1 von 23 Gemeinde St. Marein-Feistritz


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§ 1 



 Rechtliche Stellung 

 

Betrieb mit marktbestimmter Tätigkeit 

 

1.  Die  Wasserversorgung,  Abwasserbeseitigung  und    Immobilienverwaltung  werden  als  Betrieb  mit 



marktbestimmter  Tätigkeit  im  Sinne  des  Europäischen  Systems  Volkswirtschaftlicher  Gesamtrechnungen  - 

ESVG  1995  eingerichtet  und  nach  den  Bestimmungen  der  Steiermärkischen  Gemeindeordnung  1967  und 

nach dieser Satzung geführt. 

 

2.  Die  Betriebe  mit  marktbestimmter  Tätigkeit  ist  nach  den  Grundsätzen  der  Sparsamkeit,  Wirtschaftlichkeit, 



Zweckmäßigkeit,  Ordnungsmäßigkeit,  Kundenorientierung  und  der  operativen  Selbständigkeit  sowie  nach 

den  sonstigen  jeweils  für  diesen  Betrieb  geltenden  gesetzlichen  Vorschriften  und  Verordnungen  zu  führen. 

Die Betriebe stellen Gemeindevermögen dar und gehört zum Gemeindeeigentum. Das Gemeindevermögen 

ist in seinem Gesamtwert tunlichst ungeschmälert zu erhalten. 

 

3.  Mehrere  Betriebe  mit  marktbestimmter  Tätigkeit  können  organisatorisch  zu  einem  (einheitlichen)  Betrieb 



zusammengefasst werden, der jedoch in Kostenstellen (-gruppen) zu gliedern ist. 

 

§ 2 - Aufgaben, Zweck 



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öffentliche Verhandlungsschrift der GR-Sitzung vom 11.06.2015 

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Aufgaben  und  Zweck  werden  durch  den  Leistungsauftrag  im  öffentlichen  Interesse  und  durch  die 

dementsprechenden Finanzierungsvorgaben bestimmt. Im Einzelnen sind dies: 

1.  Betreibung  der  öffentlichen  Wasserversorgung  und  der  öffentlichen  Abwasserentsorgung  sowie 

Verwaltung der Immobilien.  

2.  Der  Kostendeckungsgrad  hat  mindestens  50  %  zu  betragen.  Ein  100-%iger  Kostendeckungsgrad  ist 

anzustreben. 

 

§ 3 - Organe 

Die Verwaltung des Betriebes mit marktbestimmter Tätigkeit obliegt folgenden Organen: 

1.  dem Gemeinderat, 

2.  dem Gemeindevorstand  

3.  dem Bürgermeister 

4.  der Betriebsleiter 

 

§ 4 - Der Gemeinderat 

Dem  Gemeinderat  obliegen  nach  §  43  Abs.  1  der  Steiermärkischen  Gemeindeordnung  alle  in  den  eigenen 

Wirkungsbereich  der  Gemeinde  fallende  Angelegenheiten,  soweit  sie  nicht  ausdrücklich  anderen  Organen  der 

Gemeinde  vorbehalten  sind.  Die  Bestimmung  des  §  43  Abs.  2  leg.  cit.  zur  verordnungsmäßigen  Übertragung 

bestimmter  Aufgaben  an  den  Gemeindevorstand  wird  hiedurch  nicht  berührt.  Bezüglich  der  Verwaltung  des 

Betriebes obliegt dem Gemeinderat insbesondere: 

1.  der Beschluss über die Einrichtung des Betriebes mit marktbestimmter Tätigkeit oder dessen Auflassung: 

 

2.  Beschluss über die Erlassung der Satzung und Änderungen der Satzung, 



 

3.  Beschluss  über  den  Erwerb  und  die  Veräußerung  von  Anlagegütern,  sofern  nicht  die  Zuständigkeit  eines 

anderen Organes der Gemeinde gegeben ist. 

