Ausgabe 21 Dezember 2016


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P ölstal

Ausgabe 

21

Dezember 

2016

Nachrichten

Amtliche Mitteilung.

 Zugestellt durch Post.at



D

as Jahr 2015 stand im Zeichen der Ge-

meindestrukturreform. 4 Gemeinden 

mussten zusammengeführt werden. Für 

2016 bezog sich der Schwerpunkt auf bestmög-

liche Vereinheitlichung der unterschiedlichen 

Gebührenverordnungen und Förderungsrege-

lungen der Altgemeinden. Hier waren die Aus-

schüsse der Marktgemeinde Pölstal gefordert, 

die in zahlreichen Arbeitssitzungen Vorschläge 

ausarbeiteten, die dem Gemeinderat als Be-

schlussvorlage dienten.

Ein kurzer Jahresrückblick 2016:

Heuer sind wir von größeren Unwettern verschont geblieben. Beim 

Blumenschmuckwettbewerb 2016 gab es zahlreiche Prämierungen 

auf Landesebene. Hier möchte ich allen Bürgerinnen und Bürgern 

recht herzlich für Ihr Engagement danken. Beim Kinderferienpro-

gramm 2016 waren wieder viele Kinder mit Eifer dabei. Mein großer 

Dank geht dabei an die Vereine und deren Mitglieder. Ohne sie könn-

ten diese Veranstaltungen nicht durchgeführt werden. Das Buffet der 

Freizeitanlage Möderbrugg war diesen Sommer wieder geöffnet. Für 

das ehemalige RAIBA Gebäude in St. Johann gibt es eine Nachnutzung 

durch die Pfarre. Die FF- Bretstein, die FF- Möderbrugg und die FF- 

Oberzeiring bekamen jeweils neue Einsatzfahrzeuge.

Auch baulich hat sich 2016 einiges getan:

Die Landesstraße (B114) in Richtung St. Johann am Tauern, wurde 

im Bereich der ehemaligen „Wippro“ generalsaniert! Das Projekt 

„Schutzverbau- Zeiringgraben“ wird im Frühjahr 2017 abgeschlossen. 

Durch vereinzelte Sommergewitter haben diese Bauwerke auch schon 

ihre „Feuertaufe“ überstanden. Die Hauptwasserleitung „Ableitung 

Hochbehälter Pals“ im Bereich Sportplatz Oberzeiring & Sprinz wurde 

erneuert. Somit ist die sichere Trinkwasserversorgung in Oberzeiring 

weiterhin gewährleistet. Nach vier Jahren wurde die Gräderaktion für 

Hofzufahrten von der Kammer für Land- und Forstwirtschaft wieder 

durchgeführt. Bei der Zeiringgrabenstraße (Teilabschnitt Abzweigung 

bis vlg. Pichlbauer), wurde mit der Vorbereitung der Asphaltierungs-

arbeiten begonnen. Ich möchte mich bei allen Bürgerinnen und Bür-

gern unserer Marktgemeinde Pölstal für ihr Verständnis und für die 

gute Zusammenarbeit bedanken und wünsche allen geruhsame Fei-

ertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2017!

Ihr Bürgermeister

Alois Mayer



Werte Bürgerinnen & Bürger! 

Liebe Jugend! 

Marktgemeinde Pölstal

  Im Dorf 2 

8763 Möderbrugg

       03571/2204

  03571/2204 250

  gde@poelstal.gv.at

  www.poelstal.gv.at

Für den Inhalt verantwortlich: 

Marktgemeinde Pölstal; 

