Evangelischer Martinskindi Haldenst


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5.8  Beteiligung, Mitbestimmung und Beschwerde von Kindern 

 

Uns ist es wichtig, dass Kinder ihren Alltag selbst mitbestimmen können. Dazu dient 



uns das Freispiel, bei dem die Kinder die freie Wahl haben, was sie wann wo und mit 

wem spielen. 

Beteiligung und Mitbestimmung wird auch durch Projektarbeit gefördert. 

Ein weiterer wichtiger Baustein bei der Beteiligung der Kindern ist unsere Kinderkon-

ferenz. Das ist der Treffpunkt, an dem Kinder ihre Anliegen und Beschwerden in der 

Gemeinschaft vorbringen, um gemeinsam mit der Gruppe nach Lösungen zu suchen. 

Daraus  entstehen  nicht  selten  Regeln  für  das  Zusammenleben  im  Kindergarten.  In 

der Kinderkonferenz kann auch über gemeinsame Feste oder Aktivitäten abgestimmt 

werden und deren Planungsprozess gestaltet werden. 

Nicht zuletzt haben wir jederzeit ein offenes Ohr für die Anliegen der Kinder. 



6  Eltern- /Familienarbeit 

6.1 

Erziehungspartnerschaften

 

 

Kindergarten und Familie sind für jedes Kind zwei wichtige und doch so unterschied-



liche Lebensbereiche. 

Nicht nur jedes Kind ist einzigartig, sondern auch seine Familie, was wir respektvoll 

anerkennen und in unserer Arbeit als Bereicherung schätzen. 

Der  offene  Austausch  mit  den  Eltern  ist  uns  daher  sehr  wichtig,  um  gegenseitiges 

Verständnis  zu  fördern,  unsere  Arbeit  transparent  zu  machen  und  diese  Lebensbe-

reiche miteinander zu verbinden.  Dies ermöglicht  es uns, jedes Kind optimal zu be-

gleiten. Unser pädagogisches Fachwissen stellen wir in  den Dienst  des Kindes und 

seiner Familie und sorgen so nach unseren Möglichkeiten für das Wohl der Kinder im 

Miteinander mit den Eltern. 

 

Einmal im Jahr findet dazu für jedes Kind zeitnah zu seinem Geburtstag ein Entwick-



lungsgespräch  mit  seinen  Eltern  statt.  Wenn  individuelle  Entwicklungsschritte  des 

Kindes  es  erforderlich  machen  oder  Eltern  beziehungsweise  Erzieherinnen  Bera-

tungsbedarf haben, können jederzeit weitere Gespräche vereinbart werden. 


 

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Eine  weitere  Form  des  Austausches  sind die  kurzen  Tür-und  Angelgespräche.  Dar-



über  hinaus  gibt  es  zu  aktuellen  Themen  entsprechende  Infopost  für  die  Eltern,  El-

ternabende bzw. Elterntreffen finden statt und über unsere Fotopinnwand sind jeder-

zeit Einblicke in den Kindergartenalltag der Kinder möglich. 

Eltern  sind  auch  gern  gesehene  Begleiter,  wenn  es  darum  geht,  diesen  Kindergar-

tenalltag zu gestalten. Die vielfältigen Möglichkeiten dazu sind in  6.5 

„Elternaktivität“ 

aufgeführt. 

6.2  Elternbeirat 

 

Den Elternbeiräten kommt eine wichtige Funktion im Gestalten des Miteinanders von 



Elternschaft, Erzieherinnen, Träger und Öffentlichkeit zu. 

Die  Richtlinien  über  die  Elternarbeit 

werden allen Eltern  über die  „Ordnung der T

a-

geseinrichtungen  für  Kinder“  des  ev.  Landesverbandes  beim  Aufnahmegespräch 



überreicht. 

 

Von  einem  engagierten  Elternbeirat  können  die  Arbeit  in  unserer  Einrichtung  und 



auch die Einrichtung selbst sehr profitieren und daher nehmen wir uns immer gerne 

Zeit, wenn wir vom Elternbeirat zu seinen Sitzungen eingeladen werden. 

 

6.3  Elternabend 

 

Im Herbst findet der erste Elternabend eines jeden Kindergartenjahres statt. 



Wichtig ist es uns an diesem Termin, dass sich Eltern untereinander, mit dem Träger 

und den Erzieherinnen in gemütlicher Runde austauschen können. Entsprechend ist 

der Abend gestaltet. Es ist auch der alljährliche Termin der Elternbeiratswahl. 

Je nach Bedarf und Interesse finden weitere Elternabende statt, unter anderem auch 

als  Themenabende  zu  bestimmten  pädagogischen  Fragen  oder  als  gemeinsamer 

Einstieg in  eine besondere Zeit des Kirchenjahres, wie  etwa beim Adventskranzbin-

den. 

Infonachmittage dienen dem persönlichen Austausch über aktuelle Themen und Ab-



läufe. 