 

4.  Prüfung  und  Genehmigung  des  jährlichen  Voranschlages,  des  Dienstpostenplanes  sowie  des  von  der 



Gemeinde  zu  tragenden  jährlichen  geplanten  Betriebsabganges  oder  des  an  die  Gemeinde  abzuführenden 

Überschusses. 

 

5.  Prüfung  und  Genehmigung  des  jährlichen  Rechnungsabschlusses, der  Vermögens-  und  Schuldenrechnung 



sowie der Kosten- und Leistungsrechnung. 

 

6.  Prüfung und Genehmigung der Gebühren- und Tarifordnung. 



 

7.  Bestellung  des  Betriebsleiters  auf  Vorschlag  des  Bürgermeisters  sowie  der  übrigen  Bediensteten  auf 

Vorschlag der Betriebsleitung. 

 

§ 5 - Der Gemeindevorstand 

Dem Gemeindevorstand obliegen die nach § 44 leg. cit. sowie jene mittels Übertragungsverordnung gemäß § 43 

leg.  cit.  allenfalls  zugewiesenen  Aufgaben.  Sinngemäße  Aufgaben  können  einem  allenfalls  gemäß  §  28 

Gemeindeordnung 1967 bestellten Verwaltungsausschuss zufallen. 

 

§ 6 - Der Bürgermeister 

(1) Der Bürgermeister leitet gemäß der Gemeindeordnung den Betrieb und ist vorgesetzter der Bediensteten des 

Betriebes.  

(2) Dem Bürgermeister obliegen insbesondere: 

1.   Die  Fertigung  von  Urkunden  gemäß  der  Steiermärkischen  Gemeindeordnung  /  des  Stadtrechts,  wie 

Urkunden  über  den  Erwerb,  die  Veräußerung  und  die  Belastung  von  Grundstücken,  über  die  Aufnahme 

von Krediten, über die Einstellung des Betriebes sowie die Fertigung der Dekrete und Dienstverträge der 

Bediensteten des Betriebes, 

2.   das Vorschlagsrecht für den Betriebsleiter an den Gemeinderat, 

3.   die  Vertretung  des  Betriebes  nach  außen  in  außergewöhnlichen  und  die  Interessen  der  Gemeinde 

insgesamt betreffenden Fällen.  



§ 7 - Der Betriebsleiter 

1.   Der Bürgermeister der Gemeinde St. Marein-Feistritz übt die Funktion eines Betriebsleiters aus. 

2.   Der Betriebsleiter hat weitgehende Entscheidungsfreiheit im operativen Bereich (laufende Verwaltung). 


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öffentliche Verhandlungsschrift der GR-Sitzung vom 11.06.2015 

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3.   Der Betriebsleiter muss die Voraussetzungen zur Führung des Betriebes erfüllen. Er trägt die Verantwortung 

für  die  Einhaltung  der  in  den  §§  1  und  2  genannten  Prinzipien  und  Ziele  (Sach-  und  Formalziele).  Ebenso 

vertritt  er  den  Betrieb  nach  außen.  Dem  Betriebsleiter  obliegt  die  regelmäßige  Berichterstattung  an  die 

anderen  Organe  über  sämtliche  Angelegenheiten  des  Betriebes  hinsichtlich  der  diesen  zustehenden 

Aufgaben. 

I n s b e s o n d e r e   o b l i e g e n    i h m : 

1.  die selbständige und verantwortliche Leitung des Betriebes im Rahmen der laufenden Verwaltung, wobei die 

Zuständigkeiten des Gemeinderates und des Gemeindevorstandes zu beachten sind, 

 

2.  die  Planung  und  Durchführung  aller  Maßnahmen,  die  zur  Erreichung  der  in  der  Satzung  festgelegten  Ziele 



hinsichtlich  Wirtschaftlichkeit  und  Kostendeckung  erforderlich  sind,  im  Rahmen  der  Beschlüsse  der 

zuständigen Gemeindeorgane, 

 

3.  die im Anlassfall erforderliche Berichterstattung an den Gemeinderat in Angelegenheiten des Betriebes. 



 

4.  die Vertretung des Betriebes nach außen.  

