Berichte. Beschlüsse, Informationen, heraus- ragende Leistungen und der Kinder- und Jugendsommer. Seiten: 2 – 13 Vereinsleben Feste und Ausflüge


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Märchen-Sommerfest

Julia Strohmeier aus St. 

Ulrich tritt an ihre Stel-

le, wir heißen sie herzlich 

willkommen und wün-

schen ihr viel Freude bei 

ihrer Arbeit mit den Kin-

dern.


Nachwuchs im Kindergarten

Christa Schipfer wurde 

in der letzten Woche nach 

ihrem „Frühtransport“ 

zu einem Ehrenplatz in 

den Turnsaal gebeten. Mit 

Liedern, guten Wünschen 

und Blumen bedankten 

sich die Kinder, Eltern 

und Pädagoginnen für die 

verantwortungsvolle Tä-

tigkeit als Buschauffeurin, 

welche sie 13 Jahre lang 

gewissenhaft ausübte. 

Stimmungsvoll wurde sie 

nun „entlassen“. 

Vielen Dank und gute 

Fahrt in einen neuen Le-

bensabschnitt.

Christa Schipfer schlägt eine andere Route ein

Wir besuchten im Kinder-

museum Frida und Fred 

das Stück „Die kleine 

Rennmaus und ihr Zau-

berhaus“, gespielt vom 

Quasi-Quasar-Theater. 

Alle theaterspielfreudi-

gen Kinder durften zeit-

weise sogar mitspielen 

und konnten Lehrreiches 

zum Thema Energie er-

fahren! 

Theaterfahrt nach Graz

Wir wünschen unserer 

Kollegin Gertrude Reite-

rer alles Liebe und Gute 

für die bevorstehende Zeit 

als Mama, sie erwartet im 

Herbst ein Baby!


20

BildunG


A

m 22. Juni feierte 

der Kindergarten ein 

Eulen Abschlussfest. Mit 

Fernrohren bestückt, flo-

gen die Kinder als Eulen 

auf dem Spielplatz ein, be-

grüßten alle Festgäste mit 

einem Lied und stimm-

ten auf einen gemütlichen 

Nachmittag ein. 

Im Anschluss suchten alle 

nach den rund um den 

Kindergartenspielplatz 

versteckten Schatztruhen. 

Nachdem jedes Kind seine 

Schätze in der Hand hielt, 

gab es einen gemeinsa-

men Abschlusskreis und 

eine Urkunde sowie eine 

Eulenmedaille.  Wir be-

danken uns recht herzlich 

bei allen Familien, die uns 

beim Sommerfest unter-

stützt haben. Einen beson-

deren Dank möchten wir 

an die Familien Krieger, 

Wernegg-Koch und Prat-

ter sowie an den Trachten-

musikverein richten. 

Am 11. September starten 

wir in einem frisch sanier-

ten Kindergarten und mit 

neuem Team in das neue 

Kindergartenjahr. Als Jah-

resschwerpunkt wird uns 

die kleine Raupe Nimmer-

satt begleiten. Wir freuen 

uns auf viele tolle Feste, 

Lieder, Geschichten, Be-

wegungseinheiten und 

schöne Stunden im Kin-

dergarten.

Feierlichkeiten im Kindergarten St. Ulrich



„Ruhestand ist 

kein Stillstand, 

sondern die 

Gelegenheit, das Leben 

von einem neuen Blick-

winkel aus zu betrachten!“ 

(Heidi Dolina)

A

m 1. September 2017 



trat Elisabeth Prat-

tes ihren wohlverdienten 

Ruhestand an, für den 

wir viele neue und schö-

ne Blickwinkel wünschen. 

Die Kindergartenkinder, 

Eltern und Kolleginnen 

überraschten Tante Sissi 

mit den Liedern „Wenn 

Freunde auseinanderge-

hen“ und „Pädagogin aus 

Passion“. 

Mit einer Powerpoint-Prä-

sentation ließen wir die 

vielen Dienstjahre im 

Kindergarten St. Ulrich 

Revue passieren und ver-

abschiedeten uns mit Blu-

men und einem persönli-

chen Buch.

tante sissi alles Gute!


