Gemeinde St. Georgen im Lavanttal


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Festschrift

Gemeinde St. Georgen im Lavanttal

1991 – 2011



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St. Georgen 1991/2011

Manfred Probst

IMPRESSUM

Herausgeber 

|

 Gemeinde St. Georgen im Lavanttal



Text 

|

 Mag.



 

Julia Wolte

Layout 

|

 Dom Agentur Maria Saal



Druck 

|

 Carinthian Druck Beteiligungs-GmbH



August 2011

St.GeorGen/Lav.

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20  Jahre  sind  ins  Land  gezogen,  seit  unser 

St.  Georgen  nach  der  Eingemeindung  1972  zu  St. 

Paul wieder eine selbstständige Gemeinde mit eigener 

Verwaltung  geworden  ist.  Groß  war  die  Freude  bei 

all  jenen,  die  gegen  die  Eingemeindung  vergebens 

gekämpft haben, und auch bei jenen, die sich 1990 

für  die  Wiederverselbstständigung  tatkräftig  einge-

setzt haben. Ihnen gebührt mein aufrichtiger Dank.

20 Jahre lang habe ich schon die große Ehre, dieser lebens-

werten Kommune und Ihren Bürgerinnen und Bürgern als 

erster direkt gewählter Bürgermeister vorzustehen.

Es hat sich zweifellos viel getan und viel zum Positiven 

verändert in diesen zwei Jahrzehnten. Dies erachte ich als 

einen guten und wichtigen Grund, dieses Ereignis festlich 

und würdig zu begehen. Zunächst mit dieser historischen 

Festschrift, die ich allen Bürgerinnen und Bürgern unserer 

Gemeinde widme, und mit einer gemeinsamen Festver-

anstaltung im Rahmen des St. Georgener Kirchtags, der 

mit  unserer  Vereinsgemeinschaft  zusammen  zum  40. 

Male  abgehalten  wird.  In  diese  vergangenen  20  Jahre 

fallen viele für unsere Gemeinde wichtige Projektumsetz-

ungen – diese werden alle später erwähnt. Es fallen aber 

auch für uns alle bedeutsame, geschichtliche – ja zum 

Teil weltgeschichtliche – Ereignisse in diese vergangenen 

zwei Jahrzehnte.

1990/1991 11 ehemalige Altgemeinden nach Volksent-

scheid wieder eigenständig. Im Lavanttal: St. Georgen ab 

1.1.1991 und Frantschach-St. Gertraud ab 1.1.1997.

1991  im Jänner entfacht der Golfkrieg

1991  im Juni beginnt nach Schüssen an der Grenze  

 

die Jugoslawienkrise und unser heutiger Nach-



 

barstaat  Slowenien  entsteht.  Der  Ostblock  zer-

 

fällt und nach dem Fall der Berliner Mauer am 



 

09.11.1989 wird Deutschland wiedervereint.



1995  Österreich  tritt  nach  einer  Volksabstimmung

 

der Europäischen Union bei.



2000  Die Jahrtausendwende – das Millenium

2001  am 11.09.2001 – Attentat mit Flugzeugen auf

  

das World Trade Center in New York



2002  Einführung des Euro als Zahlungsmittel

2004  26.12.2004  das  größte  Seebeben  (Tsunami 

 

im  Indischen  Ozean)  fordert  über  250.000



 

Menschenleben.

Insgesamt hat sich viel geändert, so auch bei uns in 

St.  Georgen  nach  der  Rückgemeindung.  Im  Mittel-

punkt stand neben dem Ausbau der Infrastruktur vor 

allem, aus St. Georgen eine moderne Wohngemeinde 

zu gestalten. Denn für große Betriebsansiedelungen 

können wir keine Standortvoraussetzungen bieten. Es 

ist uns jedoch gelungen, durch gezielten Wohnbau und 

Siedlungserrichtungen, jungen Menschen Wohnraum 

zu bieten, ergänzt durch gezielte Ganztagsbetreuung 

für  Kinder  vom  2.  bis  zum  14.  Lebensjahr.  Somit 

haben  wir  fast  keinen  Bevölkerungsrückgang  zu 

verzeichnen. Aktuell sind bei uns 2.175 Personen mit 

Haupt- und Nebenwohnsitz gemeldet.

Visionen für die Zukunft

Für  die  Zukunft  ist  jedoch  viel  zu  tun.  Großpro-

jekte  wie  der  Bau  des  Koralmtunnels,  der  geplante 

Windpark auf der Koralm (Bereich Krennkogel) oder 

ein  geplantes  Almhüttendorf  bieten  für  St.  Georgen 

große wirtschaftliche Möglichkeiten.

Mit  Augenmaß,  überschaubaren  Projekten  und 

gemeinsamen  Entscheidungen  wird  uns  dies 

gelingen  –  davon  bin  ich  überzeugt.  Das  bisher 

Erreichte  erhalten,  das  Geplante  umsetzen  und  die 

Zukunftschancen nutzen – das sind meine Ziele für 

die nächsten Jahre.

Ich  möchte  aber  auch  allen  Wegbegleitern  in  der 

Gemeinde, dem Gemeindevorstand und Gemeinde-

rat, vor allem aber den Bürgerinnen und Bürgern, den 

Vereinen, allen Unternehmern und Steuerzahlern für 

das gute Zusammenwirken aufrichtig danken.

Gehen  wir  zuversichtlich  in  die  Zukunft,  wir  haben 

dafür gute Voraussetzungen geschaffen.

Ein herzliches „Glück auf“

Ihr 

Karl Markut

Rückblick auf 20 Jahre

St. Georgen im Lavanttal 

Karl Markut

Bürgermeister

St. Georgen/Lav.


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Ich  komme  der  Einladung  der  Gemeindeführung 

von St. Georgen sehr gerne nach, zum 20-jährigen 

Bestehen  dieser  Gemeinde  meine  Grußworte  zu 

schreiben.

