1. Einleitung, Umfang und Zielsetzung der Untersuchung


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Inhalt 

 

1.  Einleitung, Umfang und Zielsetzung der Untersuchung .......................................1 

2.  Die Bedeutung und Tradition der Regionalentwicklung im Murtal bzw. der Steiermark .3 

3.  Hintergrund - EU - Kohäsionspolitik .............................................................4 

4.  Regionalpolitik in der Steiermark am Beispiel der Region Murtal ...........................6 

5.  Darstellung der Institutionen und Akteure der Region ........................................8 

5.1 Das Gesamtbild der Region .....................................................................8 

5.2 EU Regionalmanagement Obersteiermark West ..............................................9 

5.3 Kleinregionen ................................................................................... 10 

5.4 Tourismusverbände ............................................................................ 13 

5.5 LEADER - Regionen ............................................................................. 15 

5.5.1 Holzwelt Murau ............................................................................ 16 

5.5.2 Zirbenland bzw. Regionalentwicklungsverein Zirbenland ........................... 17 

5.5.3 Wirtschaft.Leben bzw. Regionalentwicklungsverein Aichfeld-Murboden ......... 18 

5.6 Cluster und sonstige Netzwerke der Region ................................................ 19 

5.6.1 Holzcluster ................................................................................. 19 

5.6.2 Verein Pro:Holz Steiermark .............................................................. 19 

5.6.3 Impuls- und Technologiezentrum Zeltweg bzw. Holzinnovationszentrum ........ 20 

5.6.4 A.i.Z ......................................................................................... 21 

6.  Verein Energieagentur Obersteiermark ....................................................... 21 

7.  Matching der Aufgabenbereiche und Ziele der Akteure .................................... 23 

8.  Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen ........................................... 25 

8.1 Schlussfolgerung ................................................................................ 25 

8.2 Empfehlungen an die Politik – Handlungsableitungen ..................................... 26 

Literaturverzeichnis ................................................................................... 27 

Abbildungsverzeichnis ................................................................................. 28 

Tabellenverzeichnis ................................................................................... 28 

Anhang  1:  Die  Gemeinden  der  Bezirke  Knittelfeld,  Judenburg  und  Murau  nach 

Einwohnergrößenklassen .............................................................................. 29 

 


Institut für Wirtschafts- und Standortentwicklung                      Regionalpolitische Player im Murtal  

1|31 


1.

 

Einleitung, Umfang und Zielsetzung der Untersuchung 

Einer  inhaltlich  ambitionierten  und  nachhaltigen  Regionalpolitik  kommt  in  Zeiten  des  ra-

schen  wirtschaftlichen  Wandels  und  der  sich  in  gesellschaftlicher  sowie  demographischer 

Hinsicht veränderten Rahmenbedingungen eine zusehends wichtige Bedeutung zu. Gerade 

in peripheren Regionen gilt es deshalb, Phänomenen wie Abwanderung, Überalterung und 

fehlender wirtschaftlicher Dynamik durch das Setzen aktiver Impulse entgegenzuwirken.  

In  Österreich  und  speziell  in  der  Steiermark  wird  diesem  Ansatz  bereits  seit  Jahren  ent-

sprechend Rechnung getragen. Ein grober Blick auf die Landkarte der regionalpolitisch ak-

tiven  Institutionen  offenbart  allerdings,  dass  es  der  Regionalpolitik  in  unserem  Land  an 

einer  Art  „rotem  Faden―  fehlt.  Bei  genauerer  Betrachtung  drängt  sich  der  Verdacht  auf, 

dass sich alleine in der Steiermark eine bereits zu große Anzahl an Institutionen dem The-

ma Regionalpolitik (zumindest im Hinblick darauf, dass es  an gemeinsamen Zielsetzungen 

mangelt) verschrieben hat. 

Auch  angesichts  knapper  werdender  öffentlicher  Budgets  und  einer  sich  abzeichnenden 

Änderung  im  Bereich  der  EU-Fördermittelvergabe  hat  sich  die  Wirtschaftskammer  Steier-

mark zum Ziel gesetzt, einen genaueren Blick auf die regionalpolitische Landkarte in der 

Steiermark,  konkret  am  Beispiel  der  Region  Obersteiermark-West,  zu  werfen  und  neben 

einer  allgemeinen  Wirkungsanalyse  auch  allfällige  Effizienzsteigerungen  bzw.  Verbesse-

rungsmöglichkeiten im Bereich der Regionalpolitik aufzuzeigen.  

Im Detail werden im Rahmen des vorliegenden Studienpapiers folgende Institutionen analy-

siert  und  dargestellt:  EU  Regionalmanagement  Obersteiermark  West,  Kleinregionen,  Tou-

rismusverbände, Leader-Regionen, Cluster und sonstige Netzwerke der Region. Auf die Rol-

le der Sozialpartner wird ebenso eingegangen.  

Inhalte und Ziele der Analyse 

 



Darstellen  der  Vielzahl  an  regionalpolitischen  Institutionen  in  der  Steiermark  an-

hand der Modellregion Murtal bzw. Obersteiermark West mit den Bezirken Knittel-

feld, Judenburg und Murau

.  


 

 



Beleuchten der Arbeitsinhalte der einzelnen Institutionen, bzw. inwieweit diese in 

den Prozess der Regionalentwicklung involviert sind.  

 



 



Neben einer Untersuchung der Kooperationen der verschiedenen Akteure innerhalb 

des Murtals auch das Hinweisen auf Doppelgleisigkeiten.  