 

5.  die  Erstellung  der  für  den  Voranschlag  und  Rechnungsabschluss  erforderlichen  Unterlagen  des  Betriebes



der  Vermögens-  und  Schuldennachweis  und  allenfalls  der  Kosten-  und  Leistungsverrechnung  sowie  deren 

rechtzeitige Vorlage und in weiterer Folge an die zur Beschlussfassung an die vorgesehenen Organe. 

 

§ 8 - Wirtschaftsführung, Kostendeckung 

1.  Der 

Betrieb 


ist 

Bestandteil 

von 

Voranschlag 



und 

Rechnungsabschluss 

der 

Gemeinde  



St.  Marein-Feistritz,  auch  wenn  die  Einnahmen  und  Ausgaben  über  einen  Untervoranschlag  abgewickelt 

werden. 


 

2.  Der Betrieb mit marktbestimmter Tätigkeit gehört mit seinen Einrichtungen zum Gemeindeeigentum. 

 

3.  Ein  Kostendeckungsgrad  von  über  50  Prozent  ist  jedenfalls  zu  erreichen.  Der  erzielte  Kostendeckungsgrad 



muss  durch  entsprechende  Maßnahmen  im  Bereich  der  Auslastung,  der  Gebühren-  oder  Tarifgestaltung 

bzw. der Miet- und Pachtentgelte und durch Einflussnahme auf die entstehenden Kosten sukzessive bis zur 

Erreichung des vorgegebenen Kostendeckungsgrades gesteigert werden. 

 

4.  Die  von  der  Gemeinde  für  den  Betrieb  aufgenommenen  Schulden  dürfen  nur  für  Zwecke  des  Betriebes 



verwendet werden, der dafür anfallende Schuldendienst ist zur Gänze vom Betrieb zu tragen. 

 

5.  Mit Inkrafttreten dieser Satzungen ist das Vermögen des Unternehmens aufzunehmen und zu bewerten. 



 

§ 9 



 Untervoranschlag, Wirtschaftsplanung, Rechnungswesen, Buchhaltung, Jahresabschluss  

1.  Für  das  Kalenderjahr  sind  jeweils  ein  Untervoranschlag  und  ein  Jahresabschluss  vom  Gemeinderat  zu 

beschließen.  Der  Untervoranschlag  bildet  einen  Bestandteil  des  Voranschlages,  in  welchem  er  nur  mit 

seinem Finanzmittelbedarf oder Finanzmittelüberschuss aufscheint. Ebenso ist der Jahresabschluss Teil des 

Rechnungsabschlusses der Gemeinde. 

 

2.  Der  Entwurf  des  Untervoranschlages  ist  so  zeitgerecht  zu  erstellen,  dass  eine  Beschlussfassung  im 



Gemeinderat spätestens gleichzeitig mit dem Voranschlag der Stadt-/Markt-/Gemeinde erfolgen kann. 

 

3.  Wurde der Untervoranschlag mit Jahresbeginn noch nicht verabschiedet, sind nur jene Ausgaben zu leisten, 



die  bei  sparsamster  Wirtschaftsführung  erforderlich  sind,  um  den  Betrieb  aufrechtzuerhalten  sowie  die 

vertraglichen Verpflichtungen zu erfüllen. 

 

4.  Bei  der  Finanzbuchhaltung  sind  die  Regel  der  Voranschlags-  und  Rechnungsabschlussverordnung  (VRV) 



idgF zu beachten. 

 

5.  Ist  der  Finanzmittelbedarf  geringer  als  im  Voranschlag  vorgesehen,  so  ist  der  Differenzbetrag  zwischen 



Finanzmittelbedarf  laut  Voranschlag  und  Finanzmittelbedarf,  der  sich  im  Zuge  der  Erstellung  des 

Jahresabschlusses  ergibt,  einer  Rücklage  zuzuführen.  Diese  Rücklage  soll  in  den  Folgejahren  zur 

Aufrechterhaltung der Liquidität und zur Abdeckung allfälliger Überschreitungen verwendet werden. 