I

m Rahmen des Pro-

jektes „KINDERSI-

CHERER BEZIRK“ fand 

in Zusammenarbeit mit 

„Große schützen Klei-

ne“, der Ö.L.R.G (Öster-

reichische Lebens- und 

Rettungsgesellschaft), 

dem Grünen Kreuz, der 

Feuerwehr Pölfing-Brunn 

und der Polizei ein Kin-

dersicherheitstag im Kip-

ferlbad statt. Zu diesem 

erlebnisreichen Sicher-

heitstag lud die Markt-

gemeinde Pölfing-Brunn 

ein. Mit den Kindern der 

Volksschulen St. Martin 

i. S., St. Ulrich i. G., Pöl-

fing-Brunn und dem Kin-

dergarten Pölfing-Brunn 

waren ca. 170 Kinder im 

Kipferlbad. Ziel dieses 

Projektes war es, die Un-

fallzahlen bei Kindern 

zu minimieren. Durch 

das verhaltensorientierte 

Training sollen das Si-

cherheitsdenken und das 

Gefahrenbewusstsein der 

Kinder gefördert werden.

Herr Dave Koller (Präsi-

dent der Österreichischen 

Lebens- und Rettungs-

gesellschaft) und Sabine 

Distler (Kindersicherer 

Bezirk „Große schützen 

Kleine“) organisierten die 

verschiedenen Stationen. 

Schnell war eine Gruppen-

einteilung getroffen und 

alle Kinder waren auf die 

einzelnen Stationen ver-

teilt. 

Die Polizei war sogar mit 



zwei Dienstfahrzeugen 

anwesend - ein Zivilfahr-

zeug und ein Einsatzwa-

gen. Besonders interessant 

waren die Radarpistole 

und der Alkoholtester. 

Einige Kinder durften ih-

ren Alkoholgehalt im Blut 

testen lassen. Auch die 

Frau Lehrerin konnte das 

Testgerät ausprobieren - 

0 % Alkohol zeigte das 

Gerät bei allen Testperso-

nen an.


Der Inhalt des Einsatz-

fahrzeuges der Polizei 

wurde genauestens er-

klärt. Die Kinder konn-

ten die kugelsicheren 

Schutzwesten und Helme 

anziehen. „Ganz schön 

schwer“, meinten einige.

Die Malstation brach-

te Abwechslung ins Ge-

schehen. Hier konnten 

die Kinder ihrer Fantasie 

freien Lauf lassen. Ne-

ben Ansteckbuttons (je-

des Kind konnte einen 

anfertigen) wurde auch 

ein riesiges Bild von al-

len Teilnehmerinnen und 

Teilnehmern gestaltet.

Die Feuerwehr zeigte al-

len Kindern die Ausstat-

tung eines Tankwagens 

und eines Mannschafts- 

transportautos. 

Das Anprobieren der Feu-

erwehrbekleidung machte 

richtigen Spaß. Zwar war 

die Bekleidung viel zu groß, 

aber man fühlte sich gleich 

wie ein Feuerwehrmann 

oder eine Feuerwehrfrau. 

Außerdem wurden den 

Schülerinnen und Schülern 

die Bergewerkzeuge er-

klärt und vorgeführt. Auch 

Geräte zum Feuerlöschen 

wurden allen gezeigt. Beim 

Bedienen der Handspritze 

musste man sich mächtig 

anstrengen.

Ein Dankeschön gilt der 

Gemeinde St. Martin für 

die Übernahme der Trans-

portkosten ins Kipferlbad 

und der Marktgemeinde 

Pölfing-Brunn für die Ver-

anstaltung.

21

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Kindersicherheitstag 2017

BildunG

22

Volksschule St. Martin im Sulmtal



Die 4. Klasse hat im Jahr 

2016 am Projekt 50/50 teil-

genommen. Dabei ging es 

darum, die Energiekosten 

der Schule möglichst stark 

zu senken. Immer wieder 

wurde die Klassentempe-

ratur gemessen, wenn nötig 

gesenkt, und darauf hin-

gewiesen, das Licht abzu-

schalten, wenn es hell genug 

war. So gelang es uns, sehr 

viel Geld zu sparen. Am 27. 

Juni durften wir uns sogar 

den 3. Preis in der Volks-

schule Pirka abholen. Die-

ses Projekt ist bestimmt 

sehr nachhaltig und bewirkt 

auch zu Hause ein energie-

bewussteres Verhalten. 



