Vorschlag zur generalsanierung des sprung- und rutschenturmes millstatt am see


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Sana07.03.2018
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architekten

VORSCHLAG ZUR GENERALSANIERUNG DES SPRUNG- UND RUTSCHENTURMES MILLSTATT AM SEE



Der 1913 errichtete und heute noch bestehende Sprungturm im Millstätter Strandbad galt über die Jahrzehnte 

als Attraktion im „Sommer-Bade-Erlebnis“ am See. 

Seit der Turm 2009 nach einem schweren Unfall behördlich gesperrt wurde, ist er nie wieder in Betrieb 

gegangen. Nun soll der Sprungturm im Rahmen dieses Verfahrens wieder zu dem werden was er einmal 

war – zu einer Attraktion die weit über die Grenzen unseres Bundeslandes hinaus bekannt ist. 

Entwurfsgrundsätze:

Die architektonische Idee hinter diesem Entwurf ist, mit dem neuen Design der neu zu errichtenden Ein- 

und Zubauten des alten Turmes eine Geste der Begegnung zu schaffen. Eine Begegnung von alt und neu

eine Begegnung zweier Bereiche und zweier Generationen die einander ergänzen und sich gegenseitig 

bereichern.

Sicherheitskonzept Rauf:

Das Konzept für die Wiederbelebung der Stahlbeton-Konstruktion beinhaltete zwei gestalterische 

Hauptaugenmerke: das Rauf und das Runter.

Beim Rauf sowie beim Runter stehen vor allem die Sicherheit aller BenutzerInnen im Vordergrund. 

Sämtliche Stufen, Plattformen und andere Oberflächen werden mit rutschfesten (Rutschklasse C) und nicht 

überhitzenden Materialen ausgestattet. Alle Treppenläufe bleiben original bestehen, aber die Riffelblechstufen 

(Trittstufen) werden ausgetauscht und durch Polymerbetonstufen ersetzt.

Auch das bestehende Geländer wird beibehalten, allerdings wird innen eine neue, dem Stand der 

Technik entsprechenden Geländerkonstruktion mit Stahlmaschenausfachung angebracht. Auf Grund der 

Maschenweite der inneren Absicherung bleibt die Transparenz – und somit das Bild des Originalturmes 

– erhalten und trotzdem sämtliche, jetzt noch bekletterbare Bereiche abgesperrt und faktisch nicht mehr 

zugänglich gemacht. Das bedeutet nicht nur eine ausschlaggebende Erhöhung der Sicherheit am Turm, 

sondern auch das Beibehalten der Geltung des alten, horizontal geteilten Geländers. Ab einer gewissen 

Entfernung ist das Stahlgitter nicht mehr zu erkennen und das Bild des Turmes wird so auf keine Art verändert. 

Zudem werden alle Stolperstellen, Verletzungsstellen, Fingerfangstellen, Fußverletzungsstellen sowie 

Verletzungsstellen durch beschädigte Nieten der Trittstufen beseitigt. Alle Betonoberflächen der Plattformen 

werden  auf  schadhafte  und  scharfkantige  Oberflächen  hin  untersucht  und  gegebenenfalls  saniert.  Wie 

bereits kurz angedeutet werden alle metallenen Oberflächen der Treppen gegen Erhitzen geschützt bzw. 

ausgetauscht. Alle überstehenden Teile, Kanten und Ecken sowie Fang-, Quetsch- und Scherstellen werden 

entfernt. Auch sollen sämtliche sicherheitstechnischen und statisch relevanten Spannungsrisskorrosionen 

und Risse des Betonbauwerks im Zuge der Sanierung behoben werden. Bezüglich der sicherheitstechnischen 

Unbedenklichkeit  des  Betonkörpers  des  Turmes  wird  ein  Prüfingenieurbefund  erstellt.  Auch  die 

Wiederherstellung der Kraftschlüssigkeit der Pfähle des Sprungturms wird im Zuge der Sanierung hergestellt. 

Das Erzielen der Rutschklasse C der Betonoberflächen wird durch einstreuen von Quarzsand während der 

Beschichtungsarbeiten der Betonoberflächen erreicht.

Sicherheitskonzept Runter:

Aber wer Rauf kommt, muss auch irgendwie wieder Runter. Ein zentrales Problem des alten Sprungturms 

war die Einmündung der großen Wasserrutsche direkt im Sprungbereich. Somit waren die beiden Bereiche 

nicht autark und die Nutzung der großen Wasserrutsche konnte nur in Abstimmung mit einer Sperre des 

Sprungbetriebes stattfinden. 