Es ist eine interessante Aufgabe, einen Rückblick zu 

geben, insbesondere dann, wenn man in dieser Zeit, 

in der diese Gemeinde noch Teil der Großgemeinde 

St. Paul war und ihre eigene Selbstständigkeit ange-

strebt  hat,  selbst  mit  Entscheidungsträger  war.  In 

dieser Phase war es für uns, die wir in der Gemein-

devertretung Funktionen inne hatten, ungewiss, wie 

sich die Gemeinde St. Georgen außerhalb der Groß-

gemeinde  St.  Paul  dann  entwickeln  würde,  wie  die 

finanzielle Situation sein würde und wie die strukturelle 

Weiterentwicklung meines St. Georgen sein würde.

Heute  –  nach  20  Jahren  –  kann  man  rückblickend 

einige  wesentliche  Dinge  feststellen.  Ich  glaube, 

das Wesentliche, das diese Gemeinde St. Georgen 

geprägt  hat,  war  der  feste  Wille  der  Bevölkerung 

einen  eigenen  Verwaltungskörper  zu  haben,  eine 

eigene  Gemeinde  zu  sein.  Im  Besonderen  hat  das 

Vereinsleben  und  die  kulturelle  Gemeinschaft  ein 

Klima geschaffen, in dem von der Gesellschaft und 

der Bevölkerung das Bedürfnis entstanden ist, dieser 

Gemeinde  auch  wohlwollend  und  begleitend  zur 

Seite zu stehen.

Eine gute Entwicklung hat sich vollzogen und heute 

kann  sich  die  Gemeinde  St.  Georgen  als  eine  der 

Beispielgemeinden im Lande Kärnten bezeichnen. In 

meiner  Funktion  als  Präsident  der  Landwirtschafts-

kammer habe ich viele Gemeinden besucht, ich war 

in  fast  allen  Gemeinden  unseres  Landes  Kärnten 

unterwegs und  habe hier Vergleiche ziehen können. 

Es gibt hier einige Besonderheiten, die die Gemeinde 

St.  Georgen  auszeichnet:  die  gesellschaftliche 

Situation,  das  Vereinsleben,  ein  gutes  und  wirklich 

produktives Miteinander der Bevölkerung, aber auch 

die  Gemeindeführung.  Die  Gemeinde  St.  Georgen 

ist eine ländliche Gemeinde, die auch stark bäuerlich 

geprägt ist und über ein großes, ländliches Wegenetz 

verfügt. Dies ist eine Auszeichnung der Gemeinde St. 

Georgen,  dass  der  Ausbau  und  die  Erhaltung  des 

ländlichen Wegenetzes hier immer wieder in großzü-

giger Weise von der Gemeindeführung übernommen 

wurde, wo in anderen Regionen Kärntens die Bauern 

sehr viel an Eigenleistung zu erbringen haben.

Darüber  hinaus  ist  es  aber  auch  so,  dass  die  Ge- 

meinde  St.  Georgen  eine  Gemeinde  geworden  ist, 

zu  der  sich  die  Menschen  hingezogen  fühlen.  Viele 

Gemeindebürger,  die  heute  in  St.  Georgen  leben, 

sind auch zugezogen oder haben es Wert gefunden, 

in ihrer Heimatgemeinde zu bleiben. In Summe darf 

ich  wirklich  –  auch  als  bäuerlicher  Funktionär  und 

als  ehemaliger  Präsident  der  Landwirtschaftskam-

mer – der Gemeindevertretung danke sagen für das 

ständige Bemühen um den ländlichen Raum und hier 

im  Besonderen  auch  dem  Bürgermeister,  der  sich 

hier Verdienste erworben hat. Er versucht immer, in 

diesem ländlichen Raum Akzente zu setzen, wo eben 

auch  die  einzelnen  Gesellschaftsgruppen  nicht  nur 

nebeneinander, sondern im Besonderen miteinander 

gut kooperieren und ein Klima der positiven Entwick-

lung geschaffen haben. Diese damaligen Bemühun-

gen,  eine  selbstständige  Gemeinde  zu  werden,  hat 

positive Früchte getragen.

In  Summe  kann  ich  der  Gemeinde  St.  Georgen 

herzlich  zu  dieser  Entwicklung  gratulieren  und  darf 

abschließend festhalten, dass ich mich als Bürger der 

Gemeinde auch persönlich stolz fühle, hier wohnen 

zu können, hier zu Hause zu sein und hier eine gute 

politische Verwaltung vorfinden zu können.

Ein Glück auf weiterhin der Gemeinde St. Georgen,

Ihr 


Walfried Wutscher

ehem. LWK-Präsident

Inhaber der Ehrenurkunde

Walfried Wutscher


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Seit  September  2007  habe  ich  die  Freude,  in  der 

Pfarrgemeinde St. Georgen im Lavanttal als Pfarrer 

wirken zu können. Schon in dieser kurzen Zeit habe 

ich die Gemeinde zu lieben und zu schätzen gelernt. 

Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde funktioniert 

klaglos und wirklich gut. Ich habe in dieser Zeit die 

umgängliche  und  offene  Art  der  Menschen  hier 

erfahren dürfen. 

Es ist auch gelungen, die Pfarrkirche im Inneren auf 

Hochglanz zu restaurieren und zum Teil neu einzurich-

ten;  gegenwärtig  wird  die  Filialkirche  in  Andersdorf 

außen restauriert. Neben der Volksschule wird eifrig 

gebaut, um vor allem für die Jugend und die Trach-

tenkapelle neue Räume zu schaffen, die schon sehr 

bald fertig sein werden. Im Bereich des Fußballplat-

zes entstand schon vor längerer Zeit ein lauschiger 

und  ansprechender  Bereich,  der  gerne  aufgesucht 

wird. Auch die ältere Generation wird gewürdigt und 

es werden seniorengerechte Wohnungen gebaut.

