Aus der Region


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Aus der Region

Bildungsministerin Waltraud Wende erklärt in Flensburg, wie sie Dorfschulen und Integrationsklassen stärken möchte



FLENSBURG/KIEL

39 Kinder der Flens-

burger Waldschule haben für den guten

Zweck zu ihren Buntstiften gegriffen. So

kam es, dass allen Kieler Ministern, Land-

tagsabgeordneten und Staatssekretären

nicht nur eine Resolution von acht Schu-

len ins Postfach flatterte. Jeder der Politi-

ker ist nun auch im Besitz eines Unikats

aus der Grundschule, das die Botschaft

buntgarniert:„Durchdieschlechteperso-

nelle Ausstattung an unseren Schulen

geht Inklusion zu Lasten aller Kinder und

Lehrerinnen“, heißt es in der Resolution,

derenAdressatinwohlzuerstBildungsmi-

nisterin Waltraud Wende ist. Fortbil-

dungsmöglichkeiten und Personalaus-

stattung könnten mit den Anforderungen

des Berufsalltags nicht Schritt halten. Im

Schulalltag gingen Vertretungsstunden

zu Lasten der Inklusionsklassen, heißt es

in der Resolution weiter.

Praktischerweise hatte die Flensburger

SPD-Landtagsabgeordnete Simone Lan-

ge die parteilose, den Sozialdemokraten

abernahestehendeMinisterinamTagdes

Posteingangs zum öffentlichen „Kamin-

abend“ in die Flensburger Phänomenta

eingeladen. Und während aus dem Flach-

bildschirm das Kaminfeuer loderte, war

im Publikum das fehlende Knistern zu

spüren: „Wir wollen Inklusion als Erfolg

an den Schulen realisieren“, wehrte sich

die Ministerin. Dass Schleswig-Holstein

so viele Förderschüler wie kein anderes

Bundesland in die Grundschulen inte-

griert, sei der Vorgängerregierung zu ver-

danken.Bloßseidiesnichtgutvorbereitet

worden.

Wende erklärte, sie plane die Zahl der



2100 Sonderpädagogen unter den 22000

Lehrern im Landesdienst dadurch zu ver-

doppeln, dass Sonderpädagogen künftig

ein erstes Schulfach studieren könnten.

Dann sei der Sonderschullehrer „sozusa-

gen ein Zwitter“. Und dann kann sich

Wende vorstellen, dass die „sinnvolle

Zweifachbesetzung“ wie folgt aussieht:

Der Sonderpädagoge gibt den Fachunter-

richt – und eine Erzieherin wird Zweit-

kraft: „Ich möchte, dass ich die Sonderpä-

dagogen vielfältig einsetzen kann.“ Bis-

lang unterrichtet eine Grundschullehre-

rin, und ein Sonderschullehrer ist Zweit-

kraft mit festem Stundenkontingent.

Ein junger Lehrer im Auditorium (Ma-

the und Sport) fragt, warum er seit vier-

einhalb Jahren immer nur Halbjahresver-

träge bekomme. Die Antwort gibt ein

Nachbar: „Realschullehrer sind geknif-

fen.“ Eine Lehrkraft aus Handewitt be-

richtet von der dortigen Gemeinschafts-

schule mit der neuen Oberstufe – bei ge-

schätztem Anteil von 85 Prozent Grund-

und Hauptschullehrern: Hier hätten Ge-

meinschaftsschulklassen häufig 27 Schü-

ler – und in der Oberstufe gebe es mit 15

Kindern Doppelbesetzung, weil plötzlich

Leistung gefragt sei.

Als eine Elternvertreterin berichtet,

dass es in der Flensburger Grundschule

Fruerlund36ineinerKlassegebe,entgeg-

nete Waltraud Wende: „Wir haben mehr

LehrerundwenigerSchülerimSystemals

„Verlässlichkeit heißt, die Kinder werden beaufsichtigt“: Bildungsministerin Waltraud Wende (links) und Landtagsabgeordnete Simone Lange.