Projekt 50/50

Schnuppertag der 

Schulanfänger 

Am 12. Juni fand der 

Schnuppertag der Kinder-

gartenkinder an der Volks-

schule St. Martin statt. 

Die Schulanfängerinnen 

und Schulanfänger wurden 

von Kindern der dritten 

Klasse im Kindergarten ab-

geholt. Die Großen hatten 

die Aufgabe, die Kleinen zu 

unterstützen, ihnen zu hel-

fen und Sicherheit zu geben. 

An verschiedenen Stationen 

durften die Kinder dann die 

Schule, die Klassenräume 

und die Lehrerinnen ken-

nenlernen. In der ersten 

Klasse wurden gemeinsam 

Spiele gespielt, in der zwei-

ten Klasse wurde gebastelt, 

in der dritten Klasse fand 

eine Turnstunde statt und 

in der vierten Klasse durf-

ten die Kinder ein Lied 

und einen kurzen Tanz ein-

studieren. Natürlich fand 

auch eine gemeinsame Jau-

se statt, bevor in der großen 

Pause der Schulhof mit sei-

nen Spielmöglichkeiten er-

kundet wurde. 

Nach diesen spannenden 

Eindrücken - an den Ge-

sichtern der Kinder konn-

te man Begeisterung und 

Vorfreude sehr gut ablesen 

- wurden die angehenden 

Taferlklassler wieder in den 

Kindergarten zurückbeglei-

tet.

Ein gemeinsamer Sporttag 



der Volksschulen St. Mar-

tin i. S. und Pölfing-Brunn, 

organisiert vom Eltern-

verein St. Martin und den 

Lehrerinnen  der Volks-

schule St. Martin, fand am 

29. Mai statt. Schon in der 

Früh wurden alle 120 Kin-

der von den Lehrerinnen 

nach Altersgruppen einge-

teilt. 

Bei sehr warmen Tempe-



raturen zeigten die Kinder 

ihr Können in drei ver-

schiedenen Disziplinen: 

dem Weitwurf, 60-Me-

ter-Lauf und Weitsprung. 

Die Gruppen marschierten 

mit ihren Betreuerinnen 

und Betreuern von einer 

Station zur nächsten und 

gaben ihr Bestes. An die-

sem Tag wurde so man-

ches Leichtathletik-Ta-

lent entdeckt. 

Nachdem alle fertig wa-

ren, wurde gejausnet oder 

am Spielplatz gespielt, 

während die Ergebnisse 

ausgewertet wurden. 



Siegerehrung

Die Preisverleihung gab 

es dann einige Tage spä-

ter an jeder Schule. Anja 

Orgel, Felix Neumay-

er, Christoph Brunner, 

Ahmad Hamrocho, Mia 

Achatz und Julia Koch 

konnten sich eine Gold-

medaille holen. Sarah Os-

wald, Jürgen Schrei, Elias 

Achatz, Johanna Hengs-

berger, Kevin Oberkofler 

und Marie Kronabitter 

ergatterten Silber. Ein be-

sonderer Dank gilt dem 

Sportverein St. Martin 

und allen fleißigen Hel-

fern, die uns an diesem 

Tag unterstützt haben.



Sport verbindet

23

BildunG


Volksschule St. Martin im Sulmtal

Auch heuer konnten wir 

wieder im Rahmen der Ak-

tion „Schule in der Gärt-

nerei“ der österreichischen 

Gärtnereien und Baum-

schulen die Gärtnerei Prau-

ser in Gasselsdorf besuchen. 

Schon auf dem Fußweg 

dorthin konnten wir die 

Vielfalt unserer Natur be-

obachten und genießen. Die 

Technik der Glashäuser und 

die Vielfalt der Pflanzen und 

Blumen versetzten die Kin-

der in Staunen. Als Beitrag 

zur Nachhaltigkeit durfte 

jedes Kind eine Kräuter-

pflanze in die eigenen, aus 

leeren Milchpackungen her-

gestellten, Blumentöpfe und 

eine Erdbeerpflanze einset-

zen. Die Schülerinnen und 

Schüler und Lehrerinnen 

bedanken sich bei Familie 

Prauser für diesen interes-

santen Vormittag  inklusi-

ve Verkostung  heimischer 

Früchte.

