Marktgemeinde August 2015 Wildon


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§ 1 

Abgabenausschreibung, Steuerge-

genstand, Abgabe- und Haftungs-

pflichtiger, Anmeldepflicht

(1) Für die im Bereich der verord-

nungsgebenden Gemeinde wird nach 

Maßgabe der Bestimmungen des LAG 

und dieser Verordnung eine Lustbar-

keitsabgabe für die Durchführung von 

Veranstaltungen eingehoben.

(2) Als Veranstaltung im Sinne dieser 

Verordnung wird das Halten von Spi-

elapparaten gemäß § 5a des Steier-

märkischen Veranstaltungsgesetzes, 

LGBl 192/1969 in der Fassung LGBl 

81/2010, sowie dem Glücksspielge-

setz, BGBl 620/1989, unterliegenden 

Glücksspielautomaten, ausgenom-

men Ausspielungen gemäß § 2 des 

Glücksspielgesetzes durch Konzessi-

onäre und Bewilligungsinhaber nach 

den §§ 5, 14, 21 und 22 des Glücks-

spielgesetzes, unabhängig davon, 

ob diese in öffentlich zugänglichen 

Räumen oder in Privaträumen (z.B. 

Vereinslokalen) aufgestellt sind, an-

gesehen.

Bewilligungspflichtige  Apparate  ge-

mäß § 5a Abs. 1 des Steiermär-

kischen Veranstaltungsgesetzes, 

LGBl 192/1969 in der Fassung LGBl 

81/2010, gelten mit Rechtskraft der 

Bewilligung als aufgestellt und damit 

als gehalten - es sei denn, der Halter 

weist das Gegenteil nach.

(3) Veranstaltungen unterliegen der 

Lustbarkeitsabgabe auch dann, wenn 

sie im Rahmen eines Gewerbes be-

trieben werden.

(4)  Abgabepflicht,  Anmeldungspflich-

ten für Veranstaltungen und abgaben-

rechtliche Haftung bestimmen sich 

nach §§ 2 und 3 LAG.

§ 2 Höhe der Lustbarkeitsabgabe

(1) Für das Halten von 

1. Schau-, Scherz-, Spiel- und Ge-

schicklichkeitsapparaten sowie von 

sonstigen mechanischen Spielappa-

raten und Spielautomaten wie Flip-

per, Schießapparaten, Kegelautoma-

ten, TV- und Videospielapparaten, 

Fußball- und Hockeyautomaten und 

Guckkästen mit Darbietungen beträgt 

der Pauschalbetrag je Apparat (Auto-

mat) und begonnenem Kalendermo-

nat 20,00 Euro, sofern es sich nicht 

um mechanische Spielapparate oder 

Spielautomaten im Sinne der Z 2 bis 4 

handelt. Sind mehrere Apparate oder 

Automaten zu kombinierten Spielap-

paraten (Automaten), wie etwa zu ei-

ner Schießgalerie zusammengefasst, 

so ist der Pauschalbetrag für jeden 

Apparat (Automaten) zu entrichten;

2. Musikautomaten, von Fußballti-

schen, Fußball- und Hockeyspielap-

paraten ohne elektromechanische 

Bauteile sowie von Kinderreitappa-

raten und Kinderschaukelapparaten 

oder  anderen  für  vorschulpflichtige 

Kinder bestimmten Apparaten beträgt 

der Pauschalbetrag je Apparat und 

begonnenem Kalendermonat 10,00 

Euro;

3. Spielapparaten und Spielautoma-



ten, die optisch oder akustisch ag-

gressive Handlungen, wie insbeson-

dere Verletzungen oder Tötung oder 

Kampfhandlungen gegen Ziele dar-

stellen, beträgt der Pauschalbetrag je 

Apparat (Automat) und begonnenem 

Kalendermonat 700,00 Euro;

4. Geldspielapparaten gemäß § 5a 

Abs 3 des Steiermärkischen Veran-

staltungsgesetzes, LGBl 192/1969 

in der Fassung LGBl 81/2010, so-

wie dem Glücksspielgesetz, BGBl 

620/1989, unterliegenden Glücks-

spielautomaten, ausgenommen Aus-

spielungen gemäß § 2 des Glücks-

spielgesetzes, durch Konzessionäre 

und Bewilligungsinhaber nach den §§ 

5, 14, 21 und 22 des Glücksspielge-

setzes, beträgt der Pauschalbetrag 

370,00 Euro je Geldspielapparat bzw. 