So wird in der Gemeinde St. Georgen für die Bedürf-

nisse von Seele und Leib gesorgt. Wenn sich etwas 

rührt, so ist das zweifellos ein sehr positives Zeichen 

dafür, dass sich in der Gemeinde etwas tut. 

In  diesem  Sinne  wünsche  ich  der  Gemeinde  St. 

Georgen,  die  vor  zwanzig  Jahren  neu  gegründet 

wurde, weiterhin eine positive Entwicklung, viel Leben 

im innerlich-seelischen, aber auch im rein menschli-

chen Bereich, viel Freude und vor allem den Segen 

Gottes, der gerne bei jenen ist, die für ihn offen sind. 

Mit  Freud’  und  Leid  der  Gemeinde  St.  Georgen 

herzlich verbunden 

Euer Pfarrer 



Abt Dr. Heinrich Ferenczy OSB 

Abt Dr. Heinrich Ferenczy OSB 

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Die  Wiedererlangung  der  

Selbstständigkeit unserer Ge- 

meinde war unseren Bürgerin-

nen  und  Bürgern  ein  großes 

Anliegen,  im  Besonderen 

meiner  Familie  und  meines 

Vaters,  der  viele  Jahre  als 

Bürgermeister  die  Geschicke 

der Gemeinde St.Georgen im 

Lavanttal leitete.

Mit  außerordentlichen,  finanziellen  Mitteln,  die  der 

Gemeinde in der Anfangszeit zur Verfügung standen, 

begann  ein  erfreulicher  Aufschwung.  Ich  blicke  mit 

viel  Freude  zurück  und  bin  stolz  darauf,  dass  ich 

als  Gemeindemandatar  an  den  vielen  wichtigen 

Entscheidungen, die eine positive Entwicklung zum 

Wohle unserer Gemeinde zur Folge hatten, mitwirken 

durfte. 

Mein  Wunsch  für  die  Zukunft  ist,  dass  es  unserer 

Gemeindevertretung gelingt, im Sinne der letzten 20 

Jahre weiterhin erfolgreich für die Bevölkerung tätig 

zu sein. St. Georgen ist eine Gemeinde, in der man 

gerne wohnt und lebt. 

Allen  St.  Georgenerinnen  und  St.  Georgenern 

wünsche ich weiterhin alles Gute!



Rudolf Pucher

Vzbgm. a.D.

Obwohl  sich  in  einer  Bürger-

versammlung  im  Gasthaus 

Pauliwirt  100%  der  Anwe-

senden  für  einen  Erhalt  der 

Gemeinde  St.  Georgen  aus-

sprachen,  wurde  1971  von 

oben  herab  ein  Zusammen-

schluss  der  Gemeinden  St. 

Paul,  St.  Georgen  und  Gra-

nitztal  verordnet.  Sofort  nach 

Bekanntwerden dieser Tatsache versammelten sich 

die Obmänner der örtlichen Vereine, um Maßnahmen 

zur Erhaltung der Identität von St. Georgen zu treffen. 

Man  beschloss  die  Gründung  der  „Vereinsgemein-

schaft  St.  Georgen“.  In  der  letzten  Sitzung  des 

Gemeinderates  St.  Georgen  vor  seiner  Auflösung 

beschloss  dieser  einstimmig,  der  neu  gegründeten 

Gemeinschaft ein Grundstück auf der so genannten 

Taferntliegenschaft  zum  Bau  einer  Heimstätte  zu 

überlassen.  In  freiwilligen  Arbeitsleistungen  aller 

Vereine,  ohne  öffentliche  Unterstützung,  errichtete 

die  Gemeinschaft  einen  Festplatz,  der  künftig  allen 

Vereinen  des  Dorfes  für  Veranstaltungen  jeder  Art 

zur Verfügung stand und steht. Mit vielen kulturellen 

Veranstaltungen  trug  und  trägt  die  Vereinsgemein-

schaft  zur  Erhaltung  der  örtlichen  Identität  bei.  Als 

langjähriger Obmann der Vereinsgemeinschaft sowie 

als Gemeindevorstand – sowohl der Altgemeinde St. 

Georgen wie der Marktgemeinde St. Paul – konnte 

ich  einen  kleinen  Anteil  am  Wiedererstehen  der 

Gemeinde leisten.

Im Rahmen der Bewusstseinsbildung für ein eigen-

ständiges St. Georgen wurde von der Vereinsgemein-

schaft der 15. August  zum St. Georgener Kirchtag 

erklärt und wird jedes Jahr gebührend gefeiert. Dass 

die  neu  erstandene  Gemeinde  ihr  zwanzigjähriges 

Jubiläum  gerade  an  diesem  Tag  feiert,  freut  mich 

besonders.

Zur Feier des Tages wünsche ich allen Bürgerinnen 

und Bürgern der Gemeinde und ihrem rührigen Bgm. 

Karl Markut alles Gute für die Zukunft. 

Thomas Wagner

Ausgezeichnet:  

Inhaber der Ehrenurkunde


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Als  damaliger  Bürgermeister 

der  Großgemeinde  St.  Paul 

(St.  Paul,  St.  Georgen  und 

Granitztal)  erkannte  ich  sehr 

früh,  dass  die  von  der  Lan-

despolitik verordnete Gemein-

dezusammenlegung nicht den 

erwarteten  Erfolg  bringt  und 

nicht  den  Bedürfnissen  und 

Wünschen der Menschen ent-

spricht. So war ich sehr froh, dass ich in den Jahren 

1990/91 wesentlich an der raschen und reibungslo-

sen  Rückgemeindung  und  Verselbstständigung  der 

ursprünglichen  Gemeinde  St.  Georgen  mitwirken 

konnte.

Ich  wünsche  dem  jubilierenden  Gemeinwesen 



weiterhin viel Erfolg und den Menschen ein friedvolles 

Zusammenleben.



Ignaz Lernbaß

StR., Bgm. a. D.