MARCUS DEWANGER



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„Wir haben mehr Lehrer

und weniger Schüler im System

als vor zehn Jahren.“

Waltraud Wende

Bildungsministerin

vor zehn Jahren – und wir hatten früher

keine verlässliche Grundschule.“

Beim Thema verlässliche Grundschule

meldete sich der Elternbeirat der Grund-

schulen im Kreis Schleswig-Flensburg zu

Wort. Von 48 befragten Grundschulen

hätten lediglich drei erklärt, das Modell

der verlässlichen Grundschule funktio-

niere: „Verlässlichkeit im Kreis heißt, die

Kinder werden beaufsichtigt.“ Wenn El-

tern um jede kleine Außenstelle einer

Dorfschule kämpfen, mache dies in Ver-

tretungsfragen nicht gerade flexibler. In

Morsum auf Sylt zum Beispiel sei es gera-

de um den Erhalt einer 19-Kinder-Schule

gegangen. Was die Eltern beim Vertre-

tungsfonds in der verlässlichen Grund-

schule stört: Nur jede zweite Stunde kön-

ne wirklich vertreten werden.

Und dann berichtete Ministerin Wende

von der Grundschule Sieverstedt, die

2013 beim Deutschen Schulpreis ausge-

zeichnet wurde. Doppelbesetzungen in

Integrationsklassen würden dort mit Er-

ziehern und sogar Eltern gelöst. Dem Au-

ditorium der Phänomenta schien dies al-

lein noch nicht preiswürdig. Carlo Jolly



FLENSBURG

Viele Minderheitenorgani-

sationen erhalten öffentliche Gelder für

die Ausübung von Kernaufgaben; andere

erhalten keine und sind auf private Finan-

zierungangewiesen.FragenderGleichbe-

handlung und praktische Fragen – etwa:

Wie werden Gelder verwendet? Gibt es

Mechanismen, die die Gesetzlichkeit und

Transparenz der Verwendung prüfen? –

werden beim fünften Minority Roundtab-

le im Kompagnietor beim European Cen-

tre for Minority Issues (ECMI) in Flens-

burg thematisiert: öffentlich am 24. März

von 17 bis 19 Uhr. Nach einer Vorstellung

von Harro Hallmann vom Bund Deut-

scher Nordschleswiger (BDN) wird die

Diskussion auf Deutsch, Dänisch, Eng-

lisch,undauchFriesischfortgeführt.Kon-

takt und Anmeldung: Maj-Britt Risbjerg

Hansen, hansen@ecmi.de.

Wieviel Steuern

zahlen Rentner?

FLENSBURG

Wie werden Renten besteu-

ert? Was gilt für die steuerliche Freistel-

lung von Beiträgen zur Altersvorsorge?

Rentner, Arbeitnehmer und Selbstständi-

ge können ihren Informationsbedarf zur

nachgelagerten Rentenbesteuerung in ei-

nem Vortrag der Deutschen Rentenversi-

cherung klären: am Montag, 24. Februar,

ab 16.30 Uhr in der Auskunfts- und Bera-

tungsstelle der Deutschen Rentenversi-

cherung in Flensburg, Große Straße 63.

Die Veranstaltung dauert zwei Stunden

und ist kostenlos. Anmelden kann man

sich per E-Mail (beratungsstelle-in-flens-

burg@drv-nord.de) oder telefonisch un-

ter 0461-144830.

Symfoniorkester

spielt Mendelssohn

APENRADE

Das Sønderjyllands Symfoni-

orkester gastiert unter der Leitung des

Schweizer Dirigenten Simon Gaudenz

mit dem armenischen Violinisten Hrach-

ya Avanesyan in Apenrade. Auf dem Pro-

gramm stehen Mendelssohns Ouvertüre

Ruy Blas, Beethovens Violinkonzert und

Brahms Symphonie Nr. 3: am Freitag, 21.

Februar, 20 Uhr, Musik & Teaterhuset –

Sønderjyllandshallen, H.P. Hanssens Ga-

de 7, Apenrade.