Glücksspielautomat und begonnenen 

Kalendermonat.

(2) Wenn die Aufstellung eines Ap-

parates (Automaten) nach dem 15. 

eines Monats erfolgt oder dessen 

Aufstellung vor dem 16. eines Monats 

beendet wird, so ist für diesen Mo-

nat die Hälfte der in Abs. 1 genann-

ten Abgabenhöhe zu entrichten. Eine 

rückwirkende Abmeldung von in Abs. 

1 beschriebenen Apparaten (Automa-

ten) ist im Sinne des § 6 Abs. 3 ers-

ter Satz LAG abgabenrechtlich nicht 

wirksam. Im Falle eines Austausches 

angemeldeter Apparate (Automaten) 

richtet sich die Abgabepflicht nach § 6 

letzter Satz LAG.

§ 3 Festsetzung und Entrichtung 

der Lustbarkeitsabgabe

Die Lustbarkeitsabgabe im Sinne die-

ser Verordnung ist eine Selbstberech-

nungsabgabe; sie ist spätestens am 

Fälligkeitstag im Sinne des § 6 Abs. 1 

und 2 in Verbindung mit § 7 LAG unauf-

gefordert zu erklären und zu entrichten.

§ 4 Verfahrensvorschriften und 

Strafbestimmungen

(1) Das Abgabenverfahren richtet sich 

nach der Bundesabgabenordnung 

(BAO), BGBl 194/1961 in der jeweils 

geltenden Fassung sowie nach den 

Bestimmungen des Lustbarkeitsabga-

begesetzes 2003.

(2) Die abgabenrechtlichen Strafbe-

stimmungen richten sich nach den 

Bestimmungen des Lustbarkeitsabga-

begesetzes 2003.

§ 5 Verweise

(1) In dieser Verordnung angeführte 

Verweise auf Bundes- und Landes-


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Gemeinde aktuell

August 2015 / Seite 20

recht sind – soweit nicht ausdrücklich 

durch statische Verweise auf Bundes- 

und Landesrecht anders festgelegt 

– jeweils als Verweise in jener Fas-

sung von Bundes- und Landesrecht 

zu verstehen, welche zum Zeitpunkt 

der Beschlussfassung der vorliegen-

den Lustbarkeitsabgabeverordnung 

im Lustbarkeitsabgabegesetz 2003 

angeführt ist. 

(2) Mit jeder Novellierung der Lust-

barkeitsabgabeverordnung sind Ver-

weise auf Bundes- und Landesrecht 

– soweit nicht ausdrücklich durch 

statische Verweise auf Bundes- und 

Landesrecht anders festgelegt – als 

Verweise in jener Fassung von Bun-

des- und Landesrecht zu verstehen, 

welche zum Zeitpunkt der Beschluss-

fassung der jeweiligen Novellierung 

im Lustbarkeitsabgabegesetz 2003 

angeführt ist. 

§ 6 Geschlechtsspezifische 

Bezeichnungen

Alle Personenbezeichnungen, die 

in dieser Verordnung sprachlich in 

männlicher Form verwendet werden, 

gelten sinngemäß auch in der weibli-

chen Form.



§ 7 Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt mit 01.08.2015 

in Kraft.

§ 8 Außerkrafttreten

Mit Inkrafttreten dieser Verordnung 

treten die mit Gemeinderatsbeschluss 

der ehemaligen Marktgemeinde Wil-

don vom 14.12.2010 (zuletzt in der 

Fassung vom 09.12.2014 für den 

ursprünglichen Geltungsbereich KG 

Wildon und KG Unterhaus) und mit 

Gemeinderatsbeschluss der ehe-

maligen Gemeinde Weitendorf vom 

25.08.2010 (zuletzt in der Fassung 

vom 25.08.2010 für den ursprüngli-

chen Geltungsbereich KG Weitendorf 

und KG Kainach) und mit Gemein-

deratsbeschluss der ehemaligen 

Gemeinde Stocking vom 01.07.2004 

(zuletzt in der Fassung 01.07.2004 

für den Geltungsbereich KG Stocking 

und KG Sukdull) außer Kraft.

