Die Stadt Sassenberg in ihrer jetzigen Ausdehnung besteht seit dem 1969. Sie


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Die  Stadt  Sassenberg  in  ihrer  jetzigen

Ausdehnung besteht seit dem 1.7.1969. Sie

wurde durch das Gesetz zur Neugliederung

von Gemeinden des Landkreises Warendorf

vom 

24.6.1969 



aus 

den 


früheren

Gemeinden Sassenberg, Füchtorf,  Dackmar

und  Gröblingen  gebildet,  wobei  von  den

beiden  letztgenannten  Gemeinden  einige

Flurstücke 

in 


die 

Stadt 


Warendorf

eingegliedert worden sind.

Der Ursprung von Sassenberg geht auf eine

sächsische Fliehburg zurück, die -mitten im

Sumpfgebiet  der  Hessel-  den  Sachsen  im

Raume Füchtorf-Warendorf in Notzeiten als

Zuflucht  gedient  hat.  Später  ließ  Herzog

Lothar von Sachsen 1121 inmitten der noch

vorhandenen Erdwälle eine Turmhügelburg

aufrichten,  die  im  13.  Jahrhundert  zur

münsterisch-bischöflichen  Landesburg  und

als Amtssitz weiter ausgebaut wurde. Damit

war der Grundstein für die Entwicklung des

Ortes  gelegt,  der  nun  rasch  zu  einer

beachtlichen  Siedlung  vor  den  Toren  der

Burg  heranwuchs  und  zur  Freiheit  mit

eigenem  Pfahlgericht  und  steuerlichem

Sonderrecht 

erhoben 

wurde. 


Bischof

Hermann  II  erhob  die  Sachsenburg  zum

Mittelpunkt  des  Amtes.  Das  Amt  umfasste

Stadt  und  Kirchspiel  Warendorf,  die

Wigbolde  Sassenberg,  Freckenhorst  und

Harsewinkel,  die  Dörfer  Beelen,  Greffen,

Füchtorf, Einen und Milte sowie die Klöster

Marienfeld und Vinnenberg.

Eine 

besondere 



Förderung 

erfuhr


Sassenberg,  als  der  Fürstbischof  Christoph

Bernhard  von  Galen  in  die  Burg  einzog  und

Sassenberg zu seiner Residenz im Mittelpunkt

des  Fürstbistums  Münster  machte.  Er  erhob

Sassenberg  1678  zur  eigenen  Pfarre  und  ließ

jene  schöne  spätgotische  Kirche  bauen,  die

heute  noch  für  die  Gottesdienstbesucher  der

Stadt  ausreicht  und  damals  für  die  rd.  600

Einwohner  Sassenbergs  wie  ein  riesiger  Dom

war. Der Bischof veranlasste auch den Ausbau

der  Burg  zum  Schloss  mit  großzügigen

Gartenanlagen  im  Stil  des  Barocks.  Er

besiedelte  das  Gelände  um  die  Burg  an  der

Schloßstraße,  am  Lappenbrink  und  am

Klingenhagen  und  legte  einen  Tiergarten  an.

Glanzzeit 

fürstlicher 

Herrschaft 

erlebte

Sassenberg  im  18.  Jahrhundert  unter  dem



Fürstbischof 

Friedrich 

Christian 

von


Plettenberg,  der  die  Burg  in  ein  Jagdschloss

umbauen ließ.

Die  frühere  Gemeinde  Füchtorf  ist  ein  uraltes

Bauernland.  Vor  3.000  Jahren  kamen  die

ersten  Siedler  vom  nahen  Teutoburger  Wald

herüber. Auf den sandigen Höhenzügen fanden

sie  günstige  Wohnplätze.  Die  umgebenden

Moore  boten  Schutz  gegen  Feinde.  In

germanischer 

Zeit 


entstanden 

die


Vollerbensiedlungen  Subbern,  Twillingen  und

Füchtorf,  im  Mittelalter  die  Bauernschaften

Rippelbaum  und  Elve.  Der  germanische

Haupthof wurde Mitber in Füchtorf. Nach  der

Eroberung  des  Landes  durch  die  Franken

wurde  etwas  abseits  der  alten  Bauernsiedlung

der 

Edelingshof 



von 

Vuchtorpe

gegründet.  Wendelmodis  von  Vuchtorpe,

die die letzte ihres Stammes war, heiratete um

1280  den  fürstbischöflich-münsterischen

Dienstmann  Heinrich  I  von  Korff.  Dieser

gründete von 1303 bis 1312 die Wasserburg

Harkotten.  Um  die  alte  Burg  und  Kirche

siedelten 

zunächst 

die 

sogenannten



„Kirchhöfer“.  Später  entwickelte  sich

hieraus das Dorf Füchtorf.

Die  Ritter  auf  Harkotten  wurden  durch

militärische  Tüchtigkeit,  geschickte  Taktik

und  Heirat  mit  der  Erbtochter  Wicburgis

von  Varendorf,  welche  das  Warendorfer

Gogericht  mit  in  die  Ehe  brachte,  bald

unumschränkte Herren im nördlichen Raum

Warendorf. 

