Informationen zum Triesting-Gölsental-Radweg und seinen radfreundlichen Betrieben


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Anreise / Heimreise - Bahn & Rad



Bahnhof 

Wien / Süd-Bahnhof – Leobersdorf: 32 Minuten

Leobersdorf – Weissenbach: 31 Minuten

Leobersdorf – Weissenbach/Neuhaus, Stundentakt.

Zertifi zierte RADfreundliche Gastbetriebe



Cafe Restaurant Hamkumst

Hauptstraße 27, 2564 Weissenbach an der Triesting, T: 02674 86280

hamkumst@a1.net; www.hamkumst-restaurant.com

Geöffnet: Mo-Fr 8-21 Uhr, am 2. Sonntag jeden Monats ab 10 Uhr

Sa, So und Feiertag auf Anfrage für Gruppen

Nichtraucherlokal; traditionell bodenständige Küche mit wechselnden saisonalen 

Tagesangeboten, hausgemachte Mehlspeisen



Aktiv- und Entspannungsangebote



Kinderspielplatz Badgasse



Kinderspielplatz Zentrum Neuhaus am Teich (2 km)

Gäste-Information: Gemeindeamt, Kirchenplatz 1, 2564 Weissenbach

T 02674 87258, gemeinde@weissenbach-triesting.at 

www.weissenbach-triesting.gv.at

Ansprechpartnerin: Christine Fischer

Weissenbach an der Triesting

Seehöhe 357 m, 1.727 EinwohnerInnen

Der Ort verdankt seinen Namen dem Weissenbach, der heute Further Bach heißt. Wie oft üblich liegt der Ort auch an der Mündung 

in einen größeren Wasserlauf, in die Triesting. Eine weitere Besonderheit ist die Lage am Rande des größten harzduftenden 

Schwarzföhrengebietes Mitteleuropas. Weissenbach kann auf  eine ausgeprägte Industrievergangenheit zurückblicken. Davon 

zeugt das sehenswerte Heimatmuseum, außerdem wurde 1894 in Weissenbach Prof. Dr. Theodor Eduard Suess, der Erfi nder des 

LD-Verfahrens, geboren. 



"Ein jahreszeitlich bestimmbares Stichwort heißt Zyklamen ... Für alle Zeiten ist ihr Duft für mich der  ganz besondere, 

mit Weissenbach an der Triesting verbunden Duft einer frühen Kindheitsphase“  (Jeannie Ebner)

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Sehenswertes und Wissenswertes



Pfarrkirche Weissenbach (im Ortszentrum)

Die Pfarrkirche Weissenbach mit ihrem bunt glasierten Dach wurde 1892/93 im neugotischen 

Stil errichtet. Initiator war der Industrielle Adolf Pittel, der selbst eigentlich Protestant war. 

Ludwig Schöne, einer der damals am meisten beschäftigten Architekten Wiens, war der 

Baugestalter. Er zeichnet auch für den 1895 errichteten, schön gelegenen Arkadenfriedhof 

verantwortlich.



Triestingtaler Heimat- und Regionalmuseum (im Ortszentrum)

Inhalte: 9460 Exponate aus der Region; vor allem Industriegeschichte - 

34 Industrien des Tales, ab 1697: die Leonischen Werke, in denen Goldbänder hergestellt 

wurden, sind durch eine Webmaschine vertreten, die Prym-Werke durch Druckknöpfe und 

Nähzubehör und das Unternehmen des Baustoffpioniers Baron Adolf Pittel durch Zement- 

und Kunststeinfabrikate. Sehenswert ist aber auch eine noch vollständig erhaltene 

historische Zahnarztpraxis. Und es gibt auch für RadlerInnen besondere Exponate, über 20 

historische Fahrräder (Puch, RWC, etc.) und ein Fahrrad von Richard Menapace, dem Sieger 

der ersten Österreich-Radrundfahrt 1949.

