November 2001, Februar und April 2002 ergänzt November 2011


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November 2001, Februar und April  2002   



ergänzt November 2011 

Kanton Zürich 

  

Zürcher Planungsgruppe Weinland (ZPW) 



Gemeinden:  

Adlikon, Altikon, Andelfingen, Flaach, Kleinandelfingen, Marthalen, Ossingen, Thalheim 



(Hinweis: Austritt Altikon aus ZPW 2010) 

 

 



Erholungskonzept Thur und Thurufer 

Mit Ergänzungen Stand November 2011 

  

Entwurf 



 

 

Bearbeitung: 



Hesse+Schwarze+Partner, Büro für Raumplanung AG/ 

seit 2010 Planar AG für Raumentwicklung 

Martin Schwarze  



m.schwarze@planar.ch

 

Daniel Keller/Michael Fuchs          



Rigistrasse 9, 8006 Zürich 

Tel. 044 / 421 38 38   Fax 044 / 421 38 20   www.planar.ch 

 

 



 

Inhalt 


Hinweis:  

Die Ergänzungen 2011 sind nach den Kapiteln 1 bis 5 jeweils kursiv angeführt; 

Änderungen im  Kapitel 3.4 zu den Massnahmen nach Teilräume wurden direkt 

eingetragen. 

 

 



Zusammenfassung 



Einleitung 

1.1 



Träger und Aufgabe 

1.2 



Beteiligte 

1.3 



Organisation und Vorgehen                                                                                  3 

Ergänzungen 2011 zu Kap. 1   



Bestandesaufnahme und Bewertung 



2.1 


Bedeutung der Thurlandschaft für die Naherholung 

2.2 



Konflikte 

Ergänzungen 2011 zu Kap. 2 



Ziele und Massnahmen  

3.1 



Übergeordnete Vorgaben 

3.2 



Koordination mit anderen Planungen 

3.3 



Massnahmen generell (Grundsätze)  

 

Ergänzungen zu 2011 zu Kap. 3 

10  

 

3.4 



Beschreibung und Massnahmen nach Teilräumen 

13 


Gedanken zur Umsetzung 

25 

4.1 


Stand des Projektes 

25 


4.2 

Weiteres Vorgehen 



Ergänzungen zu 2011 zu Kap. 4                                                                          26 

Anhang 



27 

5.1 


Verwendete Grundlagen 

27  


5.2 

Bildseiten 

28  

 

 



 

Beilage:  

Plan Bestand und Konzept M. 1:5000 (Verkleinerung) 

 


 

 

 



WE02 E.Konzept2002-11-111122 .doc / 15.12.2011

 

 



Zusammenfassung 

Die Regionalplanungsgruppe Zürcher Weinland (ZPW) und die Thurufergemeinden 

haben das vorliegende Erholungskonzept ausarbeiten lassen. Dieses Konzept ist die 

Grundlage für das geplante Realisierungsprogramm und die spätere Umsetzung. Die 

Arbeit wurde von einer regionalen Arbeitsgruppe begleitet.  

Das Projektgebiet umfasst die Thur und den Nahbereich der Thur auf Kantonsgebiet. 

Es setzt sich mit den verschiedenen Erholungsmöglichkeiten und Erholungsnutzungen 

in diesem Naherholungsgebiet von kantonaler Bedeutung auseinander, das gleichzeitig 

ein empfindlicher Natur- und Landschaftsraum ist.  

Die Angebote und auch die empfindlichen Räume wurden erfasst und beschrieben. 

Vorliegende Grundlagen wurden dabei berücksichtigt.  

Neben Grundsätzen und Massnahmen zur Steuerung der Erholungsnutzungen für den 

gesamten Thurraum galt es, besonders auch die Vorschläge im Bereich des Thurauen-

projektes mit zu entwickeln bzw. zu überprüfen und diese frühzeitig mit dem Revitali-

sierungsprogramm  abzustimmen.  