Eine  Gemeinde  feiert  ihre 

20-jährige  „Wiedergeburt“  – 

ein  Anlass,  eine  Festschrift 

zu  schreiben  und  zu  doku-

mentieren,  wie  alles  begann. 

Mit Ende des 20. und Beginn 

des  21.  Jahrhundert  gerät 

oft  manches  in  unserer  so 

überaus schnelllebigen Zeit in 

Vergessenheit. 

Aus dem kleinen Dörfchen St. Georgen ist das „Dorf 

im  Paradies“  geworden.  Möge  diese  Festschrift 

eine Hilfe dafür sein, Altes, Traditionelles und schon 

beinahe  Vergessenes  unserer  engsten  Heimat  zu 

bewahren  und  die  Leistungen  der  Gegenwart  zu 

würdigen.

Ich  wünsche  unserer  Gemeinde  für  die  weitere 

Zukunft viel Erfolg! 



Ernst Mack

OSR., Direktor i.R.

Es ist mir in sehr guter Erinne-

rung,  als  im  Jahre  1971  Ge- 

spräche  und  Berichte  über 

eine  Zusammenlegung  von 

Kärntner  Gemeinden  die 

Runde machten.

Wir alle mussten zur Kenntnis 

nehmen,  dass  diese  Zusam-

menlegungen  auch  reali-

siert  und  die  Gemeinde  St. 

Georgen in die Gemeinde St. Paul integriert wurde.

Als  es  vor  20  Jahren  wieder  zur  Rückgemeindung 

unserer  Gemeinde  kam,  begann  eine  positive  Ent-

wicklung in St. Georgen, die uns alle mit Stolz erfüllt.  

Als  langjähriger  Kommandant  der  FF  und  als  Zivil-

schutzbeauftragter, sowie als Obmann der Vereins-

gemeinschaft  war  und  bin  ich  heute  noch  immer 

gerne bereit, meinen Teil dazu beizutragen.

Ich wünsche der Gemeinde St. Georgen und ihren 

Einwohnern weiterhin alles Gute für die Zukunft.



Gottfried Pucher 

FF-Ehrenkommandant



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Das Lavanttal wurde schon sehr früh besiedelt, wie 

Funde  aus  der  Bronze-  und  Römerzeit  belegen. 

Besonders einmalig ist der antike Marmorsteinbruch 

„Spitzelofen“  am  oberen  Steinberg  in  900  Meter 

Seehöhe,  der  sich  wahrscheinlich  bis  zum  4.  Jahr-

hundert  in  römischem  Besitz  befand.  St.  Georgen 

selbst erschien erst 1850 als eigene Gemeinde und 

entstand aus den Ortsgemeinden Steinberg, Herzog-

berg und Paierdorf.



Historischer Rückblick

Am 1. Mai 1091 wurde der heutige Ortsteil Anders-

dorf  erstmals  urkundlich  erwähnt:  „Antreychsdorff“, 

oder auch „Enterichsdorf“, ein fürstlicher Hofstall der 

Grafen  von  Spanheim.  Später  wurde  der  fürstliche 

Hofstall  vom  Grafen  Engelbert  II.  von  Spanheim  an 

die Mönche vom Kloster Hirsau aus Schwaben ver-

schenkt. Im Jahre 1371 war dieser fürstliche Hofstall 

bereits  an  die  Untertanen  aufgeteilt.  Im  Jahre  1754 

hieß  Antreychsdorff  noch  Einersdorf,  ehe  1781  der 

Hof bereits den heutigen Namen Andersdorf erhielt. 

Geheimnisvolles Heiligtum

In  ca.  acht  Metern  Höhe  befindet  sich  die  in  Fels 

gemeißelte  Inschrift  „S(ilvano)  SAXANO  AV(usto) 

SAC(rum) ADVITOR ET SECVNDINVS“, die übersetzt 

bedeutet  „Aduitor  und  Secundinus  haben  dem 

erhabenen  Gott  der  Wälder  und  der  Steinbrüche 

dieses  Heiligtum  errichtet“.  Allerdings  weiß  man 

nicht genau, wo sich dieses Heiligtum befindet. Man 

vermutet,  dass  es  in  einer  Brandschicht  zu  suchen 

wäre oder gar eine Kapelle gewesen sei – oder aber 

das Felsrund wäre das Heiligtum. 

Ist dort ein Schatz verborgen?

Im Volkssagenkreis bringt man den Römersteinbruch 

Spitzelofen mit einem Schatz in Verbindung, weshalb 

Ende  des  19.  Jahrhunderts  ein  gewisser  Anton 

Deutschmann  versucht  haben  soll,  den  besagten 

Schatz zu finden. Dabei sprengte Deutschmann ein 

tiefes Loch in den Felsen. Obwohl es damals noch 

keinen  Denkmalschutz  gab,  schaltete  sich  die  k.k. 

Berghauptmannschaft in diesem Fall ein und konnte 

so diesen einzigartigen Steinbruch retten. 



links: Römersteinbruch

rechts: Römerstein-Inschrift

Frühe Besiedelung des Lavanttales



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Die Burg Stein vereint verschiedene Epochen

Östlich von St. Georgen befindet sich in 717 Metern 

Seehöhe auf einem ca. fünfzig Meter hohen Gneiske-

gel die Burg Stein, die vermutlich von Friedrich von 

Stein  errichtet  wurde.  Die  Burg  wird  erstmals  1214 

urkundlich  erwähnt,  als  sie  zum  Erzstift  Salzburg 

gehörte.  1276  überließen  die  Salzburger  die  Burg 

den  Bischöfen  von  Lavant,  die  sie  als  Sommerresi-

denz benutzten. 