 

6.  Der Gemeinderat kann zur Erstellung des Jahresabschlusses einen Wirtschaftstreuhänder beauftragen. 



 

§ 10 - Kosten- und Leistungsrechnung 

1.  Zur  laufenden  Überprüfung  der  Wirtschaftlichkeit  der  Leistungserstellung  ist  eine  Kosten-  und 

Leistungsrechnung aufzustellen. 

 


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2.  Die Kosten- und Leistungsrechnung muss die durch die Leistungserstellung entstandenen Kosten in richtiger, 

zeitlicher  und  sachlicher  Abgrenzung  erfassen  und  Veränderungen  in  der  Kostenstruktur  rechtzeitig 

anzeigen. 

 

§ 11 



 Überschüsse, Abgänge 

Über die Verwendung von Überschüssen bzw. über die Bedeckung von Abgäng

en entscheidet der Gemeinderat.“

 

 



 

Beschlussantrag: 

Bgm  Aschenbrenner  beantragt  die  Satzungen  zu  marktbestimmten  Betrieben  der  Gemeinde  

St. Marein-Feistritz wie vorliegend zu beschließen: 

 

Abstimmung: 

Einstimmige Annahme 

 

 

 

 



8.

 

Betriebsgründungsförderrichtlinie 

 

In  der  Altgemeinde  St.  Marein  bestanden  Förderrichtlinien  zur  Ansiedelung  und  Erweiterung  von 



Betrieben  im  Zusammenhang  mit  Arbeitsplatzschaffung.  Bestimmungen  dazu  gab  es  in  der 

Altgemeinde  Feistritz  nicht.  Bgm  Aschenbrenner  beantragt,  die  Richtlinien  der  Altgemeinde  

St.  Marein  für  die  neue  Gemeinde  St.  Marein-Feistritz  geltend  zu  beschließen.  Im  Wesentlichen 

basiert die Förderung auf der Refundierung von geleisteter Kommunalsteuer. Im 1. und 2. Jahr 50 %, 

im 3. und 4. Jahr 25 % der Steuerleistung: 

 

„Richtlinien zur Wirtschaftsförderung (Arbeitsplatzförderung)



 

Die  Gemeinde  St.  Marein-Feistritz  fördert  nach  Maßgabe  dieser  Richtlinien  und  der  im  jeweiligen 

Rechnungsjahr zur Verfügung stehenden Budgetmitteln Maßnahmen und Investitionen in Sachanlagen 

(ausgenommen  geringwertige  Wirtschaftsgüter),  die  geeignet  sind,  zusätzliche  Dauerarbeitsplätze  zu 

schaffen. 

1. Förderungsziel: 

Ziel der Wirtschaftsförderung durch die Gemeinde St. Marein-Feistritz ist: 

Die Förderung von Betriebsansiedlungen/Betriebserweiterungen bzw. Unternehmensgründungen und 

die damit verbundene Schaffung von Dauerarbeitsplätzen. 



2. Förderungswerber: 

Als  Förderungswerber  können  Einzelpersonen,  Personengesellschaften  und  juristische  Personen 

auftreten,  die  einen  Betrieb  im  Gebiet  der  Gemeinde  St.  Marein-Feistritz  führen,  bei  dem  die  zur 

Auszahlung gelangenden Arbeitslöhne der Kommunalsteuerpflicht unterliegen, die Kommunalsteuer-

erklärungen vorlegen und bei denen keine Steuer- oder Abgabenrückstände aufscheinen.  

3. Fördervoraussetzungen: 

Der  Förderungswerber  muss  die  erforderlichen  Berechtigungen  und  die  erforderlichen  bau-  und 

gewerbebehördlichen  Genehmigungen  besitzen,  bzw.  müssen  die  Voraussetzungen  nach  dem 

Arbeitnehmerschutzgesetz  erfüllt  sein.  Ferner  ist  ein  geeigneter  schriftlicher  Nachweis  zu  erbringen, 

dass sich der Firmensitz bzw. die Betriebsstätte innerhalb der Gemeinde St. Marein-Feistritz befindet.  