Um ein Bild über die aktuellen Erholungsnutzung zu erhalten, wurden die Besucherin-

nen und Besucher an zwei Wochenenden im Frühsommer 2001 beobachtet und nach 

Arten erfasst. 

Das Konzept ist vorerst ein Grobkonzept, dessen Massnahmen nach Bedarf ergänzt 

und vertieft werden müssen. Es wurde nach der Diskussion und nach der Bereinigung 

mit den Gemeindebehörden den kantonalen Amtsstellen vorgelegt werden und abge-

stimmt.  

Aus dem Katalog möglicher Massnahmen sollen die dringlichsten im Realisierungs-

programm in Zusammenarbeit Region, Gemeinden und Kanton schrittweise zu ent-

wickelt werden. Noch offene Punkten sind dabei abzustimmen. Die Massnahmen, die 

durch das Thurauenprojekt bedingt sind, wie Wegverlegungen, Uferabsenkungen oder 

Informationstafeln u.a.m. sind zusammen mit dem Revitalisierungsprogramm separat 

zu realisieren.  

 

Ergänzung zur Zusammenfassung 



Zahlreiche Massnahmen des Konzeptes wurden entlang der gesamten Thur seit 2002 

umgesetzt, besonders im Thurauengebiet (1. Etappe). Hierzu wurde das Konzept 2002 

im Auengebiet 2007 vertieft und ergänzt. 

2004 wurde für Bewilligungen von Veranstaltungen im Schutzperimeter der Thur ein 

einheitliches Verfahren durch die Gemeinden in Kraft gesetzt. 

Die Arbeiten des kantonalen Thurauenprojektes und der kantonalen Verordnung zum 

Schutz des Auengebiets Eggrank-Thurspitz wurden intensiv von einer Arbeitsgruppe 

begleitet. Schwerpunkte: Sicherstellen eines naturschonenden Naherholungsangebot 

mit Ruhezonen, Fuss- und Wanderwegen, Bade- und Raststellen, Beschilderung, Par-

kierung u.a.m.   

In der vorliegenden Fassung wurde das Konzept 2011 aktualisiert und ergänzt. Es soll 

weiterhin Grundlage für Projektierung künftiger Massnahmen und für die anstehende 

übergeordnete Richtplanung bilden. 

 

 



1

  Einleitung  

1.1

  Träger und Aufgabe  

Träger 


Die Regionalplanungsgruppe Weinland (ZPW) und die betroffenen Gemeinden Adlikon, 

Altikon, Andelfingen, Flaach, Kleinandelfingen, Marthalen, Ossingen und Thalheim sind 

Trägerinnen dieses Konzeptes. Der Kanton hat die Hälfte der Kosten übernommen.  

 

Was beinhaltet das Erholungskonzept? 

Das Konzept bereitet die Umsetzung von Massnahmen im Bereich der Erholungsnut-

zungen entlang der Thur vor. Neben Massnahmen zum Gesamtraum werden solche zu 

den einzelnen Abschnitten formuliert (Teilräume). Es ist ein Programm wünschbarer 

Massnahmen im Sinne eines Grobkonzeptes. Es bindet weder Behörden noch Grund-

eigentümer oder Benutzer, zeigt aber Lösungswege auf. Das Grobkonzept ist der Vor-

lauf für das Realisierungsprogramm und die Umsetzung. 

 

Aufgabe 


Die einzelne Thurgemeinden beobachten mit Vorbehalt die zunehmende Belastungen 

der Thuruferlandschaft durch gewässerbezogene Erholungsaktivitäten (Bootfahren, 

Lagern, baden usw.) während der Sommerwochenenden, die nicht zuletzt im Zusam-

menhang mit der Festlegung als Naherholungsgebiet von kantonaler Bedeutung in den 

übergeordneten Richtplänen stehen. Mit der Umsetzung des Thurauenprojektes wer-

den zudem zahlreiche Landschaftsveränderungen zugunsten der Auenlandschaft von 

nationaler Bedeutung erfolgen. Hier sind die Erholungsnutzungen mit den geplanten 

Massnahmen der Revitalisierung des Auenwaldgebietes abzustimmen.  