Burg bot den Menschen Schutz

Besonders interessant sind die drei Epochen, in denen 

die Burg erbaut wurde: neben dem frühromanischen, 

sind auch der romanische Stil und der Barockstil in 

der Burg zu erkennen. Die Burg ist über eine hölzerne 

Zugbrücke erreichbar, die über den künstlich ange-

legten Graben führt. Auf der Felshöhe sind bis heute 

die im romanischen Stil erbauten Mauern des Palas 

mit  einem  gekoppelten  Fenster  erhalten.  Rechts 

befindet sich die restaurierte Kapelle mit einem Ton-

nengewölbe und einer halbkreisförmigen Apsis, linker 

Hand sieht man einen lang gezogenen Bau mit einem 

gotisch  gewölbten  Keller  mit  drei  Mittelpfeilern.  In 

diesem Saal hielten sich die Menschen während einer 

Belagerung auf. Die Burg bot in früheren Zeiten Platz 

für etwa dreißig Söldner. Am oberen Steinberg lebten 

um ca. hundert Menschen mehr als im Ort selbst, was 

auf den gesellschaftlichen Wert der Burg hinweist. Als 

die Burg jedoch ihre Schutzfunktion verlor, siedelten 

sich  die  Menschen  vermehrt  im  Tal  an.  Die  Burg 

ist  seit  1979  im  Privatbesitz  der  Familie  Knauder  – 

Besichtigungen nach Voranmeldung möglich.



links: Die Burg Stein damals

rechts: Die Burg im restaurierten Zustand heute

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Sankt Magdalena Kapelle

Die St. Magdalena Kapelle ist noch älter als die Burg 

Stein.  Sie  wurde  1184  erstmals  urkundlich  erwähnt 

und  war  vermutlich  ein  ehemaliger  Karner.  Hierbei 

handelt es sich um einen spätromanischen Rundbau 

mit einer gotischen Rechteckapsis und einem Lanzett-

fenster.  Die  rechteckige  Altarnische  hatte  ursprüng-

lich einen Barockaltar mit Figuren und Leuchtern aus 

dem  Anfang  des  18.  Jahrhunderts.  In  der  Neuzeit 

fungierte  der  Raum  als  Fatima-Kapelle,  wobei  eine 

Marienfigur  als  Fatima  diente.  Das  Kegeldach  wird 

von  einem  achtseitigen  Dachreiter  mit  einem  Zwie-

belhelm gekrönt.

Die Pfarrkirche als Zufluchtsort

Die Herren von Stein waren in früheren Zeiten häufig 

in Machtkämpfe und Fehden verwickelt, was für die 

Bauern  den  Nachteil  hatte,  dass  sie  gegen  Brand-

schatzung  und  Plünderung  machtlos  waren.  Aus 

diesem  Grund  wurde  neben  der  St.  Magdalena 

Kapelle eine Wehrkirche errichtet, die in der größten 

Not der letzte Zufluchtsort der Bauern war. 

Die  Kirche  wurde  dem  Heiligen  Georg  geweiht  und 

wurde  1246  erstmals  urkundlich  erwähnt.  1485 

wurde die Pfarre mit päpstlicher Erlaubnis voll in den 

Stift  St.  Paul  eingegliedert,  was  vor  allem  geschah, 

um  die  Einkünfte  des  Stiftes,  die  in  der  Türkennot 

stark dezimiert waren, aufzubessern. 

Die Pfarrkirche mit altem Friedhof, der jetzige Kirchhof, 

ist von einer Mauer umgeben. Das und der mächtige, 

Ostturm  mit  Zwillingsfenstern  im  Glockengeschoß 

und  Spitzhelm  deuten  auf  den  romanischen  Baustil 

hin.  Darüber  hinaus  befinden  sich  in  der  Gemeinde 

St. Georgen im Lavanttal noch die Kirche in Anders-

dorf, die Kirche am Kalvarienberg, die Jonke Kapelle 

und die Pontniger Clemenskapelle. 



Die Pfarrer der Gemeinde St. Georgen

Abt Dr. Heinrich Ferenczy

Mag. Gerfried Sitar

Pater Bruno Jelen

Pater Paulus Kaimbacher

Pater Wolfgang Münzer

Pater Beda Peters

Pater Eberhard Hägele



Georgfigur wird durch ein Ölbild ersetzt

In  der  Mitte  des  Altares  befand  sich  früher  eine 

Georgfigur  aus  der  Mitte  des  18.  Jahrhunderts,  die 

jedoch  vom  Thronfolger  Erzherzog  Franz  Ferdinand 

übernommen und durch ein Ölbild des Heiligen Georg 

aus dem 19. Jahrhundert ersetzt wurde. 



Glockenweihe in St. Georgen

Die  feierliche  Weihe  und  der  Aufzug  der  „Friedens-

glocke“  wurde  zu  einem  großen  Fest  für  die  Pfarr-

gemeinde.  Zu  den  vorhandenen  vier  Glocken  aus 

dem  Jahr  1950  ist  die  so  genannte  „Erste  Glocke“ 

dazugekommen und das Geläute wieder vollständig.

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Schulbau in St. Georgen

1820  beschlossen  die  Gemeinden  Steinberg,  Her-

zogberg  und  Paierdorf,  in  St.  Georgen  eine  Schule 

zu  errichten,  die  1821  fertig  gestellt  wurde.  Bereits 

im  Jahre  1811  wurde  von  der  Schuloberaufsicht 

Wolfsberg  ein  Unterlehrer  und  Messner  eingestellt. 

Bis zur Erbauung der Schule musste der Unterricht 

in  gemieteten  Räumen  bei  den  Bauern  vlg.  Moor 

und vlg. Kaffeesieder erteilt werden. 1920 wurde ein 

zweites Obergeschoss angebracht. 1965 wurde die 

Schule aus- und umgebaut, sodass die Räumlichkei-

ten  den  modernen  Erfordernissen  entsprachen.  Die 

größten Investitionen sind jedoch ab 1991 erforder-

lich geworden: so bekam die Schule ein Kaltdach, ein 

Ziegeldach, der Vorplatz der Schule und Parkplätze 

wurden  gerichtet,  weiters  kamen  der  Vollwärme-

schutz, neue Fenster und eine neue Fassade hinzu.