Schule in der Gärtnerei

Nach den Präsentationen 

englischer Sprechstücke, 

von Tänzen, Liedern und 

dem Sprechstück des Bil-

derbuches „Mimo, kleine 

Maus“ im Schulhof mach-

ten sich alle auf eine klei-

ne Wanderung zur Familie 

Lipp. Dort ließen wir das 

Schuljahr bei gutem Essen, 

Spielen und gemeinsamen 

Gesprächen ausklingen. 

Die gesamte Schulgemein-

schaft wie auch die Schul-

leitung bedankte sich bei 

Gabriele Schachinger für 

ihren großartigen, uner-

müdlichen Einsatz als 

Lehrerin an der Volksschu-

le sowie die gute Zusam-

menarbeit und wünscht 

für den neuen Aufgaben-

bereich als Schulleiterin 

der Volksschule Groß St. 

Florian viel Erfolg und 

alles Gute. Den letzten 

Schultag genossen alle 

bei einer Teichwanderung 

rund um St. Ulrich.



Forscher am Werk

An  zwei Vormittagen 

konnten unsere Schüle-

rinnen und Schüler unter 

der Anleitung von Frau 

Mirjana Grkinic Wasser- 

experimente mit Pipetten 

durchführen und einen 

experimentellen Vulkan-

ausbruch nachahmen. In-

teressante Beobachtungen 

wurden dokumentiert und 

auch Zuhause mit den El-

tern ausprobiert.



Burg Deutschlandsberg 

und Feuerwehrmuseum 

Bei herrlichem Wetter 

machte sich die dritte und 

vierte Stufe mit dem Zug 

auf nach Deutschlands-

berg. Nach einer kurzen 

Stadtführung wurde die 

Burg zu Fuß erklommen 

und die Ausstellung be-

sucht. Danach ging die 

Zugfahrt weiter nach Groß 

St. Florian in das Feuer-

wehrmuseum. Alte Feu-

erwehrgeräte und Feuer-

wehrautos, Uniformen, 

Helme und Löschgeräte 

konnten besichtigt und 

ausprobiert werden.



Schulabschlussfest

Volksschule St. Ulrich i. G.



BerG & tal

24

Im Jahre 1922 wurde im 



Hausflur (Labm) des An-

wesens Kerschbacher vul-

go Haring (Dietmannsdorf 

45) der Boden abgehoben, 

um den Lehmboden durch 

Beton zu ersetzen. In einer 

Tiefe von 50 Zentimeter 

stieß man auf einen ungla-

sierten Keramiktopf mit 

umlaufenden Wülsten. Im 

Topf, der natürlich bei der 

Arbeit zerschlagen wurde, 

fand man ungefähr 2 Kilo-

gramm Silbermünzen. Die 

Münzen wurden zuerst 

als Blech gering geschätzt 

und gingen auch zum Teil 

verloren.

Nach einiger Zeit hat Dr. 

Hugo Fuchs, Werksarzt in 

St. Peter, von diesem Fund 

erfahren und das Landes-

museum Joanneum ver-

ständigt. Dem Museum 

gelang es nun den verblie-

benen Rest von der Haus-

eigentümerfamilie zu er-

werben.


Wissenschaftliche 

Bewertung

Der Schatz ergab 1731 

sogenannte Friesacher 

Pfennige und 142 Grazer 

Pfennige aus dem 12./13. 

Jahrhundert. Der Münz-

durchmesser beträgt 18 

Millimeter und das Ge-

wicht ca. 1,2 Gramm Sil-

ber. Dieser Fund war eine 

von drei Friesacherfund-

stellen in der Steiermark 

und erregte in der Fach-

welt großes Aufsehen.



Der Friesacher Pfennig - 

ein bedeutendes

Zahlungsmittel

Im Mittelalter war diese 

Münze ein begehrtes Zah-

lungsmittel im Gebiet des 

heutigen Österreich und 

darüber hinaus. Das Sil-

bergeld ist nach der Stadt 

Friesach in Kärnten be-

nannt, wo die Erzbischöfe 

von Salzburg im 12. Jahr-

hundert in der Nähe eines 

dort befindlichen Silber-

bergwerkes eine Präge-

stätte einrichteten. In der 

zweiten Hälfte des 12. 

Jahrhunderts waren auf 

der Vorderseite der Mün-

ze häufig der Erzbischof 

und auf der Rückseite 

zwei Kirchturmspitzen 

abgebildet. Der Friesa-

cher Pfennig erreichte in 

der ersten Hälfte des 13. 