Die Bedeutung der Regionalpolitik für die Wirtschaftskammer Steiermark 

Oberstes Ziel der Wirtschaftskammerorganisation im Zusammenhang mit einer gebietswei-

sen  Wirtschafts-  und  Standortpolitik  ist  es,  die  Wertschöpfung  und  Wettbewerbsfähigkeit 

einzelner Regionen des Landes, vor allem aber des ländlichen Raumes zu steigern, um so 

einen Beitrag zur Schaffung und Erhaltung der wirtschaftlichen Dynamik, der unternehme-

rischen Entfaltungsmöglichkeiten und damit von Wohlstand und Arbeitsplätzen in den Re-

gionen zu leisten sowie die bereits vorherrschenden regionalen Disparitäten nicht zu groß 

werden zu lassen. 

 


Institut für Wirtschafts- und Standortentwicklung                      Regionalpolitische Player im Murtal  

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SFG 

Sozialpartner (AK, WK, LWK, ÖGB)  

Cluster und Netzwer-

korganisationen 

EU Regionalmanagements,  

Leaderregionen, Kleinregionen 

Tourismusverbände, Energieagenturen 

Gemeinden  

Sonstige Regionalinitiativen 

 

I. 



 

II. 

III. 

IV. 

V. 

Ankurbelung der Wirtschaftsentwicklung in der Region, von F+E, Innovati-

onen, unterstützende Dienstleistungen für UnternehmerInnen und Bürger, 

durch  deren  Steuern  (öffentliche  Gelder)  bzw.  Beiträge  sie  großteils  fi-

nanziert werden.  

 

 



Dienstleistungen für andere, zwischengelagerte Institutionen (Intermediä-

re)  bzw.  wiederkehrende  „Geschäftspartner―.  Dienstleistungsketten,  die 

nicht  beim    ursprünglich  definierten  Empfänger  (Gemeinden,  Unterneh-

mer,  Bürger,  Gesellschaft)    ankommen,  sondern  im  Institutionensumpf 

versinken.  Doppelgleisigkeiten  in  fachlicher  und  personeller  Hinsicht, 

mangelnde Effizienz. 

 

Leistungserbringung ?                           Aufgabenerfüllung ?  

Ziel und Zweck 

 

 

Mögliche  

Zielverfehlung 

EU, Bundesregierung, Landesregierung 

AMS

 

Die Working- Definition von regionalpolitischen Akteure 



In diesem Pilotprojekt  werden fünf Ebenen von regionalpolitischen Akteuren  definiert:  In 

der ersten bzw. übergeordneten Ebene findet sich neben der EU die Bundes- und Landes-

regierung bzw. Verwaltung inklusive BHs.  

Darunter, auf der zweiten Ebene fungieren Institutionen, die einerseits sehr nahe an die 

erste Ebene (Land oder Bund) gebunden sind (dazu zählen etwa die vom Land ausgelagerte 

SFG oder das AMS) und andererseits die sozialpartnerschaftlichen Interessenvertretungen, 

die mit Ausnahme des ÖGB Körperschaften öffentlichen Rechts sind.   

Auf  der  dritten  Ebene  sind  regionalpolitische  Player  dadurch  gekennzeichnet,  dass  ihre 

Entstehung  auf  einer  gesetzlichen  Grundlage  beruht  bzw.  ihre  Bildung  vom  Land  Steier-

mark angeordnet oder  bestätigt wird (Regionalmanagements, Kleinregionen, Leaderregio-

Abb. 1: Regionalpolitische Institutionen auf verschiedenen Ebenen 


Institut für Wirtschafts- und Standortentwicklung                      Regionalpolitische Player im Murtal  

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nen, Tourismusverbände, Cluster- und Netzwerkorganisationen).  

Die vierte Ebene stellen die Gemeinden selbst dar, da sie neben der Regionalpolitik auch 

eine Fülle anderer Aufgaben zu erfüllen haben und an vielen Institutionen der dritten Ebe-

ne beteiligt sind.  

Auf  der  fünften  und  untersten  Ebene  finden  sich  „regionale  Akteure―,  die

 

von  sich  aus 

(also nicht im Auftrag einer übergeordneten Institution) aktiv werden bzw. sich zu Verei-

nen,  Verbänden  etc.  zusammenschließen  und  öffentlich  oder  teilweise  privat  finanziert 

werden. Exemplarisch für die Region wäre hier die Initiative Kraft.Das Murtal

1

 zu nennen.  



In    dieser  Analyse  werden  hauptsächlich  Institutionen  der  dritten  Ebene  untersucht

welche  auch  einen  räumlichen  Standort  bzw.  eine  Zweigstelle  oder  Ansprechpartner  im 

Murtal haben. Die Rolle der Sozialpartner wird im Abschnitt 4 „Regionalpolitik in der Stei-

ermark am Beispiel der Region Murtal― kurz erläutert.  

Auf  den  folgenden  Seiten  werden  die  regionalpolitischen  Institutionen  in  einem  ersten 

Schritt näher dargestellt und — sofern möglich in Hinblick auf ihre Träger, Gesellschafts-

form,  gesetzliche  Daseinsberechtigung,  Art  der  Finanzierung  und  Aufgaben  —  untersucht. 

Sodann werden Bereiche, in welchen die Akteure der Institutionen kooperieren, ausfindig 

gemacht.  Das  ultimative  Ziel  besteht  letztendlich  darin,  Doppelgleisigkeiten  und  Ineffizi-

enzen in der Struktur der regionalpolitischen Landschaft der Obersteiermark West ausfindig 

zu machen und — davon ausgehend — Handlungsempfehlungen abzuleiten.  

2.