Volksschule Pontnig

1924 wurde nach einer Schenkung von Dr. Gudmund 

Schütte die Schule in Pontnig eingerichtet, die sich 

bis 1973 im Wohnhaus der Familie Eberl befand. Am 

10. November 1973 wurde das von Altbürgermeister 

Pucher neu errichtete Schulgebäude nach der feier-

lichen Eröffnung durch den damaligen Landeshaupt-

mann  Sima  seiner  Bestimmung  übergeben.  2003 

wurde die Volksschule Pontnig im Einvernehmen mit 

der Bevölkerung aufgrund der geringen Kinderanzahl 

geschlossen.  

Zubau für die Volks- und Musikschule

Im  Oktober  2010  erfolgte  der  Spatenstich  für  den 

Zubau zur Volks- und Musikschule: ein neues Probe-

lokal samt Nebenräumen wird für die Trachtenkapelle 

errichtet.  Außerdem  bekommen  die  Schülerinnen 

und  Schüler  der  Musikschule  modern  ausgestat-

tete  Erweiterungsflächen,  einen  neuen  Werkraum 

und  einen  Pausenhof.  Im  Zuge  der  Umbauarbeiten 

werden aber auch die Sanitär- und Elektroinstallatio-

nen erneuert. 



1  Die St. Magdalena Kapelle

2  Pontniger Clemenskapelle 

3  Kirche in Andersdorf 

4  Jonke Kapelle

5  Kalvarienbergkirche

6  Schulhaus 1952

7  Schule nach dem Umbau 1965/66

8  Schule heute 

9  Volksschule Pontnig (seit 2003 geschlossen)

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Unwetter, Seuchen und die 

Weltkriege forderten Opfer

Auch St. Georgen blieb von schweren Unwettern und 

Seuchen  nicht  verschont:  1921  verbreitete  sich  die 

Ruhr  derart,  dass  nahezu  jede  Arbeit  zum  Erliegen 

kam.  Das  Jahrhundert-Hochwasser  1982  verur-

sachte  nicht  nur  einen  Millionenschaden,  sondern 

forderte auch ein junges Menschenleben. Die beiden 

Weltkriege  forderten  einen  hohen  Blutzoll:  178 

Gefallene  und  37  Vermisste.  Als  1918,  nach  dem 

Ersten Weltkrieg, der damalige SHS-Staat Ansprüche 

auf  Teile  der  Gemeinde  St.  Georgen  erhob,  wurde 

ein Aufgebot von 320 Männern zur Alarmkompanie 

erstellt. Sie beteiligten sich an der Befreiung von St. 

Paul  und  Lavamünd  sowie  an  der  Grenzsicherung 

um  die  Soboth.  Trotz  allen  Bemühungen  konnte 

die Gemeinde zweimal durch SHS-Truppen besetzt 

werden. Auch während und knapp nach dem Zweiten 

Weltkrieg  wurde  St.  Georgens  Bevölkerung  durch 

Partisanen  bedroht.  1945  erreichten  die  Vorhuten 

eines  Bulgarenregiments  die  Ortschaft,  allerdings 

wurden diese von englischen Truppen abgedrängt. 


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Historische

Ansichten



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Ende der Eigenständigkeit 

durch Eingliederung 

1972 hörte die Gemeinde St. Georgen im Lavanttal 

auf  zu  bestehen  und  wurde  in  die  Großgemeinde 

St.  Paul  integriert.  Kurz  darauf  gründete  man  die 

Vereinsgemeinschaft St. Georgen, um eine kulturelle 

Eigenständigkeit zu gewährleisten. 



Knapp 60% für Rückgemeindung

1973  kam  es  in  ganz  Österreich  aufgrund  der  Ge- 

meindestrukturreform  zu  großräumigen  Zusammen-

legungen von Gemeinden, um finanzielle Vorteile zu 

erzielen. Von dieser Reform war auch die Gemeinde 

St. Georgen im Lavanttal betroffen. Wie zahlreichen 

anderen Gemeinden gelang es auch der Gemeinde 

St. Georgen nie so richtig, sich in die Großgemeinde 

einzugliedern. Die Umstrukturierung der Gemeinden 

hatte  allerdings  keine  signifikanten,  wirtschaftli-

chen  Verbesserungen  mit  sich  gebracht,  was  unter 

anderem ein Grund dafür war, warum sich die Bevöl-

kerung 1990 entschloss, wieder eine eigenständige 

Gemeinde zu werden. Aufgrund einer Novellierung der 

Allgemeinen  Gemeindeordnung  und  dem  Einfügen 

des § 8b gab es eine Möglichkeit zur Trennung von 

Altgemeinden  aufgrund  einer  Volksbefragung.  So 

wurde ein Aktionskomitee zur Mobilisierung und Infor-

mation  der  Bevölkerung  gebildet.  Dank  der  starken 

Unterstützung der Marktgemeinde St. Paul und ins-

besondere  von  Altbgm.  StR.  Ignaz  Lernbaß  konnte 

die  Rückgemeindung  ohne  größere  Widerstände 

durchgeführt werden. Knapp 60% entschieden sich 

für eine Rückgemeindung – und so ist St. Georgen 

im  Lavanttal  seit  dem  1.  Jänner  1991  wieder  eine 

eigenständige Gemeinde, der Karl Markut seit mehr 

als zwanzig Jahren als Bürgermeister vorsteht. 

