Das Magazin zum 77. Blumenfest der Stadt Röthenbach a d. Pegnitz am Sonntag, den 30. August


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Blumenfest

2015


Das Magazin zum 77. Blumenfest  

der Stadt Röthenbach a. d. Pegnitz 

am Sonntag, den 30. August


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Verlags-Magazin zum Blumenfest der Stadt Röthenbach

Blumenfest 2015

Grußwort zum Blumenfest 2015

Herausgeber: 

Verlag Hans Fahner  

GmbH & Co. KG, Lauf in  

Zusammenarbeit mit der  

Stadt Röthenbach a. d. Pegnitz 

Druck und Verarbeitung: 

Fahner-Druck,  

Nürnberg


Projektleitung: 

Christiane Zitzmann

Redaktion: 

Stefanie Buchner-Freiberger

Satz und Layout: 

Silvia Leitenbacher

Auflage: 

4000 Stück Einzelexemplare 

13000 Stück als Beilage im 

Magazin Mit.

Verteilung: 

Verlag Hans Fahner GmbH &  

Co. KG und Stadt Röthenbach

Impressum

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Liebe Mitbürgerinnen, 

liebe Mitbürger,  

sehr geehrte Gäste

herzlich willkommen zu unserer 

diesjährigen Kirchweih und zu 

unserem diesjährigen Blumen-

fest.


Zum 77. Mal feiert die Stadt 

Röthenbach a.d.Pegnitz am 30. 

August 2015 ihr traditio-

nelles Blumenfest. Wir 

freuen uns, wenn 

anlässlich der 

Kirchweih, vor 

allem aber zum 

Blumenfest, 

wieder viele 

Gäste aus 

nah und fern 

zu uns nach 

Röthenbach 

a.d.Pegnitz 

kommen.


Die Festtage beginnen am Kirch-

weih-Freitag mit einem Stand-

konzert unserer Stadtkapelle vor 

dem Rathaus und dem anschlie-

ßenden Bieranstich im Festzelt.

Den Höhepunkt des Festwo-

chenendes bildet wie immer das 

Blumenfest am Sonntag mit sei-

nem Festumzug. In diesem Jahr 

nehmen 28 Festwagen, 5 Musik-

kapellen und 39 Marschgruppen 

am Blumenfestumzug teil, 

der auch wieder von 

der „Röthenbacher 

Blumenkönigin“ 

begleitet wird.

Der Fest-

zug startet 

am Sonntag 

um 14.00 Uhr 

im Pegnitzgrund 

und führt von der 

Pegnitzstraße über den 

Friedrichsplatz, die Renzenhofer 

Straße, Bayern- und Kleingarten-

straße, den Erlenplatz, die Les 

Clayes-sous-Bois-Brücke, die 

Goethestraße und entlang der 

Rückersdorfer Straße bis hin zur 

Karlstraße.

Bereits ab 12.00 Uhr werden die 

Festbesucher am Friedrichsplatz 

musikalisch auf den Festzug 

eingestimmt. Es spielt die Stadt-

kapelle Röthenbach.

Das vorliegende „Magazin“ soll 

Ihnen, liebe Leserinnen und 

Leser, einen Einblick rund um 

unser Röthenbacher Blumenfest 

geben. Wir wünschen Ihnen viel 

Freude beim Lesen und allen Be-

sucherinnen und Besuchern viele 

farbenfrohe und stimmungsvolle 

Eindrücke bei unserem Röthen-

bacher Blumenfest  2015. 

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Verlags-Magazin zum Blumenfest der Stadt Röthenbach

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Verlags-Magazin zum Blumenfest der Stadt Röthenbach



Blumenfest 2015

Blumenfest 2015

Die dritte Saison für die 

Blumenkönigin

„Wir wollen für die Vereine  da sein“

Gespräch mit den beiden neuen Vorsitzenden  des Röthenbacher Vereinskartells, Dagmar Scholz und Alexander Sommerer



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29. August 2015 eine Rose geschenkt. 

Zum dritten Mal wird 

in diesem Jahr die 

Schülerin Carina 

Oberbillig die Rolle 

der Blumenkönigin 

übernehmen und auf 

dem eigens dafür 

gebauten Festwagen 

des Kleingartenver-

eins „Flora“ mitfahren. 