Die  Investitionssumme  hat  mindestens  €  20.000,--  excl.  UST  zu  betragen  und  eine  Erhöhung  von 

Dauerarbeitsplätzen nach sich zu ziehen.  

4. Förderungsart und Umfang: 


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öffentliche Verhandlungsschrift der GR-Sitzung vom 11.06.2015 

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Die Förderung erfolgt in Form von Zuschüssen, aufgeteilt auf 4 Jahre als teilweise Refundierung der 

an die Gemeinde St. Marein-Feistritz geleisteten Kommunalsteuer. 

Festgelegt  wird,  dass  Förderungen  nur  gewährt  werden,  wenn  sie  im  Interesse  und  im  Rahmen  der 

budgetären Möglichkeiten der Gemeinde liegen.  

Berechnungsgrundlage  für  die  Förderung  im  betreffenden  Jahr  ist  die  Summe  der  jeweils  für  die 

letzten 

12 


Monate 

abgeführten 

Kommunalsteuer. 

(Bei 


Betriebserweiterungen 

bzw. 


Betriebsverlegungen  innerhalb  der  Gemeinde  gilt  als  Bemessungsgrundlage  für  diese 

Arbeitsplatzförderung  die  Differenz  zwischen  der  Summe  der  für  die  jeweils  letzten  12  Monate 

abgeführten  Kommunalsteuer  und  der  im  Jahr  vor  der  Betriebserweiterung  geleisteten 

Kommunalsteuer). 

Die  Fördersumme  wird  (unabhängig  von  der  Zahl  der  Gesamtbeschäftigten)  in  folgenden 

Prozentsätzen  von  der  Bemessungsgrundlage  errechnet  und  kommt  jeweils  im  Jahr  darauf  zur 

Auszahlung:  

a) Von der im 1. Jahr abgeführten Kommunalsteuer 



50 % 

b) Von der im 2. Jahr abgeführten Kommunalsteuer 



50 % 

c) Von der im 3. Jahr abgeführten Kommunalsteuer 



25 % 

d) Von der im 4. Jahr abgeführten Kommunalsteuer 



25 % 

 

Erhöhungsbeträge: 

Zuschläge  zur  Fördersumme  können  gewährt  werden,  wenn  im  Zuge  der  Betriebsansiedelung 



außergewöhnlich hohe Aufwendungen für Aufschließungsmaßnahmen angefallen sind: 

e) z.B. für die  Errichtung oder Adaptierung von Zufahrten zum Betriebsareal, um behördlichen 

Vorschriften  zu  entsprechen  und  dadurch Kosten  von  mehr  als  €  20.000  excl. UST  zusätzlich  zu 

den eigentlichen Betriebsinvestitionskosten angefallen sind.  

In einem solchen Fall erhöht sich die o.a. Basisförderung lt. Punkt 4 a) um weitere 50 % und kann 

ein  Vorschuss  aliquot  der  entrichteten  Kommunalsteuer  bereits  im  Jahr  der  Betriebserrichtung 

gewährt werden. 

f) Wenn für die Aufschließung des Betriebsareals mit Strom, Telefon, Wasser und Kanal (neben 

den  gesetzlichen  Anschlussgebühren)  zusätzliche  Herstellungskosten  von  mehr  als  €  10.000 

aufzuwenden  war, erhöht  sich  der unter  Punkt  4  a)   angeführte  Fördersatz  um  weitere  30  %  und 

wird gemeinsam mit der ersten Förderungsrate des gewährten Förderungsvorschusses

 

ausbezahlt.  