8763 Möderbrugg, Im Dorf 2; 

Tel. Nr.: 03571/2204

Layout: 1000ideen - 

Unternehmensberatung und Werbeagentur, 

Parkstraße 1, 8010 Graz



Alois Mayer

Bürgermeister

INHALT

Aus dem Gemeindeamt 



 3

Kindergarten 

 10

Volksschule 



 12

Neue Mittelschule 

 15

Vereine 


 19

FF Möderbrugg 

 22

Tourismusverband Pölstal 



 24

30 Jahre USV Bretstein 

27

Sportvereine  



 28

Landjugend 

 30

Musikverein 



 31

Jagdgesellschaft 

  32

Bauernbund Oberzeiring 



  33

Alpenverein Oberzeiring 

 34

Schützenverein Oberzeiring 



36

Theaterrunde St. Oswald-Möderbrugg

   37

Schaubergwerk Museum 



38

2  


Vorwort

Aus dem Gemeindeamt  

3

TÄTIGKEITSBERICHT VOM PRÜFUNGSAUSSCHUSS



BLUMENSCHMUCK 2016

Name


Adresse/Objekt

KG

Kategorie



Rang

Schäffer Rupert

8763 St. Oswald-Möder-

brugg, Hauptstraße 30

St. Oswald-Möderbrugg, 

OT v. Pölstal

Blumen - lange, 

bunte Surfinienkultur

Sonderpreis

Stuhlpfarrer Katharina u. Urban

8763 St. Oswald-Möder-

brugg, Altmann 3

St. Oswald-Möderbrugg, 

OT v. Pölstal

Häuser ohne Vorgarten

Bronze


Gasthof Kirchenwirt, 

Stefanie Holzmann

8763 St. Oswald-Möder-

brugg, St. Oswald 22

St. Oswald-Möderbrugg, 

OT v. Pölstal

Gasthof

Anerkennung



Hölzl Christian u. Waltraud

8763 St. Oswald-Möder-

brugg, Schwarzviertel 16

St. Oswald-Möderbrugg, 

OT v. Pölstal

Bauernhof

Silber

Haingartner Gerlinde



8763 Bretstein, Bretstein 

Vor der Kirche 13/2

Bretstein, Ortsteil v. Pölstal

Blumen - Fuchsienvielfalt

Sonderpreis

Mandl Hermine

8763 Bretstein, 

Bretsteingraben 20

Bretstein, Ortsteil v. Pölstal

Bauernhof

Anerkennung

Fritz Viktoria

8765 St. Johann am 

Tauern, Sonnseite 189

St. Johann am Tauern, OT v. P.

Häuser mit Vorgarten

Bronze

Kogler Ewald 



8765 St. Johann am 

Tauern, Sonnseite 177

St. Johann am Tauern, OT v. P.

Häuser mit Vorgarten

Bronze

Nestelbacher Friedericke



8765 St. Johann am 

Tauern, Sonnseite 166

St. Johann am Tauern, OT v. P.

Häuser ohne Vorgarten

Bronze

Prugger Aloisia vlg. Schöttl



8765 St. Johann am 

Tauern, Sonnseite 14

St. Johann am Tauern, OT v. P.

Bauernhof

Bronze

Kobald Irmgard und Josef 



vlg. Kobald

8762 Oberzeiring, 

Zugtal 33

Oberzeiring, Ortsteil v. Pölstal

Bauernhof in steiler Hanglage 

Bronze


Fruhmann Gerlinde und Fritz 

vlg. Bacher

8762 Oberzeiring, 

Gföllgraben 12

Oberzeiring, Ortsteil v. Pölstal

Bauernhof in steiler Hanglage

 

Bronze


Hasler Johanna vlg. Freitag

8762 Oberzeiring, 

Zugtal 10

Oberzeiring, Ortsteil v. Pölstal

Bauernhof in steiler Hanglage

 

Silber



Steiner Anton

 

8762 Oberzeiring, 



Zugtal 48

Oberzeiring, Ortsteil v. Pölstal

Häuser mit Vorgarten 

Bronze


Öffl Christa und Norbert 

vlg. Streibl

8762 Oberzeiring, 

Zeiringgraben 24

Oberzeiring, Ortsteil v. Pölstal

Bauernhof

Bronze

Schauer Theresia



8762 Oberzeiring, 

Sonnbergweg 2

Oberzeiring, Ortsteil v. Pölstal

Häuser ohne Vorgarten

Bronze

Steiner Maria vlg. Kaufmann



8762 Oberzeiring, 

Gföllgraben  17

Oberzeiring, Ortsteil v. Pölstal

Bauernhof in steiler Hanglage

Bronze

Die für das Jahr 2016 noch erforderlichen Prüfungen der Gemeindegebahrung der Marktgemeinde 



Pölstal wurden vom Prüfungsausschuss am 2. August und am 28. Oktober 2016 durchgeführt. 