Selbst vom Dauerre-

gen der letzten beiden 

Jahre ließ sich die 

sympathische Carina 

ihr strahlendes Lä-

cheln nicht nehmen. 

Sie freut sich auf ihre 

dritte – und  

voraussichtlich  

letzte – Amtszeit.

Foto: PZ-Archiv

Alter: 19

Hobbys: Sport treiben,  

musizieren, reisen 

Schule/Beruf: Schülerin an der 

staatlichen FOS Nürnberger Land 

Ich wohne in Röthenbach seit ... 

19 Jahren.

Bei meinen bisherigen zwei Blu-

menfesten hat mir am besten 

gefallen, dass ... die Vereine mit - 

einander super zusammenarbei-

ten, um das Fest auf die Beine zu 

stellen.

Mein Lieblingsplatz in Röthen-

bach ist ... im Strandkorb daheim 

im Garten. 

Meine Kindheitserinnerung ans 

Blumenfest sind ... die wahn-

sinnig großen Blumenwägen.

Mein größter Wunsch für das 

Blumenfest 2015 ist, dass ... es 

diesmal nicht regnet.

Steckbrief von Carina Oberbillig

Seit vielen Jahren 

organisiert das Ver-

einskartell gemeinsam 

mit der Stadt das 

Blumenfest. Heuer 

wird es das mit einer 

personell stark ver-

änderten Mannschaft 

tun. Denn nach inter-

nen Problemen war im 

letzten Jahr fast die 

komplette Führungs-

riege zurückgetreten. 

Im März wurde eine 

Nachwahl nötig, bei 

der die bisherige zwei-

te Vorsitzende Dagmar 

Scholz zur neuen 

ersten Vorsitzenden 

gewählt wurde. Ihr 

Stellvertreter ist Ale-

xander Sommerer, au-

ßerdem gehören der 

Vorstandschaft an: Peter Pauly 

(3. Vorstand), Sabrina Schmude 

(1. Kassier), Markus Friedrich 

(2. Kassier), Yasemin Köprülü 

(1. Schriftführerin), Marzena 

Hellmann (2. Schriftführerin) 

und Markus Riehle (Organisa-

tionsleiter). Wir haben vor dem 

Blumenfest mit den beiden 

neuen Vorsitzenden über ihre 

Pläne gesprochen.

Die Hälfte der Vereinskartell-

Vorstandschaft ist neu. Nicht 

einfach, wenn dann gleich ein 

so wichtiges Fest wie das Blu-

menfest ansteht, oder?

Alexander Sommerer: Es ist 

schon spannend, aber die alte 

Vorstandschaft hatte mit den 

Vorbereitungen ja bereits an-

gefangen. Und wir haben gute 

Leute im Team.

Dagmar Scholz: Außerdem 

unterstützen uns die Mitarbei-

terinnen im Kulturamt, Marion 

Stiegler und Christine Janker, 

ganz toll.

Welche Aufgaben hat das Ver-

einskartell beim Blumenfest 

eigentlich genau?

Scholz/Sommerer: Zuerst 

einmal die Koordination der 

Blumenbestellung. Jeder Verein 

muss uns melden, welche Dah-

lien er braucht: Menge, Farbe, 

Größe. Das geben wir dann ins 

holländische Zundert weiter, wo 

wir seit vielen Jahren die Blumen 

beziehen. Heuer wird unser 2. 

Kassier Markus Friedrich ein 

paar Tage vor dem Fest nach 

Zundert fahren, um dort in einer 

großen Markthalle zu überwa-

chen, dass wir auch die richtigen 

Dahlien bekommen. Außerdem 

buchen wir die Marschkapellen, 

legen die Festzugsfolge fest…

Nach welchen Kriterien gehen 

Sie da vor?

Scholz/Sommerer: Alle Vereine, 

die beim Stadtfest dabei waren, 

müssen sich auch am Blumen-

fest beteiligen. Ganz vorne sind 

immer die Ehrengäste und die 

Blumenkönigin auf ihrem Wagen, 

die anderen Gruppen und Wä-

gen rotieren, damit ein bisschen 

Abwechslung gegeben ist. Wir 

freuen uns, dass heuer ein Verein 

neu mit dabei ist, nämlich der 

Dart-Club „Pfeilgrood“.