 


 

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6.4  Elterngespräch 

 

Einmal im Jahr findet das Entwicklungsgespräch zwischen Eltern und Erzieherinnen 



statt. Der Termin wird zeitnah zum Geburtstag des Kindes gewählt. 

In dem Gespräch stellen wir die Entwicklung des Kindes innerhalb des vergangenen 

Jahres  dar,  wie  wir  sie  im  Kindergarten  erleben  konnten.  Dazu  dienen  uns  ausge-

wählte Beobachtungsmethoden. 

Auch die Eltern bringen ihre Beobachtungen und Erfahrungen aus dem vergangenen 

Jahr ein.  So entsteht ein  lebendiger offener Austausch in einer Atmosphäre der ge-

genseitigen Wertschätzung. 

Anregungen, Sorgen und Anliegen der Eltern nehmen wir gerne an und wenden uns 

auch unsererseits an die Eltern, wenn wir Fragen oder Sorgen haben, die das Wohl 

und die Entwicklung des Kindes betreffen. Bei Bedarf suchen wir gemeinsam Lösun-

gen  für  herausfordernde  Situationen  und  bieten  Eltern  Hilfestellungen,  auch  in  der 

Kontaktaufnahme zu weiterführenden Beratungsangeboten. 

Da alle Erzieherinnen die Kinder im Freispiel begleiten und im Laufe eines Jahres die 

Zuständigkeiten innerhalb  der Altersgruppen wechseln, ist es uns möglich, mit allen 

Kindern  in  guten  Kontakt  zu  kommen.  So  ist  jede  Erzieherin  am  Beobachtungs-

prozess beteiligt  und kann jederzeit das Entwicklungsgespräch mit den Eltern über-

nehmen. 

6.5  Elternaktivität 

 

Bei uns ist die Elternaktivität vielfältig und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. 



 

 

 



 

 

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7  Kinderschutz 

 

Jedes Kind hat das Recht auf Unversehrtheit. Dies ist im §8a SGB 8 festgelegt. Zur 



Umsetzung des §8a haben wir im Martinskindi eine Vereinbarung des Trägers mit 

dem Landratsamt Schwäbisch Hall (Jugendamt), in der einzelne Maßnahmen festge-

schrieben sind.  

Darüber hinaus haben wir ein sexualpädagogisches Konzept in unserem Kindergar-

ten. Dies kann jederzeit im Kindergarten eingesehen werden.  

8  Qualitätsmanagement 

 

Seit der Novellierung des Sozialgesetzbuches (SGB) im Jahr 2005 liegt eine bun-



desweite Regelung zur pädagogischen Konzeption in Tageseinrichtungen für Kinder 

vor. 


„D

ie Träger der öffentlichen Jugendhilfe sollen die Qualität der Förderung in ihren 

Einrichtungen durch geeignete Maßnahmen sicherstellen und weiterentwickeln. Dazu 

gehören die Entwicklung und der Einsatz einer pädagogischen Konzeption als 

Grundlage für die Erfüllung des Förderauftrags sowie der Einsatz von Instrumenten 

und Verfahren zur Evaluation der Arbeit in den Einrichtungen“ (§ 22a, SGB VIII).

 

 

Ziel jeder Konzeption ist es, transparent und überprüfbar festzulegen, wie eine be-



stimmte pädagogische Qualität in der Einrichtung erreicht werden soll. Durch die ge-

meinsame Klärung von Aufgaben, Zielen, Umsetzungsmaßnahmen und Beurtei-

lungskriterien gibt sich das Team eine überprüfbare Qualitätsorientierung. 

 

Eine Konzeption zu schreiben bedeutet, an einem Prozess teilzunehmen. Sich selbst 



als Person, als Team, als Träger und als Einrichtung täglich neu zu entdecken, Per-

spektiven zu ändern, zu betrachten, zu reflektieren, zu überprüfen und zu hinterfra-

gen. All das bedeutet, einen Entwicklungsprozess zu begleiten, der nie abgeschlos-

sen sein kann. So wie sich unsere Gesellschaft weiter entwickelt, wird sich auch un-

ser Qualitätsmanagement weiter entwickeln.  

 

 



 

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9  Unsere Kooperationspartner 

Je nach Themen der Kinder oder Bedarf der Einrichtung erschließen wir neue Ko-

operationen, wie etwa zu Vereinen oder Betrieben. 