Die Wasserrutsche wieder entlang der alten Linienführung zu planen war nicht nur auf Grund des 

Mündungsbereiches – unterhalb der Sprungplattformen – nicht mehr möglich, sondern auch wegen der zu 

extremen Steilheit und der zu hohen Entfernung zur Wasseroberfläche (der Auslauf befand sich min. 80cm 

über Seeniveau!). Zwar startet die große Rutsche noch am selben Ausgangspunkt, aber grundsätzlich ist die 

Linienführung komplett neu angedacht – bietet aber durch ihr Design immer wieder Anhaltspunkte an den 

alten Turm und schlägt somit gelungen die Brücke zwischen alt und neu.

Dies ermöglicht nicht nur ein großartiges neues Rutschvergnügen sondern auch einen permanenten Betrieb 

der Wasserrutsche. Durch die neue Linienführung behindert der Mündungsbereich der großen Rutsche den 

Sprungbetrieb auch nicht mehr, da die große Rutsche neben der kleinen Wasserrutsche in den eigenen 

Mündungsbereich endet.

Der  Rutschbetrieb  findet  ampelgeregelt  und  nur  unter Aufsicht  statt.  Der  Sprungbetrieb  ist  aus  3  Meter 

(Sprungbrett), 5 und 10 Meter (Plattformen) möglich. Durch die neue Planung sind die Sprungrichtungen 

komplett voneinander getrennt. Sämtliche Sicherheitsabsperrungen werden nur unter Aufsicht und bei 

Sprungbetrieb geöffnet, ansonsten ist keine Zugänglichkeit zu den Plattformen außerhalb der Öffnungszeiten 

gegeben.


Die kleine Wasserrutsche wird in ihrer Position beibehalten und mündet wie bestehend in den separaten 

Bereich. Auch hier wird die alte Blechrutsche abgetragen und durch eine neue Kunststoffrutsche ersetzt.



Ausrichtung:

Die  Silhouette  des  Turmes  wird  seeseitig  (west-,  süd-  und  ostseitig)  in  keiner  Weise  durch  den  neuen 

Rutschen-Anbau beeinträchtigt, da die Rutsche nordseitig angebracht ist. Dadurch wird auch der SPA-

Betrieb im westlichen Badehaus nicht durch die Rutsche gestört.

Von der Strandpromenade aus ist der neue Anbau sehr wohl sichtbar, funktioniert so aber als bewusst 

gewählter Blickfang und als moderner und adäquater Werbeträger für das Strandbad. 

architekten

Schaubild



Start GFK Röhrenrutsche

+12.50


+10.00

+7.50


+5.00

Start Speedrutsche

+3.00

±0.00


Wasserspiegel

+8.50


Haustechnikraum

Ansaugung Pumpe für Rutschen

Wassertiefe ca. 7-8m

Röhrenrutsche aus GFK (große Wasserrutsche)

Profil:      

 

 



 

Innendurchmesser: 825 mm

Länge:            

 

 



 

L: 95,5 m

Höhe         

 

 



 

H: 12,5 m

Neigung       

 

 



 

N: 13,24 %

Typ lt. Norm:    

 

 



 

Typ 4


Ausführung lt. ÖNORM EN1069-1 :2010

Flanschverbindung:   

 

 

mittels Nut/Feder System



Verfugungssystem:   

 

 



wartungsfreie Hartverfugung

Benutzeralter:  

 

 

 



ab 8 Jahren

Durchschnittsgeschwindigkeit:  

 

3-7 m/sek.



Höchstgeschwindigkeit am Rutschenende:  

ca. 7-9 m/sek.

Abstandsregelung:   

 

 



Ampelanlage am Start + Doppelsensor 

                  

 

 

 



am Start u. am Ziel

Landung:   

 

 

 



lt. ÖNORM EN 1069 als Eintauchbe-

reich


Wassertiefe bei Niedrigwasser:  

 

1,0 m



Wassertiefe bei höchstem Wasserstand:  

1,35 m


Fallhöhe Rutschenende bis Wasserspiegel 

bei Niedrigwasser:              

 

 

20 cm



Fallhöhe bei höchstem Wasserstand:    

15 cm (die Rutschenfläche steht 

              

 

 



 

unter Wasser)

Maximal zulässige Wasserspiegelschwankung 

daher:            

 

 

 



+/-17,5 cm 

Bei größeren, oder tieferen Wasserständen ist die Rutsche zu sperren! 