Kirchenplatz 3, 2564 Weissenbach, T 02674 87822

Geöffnet: 1.4. bis 31.10., So und Feiertag von 13.30 bis 17.30 Uhr

an Wochentagen sowie Gruppen gegen Voranmeldung! 



Burg und Pfarrkirche Neuhaus (Zentrum Neuhaus)

Ein Teil der Burg ist im Privatbesitz der Familie Huemer und ein Teil im Besitz der Pfarre 

Neuhaus. Zur Anlage der Burg gehört die Kirche, die dem heiligen Johannes Nepomuk 

geweiht ist. Am Friedhof befi ndet sich eine Gedenktafel, die an die Toten bei den Kämpfen 

um Alland zu Kriegsende 1945 erinnert (15 Soldaten der Waffen-SS, 7 Soldaten der Roten 

Armee, 9 Zivilopfer). Diese Kämpfe zählten zur Vorbereitung der Schlacht um Wien. Kirche 

und Burg brannten nieder. 1946 wurde die Kirche durch Erzbischof Theodor Innitzer 

abermals eingeweiht. Im Jahr 2005 wurde die Kirche neu ausgemalt, der Hochaltar 

restauriert, die 1891 gebaute Orgel komplett überholt.

 

Curhotel d'Orange (Zentrum Neuhaus)

Das imposante Kurhotel stammt aus der Gründungszeit des Kurbetriebs in Neuhaus, 

initiiert von Simon Graf Wimpffen (1867-1925). 1889 ließ er einen eleganten Kurbetrieb 

errichten, indem er drei große Hotels und dreißig luxuriös eingerichtete Villen erbauen 

ließ. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges scheiterte das Unternehmen.

Heute ist das Gebäude ein Mehrparteienwohnhaus und befi ndet sich im Privatbesitz.

 

Triestingheim (Ortszentrum - Volks- und Sonderschule)

Einstmals ein mondänes Hotel, heute Volksschule und Hort;  diese Villa in Blockhausform, 

die die Firma Prym 1898 durch den Maler Franz Lefl er gestalten ließ, weist Fresken in 

neomanieristischem Stil auf; sie sind ein Teil der Formenmischung, neben Dreiecksgiebeln 

über den Fenstern und mit Schnitzereien verzierte Giebel.

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Berühmte und illustre Persönlichkeiten

Franz Lefl er (1831 – 1898)

Österreichischer Maler, geboren im Riesengebirge, gestorben in Weissenbach. Studium an den Akademien der bildenden Künste 

in Wien und Prag, ließ sich 1858 in Wien nieder. Er malte vor allem Allegorien, Kinderdarstellungen, Genre- und Historienbilder

Porträts, Decken- und Wandgemälde sowie Theatervorhänge. Die Sommerfrische verbrachte Franz Lefl er ebenso wie der Librettist 

und Mitdirektor des Theaters an der Wien, Camillo Walzel in Weissenbach an der Triesting. Franz Lefl ers Sohn Heinrich war Professor 

an der Akademie der Bildenden Künste in Wien, Maler und Bühnenbildner.



Simon Graf Wimpffen (1867 - 1925)

Er war Gründer des Kurbetriebs in Neuhaus bei Weissenbach an der Triesting in Niederösterreich. Er heiratete eine Tochter aus der 

ungarischen Adelsfamilie der Széchenyis. 1892 besaß er mit anderen den französischen Serpollet-Dampfwagen, der als „pferdeloses 

Vehikel“ mit Koks befeuert auf eisenbeschlagenen Rädern durch die Straßen Wiens pfauchte.



Eduard Suess  (Mit-Erfi nder des LD-Verfahrens)

Das LD-Verfahren wurde in Österreich ab Juni 1949 bei der VOEST in Linz zur Betriebsreife entwickelt. Die Versuche in einem 2,5-t-

Konverter dauerten 3 Wochen, bis sich schließlich unter der Beteiligung von Theodor Eduard Suess, 1894 in Weissenbach geboren, 

und Rudolf Rinesch der Erfolg einstellte. 