Bau-Übertragungsverordnung

Nach der derzeitigen Rechtslage ist 

für die Errichtung und den Betrieb 

einer gewerblichen Betriebsanlage 

neben einer baurechtlichen Geneh-

migung (Baugenehmigung, Baufrei-

stellung, Benützungsbewilligung) in 

vielen Fällen auch eine gewerbliche 

Betriebsanlagengenehmigung erfor-

derlich. Es werden daher das gewer-

bebehördliche und das baurechtliche 

Verfahren derzeit parallel geführt, 

wobei große Überschneidungen der 

Regelungsbereiche vorliegen.

Würde man daher die genannten 

Agenden der Baupolizei auf die Be-

zirkshauptmannschaft übertragen, so 

würde das im Sinne der Zweckmäßig-

keit der Verfahrensführung erfolgen 

und hätte überdies eine Beschleuni-

gung und Vereinfachung der Behör-

denverfahren zur Folge. Die Verfahren 

könnten rascher und aufeinander ab-

gestimmt durchgeführt werden und es 

würden Doppelgleisigkeiten und auch 

Widersprüchlichkeiten (z.B. durch ver-

schiedene  Auflagen)  vermieden  wer-

den. Dies hätte einen hohen Rationali-

sierungseffekt zur Folge und es würde 

eine stärkere Rechtmäßigkeit der Ver-

fahren und eine höhere Rechtssicher-

heit erreicht werden.

Der Gemeinderat hat in der Sitzung 

vom 07.07.2015 auf Antrag von Ge-

meinderat Michael Schwingenschlögl 

und Gemeinderat Ing. Gert Egger 

beschlossen, im Sinne § 40 Stmk. 

Gemeindeordnung im Interesse der 

Zweckmäßigkeit, Raschheit und Ein-

fachheit bei der Errichtung von ge-

werblichen Betriebsanlagen, die Bau-

rechtskompetenz bei gewerblichen 

Bauverfahren an die Bezirkshaupt-

mannschaft Leibnitz abzutreten. 

(1) Die Übertragung umfasst

- die Verfahren zur Erteilung der Bau-

bewilligung und zur Baufreistellung,

- die Angelegenheiten der Baudurch-

führung und Bauaufsicht und

- die baupolizeilichen Maßnahmen.

(2) Die Übertragung gilt nur für bauliche 

Anlagen, für die eine gewerbebehördli-

che Genehmigung erforderlich ist.

 

(3) Bei einer Mischnutzung gilt die 



Übertragung nur, wenn die erfass-

ten baulichen Anlagen überwiegend 

gewerblichen Zwecken dienen. Die 

überwiegende Zweckwidmung ist an-

hand der beabsichtigten Nutzflächen, 

bei gleichen Nutzflächen anhand der 

Kubaturen, zu beurteilen.

Bis zur Erlassung einer Bau-Über-

tragungsverordnung durch die Stmk. 

Landesregierung sind sämtliche Bau-

verfahren – auch gewerbliche – vom 

Bürgermeister als Baubehörde 1. Ins-

tanz zu erledigen.

Vereinsförderungen 2015

Der Gemeinderat der Marktgemein-

de Wildon hat in der Sitzung vom 

07.07.2015 die Vereinsförderungen 

für 2015 einstimmig beschlossen. Im 

neuen Förderungsmodell wird jedem 

Verein, der ein Ansuchen stellt, eine 

Basisförderung von 300,00 Euro zu-

gestanden. Eine Projektförderung 

darüber hinaus ist vom Verein zu be-

gründen. 

Insgesamt steht ein Budget in der 

Höhe von 95.000,00 Euro für die Ver-

eine zur Verfügung, wobei der Sport-

verein Wildon und der Musikverein 

Marktkapelle Wildon aufgrund der 

besonderen Erfordernisse und im öf-

fentlichen Interesse die größten För-

derungsnehmer sind.

Für die Auszahlung von über 300,00 

Euro ist ein Verwendungsnachweis 

vorzulegen.

Vereine, die ab 2016 eine Förderung 

erhalten möchten, haben im Oktober 

im Jahr vor dem Voranschlag ein För-

deransuchen an den Gemeinderat zu 

richten. Bei Ansuchen über 300,00 

Euro ist der Jahresabschluss des vo-

rangegangenen Wirtschaftsjahres mit 

Unterschriften von Obmann, Kassier 

und Rechnungsprüfer vorzulegen. 

