triesting zum  "Griesbauern  - 

Gehöft",  welches  von  den  Geschwistern  Johann  und  Maria  Kronfellner  und  der  Magd  Katharina,  später 

verheiratete Gritsch, bewirtschaftet  wurde. Zu erwähnen wäre noch, der auch auf der rechten Strassenseite 

beim Hause Nr. 52, von der Hainfelderstrasse zur Triesting führende Weg. Dort befand sich die Wehranlage 

aus Holz, die den Mühlbach speiste, der sein Wasser dem Sägewerk Berger in Altenmarkt Nr. 28 zuführte. 

Das  bei  der  Wehr  angestaute  Wasser  wurde  von  den  Hausparteien  des  Hauses  Nr.  56  zum 

Wäscheschwemmen benützt. Für uns Kinder war diese Wehr ein gern besuchter Spielplatz und im Sommer 

genossen wir hier unser Badevergnügen, wobei wir das Bauwerk ganz in Besitz nahmen. Wir lagen auf den 

Planken  des  Überfalles  und  krochen  zwischen  der  Wehrwand  und  dem  abfallenden  Wasser  herum,  oder 

schwammen im aufgestauten Wasser herum. Der Mühlfluder war gegen 1 m  tief und man fand auf dessen 

Grund Flußmuscheln, die in Bächen nicht vorkamen. 

Die rechte Begrenzung des "Schneidergasserls" bildete das zum Haus Nr. 47 gehörige Grundstück, welches 

Heinrich Schneider gehörte. Im Hause wohnten außerdem Ferdinand und Maria Kapeller, letztere war eine 

Tochter  von  Heinrich  Schneider  und  deren  außerehelicher  Sohn  Johann  Schneider  mit  Frau  Hermine  und 

deren Kinder Richard und Stefanie. Johann Schneider betrieb im Hause eine Tischlerei. Nun folgte das Haus 

Nr.  4  welches  Josef  Hanika,  einem  Wiener  Wäschegeschäftsinhaber,  gehörte.  Sein  Sohn  Josef  führte  das 

Geschäft  auf  der  Wiedner-Hauptstrasse  weiter.  Die  Familie  mit  den  Kindern,  die  alle  schon  erwachsen 

waren,  verlebte  in  der  Villa  die  Sommermonate.  Als  Hausmeister  fungierte  das  Ehepaar  Karl  und 

Margarethe Grill, welches mit den Töchtern Christine und Frieda im Erdgeschoß der Villa wohnte.  



Das  nachfolgende  Haus  war  Nr.  39,  im  Besitz  von  Maurermeister  Friedrich  Proisl  und  seiner  Frau 

Leopoldine und dem Sohn Franz. Als Mieter wohnten im Hause Josef und Franziska Bettel mit den Kindern 

Leopoldine und Geschwister. An der Westseite des Hauses schloß sich eine Grünlandparzelle an, die gegen 

den  Kirchenplatz  durch  den  Hocheckbach  ihren  Abschluß  fand,  der  durch  eine  kleine  Strassenbrücke  der 

Triesting zugeführt wurde. Gleich nach der Brücke un dem Hocheckbach stand am Kirchenplatz ein kleiner 

Verkaufskiosk  im Ausmaß von ca. 2 mal 3 m,  wo Maria Grundböck,  eine Kriegerwitwe,  eine Tabaktrafik 

betrieb,  die  meist  von  ihrer  Tochter  Maria  geführt  wurde.  Am  Gestade  des  Hocheckbaches  folgten  das 

Kaiser-Denkmal und das Kriegerdenkmal, dortmals nur mit den Namen der 1914-18 Gefallenen. Ein wenig 

dahinter querte die einmündende Hocheckstrasse den verrohrten Hocheckbach und zur linken Seite war der 

Gemüsegarten des Gasthauses Nr. 42, welches von den Geschwistern Josef und Maria Berger geführt wurde, 

ihre Mutter Karoline war im Altenteil. Am rechtsseitigen Ufer des Hocheckbaches und der Strasse befanden 

sich 3 Tische mit Bänken, wo im Sommer oft Gäste sassen. Drüber dem Hocheckbach schloß das Haus Nr. 

40  an  und  zwar  wurde  an  der  Ostwand  eine  kleine  Wasserkraftanlage  durch  ein  Wasserrad  betrieben,  die 

zum Antrieb von Maschinen genützt wurde. Das Haus war Standort eines Kaufmannsgeschäftes und war im 

Besitz von Franz und Leopldine Kotisa. Die erwachsenen Kinder Franz und Leopoldine halfen im Geschäft 

mit.  Das  Haus  Nr.  40  besaß  gegen  den  Kirchenplatz  einen  Vorgarten  der  mit  einen  auf  einer  Betonmauer 

aufgestzten eisernen Gitterzaun eingefriedet war. Vorm Geschäftseingang stand eine Parkbank die gerne zur 

Rast genützt wurde.  