Aufgrund der viel niedrigeren Produktionskosten orientierte sich die VOEST an dem neuen Verfahren und meldete im Dezember 1950 

das Patent dazu an. Das LD Verfahren löste damit die vorher üblichen Siemens-Martin-Verfahren und Thomas-Verfahren ab. 

Heute werden ca. 60 Prozent der Weltrohstahlproduktion mit dem LD Verfahren hergestellt. Dabei wird ein Konverter mit 

fl üssigem Roheisen und einem Kühlmittel (Schrott oder Eisenschwamm) beschickt. Danach wird Sauerstoff durch eine ausfahrbare, 

wassergekühlte Sauerstoffl anze auf die Eisenschmelze geblasen. 

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Weissenbach

1037 m


Anreise / Heimreise - Bahn & Rad

32 min. von Wien-Südbahnhof nach Leobersdorf, weitere 32 min. nach  Weissenbach-

Neuhaus. Es gibt keinen Bahnanschluss in Furth, der nächstgelegener Bahnhof 

ist Weissenbach-Neuhaus, von dort sind es noch 7 km bis Furth.

Info-Telefon der ÖBB: T 05 1717, www.oebb.at

Zertifi zierte RADfreundliche Gastbetriebe

bislang kein zertifi zierter radfreundlicher Betrieb; darüber hinaus einige 

Pensionen und Gastronomiebetriebe. 

Aktiv- und Entspannungsangebote



Kinderspielplatz (im Ortszentrum)

Gäste-Information: Gemeindeamt, 2564 Furth 2 

T 02674 882 19, www.furth-triesting.gv.at

gemeinde@furth-triesting.at 

Ansprechpartnerinnen: Frau Lucina Kunz und Ingrid Fürst



Furth im Triestingtal

Seehöhe 422 m, 824 EinwohnerInnen

Furth liegt inmitten von Wiesen in einem Talbecken, in dem sich einige Bäche zusammentun, um der Triesting am Nordrand der 

Gemeinde zuzustreben. Furth kann auf  zwei Superlative verweisen: Sie ist mit 64 km2 die größte Gemeinde des Triestingtals, 

die darüber hinaus mit dem Hocheck auch noch den Wien am nächsten liegenden Berg über 1.000 m auf  ihrem Gemeindegebiet 

stehen hat. Die Lage des Mostdorfes etwas abseits des Haupttales inmitten ländlicher Idylle eignet sich hervorragend zum 

Übernachten. Der Schlaf  wird vermutlich besonders tief  ausfallen, wenn man mit dem Fahrrad die Bergstraße zum Hocheck-

Aussichtsturm hochgeklettert ist.

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Furth

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Sehenswertes und Wissenswertes



Pfarrkirche (im Ortszentrum)

Kleine Barockkirche, errichtet in der ersten Hälfte des 18. Jhdts., gewidmet der hl. Maria 

Magdalena (dargestellt im Deckengemälde, Christus ist mit der Ehebrecherin dargestellt); 

Furth gehörte zur Pfarre Pottenstein, hatte aber seit 1728 einen eigenen Seelsorger, der von 

seinem Pfarrherrn und den Furthern erhalten wurde; zu seiner Versorgung gehörte täglich 

ein freier Most; zu Zeiten Maria Theresias fanden auch Wallfahrten nach Furth statt, damit 

sollten Kopfschmerzen gelindert werden.



Meyringer-Warte am Hocheck, 1037m

Das Hocheck ist der von Wien aus nächstgelegene Berg über 1.000 Meter. Anfang des 

20. Jahrhunderts plante man von Furth aus eine Zahnradbahn, die aber an fi nanziellen 

Problemen scheiterte. Heute führt eine Mautstraße auf das Hocheck, die auch mit dem 

Fahrrad erklommen werden kann – ohne Maut dafür zu entrichten. Im 2018 wieder 

eröffneten Hocheck-Schutzhaus gibt es Speis und Trank.