Geprüft wurden unter anderem der Kassenkredit (Haushaltsüberwachung), die Bargeldkasse, die 

Einnahmen und  Ausgaben.  Des weiteren  wurden die Belege stichprobenartig  kontrolliert und auch 

ein Überblick über das Gemeindeeigentum verschafft. 

Für den Prüfungsausschuss 

GR. Gabriele Steiner Obfrau 



4  

Aus dem Gemeindeamt

ENTWURF VORANSCHLAG 2017

Ordentlicher Haushalt

Bezeichnung

Nr.


Einnahmen

Ausgaben


Kommentar

Gewählte Gemeindeorgane

000

0

109.000



Gemeindeamt

010


79.700

622.200


Postpartner

011


21.500

33.000


Repräsentation

019


0

5.000


Standesamt/Staatsbürgerschaft

022


6.400

36.200


Raumordnung

031


0

30.000


Neuer Flächenwidmungsplan, 1. Teil 

Vereinsförderung

060

0

53.000



Partnergemeinde

063


0

700


Pensionsbeiträge

080


0

120.900


Gemeinschaftspflege

094


0

1.100


Bau- und Feuerpolizei

131


0

3.000


Gesundheitspolizei

132


0

4.900


Vetärinärpolizei

133


200

100


Feuerwehren

163


0

160.700


Inkl. Fremdfinanzierungen Depots

Zivilschutz

180

0

2.300



Landesschulbaufonds

210


0

2.400


Volksschulen

211


11.600

178.500


Neue Mittelschule

212


66.100

228.200


Inklusive Photovoltaikanlage

Sonderschule Judenburg

213

0

7.600



Polytechnische Schule Judenburg

214


0

5.600


Landesberufschulen

221


0

3.700


Schülertransport und -förderung

232


0

19.200


Kindergärten

240


109.000

242.300


Sportplätze

262


200

6.500


Wintersport

266


0

1.000


Sport- und Freizeitanlagen

269


8.300

28.300


Büchereien

273


0

12.200


Studienbeihilfen

282


0

1.500


Musikschule

320


1.000

51.900


Förderung der Musikpflege

322


0

16.300


Ortsbildpflege

363


200

17.500


Mähen, Blumenschmuck etc.

V

eranstaltungssäle



380

7.900


26.100

Kulturpflege

381

800


1.600

Hauskrankenpflege

417

1.000


58.500

Gesetzliche Sozialhilfeumlage

419

0

681.600



Betreutes Wohnen

429


44.600

58.600


Soziale Zuwendungen

4291


1.800

15.100


Schulische Nachmittagsbetreuung

439


20.400

27.400


Jugendförderung

4391


2.200

9.000


Pendlerbeihilfe

450


0

23.000


Wohnbauförderung

480


0

5.500


Medizinische Bereichsversorgung

510


0

5.900


Solar- und Heizungsförderungen

522


2.500

Gesetzlicher Beitrag Rotes Kreuz

530

0

24.800



Gemeindestraßen

612


6.800

29.000


Sonstige Straßen und Wege

616


0

8.100


Aus dem Gemeindeamt  

5

ENTWURF VORANSCHLAG 2017



Bezeichnung

Nr.