In unmittelbarer Nähe stand die Thenneberger Kirche "zum leidenden Heiland auf der Rast in der Dornau". 

Ihre  Eingangsseite  war  durch  eine  Doppelreihen  von  meterhohen  Pflöcken  gegen  das  Befahren  mit 

Fuhrwerken  abgesichert.  Nach  der  Einfahrt  stand  die  ehemalige  alte  Schule,  jetzt  Gemeindeamt,  mit  der 

Hausnummer 45. Außer der Gemeindekanzlei und einem Sitzungssaal, wohnte hier das Ehepaar Josef und 

Maria Rath mit Söhnen Josef und Eduard. Maria Rath war Gemeinde- und Kirchendienerin. Robert Scholze 

war Gemeindesekretär, war aber in Altenmarkt wohnhaft. Rath Josef sen. Mutter lebte auch im Hause. Das 

Gemeindehaus  umgab  eine  Grünfläche,  die  westwärts  durch  die  Einfahrt  zum  Hof  des  Gasthauses 

Thenneberg  12,  begrenzt  wurde.  Die  weitere  Grenze  wurde  durch  ein  Objekt,  welches  ursprünglich  zur 

Unterbringung von Fahrzeugen erbaut worden war und in der Folge als Saal für Theateraufführungen diente, 

gebildet.  Oberlehrer  Franz  Nittmann  brachte  hier  die  ersten  Theaterstücke  auf  die  Bühne  und  machte  die 

Thenneberger Laienspieler in der ganzen Umgebung bekannt. Das Gasthaus Thennberg Nr. 12, "zu den zwei 

goldenen  Löwen"  gehörte  zu  dieser  Zeit  dem  Zimmermeister  Skokan  Josef,  der  mit  seiner  Frau  Anna  das 

Gasthaus führte. Der Gasthof war ein altes Einkehrgasthaus, deswegen bestand an der Westseite wieder eine 

Ausfahrt zur Hainfelderstrasse, etwa 20 m davon westwärts, am Fußsteig zum Wallgraben, der am Ufer des 

Wallgrabens  führte,  stand  der  Eiskeller  des  Gasthauses.  Nun  zurück  zur  rechten  Strassenseite.  Bei  der 

Einmündung des Hocheckbaches in die Triesting war ein Fußsteig über die Triesting zum Haus Thenneberg 

Nr. 69, welches Anton Hoffmann gehörte. Nach dem Steg bachaufwärts befand sich der Gemüsegarten des 

Hauses Nr. 40. Zwischen diesem Garten und dem Schulgarten befand sich eine Zufahrt mit Holzbrücke über 

die Triesting zum Haus Nr. 32, Besitz von Franz und Leopoldine Dworak. Die war das letzte Haus drüber 

der Triesting vor der Schule. Dies war also mein Schulweg im Jahre 1926, ungefähr 1,3 km lang. Ich habe 

das Schederdenkmal am  Kirchenplatz vergessen, welches gegenüber der Zufahrt zum Hause Nr. 32 seinen 

Standplatz  hat.  Zu  dieser  Zeit  stand  noch  kein  Baum  beim  Schederdenkmal.  Im  Sommer,  wo  ich  barfuß 

ging,  suchte  ich  mit  Vorliebe  die  mit  feinem  Staub  gefüllten  Strassenlöcher  auf,  weil  dieser  warm  und 

wohlig die Füße umgab. Im Winter, die derzeit noch schneereicher waren, mußte ich oft kniehoch den Weg 

durch  den  Schnee  stapfen,  weil  die  Schneeräumung  mit  einem  pferdebespannten  Dreieckpflug  erst  meist 

später  erfolgte.  Es  gab  zu  dieser  Zeit  noch  keine  Strassenbeleuchtung  und  im  Finstern  waren  nach  dem 

aufgezeigten  Hausbestand  manche  Strassenstellen  recht  einsam.  Seit  dieser  Zeit  sind  67  Jahre  vergangen, 

vieles hat sich verändert und es gibt bis Thenneberg keine unverbauten Parzellen an der Strasse mehr. Vieles 



ward zum Guten aber dadurch mehrte sich auch das Schlechte! 



Do'stlaringiz bilan baham:


Ma'lumotlar bazasi mualliflik huquqi bilan himoyalangan ©fayllar.org 2019
ma'muriyatiga murojaat qiling