Steinwandklamm

An der Verbindungsstraße nach Pernitz gelegene Klamm. Der ÖTK Österreichische 

Touristenklub Triestingtal legte 1927 einen Klettersteig an. Der berühmteste Besucher der 

Steinwandklamm war bislang wohl Kaiser Franz Joseph. 

Die Klamm wurde im ersten und zweiten Weltkrieg stark zerstört. Heute führen 

gesicherte Steige und Brücken bis zum Türkenloch. Dort sollen sich während der 

zweiten Türkenbelagerung die BewohnerInnen des Triestingtales versteckt haben. 

Nach der Entdeckung durch die Türken sind alle durch aufsteigenden Rauch ums Leben 

gekommen. 

Further Dorffest

Das Dorffest fi ndet jährlich am zweiten Wochenende im September mit großem Bauernmarkt 

und ausschließlich lokalen Produkten und Köstlichkeiten statt.

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Pottenstein

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Anreise / Heimreise - Bahn & Rad



Bahnhof

32 min von Wien-Südbahnhof nach Leobersdorf, weitere 24 min nach Pottenstein.

Info-Telefon der ÖBB: 05 1717, www.oebb.at



Zertifi zierte RADfreundliche Gastbetriebe



Cin Cano - Imbissstube

Bundesstrasse 10, 2563 Pottenstein, T 0676 5441526

Geöffnet: Mo-Fr 8-22 Uhr; Sa 8-14 Uhr; Ruhetag: So + Feiertag

Montag bis Freitag täglich wechselndes Mittagsmenü, tägliches Frühstücksangebot. 

Feiern sind auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich.

Gäste-Information: Gemeindeamt, Hauptplatz 13, 2563 Pottenstein

T 02672 82424-0, gemeinde@pottenstein.at

www.pottenstein.at 

Pottenstein

Seehöhe 324 m, 2.945 EinwohnerInnen

Pottenstein gilt als Wiege der Industrielandschaft im Triestingtal, hier befanden sich die ältesten urkundlich erwähnten 

Hammerwerke. Klingen aus Pottenstein waren schon Ende des 18. Jahrhunderts ein besonders geschätzter Exportartikel, 

insbesondere die Eisenhauerklingen (sie mussten die „Eisenprobe“ bestehen, d.h. einen dicken Nagel ohne Entstehung einer 

Scharte entzweihauen können). Um die Wende zum 19. Jahrhundert war die „k & k priv. Pottensteiner Metallwaren- und 

Maschinenfabrik“ eine der modernsten des Landes. In Fahrafeld, einer Katastralgemeinde der Marktgemeinde Pottenstein, 

entstand 1792 eines der modernsten wassergetriebenen Messingwalzwerke, errichtet von englischen Fabrikanten. In Pottenstein 

und Fahrafeld gibt es heute keinen Industriebetrieb mehr, der noch in den goldenen Zeiten gegründet wurde. In der einstigen 

Tuchfabrik befi ndet sich heute die Straßenmeisterei. 1989 leuchtete die industrielle Vergangenheit noch einmal groß auf, als in 

der einstigen Tuchfabrik die niederösterreichische Landesausstellung „Magie der Industrie“ durchgeführt wurde.

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Pottenstein

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Sehenswertes und Wissenswertes



Altes Herrenhaus der Tuchfabrik

1760 baute der Wiener Großhändler Melchior Steiner einen Eisenhammer zu einer 

Klingenfabrik mit Schleif- und Poliermühlen um; 1766 waren in der Fabrik 28 Arbeiter 

beschäftigt, pro Jahr wurden 12.000 Klingen produziert;  1778 kam ein Kupferhammer 

dazu; 1824 wurde ein Walz- und Streckwerk errichtet; 1841 wurde die Fabrik liquidiert; der 

neue Besitzer, Gustav Zinke, errichtete nun eine Baumwollspinnerei; Christian Heinrich 

Coith, ein Wiener Großhändler, erwarb 1841 das stillgelegte Areal des Kupferhammers 

und verlegte seine Tuchfabrik aus Fahrafeld nach Pottenstein; 1845 waren hier knapp 

400 MitarbeiterInnen beschäftigt, 116 Männer, 225 Frauen, 50 Kinder, die Baumwolle 

aus den USA, zu Garnen verarbeiteten; 1930 wurde das Pottensteiner Unternehmen 

sanierungsbedingt in eine Kammgarnweberei und -färberei umgewandelt. Die Tuchfabrik 

bzw. Kammgarnspinnerei bestand bis 1981. 