Viele altgediente Motivbauer 

haben in den letzten Jahren 

aufgehört, die Mitgliederzahlen 

in den Vereinen sind rückläufig. 

Fällt es nicht langsam schwer, 

die Vereine zum Mitmachen zu 

bewegen?


Sommerer: Dem Vereinskartell 

sind 52 Vereine angeschlossen, 

leider beteiligen die sich natürlich 

nicht alle am Blumenfest. Aber 

ich habe speziell heuer das Ge-

fühl, dass die Bereitschaft mitzu-

machen, wieder zunimmt. So 

wollen zum Beispiel die beiden 

türkischen Vereine seit längerem 

mal wieder ein größeres Motiv 

bauen. Ich persönlich fände es 

schön, wenn noch mehr Vereine 

dem Vorbild des DAV folgen wür-

den und sich passend zum Motiv 

verkleiden.

Scholz: Manche Vereine, wie 

die „Oberpfälzer“ zum Beispiel, 

haben fast ausschließlich ältere 

Mitglieder, da fehlen natürlich die 

Helfer. Deshalb freuen wir uns 

besonders, dass sie noch mitma-

chen.


Zurück zu den Aufgaben des 

Vereinskartells …?

Scholz: Wir verpflichten 

den Festwirt, der wie-

derum verantwortlich 

ist für die Musik im Zelt. 

Dann ist da noch die 

Absprache mit dem Tüv: 

Die Wagen, auf denen 

Menschen mitfahren, 

müssen mit Gurten 

oder Haltegriffen ver-

sehen sein. Und dann 

müssen wir einfach 

unzählige Gespräche 

mit Vereinen oder der 

Stadt führen, wenn es 

irgendwo klemmt. Ich 

werde manchmal schon 

gefragt, ob ich im Rat-

haus ein Zimmer habe 

… (lacht)

Manche Röthenbacher 

würden es begrüßen, 

wenn das Fest sich 

wieder ein bisschen mehr auf 

seine Wurzeln besinnen wür-

de: weg von der halben Million 

Dahlien, hin zu wieder mehr hei-

mischem Blumenschmuck, viel-

leicht alles eine Nummer kleiner. 

Gibt es da Überlegungen?

Sommerer: Einen Wagen mal 

wieder eher traditionell zu schmü-

cken, zum Beispiel mit Kränzen, 

fände ich schon eine schöne 

Idee. So viel ich weiß, möchte die 

„Flora“ heuer etwas in diese Rich-

tung machen.

Scholz: Von den Dahlien ganz 

weg zu gehen, wäre natürlich ein 

extremer Schritt. Schließlich ist 

das Blumenfest so bekannt, wie 

es jetzt ist. Von der Werbewirk-

samkeit her wäre das schwierig.

Ein heikles Thema ist jedes Jahr 

die Bewertung der Motive. Die 

einen freuen sich über vordere 

Plätze, die anderen finden es un-

gerecht. Ihre Meinung dazu?

Scholz/Sommerer: Generell ist 

es so, dass die Preisrichter nicht 

zum Vereinskartell gehören, des-

halb mischen wir uns da nicht ein. 

Jeder Verein kann einen Vertreter 

für die Jury schicken. Wir haben 

allerdings gehört, dass Verände-

rungen in den Bewertungskrite-

rien angedacht sind. So könnte 

vielleicht berücksichtigt werden, 

dass für manche Zugteilnehmer, 

zum Beispiel für Seespitz- und 

Forstersbergschule, fast aus-

schließlich Kinder schmücken. 

Die kleben halt nicht ganz so 

akkurat wie Erwachsene. Auch 

die Wasserwacht macht viel mit 

Kindern.


Sind darüber hinaus Neuerungen 

geplant?