 

Die Bedeutung und Tradition der Regionalentwicklung im 

Murtal bzw. der Steiermark 

Die  prognostizierte,  negative  Bevölkerungsentwicklung  der  Region  Obersteiermark  West 

mit einem vorhergesagten Rückgang von 11,5 % in Murau, 10,1 % in Judenburg und 3,4 % in 

Knittelfeld  bis  zum  Jahr  2030  (vgl.  Hanika  2010,  SS.  80  u.  113)  ist  neben  den  sinkenden 

Fertilitätsraten  a)  auf  den  strukturellen  Wandel,  d.h.  das  Wachstum  des  Dienstleistungs-

sektor, der in den Ballungsräumen mehr Jobs verspricht, und b) auf die Tatsache, dass sich 

auch  die  Einwanderung  (Immigration)  in  die  Steiermark  auf  den  Großraum  Graz  kon-

zentriert, zu erklären. Schenkt man den Prognosen Glauben und betrachtet man alle drei 

Bezirke  als  zusammenhängenden  Wirtschafts-  und  Lebensraum  wird  die Region  Oberstei-

ermark  West  mit  minus  8,3  %  die  am  stärksten  schrumpfende  NUTS-3  Region  innerhalb 

Österreichs  bis  2030  (ibid.,  S.  80)  sein.  Diese  dramatische  Aussicht  macht  die  Bedeutung 

von  regionalpolitischen  Initiativen,  die  gezielt  und  koordiniert  zur  positiven  Entwicklung 

der Region beitragen, deutlich. Dies ist auch der Wirtschaftskammer Steiermark, die sich in 

Ihrem Jahresprogramm 2011 dem Thema „Zukunft der Regionen― widmet, bewusst.  

Durch  den  Niedergang  des  Bergbaus  und  der  Schwerindustrie  war  die  Region  Aichfeld-

Murboden bereits in den 70er Jahren von einer schweren strukturellen Krise geprägt. Mas-

siver Personalabbau und Abwanderung aus der Region waren die Folge. Ein „beispielhafter 

Versuch― (Vgl. Steiner 2002, S. 208) einer regionalen Planung und Gegensteuerung zu die-

ser Entwicklung war das so genannte „Regionalmodell Aichfeld-Murboden―, das eine geziel-

                                            

1

 Vgl.: 



http://kraft.dasmurtal.at/

  


Institut für Wirtschafts- und Standortentwicklung                      Regionalpolitische Player im Murtal  

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te Infrastruktur- und Industrieansiedelungspolitik verfolgte. Echtes Kapital      sprich große 

Investitionen in die Infrastruktur (Errichtung des Schulungszentrum in Fohnsdorf, Bau von 

600 Wohnungen) sowie die gezielte, geförderte Ansiedelung großer Betriebe (Eumig, Bau-

knecht, Erweiterung eines VOEST-Alpine Standortes)     floss in die Region. Als Anreize wur-

den den Betrieben Sondertarife bei der Energieversorgung oder Steuerermäßigungen bzw. 

Investitionszuschüsse gewährt.  

Ende der 80er und zu Beginn der 90er Jahre vertraten die Wirtschaftspolitiker  (vgl. etwa 

G.  Tichy)  zunehmend  die  Meinung,  Regionen    müssten  von  innen  heraus,  daher  endogen 

und nachhaltig wachsen. In der Tat erforderte die zunehmende Spezialisierung und Dyna-

mik der wissensintensiveren Wirtschaft eine auf Forschung und Entwicklung und KMU adap-

tierte  Förderpolitik,  die  auf  Innovationen  basiert  war.  Verstärkte  Betriebsberatungen, 

Neugründungsunterstützungen, Umschulungen sowie Qualifizierungsmaßnahmen (Vgl. FER – 

Förderungsaktion  zur  eigenständigen  Regionalentwicklung;  ibid.,  S.  216)  wurden  in  der 

Region angeboten. 

Die SFG, welche 1991 gegründet wurde, nahm bei der Umsetzung der so genannten „inno-

vationsorientierten  Wirtschaftspolitik―  eine  wesentliche  Rolle  ein.  Im  Jahr  1995  wurden 

auch sechs der sieben EU Regionalmanagementstellen (siehe dazu unten) gegründet. Wei-

terentwickelt wurden diese Aspekte der endogenen Regionalpolitik etwa im „Technologie-

politischen Konzept Steiermark 1996―.  

Weitere, neu gebildete Institutionen waren neben Unternehmens- bzw. Impulszentren eine 

Reihe von Clustern (im Murtal: Holzcluster).  

3.

 

Hintergrund - EU - Kohäsionspolitik 

Die Regionalpolitik ist nicht nur einer der bekanntesten und beliebtesten Politikbereiche in 

der EU, zumindest in der Außenwirkung, sondern mitunter auch Versuchsfeld für kleinräu-

mige, wirtschaftspolitische Maßnahmen.  

Hauptansatzpunkt der Regionalpolitik ist, die weniger wohlhabenden Regionen zu fördern, 

damit diese zu den  weiter entwickelten aufschließen und so die Regionen angesichts der 

fortschreitenden Globalisierung wettbewerbsfähiger zu machen.  

Dieser  Versuch,  einen  wirtschaftspolitischen  Ausgleich  zwischen  Regionen  innerhalb  der 

europäischen Union, die gemessen an ihrer Wirtschaftsleistung „reicher― oder „ärmer― sind 

bzw. Gefahr laufen sich zunehmend auseinanderbewegen, zu schaffen, wird als Kohäsions-



politik bezeichnet. Im Laufe der letzten 20 Jahre sind dadurch neben den, seitens der öf-

fentlichen Hand oder privat finanzierten Regionalinitiativen, eine Vielzahl von Institutionen 

und  Netzwerken,  aber  auch  Beratungsfirmen  entstanden,  die  ihr  Betätigungsfeld  in  der 

Regionalpolitik gefunden haben und sich die Fördergelder der Europäischen Union bzw. der 

öffentlichen Hand teilen.  

