Empfehlungen § 132 d,2 sgb V personelle Anforderungen


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Sana14.08.2018
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Probleme in der Versorgung



Empfehlungen § 132 d,2 SGB V

  • Personelle Anforderungen

    • Palliativmedizinische, -pflegerische und palliativ-psychosoziale Kompetenz bei allen Teammitgliedern, evtl. Übergangsregelung
  • Sächliche Anforderungen

    • ausschließlich SPAV Leistungen, eigene organisatorische Einheit
    • Bevorratung/ Verordnung von Arzneimitteln/Hilfsmitteln, einfache Laboruntersuchungen
  • Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Fortbildung

    • verbindliche Kommunikations- und Entscheidungsstruktur (vertragliche Regelungen)
    • Supervision
    • Überprüfung der Struktur, Prozess- und Ergebnisqualität
    • Vereinbarung von Datensätzen zur Evaluation
  • Maßstäbe für eine bedarfsgerechte Versorgung

    • einheitlich und gemeinsame Verträge mit den Leistungserbringern über alle Kassen
    • Entwicklung einer Formel um eine Versorgungsregion und den Versorgungsbedarf zu ermitteln


SAPV Versorgungsauftrag

    • individuelle Bedürfnisse und Wünsche des Patienten oder seiner vertrauten Person stehen im Mittelpunkt
    • Stabilisierung des häuslichen Umfeldes ist übergeordnete Qualitätsmerkmal, insbesondere Realisierung des Wunsches nach dem Verbleib im gewohnten häuslichen Umfeld
    • Grundlage Vertrag nach §132d SGB V
      • Koordination der Versorgung
      • additiv unterstützende Teilversorgung
      • vollständige Versorgung
    • ausreichend, zweckmäßig, Maß des Notwendigen nicht überschreiten und wirtschaftlich zu erbringen
    • Fokus liegt auf angemessener Versorgung i. S. der Krankenhausvermeidung


SAPV Versorgungsauftrag

    • PCT ist eigenständige Organisationseinheit aus ärztlicher, pflegerische und koordinatorische Kompetenz gebündelt
    • Erbringung der Gesamtleistung (Beratung, Koordination, additive Teil- und Vollversorgung) und budgetverantwortlicher Ansprechpartner für Vertragsabschlüsse, Überprüfbarkeit der Vertragsumsetzung, Kontierung sowie Qualitätssicherung
    • Festlegung der Organisationsform ist nachrangig/ sowohl gewählte Rechtsform als auch die örtliche Ansiedlung an bestehende Leistungserbringer (z.B. Kliniken, Hospize, Pflegedienste oder Arztpraxen) ist zunächst unerheblich
    • auf bestehenden Strukturen aufbauen, vorhandene Netzwerke nutzen




Palliativ Care Teams (PTC)

    • selbstständige Organisationseinheiten mit eigenständigem Versorgungsauftrag
    • interdisziplinäre Versorgungsstruktur, bestehend aus qualifizierten Ärzten und Pflegekräften
    • enge Vernetzung mit ambulanten Hospizdiensten
    • Kooperationsvereinbarungen mit an der Versorgung Beteiligter (Apotheken, Hospize etc.)


Personelle Anforderungen

  • PCT muss Versorgung sicherstellen

  • täglich rund um die Uhr telefonische Erreichbarkeit

    • für Patienten, Angehörige, an der Versorgung beteiligte und Rettungsdienst
    • ständige Verfügbarkeit eines Arztes oder einer Pflegefachkraft


Qualifikation Arzt

    • anerkannte Weiterbildung Palliativmedizin
    • mehrjährige Erfahrung in der ambulanten Palliativmedizin (häusliche Umgebung, Hospiz oder Klinik)
      • Bei der Kompetenz der Ärzte kommt es nicht darauf an, in welcher ärztlichen Funktion sie im übrigen tätig sind - ein Krankenhausarzt hat gleiche Kompetenzen zur Verordnung von Arzneimitteln, wie ein Vertragsarzt


Qualifikation Pflegefachkraft

    • Ausbildung Gesundheits-/ Krankenpflege/ Kinder- / Altenpflege
    • Palliativ-Care-Weiterbildung
    • mehrjährige Berufserfahrung Pflegefachkraft


Qualifikation weitere Teammitglieder

  • werden Sozialarbeiter, -pädagogen, Psychologen u.a. hinzugezogen, sind Weiterbildungen in Palliativ Care oder hinreichende berufliche Erfahrungen notwendig



sächliche Ausstattung

  • Patentendokumentation

    • jederzeit für die an der Versorgung beteiligten zugänglich
  • Mobilität zur zeitnahen Versorgung

  • Arznei- und Hilfmittel zur Krisenintervention/ Notfall (Bereitschaftstasche)

  • administrative Infrastruktur

  • Adresse/ Räumlichkeiten für Patienberatung, Teambesprechungen. Medikamentenlager



Qualitätssicherung

  • internes Qualitätsmanagement/ externe Qualitätssicherung, Fortbildungen, Netzwerk

  • netzwerkkompatibles Dokumentationssystem für bundesweite Evaluation (auch zur Vorlage für Krankenkassen)

  • Supervision, regelmäßige multiprofessionelle Fallbesprechungen, sektorübergreifende Qualitätszirkel

  • individueller Behandlungsplan ist mit an der Versorgung Beteiligter abzustimmen



Exkurs Pilot Saarland: Zuweisungen



Pilot Saarland: Diagnosen



Pilot Saarland: Sterbeorte



Auswirkungen - Richtlinie SAPV

  • Eine Zusammenarbeit funktioniert nur

    • wenn die Zusammenarbeit vertraglich verbindlich geregelt ist und klare Kommunikations- und Entscheidungsstrukturen existieren
    • wenn jeder an der Versorgung beteiligte Leistungserbringer seine durch die SAPV bedingten „Mehrleistungen“ auch honoriert bekommt



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