Scholz/Sommerer: Leider wird es 

heuer so gut wie keine musika-

Die komplette neue Vorstandschaft des Vereinskartells   mit von links Peter Pauly, Alexander Sommerer, Dagmar 

Scholz, Yasemin Köprülü, Markus Riehle, Sabrina   Schmude, Marzena Hellmann und Markus Friedrich.

Die beiden Vorsitzenden Dagmar Scholz und Alexander Sommerer.

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lische Einstimmung vor dem Zug 

durch Bands oder Alleinunterhal-

ter entlang der Strecke geben. 

Lediglich vor dem Rathaus spielt 

die Stadtkapelle. Das hängt mit 

der Gema zusammen, die Anfang 

des Jahres die Gebühren um 

das Zehnfache erhöht hat. Das 

ist finanziell einfach nicht mehr 

drin. Im Zug selbst spielt natürlich 

Musik.


Was hat sich die neue Vor-

standschaft des Vereinskartells 

generell für ihre Arbeit vorge-

nommen?


Scholz: Wir möchten, unabhän-

ging von Stadt- und Blumenfest, 

wieder mehr Ansprechpartner 

für die Vereine sein, auch ein 

Bindeglied zwischen Stadt und 

Vereinen. Das ist in den letzten 

Jahren ein bisschen in Verges-

senheit geraten. Wir haben jetzt 

eine junge Mannschaft, die sich 

hoffentlich festigt, mit einem sehr 

angenehmen Arbeitsklima. Wir 

wollen für die Vereine da sein. 

Sommerer: Und die Wetterbestel-

lung fürs Blumenfest, die müssen 

wir unbedingt optimieren (lacht).

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Verlags-Magazin zum Blumenfest der Stadt Röthenbach

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Verlags-Magazin zum Blumenfest der Stadt Röthenbach



Blumenfest 2015

Blumenfest 2015

Der kleine Otto Köstler mit seinem geschmückten Wagen

Eine Mädchengruppe, begleitet von Herrn Patutschnik, dem zweiten Mitbe-

gründer des Blumenfestes

Drei Teilnehmerinnen des ersten Festzuges, aufgenommen in der  

Conradty-Siedlung

Kirchweihbetrieb  

1939 auf dem Maifeld 

(heute das Gelände 

nördlich der Bahnhof-

straße), das bis 1970 

der Kirchweihplatz war, 

eingefangen vom  

Fotografen Bäumler

Das erste Blumenfest wurde in 

Röthenbach am 14. Juli 1929 

gefeiert. Von einer halben Million 

Dahlien, wie heute üblich, war 

man damals natürlich noch weit 

entfernt. 

Das Fest wurde vom Kleingar-

tenverein Flora, der sich erst 

zwei Jahre zuvor als „Gartenbau-

verein“ gegründet hatte, veran-

staltet. Motor waren der Flora-

Vorsitzende Georg Zimmermann, 

ein besessener Botaniker und 

Bewunderer der Dahlie, sowie An-

dreas Patutschnik, der sich 1926 

mit seiner Familie in Röthenbach 

niedergelassen hatte. Beide 

hatten sich in den 20er-Jahren 

angefreundet und bei ihren Zu-

sammenkünften gab es lebhafte 

Diskussionen über die weiteren 

Züchtungen der Dahlie.

Für den 14. Juli 1929 wurde 

also der erste Blumenumzug 

angesetzt, bei dem die Gärtner 

ihre Erzeugnisse präsentierten, 

verbunden mit einem Kinderblu-

menkorso, Kinderbelustigung und 

Gartenkonzert. Es wurden damals 

strenge Maßstäbe für die Teilnah-

me angelegt: So musste jedes 

Kind, das mitmachen wollte, von 

einem Mitglied vorgeschlagen 

werden. Im Juni wurde bereits 

Stoff angeschafft, um den Kin-

dern Schürzen nähen zu können. 

Auch sollten die Buben und alle 

männlichen Mitglieder Strohhüte 

tragen. 


Aufstellungsort war in der Rü-

ckersdorfer Straße. Von dort zog 

man zum Festplatz im Volks-

garten Sailersberg (heute an der 

Straße Richtung Rückersdorf). 

Hier fanden ein Gartenkonzert 

und eine Kinderbescherung statt. 