Der Wildwuchs an regionalpolitischen Akteuren bzw. Institutionen sowie die aufgrund der 

großen Rezession von 2009 erfolgten Strukturbrüche sind ein idealer Ansatz zur Neuausrich-

tung der EU Kohäsionspolitik, die unter dem Motto „less is more― zusammengefasst werden 

kann. 

 


Institut für Wirtschafts- und Standortentwicklung                      Regionalpolitische Player im Murtal  

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Die Zukunft der EU Kohäsionspolitik post 2013 

Solange genügend Euros zur Verteilung an die regionalpolitischen Institutionen da sind, hat 

die EU keine Notwendigkeit einer strikteren Prüfung diverser Förderansuchen. Die Förder-

politik  der  Europäischen  Union  wird  sich  nach  Ablauf  der  aktuellen  Förderperiode  (2007-

2013) jedoch maßgeblich ändern: Die Liste der „Erfolgswörter― für ein erfolgreiches För-

deransuchen wird nicht  nur  erheblich gekürzt, sondern auch präziser.  Zudem werden die 

Kontrollen verschärft. In Kurzform dargestellt lässt sich die geplante Neuordnung der Kohä-

sionspolitik ab 2014 wie folgt darstellen

2





 

Konzentration der Ressourcen auf die Ziele der Strategie Europa 2020 und der inte-

grierten Leitlinien 



 

Verpflichtung der Mitgliedstaaten zur Umsetzung von Reformen 



 

Verbesserung der Wirksamkeit, Ergebnisorientierung  

 

Im Detail sind folgende Punkte geplant



3

-



 

Gemeinsamer  Strategischer  Rahmen  (Kohäsionsfonds,  EFRE,  ESF,  Eur.  Fische-

reifonds, ELER) — Ziele und Vorsätze der EU 2020 Strategie sollten zu Investitionspri-

oritäten ausformuliert werden!  

-

 



Darauf aufbauend sollte eine Entwicklungs- und Investitionspartnerschaft, in der a) 

die Investitionsprioritäten, b) die Aufteilung der nationalen und EU-weiten Mittel auf 

die Prioritäten und Programme und c) die Bedingungen zur Zielerreichung beschrie-

ben werden 

-

 

Messbare Zielvorgaben in operationellen Programmen  



-

 

Thematische  Konzentration  der  verfügbaren  Fördermittel  auf  wenige  Schwer-



punkte – für gut entwickelte Regionen maximal zwei bis drei Prioritäten 

-

 



Konditionalität (!): Auszahlung der Mittel abhängig von der Umsetzung von Struk-

turreformen und adäquater Wirtschaftspolitik  

-

 

Finanzielle Sanktionen Stabilitäts- und Wachstumspakt: Ausweitung auf gesam-



tes EU - Budget, nicht nur den Kohäsionsfonds  

-

 



Einführung  einer  leistungsbezogenen  Reserve  (Halbzeitüberprüfung  und  Bonus-

zahlungen an jene Regionen, welche Ziele am besten umgesetzt haben)  

-

 

EX-Ante Festlegung von Ergebnisindikatoren und laufendes Monitoring im Hin-



blick auf Fortschritte bei vereinbarter Zielerreichung – Erhöhung der Transparenz 

-

 



Neue Finanzinstrumente: vermehrt rückzahlbare Finanzierung: Darlehen, weni-

ger zuschussbasiert , strenge Abgrenzung zwischen Zuschussfinanzierung und 

Rückzahlungsfinanzierung 

                                            

2

 Vgl.: KOM (2010) 642.  



3

 Für eine österreichische Stellungnahme siehe Österreichische Raumordnungskonferenz (2011),      

  Beschluss vom 15.02.2011.  


Institut für Wirtschafts- und Standortentwicklung                      Regionalpolitische Player im Murtal  

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-

 

Aufnahme einer dritten Dimension: Stärkung der Governance, territoriale Zu-

sammenarbeit ! 

 



Das Stadt-Land Gefälle − demografisch bzw. geographisch beson-

ders benachteiligte Regionen − sollte stärker berücksichtigt wer-

den. 



 



Stärkung der lokalen Entwicklungskonzepte, Stärkung der regiona-

len Zusammenarbeit. 

-

 

Schaffung einer Zwischen-bzw. Zusatzkategorie – zum BIP-Pro-Kopf- Indikator  



 

Darin würden auch Regionen, die vom BIP her mehr als 75 % des EU 



Durchschnitts aufweisen, förderbar!!!  

 

4.



 

Regionalpolitik in der Steiermark am Beispiel  der Region 

Murtal 

 

Regionalvorstand  

Die Mitglieder des Regionalvorstandes, der insbesondere für die Umsetzung und Begleitung 

der Erstellung der regionalen Leitbilder bzw. Entwicklungsprogramme ist, werden auf Vor-

schlag der Parteien und Kleinregionen vom Land bestellt. Die Vorsitzende des Regionalvor-

standes ist LAbg. Gabriele Kolar, ihr Stellvertreter ist Bgm. Hermann Hartleb

4



 

Regionalversammlung  

Die Regionalversammlung Obersteiermark West setzt sich aus folgenden stimmberechtigten 

Mitgliedern zusammen: 

 

a) BürgermeisterInnen der in der Region Obersteiermark West liegenden Gemeinden oder 



im  Verhinderungsfall  die  vom  Bürgermeister  nominierten  StellvertreterInnen.  Die  Bürger-

meisterInnen aus der Region vertreten die Interessen der Gemeinden. 

b) Landtags- und Nationalratsabgeordnete mit Hauptwohnsitz in der Region Obersteiermark 

West. Die Abgeordneten aus der Region sind stimmberechtigt und vertreten die Interessen 

der Region und des Landes.  