Einnahmen

Ausgaben


Kommentar

Fluss- und Wildbachverbauung

630

0

38.300



Landwirtschaftsförderung

742


0

42.300


Photovoltaikanlagen Gemeinde

751


14.400

6.800


t

ourismusförderung

771

2.200


23.500

Wirtschaftsförderung

780

0

70.000



Inkl. Lehrlingsförderung an Betriebe

Winterdienst

814

0

78.500



Spielplätze

815


0

1.500


Straßenbeleuchtung

816


600

17.700


Aufbarungshalle

817


400

200


Bauhöfe und Fuhrpark

820


3.500

226.200


Tierkörperverwertung

825


3.200

18.000


Märkte

828


1.200

0

Parkplätze



839

0

5.400



Grundbesitz

840


5.400

19.600


Inkl. Darlehen für Grundkauf

Waldbesitz

842

60.000


26.400

Wasserversorgung

850

92.600


92.600

Abwasserbeseitigung

851

530.000


530.000

Müllbeseitigung

852

230.000


230.000

Wohngebäude

853

151.100


151.100

Gemeinde KGs

899

0

22.000



Geldverkehr

910


4.300

5.900


Investitions- u. Tilgungszuschüsse

914


0

9.100


Gemeindeabgaben

920


648.200

0

Kommunalsteuer, Grundsteuer



Ertragsanteile

925


2.089.000

0

Landesumlage



930

0

118.200



Finanzzuweisungen

940


179.700

0

Fusionsprämie u. Finanzstärkung



Katastrophenfondsmittel

944


15.200

0

Ersatz Schäden Gde-Straßen 2015



Voraussichtlicher Abgang  2016

990


300.000

Summe


4.420.700

5.014.800

Abgang 2017

594.100


Außerordentlicher Haushalt

Bezeichnung

Nr.

Einnahmen



Ausgaben

Kommentar

Sportstätten

265


2.000

20.000


Denkmalpflege "Drei Heilige"

362


0

26.700


Tonanlage Mehrzwecksaal

380


0

35.000


Straßensanierungen

612


30.000

90.000


Wildbachverbauung

633


30.000

53.300


Fremdenverkehr

771


10.000

10.000


Straßenbeleuchtung St. Johann

816


3.200

3.200


Grundstückskauf

840


6.900

20.000


Kommunaltraktor

820


50.000

86.000


Abwicklung der Vorjahre

990


38.500

83.100


Summe

170.600


427.300

Abgang 2017

256.700

(Behandlung des Entwurfs in der Gemeinderatssitzung 12. Dezember, Änderungen durch den Gemeinderat möglich)



6  

Aus dem Gemeindeamt

Wichtige Informationen für Bauvorhaben 

und deren Benützung

Informieren Sie sich unbedingt vor Beginn von Pla-

nungen für Bauvorhaben im Markgemeindeamt 

Pölstal, Tel. 03571/2204-410. 

Bewilligungspflichtig Vorhaben 

•  Neu-, Zu- oder Umbauten von baulichen  

Anlagen sowie größere Renovierungen 

•  Nutzungsänderungen  

•  die Errichtung, Änderung oder Erweiterung  

von Abstellflächen für Kraftfahrzeuge,  

Garagen und Nebenanlagen 

•  Einfriedungen gegen Nachbargrundstücke  

oder öffentliche

•  Verkehrsflächen sowie Stützmauern,  

jeweils ab einer Höhe von mehr als 1,5m 

•  Veränderungen des natürlichen Geländers von 

nach dem Flächenwidmungsplan im Bauland 

gelegenen Grundflächen sowie von im Freiland 

gelegenen Grundflächen, die an das Bauland 

angrenzen 

•  die länger als drei Tage dauernde Aufstellung 

von Fahrzeugen und anderen transportablen 

Einrichtungen 

•  Abbruch von Gebäuden, ausgenommen  

Nebengebäude 

Bauliche Anlagen dürfen ohne Benützungsbewil-

ligung bzw. Fertigstellungsanzeige nicht benützt 

werden.  Die Benützung  einer baulichen Anlage  ist  

zu  untersagen, wenn die  bauliche  Anlage  ohne 

Fertigstellungsanzeige bzw. Benützungsbewilli-

gung  benützt  wird.  Weiters wird  mitgeteilt, dass 

bei Brand, Unfall oder sonstigem Unglücksfall kein 

Versicherungsschutz gegeben ist. 