Bürgermeister seit 1945

1945 


LOIBNEGGER Vinzenz

1946 bis 1949 

MAIER Kasimir

1950 bis 1954 

THONHAUSER Georg

1954 bis 1972 

PUCHER Rudolf 

(und bis April 1976 Großgemeinde St. Paul)

1976 bis 1979 

KÄFEL Willibald 

(Großgemeinde St. Paul)

1979 bis 1991 

LERNBASS Ignaz 

(Großgemeinde St. Paul)

seit 1991 

MARKUT Karl



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Rückblick auf 20 Jahre 

Eigenständigkeit



Neue, alte Eigenständigkeit der Gemeinde

Im Rahmen einer Festveranstaltung präsentierte sich 

die zum 1. Jänner 1991 wieder entstandene Altge-

meinde  St.  Georgen  im  Lavanttal.  Dank  der  Bereit-

stellung von Sondermitteln war die auf 19 Ortschaften 

aufgeteilte  Gemeinde  in  der  Lage,  die  notwendigen 

Amtsräume zu adaptieren und wichtige Anschaffun-

gen für den Bauhof zu tätigen. St. Georgen ist 7.348 

Hektar  groß,  hat  2.106  Einwohner  und  liegt  ca.  17 

Kilometer  südlich  der  Bezirkshauptstadt  Wolfsberg, 

der drittgrößten Stadt Kärntens, am Fuße der Koralpe. 

Bedingt durch die günstige geographische und klima-

tische Lage ist das Lavanttal eine der fruchtbarsten 

Gegenden Österreichs.



Reges Vereinsleben 

stärkt Zusammengehörigkeitsgefühl

Während  zu  Beginn  der  neuen,  alten  Eigenständig-

keit  St.  Georgens  21  Vereine  durch  ihre  kulturelle 

Arbeit  dafür  sorgten,  das  Zusammengehörigkeits-

gefühl  der  Gemeinde  zu  stärken,  so  sind  es  zwei 

Jahrzehnte  später  35  Vereine.  Die  Vereinsgemein-

schaft St. Georgen leistete und leistet einen wesent-

lichen  Beitrag  für  die  Gemeinde:  sie  errichtete  den 

Festplatz, wo auch heute noch viele Veranstaltungen 

stattfinden. 



Vereinsgemeinschaft St. Georgen im Lavanttal

1972 war die Geburtsstunde der Vereinsgemeinschaft 

St. Georgen im Lavanttal, als die Zusammenlegung 

der drei Gemeinden St. Georgen, Granitztal und St. 

Paul  erfolgte.  Die  damaligen  Vereinsobmänner  von 

 

St. Georgen gründeten unter dem seinerzeitig amtie-



renden Bürgermeister Pucher Rudolf (verst.) und dem 

damaligen Ortspfarrer Pater Beda Peters (verst.) die 

Vereinsgemeinschaft, deren Ziel es war, das kulturelle 

Leben im Dorf aufrecht zu erhalten und zu pflegen, 

was auch bestens gelungen ist.

Fünf Gründungsvereine legen los

Zu  den  Gründungsvereinen  zählen  die  FF  unter 

Kommandant Gottfried Pucher, der MGV unter Viktor 

Gollob, die Landjugend unter Karl Kopp, der Kame-

radschaftsbund mit Friedrich Orter (verst.) sowie der 

ARBÖ  Ortsclub  unter  Albert  Gutsche.  Vom  Grün-

dungsjahr bis zur Neuformierung im Jahre 1984 war 

Thomas Wagner Geschäftsführer der Vereinsgemein-

schaft. Seit 1984 ist Herr Gottfried Pucher der neue 

Obmann,  als  sein  Stellvertreter  fungiert  Herr  Franz 

Rothleitner.

Im Mittelpunkt: der einzigartige Festplatz

Mit  der  Wiederverselbstständigung  im  Jahr  1991 

wurde auch die Gemeinde St. Georgen Mitglied der 

Vereinsgemeinschaft. Im Laufe der Jahre wurde der 

Festplatz  immer  wieder  erweitert,  saniert,  erneuert 

und  verschönert.  Heute  zählt  dieser  wohl  zu  den 

schönsten des Lavanttales, was vor allem den hohen 

Investitionen  und  den  vielen  freiwilligen  Arbeitsstun-

den aller beteiligten Vereine zu verdanken ist.


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Verleihung des Gemeindewappens

Am 15. August 1993 wurde der Gemeinde St. Geor- 

gen im Lavanttal von LHStv. Dr. Peter Ambrozy die 

Wappenurkunde  verliehen.  Herr  Dr.  Deuer  vom 

Kärntner Landesarchiv erläuterte das nach den Regeln 

der  Heraldik  entworfene  Wappen:  Ein  von  Rot  und 

Silber erhöht im Zinnenschnitt geteilter Schild, pfahl-

weise  belegt  mit  einer  abgeledigten,  farbverwech-

selten  Lanze,  aus  deren  Schaft  am  Schnitt  silbern 

auswärts  zwei  bogenförmige  belaubte  Zweige,  der 

vordere mit einem Apfel, der hintere mit einer Birne, 

in das obere Feld wachsen, und die im unteren Feld 

einen grünen Drachen mit roter Flammenzunge und 

roten Waffen durchbohrt. Die Fahne zeigt die Farben 

rot-grün mit eingearbeitetem Wappen. 

Neubau des Kindergartens doppelt ausgezeichnet

Im  August  1994  wurde  mit  dem  Neubau  des 

modernen, offenen Kinderhauses, das unter Einfluss 

der  Montessori  Pädagogik  geführt  wird,  begonnen. 

Am  6.  Dezember  1996  wurde  der  Gemeinde  für 

ihre  fruchtbringende  Arbeit  in  München  durch  Lan-

deshauptmann  Dr.  Erwin  Pröll  und  Univ.-Prof.  DI 

Matthias  Reichenbach-Klinke  der  Europäische 

Dorferneuerungspreis verliehen. Außerdem erhielt die 

Gemeinde für ihren Beitrag zur Reduktion der CO2-

Emissionen durch die vorbildliche Haussanierung die 

Auszeichnung  „Mustergültige  Althaussanierung“  für 

das eingereichte Projekt „Kindergarten mit Wohnung 

der Gemeinde, St. Georgen im Lavanttal“. 

Um auch berufstätigen Müttern entgegenzukommen, 

ist der Kindergarten von 6.30 bis 18.00 Uhr geöffnet. 