Man 


bezeichnete 

ihren


Einflussbereich, 

zu 


dem 

auch 


das

Freigericht  über  viele  Dörfer  ringsum

gekommen 

war, 


als 

„Hoch- 


und

Herrlichkeit  Harkotten“.  Heinrich  II  von

Korff  teilte  1334  seine  umfangreichen

Besitzungen  unter  seine  beiden  Söhne  auf.

Seither  befanden  sich  auf  Harkotten  zwei

Rittergeschlechter. 

Die 

heutige


Doppelschlossanlage  Harkotten  stellt  nach

wie vor ein beliebtes Ausflugsziel dar.

Durch  den  Reichsdeputationshauptschluss

am  25.02.1803,  der  die  Verteilung  der

geistlichen  Güter  regelte,  wurde  das

Fürstbistum 

Münster 

aufgelöst. 

Die

westliche  Hälfte  wurde  zur  Entschädigung



verschiedener Fürsten, die ihre Besitzungen

am  Rhein  und  in  Belgien  an  Napoleon

verloren  hatten,  genutzt,  während  die

größere  östliche  Hälfte,  also  auch  das  Amt

Sassenberg, Preußen zugesprochen wurde.


Am  23.12.1803  wurde  der  preußische  Teil

des Stiftes Münster in vier Kreise eingeteilt:

Münster,  Lüdinghausen,  Beckum  und

Warendorf.  Das  Amt  Sassenberg  gehörte

fortan  zum  Kreis  Warendorf.  Anstelle  des

Amtsdrosten 

trat 

der 


Landrat. 

Die


Amtsgeschäfte 

der 


Drosten 

und


Rentmeister  hörten  am  31.12.1803  auf.

Sassenberg  erhielt  neben  Harsewinkel  und

Freckenhorst den Stadttitel.

Infolge  der  Niederlage  von  Jena  im  Jahre

1806  musste  Preußen  die  westlichen

Gebiete  räumen  und  das  Münsterland

Napoleon  überlassen.  Die  Schlacht  bei

Leipzig  am  18.10.1813  beendete  die

Herrschaft 

Napoleons. 

Die 

Länder


zwischen Rhein und Elbe fielen an Preußen.

Zunächst  wurde  ein  Teil  des  Amtes

Sassenberg,  das  unter  der  Herrschaft

Napoleons  zum  Großherzogtum  Berg

gehört hatte, zum Kreis Hamm  geschlagen,

während Einen, Milte, Füchtorf und die am

rechten Ufer  der  Hessel  gelegenen  Gehöfte

von  Altwarendorf  zum  Kreise  Tecklenburg

kamen.  Am  10.08.1816  wurde  der  Kreis

Warendorf  wiederhergestellt.  Einen  und

Milte  wurden  aber  erst  1817  Warendorf

einverbleibt. 

Sassenberg 

und 


Greffen

vereinigte 

man 

zunächst 



zu 

einer


Bürgermeisterei Sassenberg. Im Jahre 1820

kam  Greffen  zum  Amt  Harsewinkel,  die

Landgemeinden  Alt-  und  Neuwarendorf

fielen an Sassenberg. 1832 kam Füchtorf zu

Sassenberg.  Milte  wurde  von  Füchtorf

abgetrennt  und  Ostbevern  zugeteilt.  Am

01.01.1839  bestand  das  Amt  Sassenberg  aus

den  Gemeinden  Stadt  Sassenberg,  Füchtorf,

Vohren,  Dackmar,  Gröblingen  und  Velsen,

wobei  die  vier  letztgenannten  Landgemeinden

–  damals  Bauernschaften  –  bis  1864  die

politische Gemeinde Altwarendorf bildeten.

Durch  die  Gründung  der  Kammgarnspinnerei

und 


Färberei 

Rath 


1858 

wurde 


eine

wirtschaftliche 

Aufwärtsentwicklung 

in

Sassenberg  eingeleitet.  Nach  dem  zweiten



Weltkrieg  siedelten  sich  sowohl  in  der

früheren  Stadt  Sassenberg  als  auch  in  der

früheren 

Gemeinde 

Füchtorf 

zahlreiche

Gewerbebetriebe  an,  die  zu  einer  guten

Wirtschaftsentwicklung beigetragen haben. Zu

erwähnen 

sind 


hier 

insbesondere 

die

Fleischverarbeitung, 



der 

Caravan- 

und

Reisemobilbau,  der  Bau  von  Geräten  für



Offset-Druckmaschinen  und  Anlagen  für  die

Herstellung  von  CD´s  und  DVD´s,  die

Kunststoffverarbeitung,  und  der  Maschinen-

bau. Aber auch Freizeit und Erholung sind vor

allem 

dank 


der 

Einrichtungen 

des

Erholungsgebietes 



Feldmark 

zu 


einem

wichtigen Wirtschaftsfaktor geworden.



Stadt Sassenberg

–Der Bürgermeister-

Schürenstraße 17

48336 Sassenberg

Tel.: (0 25 83) 3 09-0

Fax: (0 25 83) 3 09-88 00

E-mail: stadt@sassenberg.de

Internet: www.sassenberg.de

                  Stadt Sassenberg



     Geschichte

      der Stadt

              Pfarrkirche St. Johannes Ev.



                                                                   Schloss von Korff, Füchtorf


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