Weiters sind der Zweck und eine Auf-

stellung über die Positionen für die 

Projektförderung bekannt zu geben.



Gemeinde aktuell

August 2015 / Seite 22

Der Gemeinderat hat in der Sit-

zung vom 07.07.2015 beschlossen, 

dass die Hundabgabe pro Hund 

60,00 Euro pro Jahr beträgt. Eine 

Ermäßigung ist möglich, wenn die 

Voraussetzungen erfüllt werden. 

 

Die Verordnung wurde in der Zeit von 



08.07.2015 bis 27.07.2015 an der 

Amtstafel kundgemacht.

Aufgrund des § 15 Abs. 3 Z 2 des Fi-

nanzausgleichsgesetzes 2008, BGBL 

I Nr. 103/2007, und des Landesgeset-

zes vom 3. Juli 2012, LGBl. 89/2012, 

idF LGBl. 147/2013, über die Einhe-

bung einer Abgabe für das Halten von 

Hunden (Steiermärkisches Hundeab-

gabegesetz 2013) wird folgende Ver-

ordnung Hundeabgabe erlassen:

§ 1 Gegenstand der Abgabe

1. Das Halten eines über drei Monate 

alten Hundes im Gemeindegebiet un-

terliegt einer Abgabe nach Maßgabe 

dieser Abgabeordnung.

2.  Von  der  Abgabepflicht  nicht  um-

fasst sind die gemäß § 4 Hundeabga-

begesetz befreiten Hunde.

 

Das sind:



- Diensthunde öffentlicher Wachen 

sowie Hunde, welche zur Erfüllung 

sonstiger öffentlicher Aufgaben not-

wendig sind;

- Diensthunde des beeideten Forst- 

und Jagdschutzpersonals in der für 

die Erfüllung ihrer Aufgabe erforderli-

chen Anzahl;

- speziell ausgebildete Hunde, die zur 

Führung blinder oder zum Schutz hilf-

loser Personen notwendig sind oder 

die nachweislich zur Kompensierung 

einer Behinderung der Halterin/des 

Halters diesen oder auf deren Hilfe 

diese Personen zu therapeutischen 

Zwecken angewiesen sind; 

- Hunde eines konzessionierten Be-

wachungsunternehmens;

- Hunde in behördlich bewilligten Tier-

heimen 


3. Der Nachweis, ob ein Hund das ab-

gabepflichtige Alter noch nicht erreicht 

hat, obliegt dem Halter des Hundes. 

Vermag dieser den Nachweis nicht zu 

erbringen, so ist er zur Abgabe heran-

zuziehen.



§ 2 Abgabepflichtiger

1. Abgabepflichtig ist die Halterin und 

der Halter eines über drei Monate  

alten Hundes. 

2. Wer einen Hund in Pflege oder auf 

Probe hält, hat die Abgabe zu entrich-

ten, wenn er nicht nachweisen kann, 

dass der Hund in einer anderen ös-

terreichischen Gemeinde bereits zur 

Hundeabgabe herangezogen wird.

3. Halten mehrere Personen gemein-

schaftlich einen Hund, so haften sie 

als Gesamtschuldner.

§ 3 Allgemeine Abgabensätze

1. Die 


Abgabe wird für das Kalen-

derjahr erhoben und beträgt 



jährlich  

€ 60,00.

2. Werden im Gemeindegebiet durch 

eine Hundehalterin und einen Hunde-

halter 


mehrere Hunde gehalten, so 

beträgt die Abgabe 



für jeden weite-

ren Hund € 60,00.

3. Werden von einer Halterin und 

einem Halter neben Hunden, für 

die die Abgabe nach den §§ 4 und 

5 dieser Abgabenordnung ermäßigt 

ist, auch Hunde gehalten, für die die 

volle Abgabe zu entrichten ist, so 

gelten diese für die Bemessung der 

Abgabe je nach der Zahl der Hunde, 

für die die Ermäßigung gewährt ist, 

als zweiter und weitere Hunde. Da-

gegen sind Hunde, für die nach § 4 

Hundeabgabegesetz, (§ 1 Z 2 dieser 

Verordnung) eine Abgabe nicht er-

hoben wird, bei der Berechnung des 

Abgabesatzes für die voll zur Abga-

be heranzuziehenden Hunde nicht in 

Ansatz zu bringen.