Wallfahrtskirche „Maria Trost im Elend“ (im Ortszentrum)

Ursprünglich gotisch errichtet wurde das Gotteshaus im 19. Jahrhundert erweitert; 

Pottenstein war ab dem 17. Jahrhundert zu Zeiten der Gegenreformation ein berühmter 

Wallfahrtsort, der unter dem Schutz des Kaiserhofes stand; während früher der Titel 

"Unsere liebe Frau in Pottenstein" üblich war, kommt 1605 der Titel "Unsere liebe Frau 

Maria Brunn im Elend" auf; bald jedoch setzte sich die Bezeichnung "Maria Trost im Elend" 

durch; in der Zeit Kaiserin Maria Theresias erreichten die Wallfahrten ihren Höhepunkt; 

sie selbst soll mehrmals in Pottenstein gewesen sein; besonders Gruppen aus Hütteldorf, 

Simmering und Schwechat pilgerten nach Pottenstein. 



Doppelkarner (im Ortszentrum)

Das ältestes Bauwerk von Pottenstein in Bruchsteinbauweise, stammt aus dem 12. 

Jahrhundert; es fi ndet sich auch im Pottensteiner Gemeindewappen; es diente als 

Beinhaus, indem die Gebeine der Toten aufbewahrt wurden. 



Urlauberkreuz

Gotischer Tabernakelpfeiler an der Osteinfahrtsstraße von Pottenstein; dieser diente dem 

Empfang und der Verabschiedung (Beurlaubung) der Wallfahrer.



Katharinenkirche in Fahrafeld

Bereits 1434 wird eine Kapelle in Fahrafeld erwähnt; 1683 wurde die Kapelle von den Türken 

zerstört, 1688 wieder aufgebaut. Kaiser Karl VI. (1711-1740) stiftete das Hochaltarbild, da der 

Hof sein Absteigquartier in Fahrafeld hatte. 

 

Otto-Wagner-Brücke

Straßenbrücke des berühmten österreichischen Jugendstil-Architekten und Stadtplaners 

über die Triesting Richtung Pernitz im Piestingtal.

 

Jugendstilhäuser (im Ortszentrum)

Bürgerhäuser mit Jugendstil-Verzierungen wie vielerorts im Triestingtal.

10: im Zentrum / 11: Gutensteiner Straße, ca. 200 m / 12: Hainfelder Straße, ca. 500 m

 

Ferdinand-Raimund-Denkmal (im Ortszentrum am Hauptplatz)

Gegenüber befi ndet sich das ehem. Gasthaus „Zum Goldenen Hirschen“, in dem Ferdinand 

Raimund starb. 



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Pottenstein

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Berühmte und illustre Persönlichkeiten

Simon Graf Wimpffen (1867-1925)

Gründer des Kurbetriebs in Neuhaus bei Weissenbach an der Triesting, lebte zeitweilig in Fahrafeld.



Petar Preradovi´c (1818-1872)

Altösterreichischer Offi zier und Schriftsteller, der Werke auf Deutsch und Kroatisch verfasste; Großvater von Paula von Preradovi´c, der 

Verfasserin der österreichischen Bundeshymne; in einem Dorf nahe der Drau an der kroatisch-ungarischen Grenze geboren strebte 

er die Laufbahn eines Berufssoldaten der k & k Armee an; im Zuge seiner Ausbildung an der Theresianischen Militärakademie in 