Die Vorsitzende der Regionalversammlung ist LAbg. Gabriele Kolar, ihr Stellvertreter ist 

Bgm. Hermann Hartleb

 

EU Regionalmanagement 

Die Hauptaufgabe des EU Regionalmanagements besteht in der Koordination der Regional-

politik in der Region und der operativen Prozessbegleitung (siehe dazu unten). Dr.in Bibia-

                                            

4

 Siehe: EU Regionalmanagement Obersteiermark WEST. 



Institut für Wirtschafts- und Standortentwicklung                      Regionalpolitische Player im Murtal  

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ne  Puhl  ist  Geschäftsführerin  des  EU  Regionalmanegements  Obersteiermark  West.  LAbg. 

Gabriele  Kolar  ist  Vorstandsvorsitzende.  Weitere  Vorstandsmitglieder  sind  LAbg.  Manuela 

Khom  (Stv.  Vorsitz)  oder  etwa  Bgm.  Siegfried  Schafarik  bzw.  AMS-Geschäftsstellenleiter 

Robert Kalbschedl.  



 

Sonstige regionale Experten 

Die in  § 17 (2) Steirisches ROG genannten Institutionen (Sozialpartner, Industriellenverei-

nigung, AMS, Städte- und Gemeindebunde etc.) sind nicht stimmberechtigte Mitglieder in 

beratender Funktion der Regionalversammlung und werden „der Regionalversammlung nur 

bei Beschlussfassung einer Stellungnahme an die Landesregierung zur Erstellung oder Ände-

rung eines regionalen Entwicklungsprogramms (Abs. 10 Z. 1) beigezogen―.     



 

Externe Experten 

Dies sind etwa Consulting-Unternehmen, Universitätsprofessoren etc. 

 

 

Abb. 2: Regionalpolitik in der Steiermark, Quelle Land Steiermark 



               

 


Institut für Wirtschafts- und Standortentwicklung                      Regionalpolitische Player im Murtal  

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Exkurs: Wirtschaftskammer Steiermark, Regionalstelle Murtal 

Die Wirtschaftskammer Steiermark (Regionalstelle Murtal) kooperiert eng mit dem EU Re-

gionalmanagement  Obersteiermark  West  und  ist  in  eine  Vielzahl  an  Projekten  eingebun-

den. Besonders hervorzuheben ist etwa die Initiative Kraft. Das Murtal oder der regionale 

Beschäftigungspakt STEBEP (gemeinsam mit der AK, dem ÖGB und der IV sowie dem AMS 

und dem Land Steiermark).  Weitere Projekte, wo sich Kooperationen  ergeben sind etwa: 

Ökoprofit,  Genial  Regional  Murtal,  Lebenslanges  Lernen,  Demografieprojekt,  Jobmania, 

diverse  Schulveranstaltungen,  Netzwerk  Projekt  Spielberg,  Projekt  Meisterstraße  etc.  um 

nur einige zu nennen.  

Die  Wirtschafskammer  Steiermark,  Regionalstelle  Murtal,  ist  auch  an  der  Erstellung  des 

regionalen  Verkehrskonzeptes  beteiligt  und  im  regionalen  AMS–Beirat  vertreten.  Weitere 

Einflussnahme der Wirtschaftskammer Steiermark, Regionalstelle Murtal, auf die Regional-

entwicklung geschieht in Form der Interessenvertretung und Stellungnahmen zu wichtigen 

Infrastrukturentscheidungen  für  die  Region  (etwa  S36,  Breitbandausbau,  Bildungsstandor-

te

5

).  



Obmann  der  Regionalstelle  und  Nachfolger  von  WK-Präsident  Ing.  Josef  Herk  ist  Bernd 

Hammer, Regionalstellenleiter ist Mag. Michael Gassner. 

 

5.

 

Darstellung der Institutionen und Akteure der Region 

5.1 Das Gesamtbild der Region   

In den drei Bezirken Judenburg, Knittelfeld und Murau gibt es eine Vielzahl an Institutio-

nen, die in die Regionalpolitik involviert sind. Grob zusammengefasst lässt sich die regio-

nalpolitische Landschaft wie folgt in Zahlen darstellen: 

 

72 Gemeinden (24 in Judenburg, 14 in  Knittelfeld, 34 in Murau) 



 

10 konstituierte Kleinregionen mit insgesamt 67 Gemeinden 

 

19 Tourismusverbände, davon 9 Einzelverbände  



 

3 Leader-Regionen  

 

3 Bezirke, 3 Bezirkshauptmannschaften 



 

1  Wirtschaftskammer-Regionalstelle,  3  Arbeiterkammer-Außenstellen,  3  Landwirt-



schaftskammer-Bezirksstellen,  3  AMS  Geschäftsstellen,  2  ÖGB-Regionalstellen 

(Obersteiermark Mitte und Obersteiermark West) 

 

1 Landentwicklungsregionalbüro 



 

1 Regionext Großregion 



 

1 EU-Regionalmanagement 

 

1 Cluster, 1 Impulszentrum, 1 Unternehmerzentrum 



 

1 Energieagentur 

 

                                            



5

 Vgl. Kleine Zeitung vom 11. Mai 2011: „Eine Uni für die Region― 



Institut für Wirtschafts- und Standortentwicklung                      Regionalpolitische Player im Murtal  

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In Summe ergeben sich somit über 100 Institutionen, die regional- bzw. wirtschaftspoliti-

sche Funktionen im Murtal übernehmen. 

In weiterer Folge werden einige dieser Institutionen (fette Schrift bei obiger Liste) etwas 

genauer unter die Lupe genommen: 



 

5.2 EU Regionalmanagement Obersteiermark West 

Im Rahmen des Projektes Regionext wurden per 6. Juli 2009 in der Steiermark sieben Regi-

onen, für die es sieben verschiedene Regionalmanagementorganisationen gibt, festgelegt: 

6 dieser Regionen (darunter auch das Murtal bzw. die Region Obersteiermark West haben 

als  Rechtsform  einen  Verein,  nur  das  Regionalmanagement  Obersteiermark  Ost  hat  die 

Rechtsform einer GmbH).  