Niveaumessung mit einer Messlatte.

Beschaffenheit des Seebodens:   

 

Feinkies


Ergänzung Absprung 10m

Polymerbeton inkl Geländer

Ergänzung Absprung 5m

Polymerbeton inkl Geländer

Einstieg der großen Wasserrutsche

Beflaggung

Absperrung des Absprungbereiches

ausserhalb der Betriebszeiten

Absperrung des Absprungbereiches

ausserhalb der Betriebszeiten

Eintauchbereiche

Technikraum

Einstieg der Speedrutsche (kl Rutsche)

Mündungsbereich

kleine und große Wasserrutsche

5m

10m



3m

architekten

Schnitt 1:100

Trittstufen aus Polymerbeton

Axonometrie

Herstellen der geforderten Rutschfestigkeit 

der Plattformen im Zuge der generellen 

Betonsanierungsmaßnahmen



Zugfestigkeit [kN/m]: 53

12.0


Ringdurchmesser: 12,00 mm 

Drahtstärke: 1,10 mm

Oberfläche:  

glanzpoliert / mattiert - gewachst

Ringe pro m

2

: ca. 12.000



Gewicht: ca. 3,06 kg/m

2

Material: Edelstahl 1.4404 



Weitere Materialien auf Anfrage 

Freie Fläche: ca. 63 %

proMesh GmbH · In den Waldäckern 10 · 75417 Mühlacker · Germany

Tel: +49 7041 9544-60 · Fax: +49 7041 9544-55 www.alphamesh.de · info@alphamesh.de

Maximale Standardabmessungen 

Breite: bis 9,60 m  

Höhe: max. 15,00 m 

Weitere Abmessungen auf Anfrage

Datenblatt alphamesh 12.0 x 1,1 Edelstahl

1/2


Ringe pro lfm: 83,3

10

1000 - 1100



Sprungplattform

50

30



30

Einfassprofil WE30 Niro

Vorhandenes Geländer

OK Geländer

Spannklammer Niro

Stahlmaschengewebe

Alpha Mesh 12

Handlauf Verzinkt

10mm Abstand für Wasserdurchfluss

Trittstufe

OK Geländer

1000 - 1100

C-PROFIL

30

30



20

50

Stahlmaschengewebe



Alpha Mesh 12

10

Vorhandenes Geländer



Spannklammer Niro

Einfassprofil WE30 Niro

Handlauf Verzinkt

DETAIL STIEGE

STEHER AN BESTAND ANGEPASST

OK Geländer

OK Bestand

OK Plattform

Spannklammer Niro

Einfassprofil WE30 Niro

Handlauf Verzinkt

STB Plattform

Einfassprofil WE30 Niro

Hohlprofilständer Niro

Trittstufen Polymerbeton

Stahlmaschengewebe Alphamesh 12

architekten

Schaubild neues Geländer

Materialvorschlag Alphamesh 12

Montage mittels Profilschiene

Montage mittels Hohlsaum

Ansicht Geländer

Detail Geländer Plattform

Detail Geländer Stiegenlauf



UK Decke

+2.18


UK Unterzug

+1.96


OK Bodenplatte

±0.00


Formrohr 8cm x 8cm

Formrohr 8cm x 8xm

Pfosten

Aluminium



Lamellen

Formrohr 8cm x 8cm



Wassertechnik: 

 

Ansaugung des Wasser direkt aus dem See.



 

 

 



 

Ansaugung aus dem nicht zugänglichen Bereich unterhalb des   

 

 

 



 

Rutschenturmes in Form einer selbstansaugenden Pumpe

    Pumenaufstellung 

oberhalb 

Gelände.

 

 



 

 

Ansaugung mittels Filtersiebkorb mit Lochung d=8 mm aus  



 

    Wasserttiefe 

ca. 

1,0 


m

erf. Wassermenge:    

120 m³/h

Saug- und Druckleitungen:  aus PE-HD

Saugleitung: 

 

  DN200



Druckleitung:   

 

DN150



Die Druckleitung führt auf möglichst kurzem Weg direkt zu dem Startelement der Rutsche

Technik


23.18m²

Formrohr 8x8cm

4,04

6,45


3,42

4,26


1,23

0,9


0,9

1,23


3,17

1,79


3,28

6,37


4,27

FFOK


± 0.00

D1

90



200

90

200



UZUK

+1.96


architekten

TGA / Haustechnik:

Sämtliche Haustechnikgeräte wie Pumpen, Elektroverteile etc. werden in einem eigenen, 

abgetrennten Haustechnikraum auf der Null-Ebene (ca. 0,80cm m über Wasseroberfläche) 

des Sprungturms untergebracht und nur für befugte Personen zugänglich gemacht. 