Mit von der Partie waren neben 

dem Gartenbauverein Flora unter 

anderem der Seidenbau-, der 

Verschönerungs- und der Vogel-

schutzverein sowie die „Wasser- 

und Wintersportler“ mit einem 

Wagen. Schon damals gab es 

neben Obst und Gemüse richtige 

Blumenmotive zu sehen, etwa 

den „Floraflieger“, ein kleines 

Passagierflugzeug.

Das erste Blumenfest war gerade 

vorbei, als sich am 21. August 

1929 eine zweitägige „Blumen- 

und Gemüseausstellung mit 

Dahlienschau“ im katholischen 

Vereinsheim anschloss. 52 Aus-

steller waren hier vertreten und 

die Besucher staunten, was die 

Gärtner auf ihren sandigen Böden 

so alles hervorbrachten.

Im Februar 1930 wurde be-

reits durch einen Aufruf an alle 

Röthenbacher Vereine mitgeteilt, 

dass das Blumenfest in diesem 

Jahr noch prachtvoller gestaltet 

werden sollte, was auch gelang. 

Es beteiligten sich weitere Vereine 

mit Wagen, Marsch- und Musik-

gruppen.

Danach jedoch erlebte das noch 

junge Blumenfest gleich wieder 

eine Durststrecke. 1931 pachtete 

der Gartenbauverein Flora vom 

Staatsforst ein Wald- und Sumpf-

gelände an der Renzenhofer 

Straße für 104 Kleingärten. In mü-

hevoller Arbeit rodeten die Klein-

gärtner das gesamte Gelände und 

kultivierten es. Dies beanspruchte 

ihre ganze Zeit und Kraft, sodass 

sie sich in den Folgejahren auf die 

Dahlienschau beschränkten. Um-

züge erfolgten nur in kleinerem 

Rahmen. 


Auch die Machtergreifung durch 

die Nationalsozialisten warf düs-

tere Schatten auf das Fest. Gärt-

nereibesitzer Zimmermann war 

ein erbitterter Gegner der NSDAP. 

Er wurde daher von den neuen 

Machthabern als Flora-Vorsit-

zender abberufen, musste seine 

Gärtnerei verpachten und floh 

nach Schwaben. 1938 gab es den 

letzten Festzug vor dem 2. Welt-

krieg. Im Jahr 1948 fand dann ein 

„Waldfest“ statt, erst 1949 gab 

es wieder einen richtigen Umzug 

mit Beteiligung anderer Vereine. 

Vom Gemüse-Wagen bis zum Motiv mit 30000 Dahlien

Prachtvoller wurde der Zug dann 

mit der Stadterhebungsfeier im 

Jahr 1953, damals wurden be-

reits 20000 Dahlien verwendet. 

Allerdings fiel der Zug 1954 aus 

wegen Unstimmigkeiten zwischen 

Flora, Stadt und dem Verein 

„Selbsthilfe“. Bis 1960 endete 

der Zug am TSV-Sportplatz in der 

Bayernstraße, 1970 wurde die 

Kirchweih vom „Maifeld“ nördlich 

der heutigen Bahnhofstraße in 

den Pegnitzgrund verlegt und die 

Festzugsroute änderte sich ent-

sprechend.

Die Dahlien für den Festzug wur-

den bis 1971 von den städtischen 

Gärtnern im Pegnitzgrund ange-

pflanzt, später übernahm diese 

Aufgabe Landwirt Flechsel. 1973 

beispielsweise pflückte man im 

Pegnitzgrund sage und schreibe 

90000 Dahlien, 30000 kamen 

von einer Gärtnerei im Rheinland, 

25000 weitere von Gärtnereien in 

der Umgebung. In den Folgejah-

ren fiel die Dahlien-Blüte aber oft 

sehr unterschiedlich aus, gleich-

zeitig wurden die Motive immer 

größer. So kamen Anpflanzungen 

in Renzenhof hinzu und 1981 be-

zog man erstmals auch Dahlien-

Blüten aus dem holländischen 

Zundert, damals 230000 Stück.