§ 4 Abgabensätze für Wach-, 

Berufs- und Jagdhunde

Für Hunde,  die ständig zur Bewa-

chung von 

a) land- und forstwirtschaftlichen oder 

gewerblichen Betrieben,

b) Gebäuden, die vom nächstbe-

wohnten Gebäude mehr als 50 Meter 

entfernt liegen

erforderlich sind

c) für Hunde, die nach ihrer Art und 

Ausbildung von ihrem Besitzer zur 

Ausübung seines Berufs oder Er-

werbs benötigt werden und 

d) Jagdhunde 

beträgt die Abgabe jährlich € 30,00.

§ 5 Abgabebegünstigung

1. Zuverlässigen Hundezüchtern, die 

nachweislich ausschließlich rasserei-

ne Hunde, und zwar mindestens je 

zwei von derselben Rasse, darunter 

eine Hündin, zu Zuchtzwecken hal-

ten, wird auf ihren Antrag die Begüns-

tigung einer Ermäßigung um € 30,00 

der nach § 3 festzusetzenden Abgabe 

gewährt, wenn sie ihren Zwinger so-

wie ihre Zuchttiere und die von ihnen 

gezüchteten Hunde in ein Österreichi-

sches Hundezuchtbuch (ÖHZB) beim 

Österreichischen Kynologenverband 

eintragen lassen und sich schriftlich 

verpflichten,  noch  hinzukommende 

Tiere zur Eintragung zu bringen.

2. Die Begünstigung ist an die Bedin-

gung geknüpft, dass

a) für die Hunde geeignete, den For-

derungen der jeweils geltenden Tier-

schutzbestimmungen entsprechend 

einwandfreie Unterkunftsräume vor-

handen sind;

b) ordnungsmäßige, den Aufsichtsbe-

amtinnen/Aufsichtsbeamten jederzeit 

zur Einsicht vorzulegende Bücher ge-

führt werden, aus denen der jeweilige 

Bestand und der Verbleib der veräu-

ßerten Hunde zu ersehen ist;

c) Ab- und Zugang von Hunden inner-

halb einer Woche unter Angabe des 

Tages und bei Veräußerung unter An-

gabe des Namens und der Wohnung 

der Erwerberin/des Erwerbers beim 

Gemeindeamt angemeldet wird;

d) alljährlich vor Beginn des neuen 

Verwaltungsjahres Bescheinigungen 

des österreichischen Kynologenver-

bandes über die in Abs. 1 gestellten 

Bedingungen vorgelegt werden. 

3. Für das  Halten von Hunden, mit 

denen eine Begleithundeprüfung, 

eine gleichwertige oder übergeord-

nete Prüfung bei einer Hundeschule, 

die  sich  eines  tierschutzqualifizierten 

Hundetrainers/einer  tierschutzqualifi-

zierten Hundetrainerin bei der Ausbil-

dung bedient oder bei einer von der 

Steirischen Jägerschaft anerkannten 

Hundeschule oder Ausbildungsstätte, 

erfolgreich absolviert wurde, ist eine 

Ermäßigung in Höhe von 50 % der 

nach § 3 festzusetzenden Abgabe zu 

gewähren, wenn der Gemeinde ein 

entsprechender Nachweis vorgelegt 

wird.

Verordnung Hundeabgabe


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Gemeinde aktuell

August 2015 / Seite 22

§ 6 Abgabenerhöhung

1. Ist ein Hundekundenachweis nach 

§ 3b Abs. 8 des Stmk. Landes- Sicher-

heitsgesetzes erforderlich und kann 

dieser bei einer Meldung nach § 10 

nicht vorgelegt werden, so erhöhen 

sich die im § 3 festzusetzenden Abga-

ben auf das Zweifache.

2. Wird der Hundekundenachweis zu 

einem späteren Zeitpunkt vorgelegt, ist 

die Abgabe auf das ursprüngliche Aus-

maß gemäß § 3 herabzusetzen. Die 

Herabsetzung wird mit dem der Vorla-

ge folgenden Monatsersten wirksam.



§ 7 Antragstellung

1. Wer die Anerkennung eines Hun-

des als Wach-, Jagd-, oder Berufs-

hund oder eine Begünstigung nach 

§ 5 dieser Verordnung oder die Aner-

kennung eines Befreiungsanspruches 

nach § 4 des Hundeabgabegesetzes 

(§ 1 Z. 2 dieser Verordnung) anstrebt, 

hat spätestens bis zum 28. Februar 

beim Gemeindeamt den diesbezügli-

chen Antrag zu stellen. 