 

Neben einer kurzen Problemübersicht und der Beobachtung des Verhaltens der ver-



schiedener Besuchergruppen zur Hauptsaison im Sommer (Mai-Juli) und dem Aufzei-

gen der störungsempfindlichsten naturnahen Bereiche sind Massnahmen zur Besu-

cherlenkung aufzuzeigen, einzuleiten und zu begleiten. Es sind bei Bedarf Regelungen 

kurzfristiger Verkehrslenkung, der dauernden und der saisonalen Abfallentsorgung 

usw. zu suchen und vor Ort mit den Trägern weiter zu entwickeln. Schwerpunkt des 

Projekts sind die Erholungsnutzungen in all ihren Formen in Rücksicht auf die Empfind-

lichkeit der Landschaft, der naturnahen Lebensräume und land- und waldwirtschaftli-

chen Nutzungen usw. 

Die Projektbeschreibung nennt für das vorliegende Konzept folgende Schwerpunkte: 

• 

Erhalten des Erholungsangebotes und der Nutzungen, Aufzeigen von Massnahmen 



zur Sicherung und Aufwertung  

• 

Aufzeigen der empfindlichen naturnahen Bereiche und der Störungen  



• 

Überprüfen und Ergänzen bestehender und geplanter Festlegungen in übergeordne-

ten Richtplänen, in Projekten usw. 

• 

Vorbereiten des Realisierungsprogrammes 



 

 



1.2

  Beteiligte 

Die von der Regionalplanungsgruppe eingesetzte Arbeitsgruppe hat die Begleitung des 

Konzeptes übernommen. Die lokalen Vertreter haben aktiv an der Bearbeitung mitge-

wirkt, in dem sie Unterlagen zur Verfügung stellten, Besucher/innen beobachteten, 

Feldaufnahmen durchführten und die Ideen aktiv diskutierten. Mitglieder der Arbeits-

gruppe (AG) sind: 

• 

Gisela Horber, Dachsen, (Vizepräsidentin ZPW, Vorsitzende AG) 



• 

Paul Corrodi, Marthalen (Gemeinderat und Vorstand ZPW) 

• 

Hanspeter Fausch, Dachsen (Sekretär ZPW) 



• 

Beat Gisler, Flaach (Förster) 

• 

Walter Moser, Flaach (Gemeindepräsident) 



• 

Kurt Stamm, Ossingen (Gemeinderat)  

• 

Heinz Wanner, Andelfingen (Gemeinderat) 



• 

Peter Wettstein, Thalheim (Gemeindepräsident, Vorstand ZPW) 

• 

Walter Würth, Zürich (Kreisplaner Weinland, ARV) 



• 

Martin Schwarze, Zürich (Raum- und Landschaftsplaner, Hesse+Schwarze+Partner) 

 

1.3

  Organisation und Vorgehen  

Die Arbeit wurde ausgelöst durch die beiden Gemeinden Thalheim und Ossingen, die 

eine zunehmende Belastung ihrer Thurufer beobachten. Eine Aussprache mit weiteren  

Thuranstössergemeinden am 30.11.1999 bestärkte die ZPW, das Thema aufzugreifen. 

Die Bearbeitung begann im Frühjahr 2001. Die Feldaufnahme und die Beobachtungen 

der Erholungssuchenden wurden zwischen Mai und Juli 2001 durchgeführt. Das Grob-

konzept wurde im  Winter 2001/2002 als Entwurf vorgelegt und im Frühjahr 2002 mit 

Gemeinden und kantonalen Amtsstellen bereinigt. 