1986 wurde die Kirchweih vom 

Pegnitzgrund an ihren heutigen 

Standort in der Breiten Straße 

verlegt. Ein Fiasko, von dem 

sich die Röthenbacher bis heute 

erzählen, erlebte das Blumenfest 

1991: Damals wurden statt der 

650000 bestellten Blumen aus 

Zundert nur 135000 geliefert, die 

Motive blieben zum Teil „nackt“. 

Die Folge war, dass man den Ver-

trag mit einem Zwischenhändler 

kündigte, seitdem kümmert sich 

das Vereinskartell selbst und 

direkt um die Blumenbestellung 

– bis heute mit Erfolg und ohne 

Pannen.

Text und Bilder entstammen zum 



großen Teil dem Buch „Röthenbach: 

Am Anfang waren die Mühlen am 

Bach“ von Leonhard Herbst.

Gärtnermeister Zimmermann, der 

Begründer des Blumenfestes, hoch 

zu Ross beim ersten Festzug 1929

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Verlags-Magazin zum Blumenfest der Stadt Röthenbach

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Verlags-Magazin zum Blumenfest der Stadt Röthenbach



Blumenfest 2015

Blumenfest 2015

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Röthenbach und Les Clayes-sous-Bois in Frankreich feiern heuer Partnerschaftsjubiläum



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Ein besonderes Jubiläum be-

geht Röthenbach in diesem 

Jahr: 50 Jahre Städtepart-

nerschaft mit Les Clayes-

sous-Bois im Südwes ten 

von Paris. Im Mai wurde dies 

bereits groß gefeiert. In den 

letzten Jahren hat sich das 

deutsch-französische Partner-

schaftskomitee regelmäßig mit ei-

ner ebenso bunten wie beliebten 

Marschgruppe am Blumenfest-

zug beteiligt, oft unterstützt 

durch eine Delegation aus Les 

Clayes. Und auch heuer wird 

das Komitee wieder vertreten 

sein, ebenso wie einige offizi-

elle Ehrengäste aus Frankreich. 

Ein Blick in die Chronik der Be-

ziehungen.

Die Partnerschaft geht auf 

Röthenbachs Altbürgermeister 

Hubert Munkert zurück, der sich 

Anfang der 60er-Jahre als SPD-

Stadtrat für eine Verbindung mit 

Frankreich stark machte – und 

damit zunächst nicht über-

all auf Gegenliebe 

stieß. Über die 

„Interna-

tionale 

Vereini-


gung der 

Bürgermeister“ nahm der dama-

lige Bürgermeister Karl Fischer 

1963 Kontakt mit den „Ami des 

Bois“ in Les Clayes auf, die mit 

Jugendlichen noch im gleichen 

Sommer ein Ferienlager in 

Röthenbach aufschlugen. 

Am 4. Juli 1964 stimmte schließ-

lich der Stadtrat von Les Clayes 

und am 12.8. der Stadtrat von 

Röthenbach für eine Partner-

schaft. Am 6. Dezember 1964 

wurde der Partnerschaftseid in 

Les Clayes-sous-Bois abgelegt, 

in Anwesenheit der damaligen 

Bürgermeister Fischer und Bou-

lay. Knapp zwei Monate später, 

am 7. Februar 1965, wurde die 

Partnerschaft offiziell in Röthen-

bach besiegelt. Wiederum zwei 

Monate später fand der erste 

sportliche Austausch statt: der 

USCV von Les Clayes empfing 25 

Fußballer des TSV Röthenbach 

zu einem Osterturnier.

„Die Neugier war auf beiden 

Seiten sehr groß. Für viele Ju-

gendliche war das Mitte der 

60er-Jahre die einzige Chance, 

mal aus Deutschland rauszukom-

men“, beschreibt Conny Kist, 

In manchen Jahren stellte das deutsch-französische Partnerschaftskomitee, 

unterstützt durch Gäste aus Les Clayes-sous-Bois, eine starke Marschgrup-

pe fürs Blumenfest.

Die „Nana“, in  

Anlehnung an die  

Figuren der Künstlerin 

Niki de Saint Phalle, 

war das bisher größte 

Blumenfest-Motiv 

des Partnerschafts-

komitees.

Sogar die Gallier beehrten das Blumenfest mit ihrer Anwesenheit.

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