Außerdem  kann  als  weitere  Wirtschaftsförderung  die  (teilweise)  Refundierung  der  für  den  rein 

gewerblichen  Teil  des  Betriebes  (nicht  Teile  für  Wohnzwecke)  eingehobene  Bauabgabe  gewährt 

werden, und zwar in folgenden Prozentsätzen: (Neuansiedlung) 

g) Bei einer Gesamtbeschäftigtenzahl ab 3 pflichtversicherten Arbeitskräften 

und/oder einer jährlichen Kommunalabgabenleistung von > € 3.000 (*) 

80 % 

(*) Bestätigung der GKK oder ein gleichwertiger Nachweis) Nicht förderungsfähig sind Arbeitsplätze, 

von deren Lohnsumme keine Kommunalsteuer abgeführt wird, außer die Nichtabfuhr basiert auf der 

Befreiungsbestimmung des § 9 Kommunalsteuergesetz. 

Dieser  Teil  der  Wirtschaftsförderung  wird  am  Ende  des  Jahres  der  Einzahlung  der  Bauabgabe 

ausbezahlt und kann im Fall der positiven Veränderung des Beschäftigtenstandes bis zum 3. Jahr nach 

der Betriebsgründung dementsprechend erhöht werden.  

Allfällige  mit  der  Durchführung  der  Förderung  verbundenen  Kosten,  wie  Abgaben,  Gebühren  und 

sonstige Ausgaben hat der Förderungswerber zu tragen. 



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öffentliche Verhandlungsschrift der GR-Sitzung vom 11.06.2015 

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In  Einzelfällen  kann  der  Gemeinderat  auch  Ausnahmen  hinsichtlich  einzelner  Bestimmungen  dieser 

Festlegung treffen. 

4. Allgemeines: 

Der Förderungswerber nimmt zur Kenntnis, dass die Förderung versagt ist, wenn: 

a)

 

die  Organe  der  Gemeinde  St.  Marein-Feistritz  über  wesentliche  Umstände  getäuscht  oder 



unvollständig unterrichtet wurden, oder  

b)

 



die verlangten Unterlagen und Nachweise trotz Aufforderung nicht beigebracht wurden, oder 

c)

 



die Förderbedingungen nicht erfüllt wurden. 

In  diesen  Fällen  wird  die  Rückzahlung  bereits  erklärter  Förderungen  samt  banküblichen  Zinsen 

(Sekundärmarktrendite) sofort fällig. 

Eine Förderung wird nicht gewährt, wenn:  

a)

 

über das Vermögen des Förderungswerbers ein Konkurs- oder Ausgleichsverfahren anhängig ist, 



b)

 

gegen den Förderungswerber ein Entziehungsverfahren gemäß § 361 Gewerbeordnung anhängig 



ist, 

c)

 



den Investitionen ein öffentliches Interesse entgegensteht. 

Ansuchen  um  Förderungen  sind  ausnahmslos  schriftlich  unter  Verwendung  des  von  der  Gemeinde  

St. Marein-Feistritz aufgelegten Formulars beim Gemeindeamt St. Marein-Feistritz einzubringen. Dem 

Ansuchen  sind  die  für  die  Beurteilung  der  Förderungswürdigkeit  erforderlichen  Unterlagen 

beizuschließen. 

Die  eingebrachten  Anträge  werden  nach  formaler  Prüfung  dem  Gemeindevorstand  zugewiesen.  Im 

Falle  gegebener  Voraussetzungen  sind  die  Anträge  dem  Gemeinderat  zur  Beschlussfassung 

vorzulegen.  

Die  Auszahlung  des  Betrages  kann  erfolgen,  wenn  der  Beschluss  des  Gemeinderates  vorliegt,  der 

Förderungswerber  sämtliche  Bedingungen  erfüllt  hat,  die  vorgesehenen  Investitionen  durchgeführt 

worden sind und die saldierten Schlussrechnungen vorliegen. 

5. Rechtsanspruch: 

Der  Förderungswerber  besitzt  keinen  Rechtsanspruch  auf  die  Gewährung  der  Förderung  durch  die 

Gemeinde St. Marein-Feistritz. 

Durch die Entgegennahme eines Förderansuchens erwachsen der Gemeinde St. Marein-Feistritz keine 

wie immer gearteten Verpflichtungen.  

Diese Förderungsrichtlinien wurden in der Gemeinderatssitzung vom 11.06.2015 beschlossen.  

