„Erprobungen im Prozess Notwendiger Wandel“ Ein Lernprojekt der Evangelischen Landeskirche in Württemberg im Feld Gemeindeentwicklung


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Sana10.01.2019
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„Erprobungen im Prozess Notwendiger Wandel“


Ziele des Prozesses „Notw. Wandel“

  • Kirchengemeinden und Mitarbeiter/innen in Ver-änderungs- und Entwicklungsprozessen stärken

  • Anregungen zur Gestaltung des kirchlichen Auf-trags vor Ort vermitteln (Wissenstransfer)

  • im Zusammenspiel zwischen den verschiedenen landeskirchlichen Ebenen Lernprozesse „Gemeindeentwicklung“ ermöglichen

  • Differenzierung und Integration / Profilierung und Kooperation fördern



Vier Leitimpulse „Notwendiger Wandel“

  • Leitendes Bild:

  • 1. Gemeinde als Leib Christi

  • Leitworte für Entwicklung von Gemeinde und Ämtern:

  • 2. Delegation/Koordination: Gemeindeleitung

  • 3. Kooperation: Qualitätssicherung und Arbeits-vereinfachung

  • 4. Konzentration: Arbeitsentlastung und Profi-lierung der Ämter



Notw. Wandel als landes-kirchenweiter Klärungs- und Gestaltungsprozeß

  • A) Weiterentwicklung der Leitimpulse in Sprengelarbeitskreisen, Tagungen, Gemein-de- und Bezirksgremien, in Einrichtungen und Werken

  • B) Erprobung neuer Schritte und Wege auf allen Ebenen

  • C) Auswertung im Blick auf Konzeption; Multiplikation der Erprobungserfahrungen



Welches Bild von Gemeinde (1) ?

  • Leitendes Bild: Gemeinde als Leib Christi:

  • Kirche ist Gemeinschaft der Verschiedenen.

  • Alle Gem.glieder sind vom Geist Gottes begabt.

  • Alle Glieder sind aufeinander angewiesen und bilden gemeinsam Christi Leib auf Erden.

  • Leitung ist nicht Herrschaft, sondern primär Wahrnehmungs- und Koordinationsaufgabe.

  • entsprechend: Gemeinschaft der Gemeinden



Welches Bild von Gemeinde (2) ?

  • Drei Leitimpulse „Notw. Wandel“:

  • Konzentration: Schwerpunktsetzung, Profilierung: => Differenzierung

  • Kooperation: Zusammenarbeit im verbin-denden geistlichen Leib: => Integration

  • Koordination: Förderung der Gaben und der Begabten: => Leitung



Welches Bild von Gemeinde (3) ?

  • Grundstruktur von Kirche bleibt auf Wohnort und Gottesdienst bezogen.

  • Benachbarte Kirchengemeinden vereinbaren arbeitsteilig Schwerpunkte.

  • Gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit: „Wir sind in aller Verschiedenheit gemeinsam Kirche Jesu Christi!“

  • Subsidiär ergänzende Angebote auf Kirchenbezirks und landeskirchlicher Ebene.

  • Vision: Im Nahbereich „Kirchenbezirk“ koordiniertes kirchliches Gesamtangebot für alle „Milieus“.



... zur Beteiligungskirche! Von der Obrigkeitskirche...

  • Gott

  • König

  • Prälat

  • Dekan

  • Pfarrer

  • Gemeindeglieder



... zur Leib-Christi Kirche Von der pfarrerzentr. Kirche...

  • Pfarrer als Hirte der Gemeinde

  • Gemeinde

  • ist, wo

  • das Evangelium richtig verkündet und die Sakramente richtig verwaltet werden (Conf.Augustana 5)





Entwicklung Pfarrer/innenbild (1)

  • Notwendiger Wandel:

  • Leitendes Bild Leib Christi relativiert hervor-gehobene Stellung des Pfarrdiensts

  • Stärkung der geistlich-theologi-schen Identität durch Konzentration auf Verkündigung - Seelsorge - RU - Förderung ea. Mitarbeit

  • Entlastung des Pfarramtes von Verwaltung/ Geschäftsführungsaufgaben

  • Kooperation und Delegation/Koordination erfordern erweiterte Leitungskompetenz



Entwicklung Pfarrer/innenbild (2)

  • „Personalentwicklung“ und Projekt „Wirtschaftliches Handeln“:

  • Pfarrdienst als einziges flächendeckendes Hauptamtlichennetz muß PE und PWH-Werkzeuge anwenden

  • In welcher Qualität und welchem Umfang beteiligt sich das Pfarramt zukünftig an der Leitung der Gemeinde?