Jahrhunderts den Höhe-

punkt seiner wirtschaftli-

chen Bedeutung und fand 

bis ins 14. Jahrhundert 

Verwendung. Die Prä-

gestätte Friesach wurde 

1335 wahrscheinlich auf 

Grund von Silbermangel, 

aber auch auf Einfluss der 

regierenden Habsburger, 

geschlossen.

 

Wann wurde der 

Schatz vergraben?

Die Bewertung der Mün-

zen ergab unterschied-

liche Prägestätten und 

Prägeherren, sodass die 

Vergrabungszeit mit 1230 

bis 1232 eingegrenzt wer-

den konnte. Auch die Ab-

bildungen von Erzbischof 

Eberhard II und dem Ba-

benberger Leopold VI er-

lauben diese zeitliche An-

nahme.

 

Wie hoch war der 



Wert dieses Schatzes?

Die Kaufkraft dieser 1731 

Pfennige muss bedeu-

tend gewesen sein. Laut 

Auskunft von Mag. Karl 

Peitler (Münzkabinett 

Schloss Eggenberg) kann 

die Bewertung mit den da-

mals geltenden jährlichen 

Kriegssteuersätzen vergli-

chen werden. Eine Hube 

(Bauernlehen) zahlte 60 

Pfennige, eine Hofstatt 

(kleine Besitzeinheit) 12 

Pfennige, eine Mühle 30 

Pfennige.

 

Warum wurde der 

Schatz vergraben?

Darüber kann nur spe-

kuliert werden. In Frage 

kommen kriegerische Aus-

einandersetzungen oder 

eine kriminelle Handlung. 

Jedenfalls kehrte der eins-

tige Besitzer dieses Depots 

nicht mehr zu dieser Stelle 

zurück, da er wahrschein-

lich ums Leben kam.

Wer kann in Besitz eines 

so stattlichen Geldbetra-

ges gewesen sein?

Der Weiler Dietmannsdorf 

hat schon existiert (Erst-

nennung 1187 als Diet-

ma r sdorf), aber in der 

bäuerlichen Bevölkerung 

konnte niemand über ei-

nen solchen Betrag ver-

fügen. Beim Schloss Wels-

berg gab es zu dieser Zeit 

schon eine Wehranlage der 

Emmerberger, aber kann 

der Geldschatz von dort 

stammen?


Zu eventuellen kriegeri-

schen Ursachen wäre zu 

sagen, dass das Fehde-

wesen in dieser Zeit sehr 

ausgeprägt und Waffenge-

walt zwischen den Grund-

herrschaften keine Selten-

heit war. Aber auch der 

junge Babenbergerherzog 

Friedrich der Streitbare 

kam 1230 an die Macht 

Der Schatzfund von Dietmannsdorf



Mittelalterliche Münzstätte

BerG & tal

25

und wurde seinem Bei- 



namen voll gerecht, indem 

er einige bewaffnete Kon-

flikte austrug - und dies 

sogar gegen den Staufer-

kaiser Friedrich II. Dabei 

kam es auch zu Kämpfen 

im Gebiet des Erzbistums 

Salzburg, zu dem auch das 

Sulmtal gehörte.

Ein Teil des Münzfun-

des ist im Münzkabinett 

Schloss Eggenberg depo-

niert.  Nach Voranmeldung 

kann der Schatz von Diet-

mannsdorf dort besichtigt 

werden.


W

ie bereits in der 

letzten Ausga-

be angekündigt, laden 

die Gemeinde und die 

Volksschule St. Mar-

tin am 17. September 

um 13 Uhr zur offizi

-

ellen Eröffnung des 



neu gestalteten 7,5 

Kilometer langen Sa-

genwanderweges ein. 

Wir treffen uns bei der 

Volksschule St. Mar-

tin und werden von 

dort in die Welt der 

Sagen eintauchen und 

eine kleine Runde er-

wandern. 



Dietmannsdorfer Münze

Anschließend kehren 

wir wieder auf den 

Schulhof zurück, wo 

wir den Nachmittag 

gemütlich ausklingen 

lassen und auch die 

Preisverleihung für den 

veranstalteten Mal-

wettbewerb zum The-

ma „Tabormandl“ für 

die Kinder stattfindet. 

Der Elternverein der 

Volksschule St. Martin 

wird für das leibliche 

Wohl sorgen. Die Ge-

meinde und die Schul-

leitung freuen sich auf 

Euer Kommen.