Die Behörde kann bei widerrechtlichen Nutzungen 

die Benützung untersagen. Die Gebäudeeigentü-

mer werden daher im eigenen Interesse darauf 

aufmerksam gemacht, für ihre bereits benützten 

Bauvorhaben beim Marktgemeindeamt Pölstal um 

die Fertigstellung/Benützungsbewilligung mit den 

erforderlichen Unterlagen anzusuchen: 

•  Bescheinigung über die bewilligungsgemäße und 

den Bauvorschriften entsprechende Bauaus-

führung unter Angabe allfälliger geringfügiger 

Abweichungen 

•  Überprüfungsbefund über die vorschriftsmäßige 

Ausführung der Rauch- und Abgasfänge von 

Feuerstätten 

•  Überprüfungsbefund über die vorschriftsmäßigen 

Elektroinstallationen 

•  Bescheinigung über die ordnungsgemäße Aus-

führung der Feuerlösch- und Brandmeldeein-

richtungen (ausgenommen Handfeuerlöscher),  

Brandrauchabsauganlagen, mechanische Lüf-

tungsanlagen und CO-Anlagen 

•  Dichtheitsbescheinigung hinsichtlich  

Hauskanalanlagen und Sammelgruben 

•  allfälliger im Baubescheid geforderten  

Unterlagen 

BAUAMT


Information zum Sommerkindergarten 2017

Liebe Eltern!

Die Gemeinde Pölstal bietet im Kindergarten-

jahr 2016/17 einen Sommerkindergarten an. Von 

10.07.2017-04.08.2017 im Privatkindergarten St.Os-

wald/Möderbrugg und von 07.08.2017-01.09.2017 im 

Gemeindekindergarten Möderbrugg.

Öffnungszeiten von Montag-Freitag: 7:00-13:00 Uhr

Es werden Kinder im Alter von 3 Jahren bis zur 

4. Klasse VS betreut.

Der Kindergartenbeitrag beträgt €134,19 (für 4 Wochen). 

Die Anmeldung ist verbindlich und wird daher auch 

bei Nichtbesuch des Sommerkindergartens zur Vor-

schreibung gebracht. 

Die Betreuung Ihrer Kinder übernehmen die Kinder-

gartenpädagoginnen Birgit Reitmaier (St. Oswald), 

Barbara Krammer (Möderbrugg), Stefanie Kogler 

(St. Johann) und Bettina Petzner (Oberzeiring) mit 

ihren Betreuerinnen. 

Bei Bedarf füllen Sie bitte eine verbindliche Anmeldung 

vollständig aus und geben Sie diese bis spätestens 24. 

Februar 2017 im jeweiligen Kindergarten ab.

Anmeldeformulare erhalten Sie in den Kindergärten, 

den Volksschulen und im Gemeindeamt.

SOMMERKINDERGARTEN



Aus dem Gemeindeamt  

7


8  

Aus dem Gemeindeamt

750 JAHRE BERGWERK ZEIRING

Zeiringer Silberberg feiert 750-jähriges Jubilä-

um Neue Forschungen zeigen, dass das mittelal-

terliche Bergwerk in Europa einzigartig ist

Für viele Einheimische ist es eine Selbstverständ-

lichkeit: Wenn man wissen will, wie ein mittelal-

terlicher Stollen ausgesehen hat, dann besucht 

man eine Führung im Schaubergwerk. Schon seit 

60 Jahren kann man dabei die vielen verschlunge-

nen und teilweise engen Gänge im Zeiringer Un-

tergrund ganz bequem und trotzdem als kleines 

Abenteuer erleben. Da erfährt man, wie die Knap-

pen vor hunderten von Jahren gearbeitet haben, 

wie der harte Stein vor der Erfindung von Spreng-

mitteln mit offenem Feuer locker gemacht wurde 

und kann sich selbst ein Bild davon machen, wie 

hart die Arbeit „unter Tag“ tatsächlich war. 

Was wir aber erst seit Neuestem wissen, ist, dass 

das woanders in Europa nicht nur schwer vorstell-

bar, sondern gar nicht möglich ist: Das Bergwerk 

von Oberzeiring ist am ganzen Kontinent einzig-

artig, weil nirgendwo anders ein mittelalterliches 

Bergwerk in dieser Form unbeschadet die lan-

ge Zeit überstanden hat. Aber noch aus anderen 

Gründen ist der Zeiringer Silberberg etwas ganz 

Besonderes: Manche Beispiele für das Leben 

und Arbeiten an einem mittelalterlichen Bergbau 

kennt man nur von hier. Beispielsweise gibt es 

weltweit nur hier einen Beweis dafür, dass Hun-

de im Berg, wahrscheinlich zum Transport des 

abgebauten Materials, eingesetzt wurden. Und 

nur in Zeiring gibt es ein Netz von Stollen solchen 

Ausmaßes, die alle ausschließlich in mühsams-

ter, händischer Kleinarbeit, ganz ohne technische 

Hilfsmittel in den Berg geschlagen wurden. 