Eine Metall-Lamellen-Wand definiert den Raum und bietet gleichzeitig optimale Be- und 

Entlüftungsmöglichkeiten für die Maschinen.

• 

Von der haustechnischen Seite sind die beiden Rutschen mit Seewasser zu    



 

 

beaufschlagen. Dafür wird eine drehzahlgeregelte, selbstsaugende Oberwasserpumpe  



 

eingesetzt, die die erforderlichen Wassermengen

 

Kleine Rutsche ca. 40 m³/h



 

Große Rutsche ca.120 m³/h

 

Kleine und große Rutsche zusammen 160 m³/h



 

fördern kann. 

• 

Dazu wird für jeden der drei möglichen Betriebsfälle eine Drehzahl zugeordnet und über  



 

die Steuerung so eingestellt, dass sie betriebssicher vom Aufsichtspersonal geschaltet  

 

werden kann.



• 

Die Pumpe wird in einem Technikraum auf der Sprungturmbasisplatte aufgestellt. Sie 

 

kann trockenen Fußes gewartet werden und ist nur für Betriebspersonal zugänglich.  



 

Die druckseitige Anschlussverrohrung bis zum Anschluss an das  

 

 

 



 

Rutscheneinströmelement wir aus einem Rohr mit antibakterieller Innenbeschichtung  

 

hergestellt. Das Rohr ist nur in der Betriebsfase mit Seewasser gefüllt, bei abgeschalteter  



 

Pumpe entleert sich das System selbsttätig bis auf das Niveau des Seewasserspiegels.

• 

Die beiden Zuleitungsrohre werden nach der Badesaison demontiert, gereinigt und an  



 

einem trockenen Ort bis zur nächsten Badesaison gelagert.

• 

Die Seewasserentnahme erfolgt über ein Edelstahlfilterrohr mit einem unteren  



 

 

Abschluss. Das Filterrohr hat einen Durchmesser von 600 mm, eine Länge von 



 

1.000mm und ist allseits perforiert. Die Perforation weist eine freien Querschnitt  

 

 

von 40 % auf und somit eine Ansaugfläche von ca. 0,9 m². Daraus errechnet sich eine  



 

Ansauggeschwindigkeit von ca. 0,05 m/s. Das Rohr ist von der Wasserseite aus nicht  

 

zugänglich, es besteht daher auch keine Gefahr für Personen.



• 

Auch das Edelstahlfilterrohr ist einfach zu demontieren und aus dem Wasser zu heben,  

 

sodass auch hier eine einfache Reinigung und Desinfektion möglich ist. Es wird ebenfalls  



 

nach der Badesaison demontiert, gereinigt, und an einem trockenen Ort bis zur nächsten  

 

Badesaison gelagert. 



• 

Das Wasser strömt über die jeweilige Rutsche zurück in den See. Auf Grund des  

 

 

Abstandes von Ansaugung zu Rückleitung besteht keine Gefahr eines Kurzschlusses und  



 

der daraus folgenden Mehrfachnutzung und Aufkeimung des Wassers.

Referenz Wand Technikraum

Detail Wand Technikraum

Grundriss Ebene 0 1:100

Detail Seewasseransaugteil

Axonometrie Seewasseransaugteil

Beleuchtungskonzept: 

Um den Sprungturm auch bei Nacht als „Landmark“ für Millstatt und den gesamten Millstättersee 

in Erscheinung treten zu lassen werden am Boden LED Strahler in geeigneter Schutzart mit 

RGB Farbsteuerung zur Anstrahlung des Sprungturmes und des Rutschenkörpers montiert. Mit 

dieser Art der Beleuchtung ist es einerseits möglich den Sprungturm in dezentem Weiss oder 

einer beliebigen Farbe in Erscheinung treten zu lassen; andererseits kann der Sprungturm bei 

besonderen Anlässen auch mit automatischen Farbverläufen bespielt werden. Die Steuerung 

wird in einem Schaltschrank im Technikraum unter dem Sprungturm platziert.




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