„Neues wächst!“ (2. Zwischenbericht aus dem Prozess NW, März 2001)

  • Gemeindeentwicklung und Entwicklung von Haupt- und Ehrenamt:

  • Kp.1: Leitende Bilder

  • Kp. 2: Schlüsselthema Kirchenbild

  • Kp. 3: Konzentration (Profilierung, Schwerpunktsetzung)

  • Kp. 4: Kooperation

  • Kp. 5: Koordination (Förderung Ehrenamt)

  • Kp. 6: Schlüsselthema Leitung



Schlüsselkompetenz „Leitung“



Die fünf Fäden des Wandels:

  • 1. Ehrenamt fördern - Zusammenarbeit Ehren-

  • amt - Hauptamt gestalten

  • 2. Berufsprofile klären, Zuständigkeiten ordnen

  • 3. In Gemeinde und Bezirk Identität stärken und Profil entwickeln; Erarbeitung von Schwerpunkten und Zielen

  • 4. Zusammenarbeit zwischen Gemeinden verbindlich gestalten

  • 5. Gemeinsam leiten - Entwicklung verantworten





Erprobungen und Pilotprojekte





Wo wächst Neues?





Ehrenamt fördern - Zusammenarbeit Hauptamt - Ehrenamt gestalten!

  • Leitbild JW Reutlingen

  • Minigem. Ochsenwang

  • Botnang: Mitarbeiter-gespräche für Ehrenamtliche

  • EA-Büro WN-Korber Höhe











Faden 2 und Faden 5: „Gemeindebüro der Zukunft (1):“

  • Gemeinsames Gemeindebüro mehrere KiGe-meinden (Bernhausen, Tuttlingen, Kirchberg/J)

  • Kirchenpflege und Sekretariat koordiniert in einem Raum (Denkendorf)

  • Kirchenpflege und Sekretariat in einer Person

  • Gemeindebüro für Ehrenamtliche (Stetten/R, Grüntal)

  • Ehrenamtsbüro (WN-Korber Höhe)



Faden 2 und Faden 5: „Gemeindebüro der Zukunft (2):“

  • Kommunikationszentrale der Gemeinde

  • statt Vorzimmer des Amtszimmers des Pfarrers!

  • Größere Räume! Separater Eingang zur Pfarrwohnung! Eventuell im Gemeindehaus!

  • Finanzierung?

  • im KBA Sekretariatsstellen nicht zusammenstreichen, sondern Erarbeitung von Konzeptionen anregen!



Faden 4: Verbindliche Kooperation zwischen benachbarten Gemeinden:

  • Entwicklung und Wachsen ermöglichen.

  • Ordnung folgt dem Leben.

  • 1. Projektzusammenarbeit

  • 2. Gemeinde(ver)bund

  • (kirchenrechtl. Vereinbarung oder Verbandsgründung)

  • 3. Gesamtkirchengemeinde

  • 4. Fusion











Distrikt Reutlingen Nord

  • verbindliche Zusammenarbeit im Distrikt

  • Distriktsgeschäftsordnung

  • gegenseitige Entlastung durch Schwerpunkt-absprache und Kooperation

  • Umsetzung der Stellenkürzung von 700% auf 675% für 7 Gemeinden



LEP GesKiGem Möhringen

  • Entwicklung Leitbild:

  • gemeinsame Ziele und Schwerpunktabsprache

  • Vernetzung der Arbeitsbereiche

  • Klärung und Vereinfachung interner Abläufe

  • „corporate identity“ und verbesserte Außenkommunikation/Öffentlichkeitsarbeit



LEP Ochsenwang

  • Minigemeinde mit 300 Gem.gliedern

  • Pfarramt im 15 Automin. entfernten. Nachbarort

  • Gemeinde will selbständig sein

  • Profil der Kirchengemeinde im Dorf

  • ehrenamtsfreundliche Organisationsstrukturen

  • Kooperation im Distrikt

  • Angebote für Ausflügler



LEP Leitbild KiBez Brackenheim

  • Profilierung und Schwerpunktsetzung der Ebene Kirchenbezirk

  • Förderung des größeren Horizontes

  • Verbesserung der Kooperation zwischen Bezirksdiensten und Kirchengemeinden

  • Projektgruppe

  • Zukunftswerkstatt

  • Bezirkszeitung



Leitbild Ki.bezirk Vaihingen/Enz

  • KBA beauftragt AG mit Vertreter/innen der Bezirkseinrichtungen, des KBA und der Ki.gemeinden

  • breit angelegte Bestandsaufnahme

  • Bedarfsanalyse

  • Leitsätze für den Kirchenbezirk: Profil und Schwerpunkte

  • Kommunikation nach innen und außen!



Gemeindeentwicklungsprozess

  • Projektziel. Projektplan. Kontrakte.

  • Analyse Umfeld, Strukturen und Kräfte

  • Zukunftswerkstatt, Visionsarbeit, Leitbild

  • Zielevereinbarung und Maßnahmenplanung

  • Einbau von Controlling-Ebenen (regelm. Auswertungen, Feedbackschleifen)

  • i.d.R. mit Unterstützung eines Gemeinde-beratungsteams



Projektabschluss Erprobungen NW bis Sommer 2003

  • Gemeindeentwicklungskongress (GEKo)

  • Reihe „Praxisimpulse Notwendiger Wandel“

  • www. Notwendiger-wandel.de

  • Direktkontakte bei Pfarrkonventen, Bez.synoden

  • Austausch mit Fortbildnern und Kreisbildungs-werken

  • Erprobungen auf Bezirksebene anregen



Auswertungsbündel/Praxisberichte bezogen auf die „fünf Fäden des Wandels“:

  • PI 1: Leitfaden verbindliche Zusammenarbeit

  • PI 2: Gemeindebüro der Zukunft

  • Mitarbeitergespräche und Mitarb.-konvent

  • In Kirchengemeinden mit Leitbildern, Zielen und Schwerpunkten arbeiten

  • Effektiv arbeiten im Kirchengemeinderat

  • Ehrenamtsförderung durch den Kirchenbezirk

  • ...