2. Bei verspäteten Anträgen ist die 

Abgabe für das laufende Kalenderjahr 

auch dann zu entrichten, wenn die Vo-

raussetzungen für die Anerkennung 

eines Hundes als Wach-, Jagd-, oder 

Berufshund oder  die Voraussetzung 

für eine Begünstigung nach § 5 oder 

die Voraussetzungen für die Gewäh-

rung der Befreiung nach § 4 des Hun-

deabgabegesetzes vorliegen.

§ 8 Fälligkeit der Abgabe

1. Die Hundeabgabe ist vom Abgabe-

pflichtigen  selbst  zu  berechnen  und 

bis zum 15. April ohne weitere Auf-

forderung zu entrichten. Die Selbst-

berechnung gilt als Festsetzung der 

Abgabe auch für die folgenden Jahre, 

soweit nicht infolge einer Änderung 

der Voraussetzungen für das Vorlie-

gen eines Befreiungs- oder Begüns-

tigungsgrundes nach § 1 Z 2 und § 

5 eine neue Festsetzung zu erfolgen 

hat. Wird bis zu diesem Zeitpunkt das 

Ableben, das Abhandenkommen oder 

die Weitergabe des Hundes nachge-

wiesen,  entfällt  die Abgabepflicht  für 

diesen Hund.

2. Wird der Hund innerhalb des Jah-

res erworben, ist die Abgabe binnen 

sechs Wochen nach dem Erwerb des 

Hundes anteilsmäßig für den Rest 

des Jahres zu berechnen und zu 

entrichten. Wird bei der Anmeldung 

des Hundes nachgewiesen, dass der 

Hund erst nach dem 30. September 

erworben wurde, so ist für das laufen-

de Jahr keine Abgabe zu entrichten

3. Ist ein Verfahren nach § 7 Punkt 

1 anhängig, so ist die Abgabe inner-

halb von 4 Wochen nach Zustellung 

der den Parteiantrag behandelnden 

Erledigung, frühestens jedoch am 15. 

April, fällig. 

§ 9 Einrechnung der Abgabe

Wer einen bereits in einer anderen 

österreichischen Gemeinde zu die-

ser Abgabe herangezogenen Hund 

erwirbt oder mit einem solchen Hund 

zuzieht, oder wer an Stelle eines zur 

Abgabe bereits herangezogenen 

Hundes einen neuen anschafft, kann 

gegen Ablieferung der Abgabequit-

tung die Einrechnung der bereits für 

den gleichen Zeitraum entrichteten 

Abgabe erlangen. 



§ 10 An- und Abmeldepflicht

1. Eine Person, die einen über 3 Mo-

nate alten Hund hält (Hundehalterin/

Hundehalter), hat dies der Gemeinde, 

in der sie ihren Hauptwohnsitz hat, 

binnen 4 Wochen zu melden. 

2. Die Meldung hat zu enthalten:

- Name, Hauptwohnsitz und Geburts-

datum der Halterin/des Halters,

- Rasse, Geschlecht, Geburtsdatum 

(zumindest Geburtsjahr) des Hundes,

- Kennzeichnungsnr. gem. § 24a Tier-

schutzgesetz (Microchip-Nummer)

3. Der Meldung sind anzuschließen:

- die Registernummer des Stamm-

datensatzes gem. § 24a Abs. 5 Tier-

schutzgesetz,

- der für das Halten des Tieres notwen-

dige Hundekundenachweis (sofern 

nach § 3b Abs. 8 des Stmk. Landes-

Sicherheitsgesetzes erforderlich),

- der Nachweis einer Haftpflichtversi-

cherung gem. § 3b Abs. 7 Stmk. Lan-

des-Sicherheitsgesetz

4. Die Hundehalterin/der Hundehalter 

hat die Beendigung des Haltens eines 

Hundes unter Angabe des Endigungs-

grundes und unter Bekanntgabe einer 

allfälligen neuen Hundehalterin/eines 

allfälligen neuen Hundehalters inner-

halb von 4 Wochen der Gemeinde zu 

melden. Diese Meldepflicht gilt auch, 

wenn die Hundehalterin/der Hunde-

halter den Hauptwohnsitz in eine an-

dere Gemeinde verlegt.



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