Außerdem kennt man nur sehr wenige Bergwer-

ke, die überhaupt dermaßen alt sind. Sehr lange 

war aber auch nicht klar, wann in Oberzeiring mit 

dem Abbau begonnen worden war. Viele dieser 

Fragen sind jetzt – ganz pünktlich zu einem außer-

gewöhnlichen Jubiläum geklärt. Nächstes Jahr 

wird es nämlich genau 750 Jahre her sein, dass 

in einem Einkommensverzeichnis des Landes-

fürsten ein Eingang aus einem gewissen „mons 

cyrich“, also aus dem „Berg Zeiring“, verzeichnet 

wurde. Auf dieses außergewöhnliche Jubiläum 

haben sich die Zeiringerinnen und Zeiringer schon 

länger vorbereitet. Das Schaubergwerk hat nicht 

nur seinen Eingang auf den Marktplatz verlegt, 

sondern wird anlässlich des Jubiläums auch in 

ganz neuem Glanz erscheinen, mit einem nagel-

neuen Museum, einem neuen Vermittlungs- und 

Vermarktungskonzept. Damit aber die vielen offe-

nen Fragen, die am Anfang schon angesprochen 

wurden, geklärt werden konnten, und unter an-

derem auch endlich beantwortet werden konnte, 

wie wichtig das Zeiringer Bergwerk tatsächlich 

ist, haben die Marktgemeinde, das Schauberg-

werk und der Verein Historisches Zeiring gemein-

sam schon 2013 ein Jubiläumsstipendium ausge-

schrieben, das dem Mannheimer Mittelalter- und 

Frühneuzeithistoriker Hiram Kümper zuerkannt 

wurde. Professor Kümper erforscht nun bereits 

drei Jahre lang die Geschichte des Bergwerks und 

der Gemeinde von Oberzeiring und hat erstaunli-

che Ergebnisse zu Tage gefördert. Beispielsweise 

hat er nachweisen können, dass der Ursprung der 

Geschichte des mittelalterlichen Marktes tatsäch-

lich auf das Bergwerk zurückgeht, dass aber die 

damaligen Politiker schon nach hundert Jahren 

ihre Strategie ändern mussten (wohl aufgrund der 

Unrentabilität des Bergwerks) und Oberzeiring 

dann in einen Handelsknotenpunkt verwandelt 

haben. Weil es beispielsweise dem Landesfürsten 

sehr recht war, das bedeutende und einflussrei-

che Judenburg abzuwerten, konnten die Zeiringer 

Gemeindevertreter sehr viele Rechte herausver-

handeln, von denen der Markt jahrhundertelang 

profitierte. Das brachte große Handelsniederlas-

sungen nach Oberzeiring und viele Handwerkerin-

nen und Handwerker, die das Gesicht der Siedlung 

bis weit in das 20. Jahrhundert hinein prägten. 

Dass es hier beispielsweise so unglaublich viele 

Wirtshäuser gab, ist also nur mit den Entschei-

dungen der mittelalterlichen Landesfürsten zu 

erklären – manchmal hat Politik eben eine sehr 

lange Wirkung. 

Pünktlich zum Jubiläum Mitte 2017 werden die 

Forschungsergebnisse von Professor Kümper 

als Buch vorliegen. Die Zeiringer Vereine arbei-

ten zurzeit am Programm für ein großes Jubilä-

umsfest, das im Sommer 2017 über mehrere Tage 

stattfinden wird und die Zeiringer Geschichte, be-

sonders aber den Zeiringer Silberberg, gebührend 

feiern wird. 



GOLDENE ROSE FÜR BEREN THERESIA

PÖLSTALER VEREINSAKADEMIE




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