Stammtisch der

Kartonmodellbauer



FLENSBURG

Die Arbeitsgruppe „Karton-

modellbau zwischen den Meeren“ trifft

sich zu ihrem monatlichen Stammtisch

im Flensburger Schifffahrtsmuseum

(Schiffbrücke 38) am Freitag, 28. Februar,

19 Uhr. In gemütlicher Runde werden

Neuigkeiten ausgetauscht, Projekte be-

sprochen, Veranstaltungen geplant und

Tipps und Tricks für den Modellbau dis-

kutiert. Interessierte sind eingeladen.

SANKELMARK/BREKLUM

Dass eine Stelle neu geschaf-

fen wird, ist nicht ungewöhn-

lich. Doch seltener passiert

es, dass Betriebe oder Ein-

richtungen kooperieren, da-

mit eine Arbeitsstelle über-

haupt entstehen kann. Eine

solche füllt seit November

Hans Baron aus. Der Pastor

pendelt zwischen der Akade-

mie Sankelmark in Oeversee

und dem Christian-Jensen-

Kolleg in Breklum hin und

her. Während der Geistliche

in Breklum als Referent für

Bildungsarbeit aktiv ist,

kümmert er sich in Sankel-

mark als Studienleiter um

dasThemenfeldKircheinder

Gesellschaft.

Seine Arbeitgeber, die

evangelische Akademie der

Nordkirche und die beiden

Bildungseinrichtungen

in

Breklum und Oeversee, füh-



ren Baron am 5. März öffent-

lich in seine Aufgaben ein.

Der feierliche Akt beginnt

mit einem Gottesdienst um

16 Uhr im Akademiezentrum

Sankelmark. Anschließend

fahren die Gäste mit Privat-

fahrzeugen zum Empfang

um 18 Uhr im Christian-Jen-

sen-Kolleg. Mit der Feier in

beiden Häusern wollen die

Akademien ihre Kooperation

öffentlich begehen. Wer mit-

feiern möchte, der meldet

sich bis zum 26. Februar an:

Akademie Sankelmark, Bian-

ca Clasen, Tel. 04630-55111,

E-Mail clasen@eash.de.

Anlass der auf fünf Jahre

angelegten Zusammenarbeit

war der Ruhestand von Pas-

tor Joachim Liß-Walther, der

als Theologe der nordelbi-

schen Kirche bis Ende Juni

2012 an der Akademie San-

kelmark arbeitete. „Mit ei-

nem Ende der Stelle, und da-

nachsahesdamalsaus,konn-

te ich mich nicht anfreun-

den“, sagt Christian Pletzing,

Akademie-Leiter in Sankel-

mark. In vielen Gesprächen

mit der Kirche, dem Haupt-

bereich II der Nordkirche in

Hamburg,seidieMöglichkeit

der Kooperation entstanden.

Alle Beteiligten überdach-

ten ihre bisherige Haltung,

sich gegenseitig eher als

Wettbewerber zu sehen, und

gingen aufeinander zu. Im

Juni 2012 fuhr CJK-Leiter

FriedemannMagaardeiners-

tes Mal zum Gespräch mit

Pletzing nach Sankelmark.

Ein Gegenbesuch folgte. Die

Mitarbeiter der einen Ein-

richtung gingen im anderen

Haus in Klausur und umge-

kehrt. Am Ende waren alle of-

fen für einander und die Ver-

bindung erhielt ihr Funda-

ment. „Ich finde es hervorra-

gend, dass wir kooperieren

und gemeinsam Bildungsar-

beit für Erwachsene leisten“,

sagt Magaard und weist auf

die unterschiedliche Kultur

der Einrichtungen hin. „Pas-

tor Baron ist die lebende Brü-

cke zwischen den Häusern“,

bezeichnet Magaard die Zu-

sammenarbeit anschaulich.