Die Arbeitsschritte wurden jeweils durch das bearbeitende Büro vorbereitet und die 

Ergebnisse mit der Arbeitsgruppe diskutiert. Die Gemeindebehörden wurden durch 

ihre Vertreter in dieser Arbeitsgruppe orientiert. An vier Aussprachen mit den betroffe-

nen kantonalen Amtsstellen (15.11.2000, 25.4.2001, 11.7.2001, 18.3.2002) wurden die 

Absichten und Zielsetzungen diskutiert. An einer Sitzung mit Vertretern AWEL und 

ARGE Thurmündung (1.10.2001) wurden geplante Massnahmen unterhalb Alten bis 

zum Rhein diskutiert und aus der Sicht der Erholungsnutzungen abgestimmt. Es be-

steht die Erwartung der ZPW, dass ihre Interessen im Auenprojekt auch berücksichtigt 

werden. Die acht betroffenen Gemeindebehörden haben den Bericht zwischen No-

vember 2001 und Januar 2001 geprüft und mit geringfügigen Ergänzungen zustim-

mend zur Kenntnis genommen. Der Vorstand ZPW hat sich am 30.1.2002 über den 

Stand des Projektes orientiert und das weitere Vorgehen eingeleitet. Mit den betroffe-

nen kantonalen Ämtern wurde der Bericht am 18.3.2002 diskutiert. Den vorgeschlage-

nen Handlungsschwerpunkten wurden im Wesentlichen zugestimmt. Bezüglich Zu-

gänglichkeit der künftigen Kies- und Sandbänke zwischen Eggrank und Thurspitz be-

stehen unterschiedliche Auffassung zwischen dem Entwurf der kantonalen Schutzver-

ordnung (Bereiche "U" Fluss- und Uferzone) und den Aussagen des Erholungskonzep-

tes. Die Abweichungen sind unter 3.4 bei den einzelnen Thurbereichen aufgenommen.  



 

 



Ergänzungen zu 1. Einleitung 

Nach dem Austritt der Gemeinde Altikon 2010 aus der ZPW wurde der Betrachtungs- 

perimeter der Erholungskonzeptes entsprechend verkleinert. 

Die Aufgabenstellung hat sich in ihren Ziele und Massnahmen nicht verändert. Zahlrei-

che Massnahmen des Konzeptes 2002 wurde erfreulicherweise inzwischen umge-

setzt. 

Sich abzeichnende Schwerpunkte werden in den nächsten Jahren die Begleitung der 

zweiten Etappe das Thurauenprojekts, die ergänzende Regelung der Parkierung und 

das Abstimmen von Festlegungen in der regionalen Richtplanung sein. 

Die das Konzept begleitende Arbeitsgruppe ist heute personell neu zusammengesetzt, 

die Untergruppe Thuraue* befasst sich mit den Massnahmen in Thurauengebiet:  

• 

Martin Schwager (Vorsitz, Vorstandsmitglied ZPW)* 

• 

Peter Brandenberger (Gemeindepräsident, Flaach)* 

• 

Beat Gisler (Staatsförster, BD ZH, Flaach)* 

• 

Martin Günthardt (Gemeindepräsident Ossingen) 

• 

Marc Edelmann (Gemeinderat Thalheim)  

• 

Roger Keller (Gemeinderat Kleinandelfingen)* 

• 

Peter Müller (Gemeinderat Andelfingen)* 

• 

Inge Stutz (Vorstandsmitglied ZPW, Gemeinderat Marthalen) * 

• 

Felix Bachmann, BSPartner (Verkehrsplaner) 

• 

Barbara Schulz (ARE Zürich) 

• 

Martin Schwarze (Planar AG)* 



 

 

 

 

 

 

 