Die  7  steirischen  Regionalmanagementstellen  sind  von  der  Landesregierung  beauftragt  in 

den  Regionen  zu  den  in  der  Landesförderungsrichtlinie  über  integrierte  Regionalentwick-

lung  festgelegten  Zielsetzungen  bewusstseinsbildende  Maßnahmen  zu  setzen.  Darunter 

fallen  Beratungen,  Kooperation  und  Netzwerkbildung  mit  anderen  regional  verankerten 

Akteuren wie etwa den Tourismusverbänden, der Steirischen Wirtschaftsförderungsgesell-

schaft  (SFG)  und  den  Regional-  bzw.  Außenstellen  der  Wirtschaftskammer,  Landwirt-

schaftskammer oder dem AMS. Zu den Aufgaben gehört auch die Abwicklung der Regiona-

len Beschäftigungspakte (im Murtal etwa STEBEP Obersteiermark West)

6

.  


Der Name „EU-Regionalmanagement― basiert darauf, dass diese Institutionen insbesondere 

im  Bereich  der  EU-Förderungsmöglichkeiten  als  Drehscheibe  in  der  Region  verankert  sind 

und dabei eine Koordinierungsrolle einnehmen. 

Weiters spielen Sie eine wichtige Rolle bei der Unterstützung und Umsetzung von innovati-

ven Projekten in der Region und bei der Organisation von Informationsveranstaltungen und 

Workshops.  Um  ihre  Aufgaben  optimal  ausüben  zu  können,  werden  die  Regionalmanage-

mentstellen aus dem Programm Regionale Wettbewerbsfähigkeit Steiermark (FA 14) unter-

stützt.  Weitere  Einnahmen  sind  Mitgliedsbeiträge  der  Gemeinden  sowie  Mittel  aus  dem 

Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). 

Aufgaben im Detail

7

 

1.



 

Fungieren als Informationsdrehscheibe in der Region: 

Organisation  von  Veranstaltungen  und  thematischen  Sprechtagen  für  Gemeinden  und 

gemeindenahe  Organisationen,  Drehscheibe  und  Schnittstelle  zu  übergeordneten  Stel-

len (z.B. im Land Steiermark) und Wissensträger. 



2.

 

Projekt- und Programmmanagement: 

Projektbegleitung von der ersten Idee bis zur Umsetzung. 



3.

 

Netzwerk-Management: 

                                            

6

 

http://www.stebep.at/index.php?id=25



 

7

 Quelle: Becker (2010) 



Institut für Wirtschafts- und Standortentwicklung                      Regionalpolitische Player im Murtal  

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Vernetzung  unterschiedlicher  Institutionen  und  Akteure,  fördertechnische  Unterstüt-

zung. 


4.

 

Marketing, Lobbying: 

Entwicklung  der  strategischen  Positionierung  der  Region,  Lobbying-  und  Öffentlich-

keitsarbeit. 

 

5.3 Kleinregionen 



 

Die  gesetzliche  Grundlage  von  Kleinregionen  ist  die  Steiermärkische  Gemeindeordnung 

1967 – GemO (letzte, 17. Novelle 2010). Laut § 38a, Absatz 1 dürfen sich Gemeinden, die 

untereinander räumlich funktionell verbunden sind, zur Abstimmung ihrer Entwicklung und 

zur Planung einer effizienten gemeinsamen Besorgung kommunaler Aufgaben zu Kleinregi-

onen zusammenschließen. Die Mindestzahl an Gemeinden einer Kleinregion ist  grundsätz-

lich Vier, wobei in der jeweiligen Kleinregion auch die Grenze von mindestens 3.000 Ein-

wohnerInnen  (Hauptwohnsitz)  erfüllt  sein  muss.  In  Ausnahmefällen  kann  die  Region  auch 

aus  drei  Gemeinden  bestehen,  wenn  die  Einwohnergrenze  überschritten  wird.  Auch  bei 

einer geringfügig unterschrittenen Einwohnergrenze können sich vier Gemeinden zu einer 

Kleinregion zusammenschließen. 

Kleinregionale  Entwicklungskonzepte  (KEK)  bilden  die  Basis  der  Gemeinde-Kooperationen 

und kleinregionalen Entwicklungsplanung. Inhalte dieser KEK sind a) eine Bestandsanalyse 

(Beschreibung der strukturellen Ausgangssituation der Kleinregion, Kooperationsprofil, Inf-

rastrukturprofil,  Finanzanalyse,  Überblick  über  bereits  bestehende  Gemeindekooperatio-

nen)  b)  eine  Stärken/Schwächen-Chancen/Risiken  (SWOT-)Analyse,  c)  die  Festlegung 



einer gemeinsamen strategischen Ausrichtung und von Zielsetzungen und d) die Festle-

gung gemeinsamer kommunaler Aufgaben.

8

  



Die  Finanzierung  der  Kleinregionen  erfolgt  über  den  EFRE  sowie  aus  Mitteln  des  Landes 

Steiermark Abt. A16, Landes und Gemeindeentwicklung. Die nachstehende Abbildung (Abb. 

3) stellt die Rollenverteilung der AkteurInnen in den Kleinregionen dar.  

Derzeit gibt es in der Region 10 konstituierte Kleinregionen, eine große mit 14 Gemeinden 

im Bezirk Knittelfeld, fünf im Bezirk Judenburg (3G, Pölstal, Aichfeld, Zirbenland, Weißkir-

chen)  sowie  vier  im  Bezirk  Murau  (Murau,  Grebenzen,  Lachtal-Oberwölz,  Die  drei  Täler). 