 

Martinskindi  



Michelbach Bilz 

Evang. Kirchen-

gemeinde Michel-

bach Bilz 

 

„Gla



u-

ben erleben“

 

Freiwillige Feuerwehr Mi-



chelbach 

 



„Brandschu

t-

zerziehung“



 

Lernwerkstatt -  

„Forscherzeit für 

Kindergarten“

 

PatenzahnärztIn -  



„Zahngesundheit“

 

Grundschule Mi-



chelbach - 

„Übergänge gesta

l-

ten“


 

Kindergärten Michel-

bach -

„gemeinsam 



sich b

ilden“


  

offene Hilfen im Land-

kreis Schwäbisch Hall - 

„zur Beratung und U

n-

terstützung“



 

Evangelischer Landes-

verband für Kinderta-

gesstätten e.V. - 

„zur fachlichen Entwic

k-

lung“



 

Gemeinde Michelbach 

 

gemeinsamer Fachkreis 



Kinderbetreuung 

Jugendzahnpflege - 

Gesundheitsamt 

Gesundheits-, 

Jugend- und Sozi-

alamt 


 

Konzeption Stand 11.11.2016

 

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10  Öffentlichkeitsarbeit 

 

Unsere Arbeit gestalten wir gerne transparent. Daher finden sie Beiträge von und 



über uns im Gemeindebrief der Ev. Kirchengemeinde Michelbach/Bilz, im Amtsblatt, 

in der Lokalzeitung und im Internet unter www.ev-kirchengemeinde-michelbach.de. 

 

 

 



 

 

Für unsere Eltern gibt es zweimal im Jahr eine 



Elternzeitung. Unsere Infowände im Vorraum hal-

ten die Eltern in Wort und Bild immer auf dem 

Laufenden. Hier befindet sich auch die Eltern-

poststation. 

Als lebendiger Teil des Gemeindelebens sind wir 

auch jederzeit persönlich ansprechbar. 

 

 

 



 

 

 



 

Poststation im Eingangsbereich

 

Amtsblatt MIchelbach

 

Gemeindebrief der   

Kirchengemeinde 

Elternzeitung des Kindis 

 

Konzeption Stand 11.11.2016

 

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11  Gesetzliche Grundlagen  



11.1 Grundlage der evangelischen Kindergartenarbeit 

 

Die Zuwendung Jesu zu den Kindern ist das Grundmotiv der evangelischen Kinder-



gartenarbeit. In Markus 10, 

Vers 13 wird das Wort Jesu überliefert: „Lasset die Kinder 

zu mir kommen...“. M

it der Trägerschaft bietet die Kirchengemeinde vielfältige Räu-

me für das Zeugnis des Evangeliums. 

 

Kindergärten gehören zu den wichtigen diakonischen und pädagogischen Aufgaben-



bereichen der Kirchengemeinde, in denen die Entwicklung der Kinder zu eigenver-

antwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten gefördert wird. 

Der kirchliche Kindergarten ergänzt und unterstützt die christliche Erziehung der Fa-

milien. In einer Atmosphäre von Vertrauen und Geborgenheit erleben die Kinder die 

Gemeinschaft der Kirche, sie erfahren dabei Gott und den christlichen Glauben durch 

biblische Geschichten, Lieder, Gebete, Spiele, Feiern und kirchliche Feste. 

Evangelische Kindergärten sind offen für alle Kinder. Die religionspädagogischen 

Aufgaben, Kinder in Inhalte und Formen christlichen Glaubens einzuführen, schließt 

die Achtung vor Eltern und Kindern ein, die einer anderen Religion angehören. Das 

bereichernde Miteinander von Kindern und Erwachsenen unterschiedlicher Konfessi-

on und Nationalität trägt zur friedlichen Entwicklung und zu sozialer Stabilität unserer 

Gesellschaft bei. 



Auszug aus der Entschließung zur evangelischen 

Kindergartenarbeit der evangelischen Landessynode 

Württemberg von 1994 

 

Jeder Mensch hat Gaben und Begabungen. Sie zu fördern und zur Entfaltung zu 



bringen ist Aufgabe aller Bildung. Nach christlicher Auffassung ist jeder Mensch im-

mer schon Person, einzigartig, als Ebenbild Gottes mit unveräußerlicher Würde aus-

gestattet. Daraus folgt die Grundorientierung jeder Bildung an der Menschenwürde in 

Verantwortung vor Gott und den Menschen. 



Auszug aus einer gemeinsamen Stellungnahme  

des Evangelischen Oberkirchenrats Karlsruhe  

und Stuttgart 

„Kinder sind eine Gabe Gottes“

 

 

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11.2 Gesetzliche Grundlagen 

 

Achtes Sozialgesetzbuch Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII) 



Kindertagesbetreuungsgesetz Baden-Württemberg 

Orientierungsplan Baden-Württemberg 

 

12  Schlusswort 

 

Wir hoffen, Ihnen mit dieser Konzeption einen kleinen Einblick in die Grundlagen und 



Rahmenbedingungen unseres Lebens und Arbeitens im Ev.Martinskindi gegeben zu 

haben. Es ist unser Ziel, diese unsere Grundlagen täglich mit Liebe und Freude zu 

füllen, so gut wir dies vermögen. 

So versuchen wir, Ihrem Kind eine nachhaltig wertvolle und reiche Zeit seiner Kind-

heit in unserer Einrichtung zu ermöglichen. 

 

Wir freuen uns auf diese gemeinsame Zeit mit Ihnen und Ihrem Kind. 



Das Team des ev. Martinskindi 

 

 



Im November 2016 

 

 



 

Jutta Härle, Leitung 



 

 

 



Ulrich Enders, Pfarrer 


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