2

  Bestandesaufnahme und Bewertung 

2.1

  Bedeutung der Thurlandschaft für die Erholung 

Die Thuruferlandschaft ist ein beliebtes Naherholungsgebiet vor allem bei Badewetter 

während der Sommermonate. Auf den beidseitigen Uferwegen trifft man während des 

ganzen Jahres Spaziergänger mit und ohne Hunde, Wanderer, Jogger auch einzelne 

Velofahrer oder Reiter und Fischer. Besonders die ersten warmen Wochenenden im 

Frühsommer locken viele Besucherinnen und Besucher an und auf die Thur. Das 

Pfingstwochenende ist traditionsgemäss ein Treffpunkt an den Thurufern für viele 

verbunden mit Festen und Festgelagen. Dies ist verbunden mit grossem Verkehrsauf-

kommen, zusätzlicher  Infrastruktur und mit entsprechenden Störungen. Auch Regen-

tage können dann die Hardliner nicht von diesen Treffen abhalten. 

 

Die Haupt-Erholungsaktivitäten im Thurgebiet haben einen starken Bezug zum Wasser. 



Dabei lassen sich zwei Gruppen unterscheiden: die Stationären und die Mobilen. Die 

Zufahrt erfolgt bei beiden Gruppen meist mit dem Auto, Ziel ist der Parkplatz oder die 

Parkiermöglichkeit. Picknick-Infrastruktur und Schwimmkörper werden hier aus- und 

eingeladen. Die Stationären besetzen vom Parkplatz aus einen Platz am Ufer (Wiese, 

Flachufer, Kiesbank) zum Lagern, Baden und Sonnenbaden, Spielen, Picknicken, Feu-

ern und Grillieren. Die Mobilen suchen den bequemen Thur-Einstieg und später den 

Thur-Ausstieg für ihre Schwimmkörper, Schlauchboote oder Kanus. Zum Ein- und Aus-

Wassern ist auch ausreichend Platz zum Lagern und Einrichten der Boote nötig. Viele 

Boote starten in Thalheim bei Parkplatz Asperhof oder im Gebiet der Gütighauserbrü

ke und verlassen die Thur in Bereich der Altenerbrücke (Fahrtdauer ca. 2 Stunden). Zur 

längeren oder kürzeren Bootsfahrt gehört oft das Anhalten an einer Uferbank verbun-

den mit Baden und Picknicken. Die Schwimmkörper und Boote werden gerudert, ge-

paddelt oder von der Strömung getrieben. Maschinen-/motorengetriebene Boote be-

dürfen nach den kantonalen Verordnung über die Schifffahrt auf Zürcher Fliessgewäs-

sern einer Bewilligung durch die Finanzdirektion (§ 30 VO vom 7.5.1980). Das Zelten 

entlang der Thur ist ebenfalls verboten. Ausnahmen sind Pfingstlager. Das eigentliche 

Campen beschränkt sich auf die beiden Campingplätze an der Thur bei Gütighausen 

und Rässenwies in Kleinandelfingen sowie auf den grossen Campingplatz Steubisall-

mend am Rhein in Flaach.  

 

Deutlich liessen sich bei den diesjährigen Feldbeobachtungen und Zählungen belebte 



und wenig belebte, ruhige Uferabschnitte unterscheiden. Voraussetzungen zur Mas-

sierung der Besucher entlang der Ufer ist offensichtlich die gute Erreichbarkeit mit 

dem Auto und die Benutzbarkeit der Ufer zum Lagern, Feuermachen, Baden und im 

Wasser Waten und Spielen. Weiter wird ein Ein- oder Ausstieg vom Land und vom 

Wasser gesucht. Die maximale Wegdistanz um die Parkiermöglichkeit lag bei 50 bis 

200 m. Flach- und Kiesufer ohne nahes Parkplatzangebot wurden sehr viel weniger 

besetzt. Die Benutzung erfolgte hier zum grösseren Teil vom Fluss aus (Zwischenhalt). 