Wiener Neustadt konvertierte der Sohn serbisch-orthodoxer Eltern zum Katholizismus; danach begann er unter anderem Gedichte in 

deutscher Sprache zu schreiben; Preradovi´c war an zahlreichen österreichischen Militärstandorten im Einsatz, in Oberitalien ebenso 

wie in Zadar und Zagreb; dort fand er Kontakt zur „Illyrischen Bewegung“, die ab 1830 die kulturelle, ethnische und politische Einheit 

aller „Südslawen“ propagierte; Preradovi´c verfasste sein dichterisches Werk im Sinne der  nationalen Romantik; seine Gedichte 

spiegeln panslawistische Ideen wider; Preradovi´c starb im niederösterreichischen Fahrafeld, im Alter von 54 Jahren; nach seinem 

Tod wurde er auf dem Mirogoj-Friedhof in Zagreb beigesetzt. Preradovi´c gilt als kroatischer Nationaldichter. Ein Platz im Zentrum von 

Zagreb trägt bis heute seinen Namen.

Ferdinand Raimund (1790–1836)

Sohn des eingewanderten böhmischen Drechslermeisters Jakob Raimann durchlief er nach dem Tode seines Vaters 1804 eine Lehre 

bei dem Zuckerbäcker Ludwig Dehne, dem k & k Hofzuckerbäcker (sein Sohn verkauft die Zuckerbäckerei 1857 an seinen ältesten 

Gesellen Demel; die Konditorei fi rmiert heute noch als noch als k & k Hofzuckerbäckerei, wenn auch mit neuen Eigentümern).

Als „Numero“ bot er Süßwaren seines Meisters in den Pausen an und machte dabei die erste Bekanntschaft mit dem Theater. Um 

Schauspieler zu werden, gab er schließlich sein Handwerk auf. 1808 schloss er sich umherziehenden Komödianten an. Mit ihnen 

ging er zwischen 1809 und 1814 auf Tournee durch die Provinz, vor allem auch durch Westungarn. 1814 nach Wien zurückgekehrt 

feierte er am Theater in der Josefstadt seine ersten Erfolge. Ein Jahr später gelang ihm der künstlerische Durchbruch mit dem Stück 

„Die Musikanten am Hohen Markt“. Danach gehörte er dem Ensemble des Theaters in der Leopoldstadt an, zwei Jahre war er sogar 

dessen Direktor. Zwischen 1820 und 1822 war er mit der Soubrette Aloisia Gleich unglücklich verheiratet. Nebenbei hatte er ein 

Verhältnis mit Antonie Wagner, der Tochter eines Kaffeehausbesitzers. Seine Liebesaffären und Vorstellungen von der idealen Liebe 

prägten die Fabeln seiner Stücke ebenso wie seine Hypochondrie und der Ehrgeiz, eigentlich zum „Tragiker“ geboren zu sein. Erst 

1823 widmete er sich verstärkt der Schriftstellerei. Trotz der Anziehung des tragischen Charakterfaches errang er seine großen Erfolge 

in komischen Charakterrollen. Immer wieder wurde er von Depressionen heimgesucht. Mit den Tragödien fi el er beim Publikum 

durch. 1830 zog er sich ins Piestingtal zurück. Als Raimund von einem von ihm fälschlicherweise für tollwütig gehaltenen Hund 

gebissen wurde, will er sich Ende August 1836 das Leben nehmen. Einige Tage später, am 5. September 1836, verstarb Ferdinand 

Raimund in Pottenstein im Alter von 46 Jahren. Er liegt auf dem Bergfriedhof zu Gutenstein im benachbarten Piestingtal begraben. 

Von 1823 bis 1834 verfasste Raimund acht Bühnenwerke, die gemeinsam mit dem Werk Nestroys den literarischen Höhepunkt der 

Alt-Wiener Volkskomödie darstellen. Die Mischung von Humor, Melancholie und erzieherischer Absicht sicherte ihm einen breiten 

Erfolg. Zu seinen wichtigen Werken zählen unter anderem „Der Alpenkönig und der Menschenfeind“, „Der Verschwender“, „Der 

Barometermacher auf der Zauberinsel“ oder „Der Diamant des Geisterkönigs“.




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