Gemeindeentwicklungskongress 7. - 9.2.2003 in Böblingen

  • Veröffentlichung der Erprobungserfahrungen

  • 1000 Teilnehmende, KGR, Haupt- und Ehrenamtliche

  • Form des KGR-Wochenendes. Motivation für neue Sitzungsperiode

  • Minikirchentag zu Gemeindeentwicklungsthemen

  • Gesamtbild der gemeindebezogenen Veränderungs-projekte (Wirtschaftliches Handeln, Visitation, Personalentwicklung...)





Entwicklung des Kirchenbezirks

  • Impulse aus dem Prozess Notwendiger Wandel







Entwicklungskonzepte

  • Leitbildarbeit Brackenheim

  • Bezirksentwicklungs-AG Vaihingen/Enz

  • Neuordnung der Bezirksaufgaben im Kirchenbezirk Backnang

  • Bezirksentwicklung in Geislingen

  • Stärkung der Distriktsebene im Kirchenbezirk Heilbronn



Koordinierte Zusammenarbeit ermöglicht ein breiteres Angebot.



Vision Kirchenbezirk:

  • Durch Zusammenarbeit und Schwerpunkt-setzung entsteht im Kirchenbezirk ein kirchliches Gesamtangebot,

  • dass Männern und Frauen

  • aller Altersgruppen

  • und aus allen Milieus

  • ein jeweils für sie leicht zugängliches Tor zur Gemeinschaft im Namen Jesu Christi öffnet.



Beispiel Kirchenmusik:



Erarbeitung gemeinsamer Grundstandards im Bezirk

  • Entlastung durch Übernahme gemeinsamer Grundbausteine

  • Verdeutlichung des evangelischen Profils

  • Wiedererkennbarkeit

  • Standards regulieren Konflikte

  • gemeinsame Beschaffung spart Arbeit und Geld

  • Filialbewusstsein statt freiem Künstlertum



Beispiel Öffentlichkeitsarbeit:

  • Gemeinsamer Bezirksrahmen – gemeindespezifische Ausgestaltung

  • Bezirkslogo, Einrichtungslogos und Gemeinde-logos werden aufeinander abgestimmt

  • Briefpapiere u. –formate in derselben Grundform

  • einheitliche Leitsysteme in allen kirchlichen Gebäuden

  • Gemeindebriefe mit Bezirks- und Distriktseiten

  • gemeinsamer Internetauftritt in landeskirchlichem Rahmen

  • gemeinsame Standards für Begrüßungsbriefe Neuzugezogene und Kasualbriefe



Kirche gestalten

  • Projekte als Beitrag zur Organisationsentwicklung in der württembergischen Landeskirche









Gemeinsamer Kern der Projekte: Zielorientierter Steuerungskreislauf

  • 1. Eine Kirchengemeinde verdeutlicht sich ihre Ziele - auftragsorientiert und kontextbezogen.

  • 2. Sie setzt entsprechend ihren Zielen ihre Mittel ein.

  • 3. Sie überprüft, ob und inwieweit die eingesetz-ten Mittel sie den Zielen näher gebracht haben.

  • 4. Sie schreibt ihre Ziele fort.

  • ...wohlwissend: nicht alles läßt sich über Ziele steuern.



Leitung in der evangelischen Kirche

  • 1. Zunächst: sich leiten lassen im Hören auf das Wort und in der Bitte um den Geist, der sich im Wort ausspricht;

  • - im Gespräch unter den Schwestern und Brüdern

  • - im Schauen von der Bibel aus in die Welt und zu den Menschen

  • 2. konkretes gemeinsam verantwortetes Handeln verein-baren (Ziele vereinbaren, Umsetzung planen)

  • 3. in der Liebe handeln, das Gerechte tun, das Evangelium bezeugen mit Herzen, Mund und Händen











Implementierung der Projekte:

  • NW: ProjSt endet nach dem GEKo. Weiterarbeit StGr bis 2005. Implementierung der Leitimpulse und der Projekterfahrungen in die Gemeindeentwicklung: Visitation, Gemeindeberatung, Aus-, Fort-, Weiterbildung, Sprengel-AK, Rechtssetzung u. -beratung

  • Visitation: Neuordnung soll 2002 erprobt/eingeführt werden.

  • PE: flächendeckende Einführung ab 2003

  • WH: Umstellung auf zielorientierten HhPl ab 2004

  • Umweltaudit: schrittweise flächendeckende Einführung geplant

  • ___________________________________

  • Koordinierte Einführungsphasen, jeweils mit TrainerInnen und BeraterInnen auf Kirchenbezirks- und landesk. Ebene










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