Die Präsenz der Polizei dürfte wesentlich dazu beitragen, dass nur sehr wenige Autos 

wild geparkt wurden. Überfüllt waren die Parkplätze östlich der Altenerbrücke und 

nördlich der Gütighauserbrücke. Hier wurden zahlreiche Autos ausserhalb der offiziel-

len Abstellplätze illegal abgestellt. 


 

 



Erholungsschwerpunkte im Uferbereich, besonders intensiv genutzt: 

Flaach, nördlich Ziegelhütte (F1): Rheinufer, Schwimmbad, Campingplatz 

Flaach, beidseitig Ellikerbücke (F5, F7): beide Thurufer 

Kleinandelfingen, Widen (K1): westliches Thurufer und Kiesbank 

Kleinandelfingen und Andelfingen, Alter Brücke (K2, A2): beide Thurufer 

Andelfingen, Undergill: südliches Thurufer und Kiesbank bei der Festhütte 

Kleinandelfingen, Thurbrücke bis altes Flussbad (K6): Flachufer und Campingplatz 

Ossingen, Tüfenau (O4): Thurufer, Kiesbänke  

Ossingen, Gruebhölzli südlich (O5): Ufer und Kiesbänke  

Ossingen, Gütighauserbrücke bis und mit Campingplatz (O6): Thurufer, Kiesbänke 

Thalheim, Asperhof (T3): Thurufer, Kiesinseln  

Altikon, Neunfornerbrücke (AL1): Thurufer 

 

Parkplätze stark genutzt  

Flaach, Ziegelhütte (F 1): beim Bad, Campingplatz 

Marthalen, Ellikon (M 2): oberhalb Dorf 

Kleinandelfingen, Widenwald (K1): im Wald und entlang Waldstrassen 

Andelfingen, Altenerbrücke (A2): östlich Brücke 

Ossingen, Tüfenau (04): östlich Waldrand  

Ossingen, Gruebhölzli (O5), Gütighauserbrücke (O6): Thurufer und vor Brücke 

Thalheim, Asperhof (T3): Büügi 

Altikon, Thurbrücke (AL2): südlich Thur 

Parkplätze, die keinen optischen Bezug zum Fluss, zu den Badestellen oder zu attrakti-

ven Lagerplätzen am Ufer aufweisen, wurden sehr viel weniger genutzt. 

 

Zusammenfassung der Feldbeobachtungen vom Sonntag Nachmittag 24.6.2001*:  

Autos geparkt  

1100 


(80-85% ZH, 5% SH, 5% TG, 5% übrige CH, 3% nicht CH) 

Räder abgestellt 

200 

Besucher lagernd 



1500 (ohne Bäder und Campingplätze) 

Besucher lagernd 

700 bis 1000 (Freibäder und Campingplätze geschätzt) 

Boote an Land 

150 

Boot im Wasser 



250 mit durchschnittlich 2 Personen (d.h. insgesamt 500)  

Radfahrer 

 

250 


Wanderer 

 

250 



Reiter   

 

 30 



 

Auffallend war, dass im Thurauenbereich die Ufer und die hier sehr langsam fliessende 

Thur unterhalb Untergill und Widen gegen die Mündung hin wasser- wie landseits eher 

weniger besucht waren als erwartet. Auch beidseitig der Elliker Brücke hielt sich der 

Erholungsbetrieb in Grenzen (Ausnahme Pfingsten); dies wohl auch wegen der heute 

eher steilen Uferböschungen, die den Zugang zum Wasser erschweren. 