Quellennachweis: Ortschronik 

Heimat St. Martin 1994; Topo- 

graphie Bezirk Deutschlandsberg 

2005; Die Steiermark - Brücke 

und Bollwerk Ausstellungskata-

log 1986; Luschin - Ebengreuth, 

Friesacher Münzfund zu Diet-

mannsdorf, Mitteilung 1923; 

Mag. Peitler, Leiter Archiologie 

& Münzkabinett des Universal-

museums Joanneum

Einladung zur Sagenwanderung



Vorderseite: Erzbischof 

Eberhard II, in jeder 

Hand ein Lilienzepter, 

über dem Kopf ein Stern

Rückseite: zwei Türme mit 

Brustbild des Bischofs 

Sagenweg 

 

St. Martin



1

Sagenbearbeitung und Hinweise: Maria und Helmut Huber | Bilder: Veronika Rollett

Die Wett‘ um die Kuah

I

n der Zeit, in welcher sich der St. 



Martiner Friedhof noch rund um die 

Kirche befand, saßen vor Mitternacht 

im Gasthaus zum „Bäck'n“ einige Ze-

cher. Des Zechens und Schnapsens be-

reits müde, suchten sie eine andere Art 

der Unterhaltung. Nun kam einer in der 

Runde auf den Einfall, eine Wette auszu-

setzen. „Wos kriag i, wenn i mi um Mit-

ternocht auf die Friedhofsmauer setz und 

mit da Harmonie anspiel?“ fragte er in 

die Runde. „Des loss ma uns wos kostn!“, 

sagte einer und ein anderer meinte: 

 

„Do zohl i a mit!“



Schließlich einigte man sich auf eine 

Kuh. Wenn er nach dieser Mutprobe ins 

Gasthaus zurückkäme, sollte er das Geld 

im Wert einer Kuh, das der Wirt inzwi-

schen verwahrte, bekommen. 

Es war Mitternacht geworden. Der Bau-

er, er soll zu den reicheren des Ortes ge-

hört haben, hängte sich die Harmonika 

um und ging über die Straße zum Fried-

hof. Einer musste ihn ein Stück begleiten, 

damit er die Einhaltung des Überein-

kommens bezeugen konnte. Am Fried-

hof angelangt, setzte sich der Frevler auf 

die Mauer. Doch bevor er den ersten Ton 

spielen konnte, fiel er rücklings von der 

Mauer und brach sich das Genick. 

Nach einiger Zeit traf sich die Run-

de wieder. Man besprach den grausi-

gen Vorfall. Nun meldete sich ein Klein-

keuschler mit der Frage, ob auch bei ihm 

die Wette gelte. Man wunderte sich über 

ein solches Maß an Mut. Schnell hatte 

man das Geld wieder beisammen und 

die Wette galt. Der arme Kleinkeusch-

ler ergriff die Harmonika und ging zum 

Friedhof. Er setzte sich auf den gleichen 

Platz, um, wie ausgemacht, eine Melo-

die zu spielen. Diesmal gingen ihm alle 

Zechbrüder nach, weil sie aus sicherem 

Abstand Zeugen seines Mutes zu werden. 

Doch bevor er spielte, sagte er: „I tuas net 

wegn da Hetz, i tuas nur wegn da Kuah, 

und i wünsch olln Gstorbenen die ewi-

ge Ruah!“ Er stieg unbeschadet von der 

Mauer, um zum Gasthaus zurückzukeh-

ren, wo man ihm das Geld überreichte.



Katalog: fileadmin -> user upload -> Express
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user upload -> Programme Information Humboldt Research Fellowships for experienced researchers
user upload -> A L t e n b e r g / r a X
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user upload -> Landratsamt oberallgäU
Express -> Bericht. Aktuelle Informa- tionen, Neues vom Sozialverein, Kinder & Jugendsommer, Sagen- weg Neu. Seiten 2-7 Bildung Wissenswertes
Express -> Bericht. Aktuelle Informationen, Führungswechsel in der vs st. Martin und Ge- denken an Alt-lh dr. Josef Krainer. Seiten 2-9 Berg & Tal Kirchenglocke
Express -> Nr. 46 / September 2016 St. Martin im Sulmtal • Sulmeck-Greith Gemeinde aktuell Report

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