Die  Konstituierung  der  Kleinregion  Scheifling  ist  bis  dato  (Stand  5.  Mai  2011)  noch  nicht 

erfolgt.  

                                            

8

 Quelle: Raumplanung Steiermark, im Detail siehe: 



http://www.raumplanung.steiermark.at/cms/dokumente/11061830_51384760/a4281882/Handbuch

%20Kleinregion_KR.pdf

 

 


Institut für Wirtschafts- und Standortentwicklung                      Regionalpolitische Player im Murtal  

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Abb. 3: Akteure und Rollenverteilung Kleinregionen:  

Quelle: Raumplanung Stmk 

 

 

Abb. 4: Strategische (Kleinregionalversammlung) und Operative (Kleinregionalvorstand) Ebene Klein-



regionen; Quelle: Raumplanung Stmk 

 

 


Institut für Wirtschafts- und Standortentwicklung                      Regionalpolitische Player im Murtal  

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Kleinregionen und kleinregionale Akteure in der Region Obersteiermark West

9

 

Tab. 1: Kleinregionen Bezirk Judenburg 

 

Tab. 2: Kleinregionen Bezirk Murau 



 

                                            

9

 Quelle: EU Regionalmanagement Obersteiermark West 



Kleinregionsname

Gemeinden

Bürgermeister/in

aktueller Stand

Sankt Georgen ob Judenburg

Bgm. Hermann Hartleb



Unzmarkt-Frauenburg

Bgm. Eberhard Wallner



Sankt Peter ob Judenburg

Bgm. Wolfgang Rosenkranz



Hohentauern

Bgm. Heinz Wilding



Oberkurzheim

Bgm. Christian Czerny



Oberzeiring

Bgm. Alois Mayer



Pöls

Bgm. Ernst Korp



Pusterwald

Bgm. Julius Koini



Bretstein

Bgm. Hermann Beren



Sankt Johann am Tauern

Bgm.in Sonja Hubmann



Sankt Oswald-Möderbrugg

Bgm. Ewald Haingartner



Judenburg

Bgm. Hannes Dolleschall



Zeltweg

Bgm. Hermann Dullnig



Fohnsdorf

Reg. Komm. Friedrich Zach



Oberweg

Bgm. Johann Taferner



Reifling

Bgm. Karl Feiel



St. Wolfgang

Bgm. Johann Amon



St. Anna

Bgm. Josef Moitzi



Amering

Bgm. Peter Bacher



Obdach

Bgm. Dr. Peter Köstenberger



Weißkirchen

Bgm. Ewald Peer



Eppenstein

Bgm. Helmut Maurer



Reisstraße

Bgm. Ing. Georg Hofbauer



Maria Buch Feistritz

Bgm. Rupert Enzinger



KR Steirisches 

Zirbenland

KR Weißkirchen in 

Steiermark

konstituiert / Obmann Bgm. Eberhard 

Wallner (Unzmarkt-Frauenburg)

konstituiert / Obmann Bgm. Christian 

Czerny (Oberkurzheim), Stellv. Bgm. Ernst 

Korp (Pöls)

KR 3G (Unzmarkt-

Frauenburg, Sankt 

Georgen ob 

KR Pölstal

KR Aichfeld

konstituiert / Obmann Bgm. Hannes 

Dolleschall (Judenburg), 2. Sitz Bgm. 

Hermann Dullnig(Zeltweg), 3. Sitz Reg. 

Komm. Zach (Fohnsdorf)

konstituiert / Obmann Bgm. Dr. Peter 

Köstenberger (Obdach)

konstituiert / Obmann Bgm. Ewald Peer 

(Weißkirchen)

Kleinregionsname

Gemeinden

Bürgermeister/in

aktueller Stand

Laßnitz bei Murau

Bgm. Franz Gassner



Murau

Bgm. Thomas Kalcher



Predlitz-Turrach

Bgm. Robert Feuchter



Sankt Georgen ob Murau

Bgm. Mag. Werner Dorfer



Stadl an der Mur

Bgm. Erich Moser



Stolzalpe

Bgm. Wolfgang Hager



Triebendorf

Bgm. Richard Engel



Sankt Ruprecht-Falkendorf

Bgm. Meinrad Rosian



Dürnstein in der Steiermark

Bgm.in Christine Kneisl



Kulm am Zirbitz

Bgm. Johann Obermayer



Mariahof

Bgm. Peter Präsent



Mühlen

Bgm. Herbert Grießer



Neumarkt in Steiermark

Bgm. Reinhardt Racz



Perchau am Sattel

Bgm. Matthäus Össl



Sankt Blasen

Bgm. Mag. Fritz Sperl



Sankt Lambrecht

Bgm. Johann Pirer



Sankt Marein bei Neumarkt

Bgm. Peter Müller



Zeutschach

Bgm. Walter Markolin



Oberwölz Stadt

Bgm. Günther Bischof



Oberwölz Umgebung

Bgm. Martin Hebenstreit



Schönberg-Lachtal

Bgm. Karl Sterner



Winklern bei Oberwölz

Bgm. Franz Geißler



Frojach-Katsch

Bgm. Gottfried Sperl



Niederwölz

Bgm. Walter Koller



Sankt Lorenzen bei Scheifling

Bgm. Hermann Karl Eberdorfer



Scheifling

Bgm. Michael Puster

Teufenbach 

Bgm. Johann Gruber



Krakaudorf

Bgm. Manfred Eder



Krakauhintermühlen

Bgm. Kurt Esterl



Krakauschatten

Bgm. Gerhard Stolz



Ranten

Bgm. Johann Fritz



Rinegg

Bgm. Ernst Schnedlitz



Sankt Peter am Kammersberg

Bgm.in Sonja Pilgram



Schöder

Bgm. Alois Gruber



konstituiert / Obmann Bgm. Johann Fritz 

(Ranten)

konstituiert / Obmann Bgm. Thomas 

Kalcher (Murau)

konstituiert / Obmann Bgm. Günther 

Bischof

KR Murau

KR Oberwölz-Lachtal

KR Naturpark 

Grebenzen

konstituiert, Obmann Bgm. Johann Pirer 

(St. Lambrecht)