Besondere Anerkennung  

für Umweltkultur und Ortsbildpflege

Im September 1994 wird die Gemeinde für besondere 

Leistungen  in  der  Aktion  1994  in  den  Bereichen 

Umweltkultur  und  Ortsbildpflege  vom  österreichi-

schen Gemeindebund mit dem Prädikat „besondere 

Anerkennung“  ausgezeichnet.  Von  484  aus  ganz 

Österreich teilnehmenden Gemeinden gelangten 111 

in die engere Wahl. Davon wurden letztlich österreich-

weit 76 ausgezeichnet. 

St. Georgener Tracht

Typisch  sind  die  in  sich  gemusterten  Wollstoffe  mit 

den  gegenfärbigen  Seidenschürzen.  Am  Dirndlkleid 

schmückt ein handgestickter Silberlebensbaum den 

flach  herzförmigen  Ausschnitt.  Die  Herren  tragen 

einen dunkelgrünen Rock, dazu eine schwarze Hose 

und ein dunkelrotes Brokatleibchen mit zwölf Silber-

knöpfen. Es bildete sich auch eine Trachtengemein-

schaft. 


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Kärntner Dorftage

1996 fanden unter dem Motto „Standort Provinz“ die 

3. Kärntner Dorftage in den Gemeinden St. Georgen 

und St. Paul im Lavanttal statt, was eine besondere 

Auszeichnung für die Gemeinde darstellt. Schließlich 

ist  die  Abhaltung  dieser  Veranstaltung  nur  hierfür 

prädestinierten  Gemeinden  vorenthalten  und  muss 

erst  von  der  Kärntner  Landesregierung  zugesagt 

werden. Im Zuge der Kärntner Dorftage entstand das 

1. Apfelfest der Gemeinde St. Georgen. 



Eine Erfolgsgeschichte: das Apfelfest

Seither findet alljährlich Ende September das Apfelfest 

statt,  dessen  Ziel  es  ist,  PR  für  die  Gemeinde  St. 

Georgen  und  die  Region  Lavanttal  zu  machen. 

Außerdem will man die Bevölkerung mobilisieren, die 

Wirtschaft stärken sowie eine höhere Wertschöpfung 

für die Bevölkerung erzielen. Die Schwerpunkte des 

Apfelfestes  liegen  auf  Gesundheit,  Tradition  und 

Unterhaltung.  Neben  Informationen  und  Präsen-

tationen  sollen  die  Gäste  vor  allem  zum  Verkosten 

und Konsumieren eingeladen werden. Das Apfelfest 

bietet seinen Gästen aber auch eine Apfelausstellung, 

ein  umfangreiches  Kinderprogramm,  musikalische 

Umrahmung sowie jedes Jahr neue Highlights.



Die Baumblüte feiern:  

Lavanttaler Apfelblüten-Openair

Seit jeher spielt im Lavanttal der Obstbau eine bedeu-

tende Rolle – und so entstand auch das Apfelblüten-

Openair. Am 19. Mai 2007 ging dieses Event erstmals 

über die Bühne und lockt seither alljährlich zahlreiche 

Musikfans nach St. Georgen.



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Errichtung des Lebensbaumpfades

In  Anlehnung  an  den  Keltischen  Baumkreis  wurde 

ein  Lebensbaumpfad  ausgerichtet,  in  dem  jedem 

Geburtsdatum  ein  Lebensbaum  zugeordnet  ist,  der 

auf  bestimmte  Charaktereigenschaften  hinweist. 

Beim Lebensbaumpfad handelt es sich um einen 1,5 

km langen Rundwanderweg, der an zwei Buschen-

schenken vorbeiführt und sich dank eines integrierten 

Rätsels auch hervorragend für Kinder- und Schulaus-

flüge eignet. 



St. Georgen im Fernsehen

Im Oktober 2000 war die Gemeinde St. Georgen im 

Lavanttal  für  den  Zeitraum  einer  Woche  täglich  bei 

der ORF-Serie „Kärnten Heute“ zu sehen, wo sie sich 

entsprechend vorstellen und präsentieren konnte.

Eine Gemeinde geht online

Im  Mai  2001  ging  die  Website  der  Gemeinde  St. 

Georgen  im  Lavanttal  online  –  unter  dem  Link  

www.sankt-georgen.at. Im April 2006 folgte dann im 

Rahmen  eines  Maturaprojektes  der  HAK  Wolfsberg 

eine  Generalüberholung  der  Homepage.  Im  Feber 

2009  begann  die  aktuelle  Zusammenarbeit  mit 

der  Firma  Logo  Geoinformationssysteme  GmbH  in 

Sachen online Auftritt der Gemeinde. Seit März 2011 

ist die Gemeinde St. Georgen im Lavanttal auch auf 

facebook.com zu finden. 

Kraftquelle setzt sich für Nachhaltigkeit ein

Im  Jänner  2001  wird  der  Verein  „Kraftquelle  St. 

Georgen im Lavanttal“ gegründet, der die Ideen für 

die Gemeindezukunft aus der Bevölkerung sammelt 

und in einem Leitbild zusammenfasst. 

Für  die  erfolgreiche  Verwirklichung  der  Pläne  orien-

tiert man sich an der Lokalen Agenda 21 (LA21), zu 

der sich Österreich bereits 1992 am Umweltgipfel in 

Rio de Janeiro verpflichtet hat. Bei diesem freiwilligen, 

weltweiten  Abkommen  zur  Umsetzung  einer  nach-

haltigen Entwicklung dreht sich alles darum, weniger 

Natur  zu  verbrauchen  und  stattdessen  die  Stärken 

besser zu nutzen. 

2001  wird  die  Gemeinde  für  den  Gemeindeinnova-

tionspreis  für  die  originellste  Idee  der  „Kraftquelle 

ländlicher Raum“ nominiert. 



Unterstützung der Hochwasseropfer - 



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