Diese Bestimmungen treten mit 12.06.2015 in Kraft.“ 

 

Beschlussantrag:  

Bgm Aschenbrenner beantragt  die Förderrichtlinie zur Wirtschaftsförderung wie  oben angeführt zu 

beschließen.  

 

Abstimmung: 

Einstimmige Annahme 

 

 



 

 

9.



 

Geburtstagsgratulationen - Seniorenadventfeier 

 

a)



 

Geburtstagsgratulationen 

Überlegungen  zu  einer  Neuorganisation  der  Ehrungen  zu  Altersjubiläen  haben  stattgefunden. 

Zukünftig ist  beabsichtigt, anlässlich des 70.  und 75. Geburtstages ein Billet mit den Unterschriften 

der Gemeindevorstandsmitglieder und Fraktionsvorsitzenden zu versenden.  



004-1-2-2015 

öffentliche Verhandlungsschrift der GR-Sitzung vom 11.06.2015 

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Zum 80., 85., 90. und zu 90+ jährlich wird es an zwei Terminen im Jahr Einladungen der Gemeinde zu 

einer  gemeinsamen  Gratulationsfeier  in  eine  heimische  Gaststätte  geben.  Den  Jubilaren  wird  dort 

mit  einer  Ansprache  und  einem  kurzen  kulturellen  Programm  zu  ihrem  Ehrentag  gratuliert  und 

gemütlich bei Essen und Getränken zusammengesessen. Bgm Aschenbrenner bittet an dieser Stelle 

GR  Alexandra  Schneidler  um  die  Zusammenstellung  des  kulturellen  Programmes.  Die  erste 

Gratulationsfeier wird am Donnerstag, 2. Juli um 17:00 Uhr im Gasthaus Mossauer stattfinden.  

Sollten  die  Jubilare  anstelle  der  Gratulationsfeier  lieber  zuhause  besucht  werden,  wird  das 

selbstverständlich möglich sein. Bgm Aschenbrenner beabsichtigt in diesem Fall 2 bis 3 Gratulationen 

an einem Nachmittag zu blocken.  

Geburtstagsgratulationen  im  Seniorenwohnheim  werden  von  der  Sozialreferentin  organisiert  und 

jedes Monat ein Termin vorgeschlagen. 

Einladungen und Billets für die Geburtstage im ersten Halbjahr wurden bereits vorbereitet und liegen 

zur Unterschrift für die Sozialreferentin bereit. Ab Juli wird der Bürgermeister zu den Ehrentagen die 

Jubilare anrufen, telefonisch gratulieren und nachfragen, ob ein persönlicher Besuch zu Hause, oder 

die  Einladung  zu  einer  gemeinsamen  Gratulationsfeier  mit  anderen  Jubilaren  in  einer  heimischen 

Gaststätte gewünscht wird. 

 

b)



 

Seniorenadventfeier 

Die  Seniorenadventfeier  2015  findet  am  Sonntag,  13.12.  oder  Samstag,  12.12.  (Termin  ist  erst  genau 

abzuklären)  im  Festsaal  in  St.  Marein  statt.  Der  Saal  ist  größer  und  für  die  SeniorInnen  leichter  zugänglich. 

Wegen  des  beschränkten  Platzangebotes  bzw. 

der  großen  Anzahl  an  Senioren  und  Seniorinnen  wird 

zukünftig  ab  dem  70.  Lebensjahr  eingeladen.  Es  ist  beabsichtigt,  die  Mitwirkenden  des  kulturellen 

Programms in den heimischen Gaststätten zu verköstigen, um genügend Platz für die SeniorInnen im 

Saal zu haben. Auf Wunsch und zur allgemeinen Entlastung werden Kekse nicht mehr mit nach Hause 

mitgegeben, sondern nur mehr im Saal eingestellt. 

Bgm  Aschenbrenner  ersucht  um  die  Organisation  des  Programmes  durch  den  Kulturausschuss.  Die 

Organisation  der  Seniorenadventfeier  insgesamt  möge  die  Sozialreferentin  gemeinsam  mit  allen 



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