KR Scheifling

Gemeinderatsbeschlüsse bis auf 

Gemeinde Teufenbach vollständig, 

Statuten liegen bei A 7 auf / Sprecher 

Bgm. Michael Puster (Scheifling)

KR Die drei Täler

Institut für Wirtschafts- und Standortentwicklung                      Regionalpolitische Player im Murtal  

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Tab. 3: Kleinregion Bezirk Knittelfeld 

 

 



5.4 Tourismusverbände 

Die gesetzlichen Grundlagen von Tourismusverbänden finden sich im Steiermärkischen Tou-

rismusgesetz 1992. Tourismusverbände sind Körperschaften öffentlichen Rechts und besit-

zen als solche eine eigene Rechtspersönlichkeit.  

Laut § 4 (3) sollen sich Tourismusgemeinden, die ein gemeinsames oder gleichartiges Tou-

rismusangebot  haben und die als Region eine Einheit bilden zu einem gemeinsamen Tou-

rismusverband zusammenschließen.  

Zu  den  Aufgaben  von  Tourismusverbänden  zählen  insbesondere:  a)  die  Organisation  des 

Tourismus im Ort, b) die Betreuung der Gäste, wobei auch auf die Bedürfnisse behinderter 

Menschen zu achten ist,  c) die Mitgestaltung des Angebotes in den Tourismusorten durch 

eigene Initiativen und durch Koordination der vielen Einzelangebote, d) die Erstellung von 

Konzepten für die Entwicklung des Tourismus, e) die Werbung und die Verkaufsförderung 

für den Tourismus sowie die Koordination des Verkaufs, f) die Unterstützung und Förderung 

von Maßnahmen zur Pflege und Förderung des Tourismus, welche von Dritten ausgehen,  g) 

die  Mittelaufbringung  von  Dritten,  welche  keine  Tourismusinteressenten  gemäß  §  1  Z.  5 

sind,  aber  aus  dem  steirischen  Tourismus  Nutzen  ziehen  sowie  h)  die  Werbung  und  Ver-

kaufsförderung  für  wirtschaftliche  Angebote,  welche  Teil  der  touristischen  Infrastruktur 

sind. Die Finanzierung erfolgt über Interessentenbeiträge der Mitglieder sowie durch Frem-

denverkehrsabgaben von Nächtigungen der Tourismusgemeinden und aus Mitteln des Lan-

des Steiermark.  

Die Tourismusverbände treten im Murtal vereint unter www.murtal.at — im Verein Urlaubs-

region Murtal — auf. Obmann des Vereins Urlaubsregion Murtal ist Karl Schmidhofer, Stell-

vertretender  Obmann  ist  Christian  Czerny,  Schriftführer  ist  Heinz  Mitteregger, Kassier  ist 

Josef Hölzl.  

In den Bezirken Knittelfeld, Judenburg und Murau finden sich derzeit (Stand: Mai 2011) 19 

Tourismusverbände mit rund 60 Mitgliedsgemeinden (vgl. Tab. 4 unten). 10 der 19 Verbän-

de sind so genannte § 4 (3) – Verbände, die aus mehreren Gemeinden bestehen, die restli-

chen 9 werden als Einzelverbände geführt.   



Kleinregionsname

Gemeinden

Bürgermeister/in

aktueller Stand

Apfelberg

Bgm. Karl Bacher



Feistritz bei Knittelfeld

Bgm. Peter Ring



Flatschach

Bgm. Alois Pichler



Gaal

Bgm. Harald Schlager



Großlobming

Bgm. DI Heribert Bogensperger



Kleinlobming

Bgm. Anton Reißner



Knittelfeld

Bgm. Siegfried Schafarik



Kobenz

Bgm.in Eva Leitold



Rachau

Bgm. Karl Hirtler



Sankt Lorenzen bei Knittelfeld

Bgm. Hubert Wolfsberger



Sankt Marein bei Knittelfeld

Bgm. Bruno Aschenbrenner



Sankt Margarethen bei Knittelfeld

Bgm. Roland Pucher



Seckau

Bgm. Simon Pletz



Spielberg

Bgm. Kurt Binderbauer



konstituiert / Obmann Bgm. Siegfried 

Schafarik (Knittelfeld), 2. Sitz Bgm. Pletz 

(Seckau), 3. Sitz Bgm. Aschenbrenner (St. 

Marein)

KR Knittelfeld

Institut für Wirtschafts- und Standortentwicklung                      Regionalpolitische Player im Murtal  

14|31 


Geplant ist, dass der Tourismusverband Aichfeld künftig mit den Einzelverbänden Seckau, 

und Zeltweg eine Fusion bildet

10

. Auch die Fusion mit dem Tourismusverband Knittelfeld ist 



im Gespräch. 

 

Übersicht der Tourismusverbände in der Region Obersteiermark West 

Tab. 4: Tourismusverbände in der Region Murtal 

 

Quelle: FA 12B, Land Steiermark sowie Websites der Tourismusverbände 



 

 

 

                                            

10

 Vgl.:  



http://www.kleinezeitung.at/steiermark/knittelfeld/2725337/urlaubsregion-setzt-

segel.story

   

Tourismusverband (in Klammer Obmann)

Gemeinden

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