Insgesamt Besucher/innen auf und an Thur und Rhein 

ohne Personen in Restaurants und Autos/ oder auf Räder unterwegs 

Besucher/innen 24.6.2001 nachmittags ca. 3'500 - 4'000 

* Wetter: Hochsommerwetter, wolkenlos, seit mehreren Tagen sehr warm,  

  Wetterprognose für den 24.6.2001 vom Vortag: schön und warm  

 


 

 



2.2

  Konflikte 

Die Thur und ihre Uferbereiche liegen in einem wertvollen Landschafts- und Lebens-

raum, der gleichzeitig ein kantonales Naherholungsgebiet ist. Bereits in den 60er und 

70er Jahren beschäftigte der motorisierte Autoverkehr die Behörden. Wiederholt wur-

de über das überlastete Erholungsgebiet an Thur und Rhein berichtet. Die ZPW liess 

darauf hin eine Erholungsplanung und ein Parkplatzprojekt erstellen. Die Verwirkli-

chung scheiterte damals an den hohen Kosten. Seither wurden jedoch abgestimmt auf 

das Konzept und die regionalen Richtpläne zahlreiche Parkplätze ausgebaut und Ufer-

bereiche und Wege mit Fahrverboten gesichert. Da es wohl meistens Einheimische 

aus der näheren und weiteren Umgebung sind, die wiederholt die Thur als ihren Erho-

lungsraum nutzen, und zudem die Polizei an den Spitzentagen präsent ist, haben sich 

die Besucher an diese Regeln gewöhnt und übertreten sie nur selten. 

Folgende Konflikte bestehen vor allem an den Spitzentagen im Juni bis August: 

• 

Beeinträchtigung naturnaher aquatischer Lebensräume (Gewässer) durch Badende 



und Boote. Betroffen sind insbesondere Einstands- und Laichgebiete Fische (Flach-

wassergebiete einerseits und andererseits Frischwasserzuläufe oder tiefe Wasser-

stellen an heissen Tagen und bei tiefem Wasserstand). 

• 

Beeinträchtigung naturnaher terrestischer Lebensräume (ruhige Kiesinseln, steile 



Uferbänke, magere Wiesen) als Brutplätze und Bruthöhlen für seltene Vogelarten 

sowie als Lebensräume der übrigen Fauna durch Betreten, Lagern, Anlanden, Hun-

de laufen lassen, Reiten usw. Die zunehmende Zahl an Hunden macht nicht nur den 

Landwirten zu schaffen, sondern auch vielen Wildtieren, sie sind nicht nur der 'Ha-

sen Tod'. Auch 'wildes' Reiten zerstört lokal Uferwiesen oder unbefestigte Wege. 

• 

Beeinträchtigung Landschaft generell bei grösseren Anlässen durch Beschallung 



und Liegenlassen von Abfall. 

 

Mit der Umsetzung der beiden Projekte der Entwicklungs- und Pflegekonzeptes für die 



gesamte Thur und des Projektes Hochwasserschutz und Auenlandschaft Thurmün-

dung werden zahlreiche Eingriffe zugunsten der Naturnähe erfolgen. In den nächsten 

Jahrzehnten wird sich hier eine neue Auenlandschaft entwickeln. Unsicherheit be-

steht, inwieweit dadurch neue Konflikte entstehen können. Gibt es mehr Besucher? 

Werden die revitalisierten und ausgeweiteten Uferpartien stark betreten? Verlagern 

sich die Erholungsaktivitäten wegen der besser zugänglichen Ufer vermehrt gegen 

Thurspitz und Thurmündung? Wie zugänglich oder unzugänglich wird die neue Land-

schaft sein?  



Ergänzungen zu 2. Bestandesaufnahme und Bewertung 

Die grossen Veränderungen in Thurauenbereich und  Ausbau des Erholungsschwer-

punktes Paradiso haben die Neugier vieler geweckt. Eine weitere Zunahme der Besu-

cher über das ganze Jahr ist zu erwarten. Im übrigen Uferverlauf dürften sich die Ver-

hältnisse nicht wesentlich verändert haben. Die Besucherzahlen an den Pfingsttagen 

sind witterungsbedingt, doch waren sie eher konstant und zudem durch die neuen 

Regelungen weniger konfliktreich als in den 90er Jahren. 

 

 

 



 

 




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