Die Stützpfeiler der Finan-

zierung übernehmen alle

drei Beteiligten. Die Kirche

bringt mit zwei Dritteln Mit-

tel aus einem internen För-

derprogramm ein, das Pasto-

ren die Chance auf eine letzte

berufliche Erfahrung vor ih-

rem Ruhestand gibt, wie Jörg

Herrmann, Leiter der evan-

gelischen Akademie erklärt.

Christian Pletzing betont,

dass es nicht die Finanzie-

rung eines Abstellgleises sei:

„Wir wollten schon jeman-

den haben, der offen und in-

teressiert für Neues ist.“ Die

Häuser in Breklum und San-

kelmark tragen das dritte

Drittel der Personalkosten.

Die ersten Veranstaltun-

gen hat Hans Baron vorberei-

tet. In Sankelmark lädt er

zum Seminar „Mit 66 Jahren

fängt das Leben an – der

Übergang in die dritte Le-

bensphase“ ein (28. bis 30.

März). In Breklum wird der

Flensburger einen Werk-

stattkurs für Ehrenamtliche

ausrichten, um ihnen Sicher-

heit im Lesen von Texten im

Gottesdienst zu vermitteln:

„Brannte nicht unser Herz –

das Feuer der Bibel weiterge-

ben“.

Juliane Kahlke

Pastor Hans Baron

STAUDT

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HANS BARON:

BERUFLICHER WERDEGANG

Pastor Hans Baron ist seit dem 1. November 2013 Studienleiter

in der Akademie Sankelmark (Oeversee) und Referent im Christi-

an-Jensen-Kolleg (Breklum). Zuvor war Baron Gemeindepastor in

Harrislee, Lübeck, Steinbergkirche und Kosel sowie Referent im

ehemaligen Nordelbischen Kirchenamt in Kiel. Für Breklum und

Sankelmark wird er jeweils 45 Prozent seiner Arbeitszeit tätig sein.

Die restlichen zehn gelten der ev. Akademie der Nordkirche.



SØNDERJYLLAND-SCHLESWIG

Regionskontor und Infocenter

der

Region


Sønderjylland-

Schleswig und die dänische Steu-

erbehörde Skat veranstalten am

Donnerstag, 27. Februar, einen

Informationsnachmittag

zum


Thema

„selvangivelse/

årsopgørelse 2013“. Die Veran-

staltung findet von 16 bis 18 Uhr

im Regionskontor & Infocenter,

Lyren 1, in Pattburg statt.

In der Ankündigung heißt es:

Das Infocenter und die dänische

Steuerbehörde werden erklären,

wie die Steuererklärung auszu-

fertigen ist und über Änderun-

gen im Steuerrecht für das Jahr

2012 informieren. Die Teilnah-

me ist kostenlos.

Eine Anmeldung ist erforder-

lich. Das Regionskontor & Info-

center sind erreichbar unter der

Telefonnummer 0045 74670501

oder per E-Mail an infocen-

ter@region.dk.



sh:z

FLENSBURG

Das Bo Stief

Dream Team präsentiert

heute ein vielseitiges und ly-

rischesKonzertinFlensburg.

Der dänische Bassist und

Komponist Bo Stief hat zwei

hochkarätige Musiker an sei-

ner Seite, um sein 50. Büh-

nenjubiläum zu feiern: den

schwedischen

Gitarristen

Krister Jonasson und den

Perkussionisten Ayi Solo-

mon aus Ghana. Bo Stief

selbst ist am Bass zu erleben.

Tickets:

ssf-billetten.de.

Konzert: Heute, 20 Uhr,

Flensborghus, Norderstraße

76 in Flensburg.

Aus der Region

Die Erzieherin zieht in die Schule ein

Region in Kürze

Die Finanzierung von

Minderheitenverbänden

Der Brückenbauer zwischen Breklum und Sankelmark

Infos zur dänischen Steuererklärung

Jazz mit Bo Stief



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DONNERSTAG, 20. FEBRUAR 2014

REGNO1

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DONNERSTAG, 20. FEBRUAR 2014

REGNO1

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