Nationalparks als Motor der Regionalentwicklung Definition laut iucn


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Sana08.06.2018
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Nationalparks als Motor der Regionalentwicklung


Definition laut IUCN:

  • Ein Nationalpark ist ein natürliches Landgebiet oder marines Gebiet, das ausgewiesen wurde, um die ökologische Unversehrtheit eines oder mehrerer Ökosysteme im Interesse der heutigen und kommenden Generationen zu schützen, um Nutzungen oder Inanspruchnahmen, die den Zielen der Ausweisung abträglich sind, auszuschließen, und um eine Basis für geistig-seelische Erfahrung sowie Forschungs- Bildungs- und Erholungsangebote für Besucher zu schaffen. Sie alle müssen umwelt- und kulturverträglich sein.



Nationalparks in Österreich:



Regionalentwicklung

  • NPs als Leitobjekte in wirtschaftlich schwachen Regionen

  • Bewusstseinsbildung im Umweltschutz

  • Positive Impulse für angrenzende Gewerbebetriebe und Tourismus

  • z.B.: Dachmarke ‚Nationalparks AUSTRIA‘ als Werbe- und Imageträger:



Voraussetzungen:

  • Akzeptanz des Nationalparkkonzepts unter der einheimischen Bevölkerung

  • Lückenlose Kommunikation der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen

  • Problem:

  • finanzielle Bewertung einer Schutzlandschaft ist schwer möglich (intrinsischer Wert)



Längerfristige Leistung von Großschutzgebieten:

  • Erhalt von Biodiversität und Umweltschutz

  • Umweltbildung und Forschung

  • Beratung von Betrieben und Einzelpersonen

  • Internes und externes Regionalmanagement

  • Subjektive Einschätzung der Bevölkerung durch qualitativen Nutzen:

  • Sensibilisierung für Natur und Umwelt

  • Erholung

  • Konfliktminderung

  • Interessensvertretung

  • Sicherung von Arbeitsplätzen

  • bessere Lobby durch Imagegewinn



Volkswirtschaftliche Effekte von Nationalparks:

  • Kosten der Errichtung und des laufenden Betriebs

  • Gewinne aus touristischer Zusatznachfrage

  • Nutzungseinschränkungen für die Land- Forst- und Jagdwirtschaft

  • Wert eines intakten Ökosystems

  • Wertschätzung der Bevölkerung

  •  Jeder Cent,der im Wirtschaftszweig Nationalpark investiert wird, bewegt einen weiteren Cent







Beispiele der Regionalentwicklung:

  • Nationalpark Partnerbetriebe

  • NP Gesäuse

  • NP Kalkalpen

  • Initiative AULAND

  • NP Donau-Auen

  • Bioregion

  • NP Hohe Tauern  „Ja! Natürlich.“

  • Inter-Nationalpark

  • NP Thayatal

  • NP Neusiedler See

  • Besucherzentren

  • NP Donau-Auen  Schloss Orth



NP Partnerbetriebe – NP Gesäuse

  • Projekt: „Nationalpark Gesäuse Partnerbetriebe“- regional, ökologisch, kreativ

  • Aufbau eines Netzwerkes an Betrieben innerhalb der NP-Region mit enger Kooperation

  • Laufzeit: seit April 04, für 1 Jahr

  • Ziele:

  • Wirtschaftliche Stärkung der Region

  • Erhaltung des Juwels ‚Gesäuse‘

  • Gemeinsame und gegenseitige Vermarktung der Partner

  • Förderung der Kooperation zwischen naturnaher, kleinbäuerlich genutzter Kulturlandschaft und Tourismus

  • „Naturschutz geht durch den Magen“



NP Partnerbetriebe – NP Kalkalpen

  • Nationalpark Gütesiegel

  • Gütesiegelbetriebe

  • sind Partner des NPs

  • stehen für die Vernetzung der Landwirtschaft, des Gewerbes und des Tourismus mit dem NP

  • tragen zur Förderung der regionalen Identität bei



NP Partnerbetriebe – NP Kalkalpen

  • Gütesiegel:

  • verlässlicher Werbeträger für die Partner des NPs

  • Qualitätsgarantie für die Konsumenten



NP Partnerbetriebe – NP Kalkalpen

  • 3 beteiligte Gruppen:

  • Nationalpark-Bauen

  • Nationalpark-Partner

  • Nationalpark-Sponsoren



NP Partnerbetriebe – NP Kalkalpen

  • Nationalpark-Bauern

  • Anliegen ist die Erhaltung der Kulturlandschaft durch naturnahe

  • Landwirtschaft.

  • Kriterien:

  • Höfe müssen in einer NP-Gemeinde liegen

  • Biologische Bewirtschaftung (artgerechte Tierhaltung und Haltung urtümlicher Rassen, aber auch Pflanzung urtümlicher Obstsorten u.s.w.)

  • Pflege ökologisch wertvoller Flächen wie Trockenrasen, Streuobstwiesen, Hecken und Hohlwege



NP Partnerbetriebe – NP Kalkalpen

  • Nationalpark-Partner

  • sind ausgewählte Gewerbe-, Gastronomie- und

  • Dienstleistungsunternehmen aus der NP-Region.

  • Kriterien:

  • Erzeugen oder vertreiben ökologisch relevante Produkte oder bieten Dienstleistungen an

  • Verarbeiten Rohstoffe, die ohne schwere Umweltschäden und unter maßvollem Energieeinsatz gewonnen wurden

  • Entsorgen ihre Abfälle nach ökologischen Richtlinien

  • Verpacken ihre Produkte umweltfreundlich

  • Verwenden zum Transport umweltschonende Verkehrsmittel



NP Partnerbetriebe – NP Kalkalpen

  • Nationalpark-Sponsoren

  • können auch außerhalb der NP-Region liegen, haben aber einen Sinnzusammenhang mit dem NP bzw. dessen Zielen

  • unterstützen konkrete Sponsorprojekte oder finanzieren Publikationen



•Initiative AULAND - NP Donau-Auen

  • Natürliche Landwirtschaft

  • Bodenständige Gastronomie mit regionalen Spezialitäten

  • Vielfältiges touristisches Angebot



•Bioregion – Nationalpark Hohe Tauern

  • Bio-Landwirte als entscheidende Akteure für die Stärkung der regionalen Entwicklung

  • Eroberung einer Marktnische durch Bio-Produkte

  • Stärkere Vermarktung der regionalen Produkte und somit Erhöhung des Wertes der Region

  • Gute Vermarktung durch das Label „Natur- und Landschaftsschutz“



•Bioregion – Nationalpark Hohe Tauern

  • Biomarke „Ja! Natürlich“

  • Qualitativ hochwertige Produkte aus biologischer Landwirtschaft

  • Wirtschaften im Einklang mit der Natur

  • Transparenz vom Bio-Bauern bis zum Einkaufskorb

  • Bio-Höfe als Musterhöfe und Exkursionshöfe



•Inter-Nationalpark – NP Thayatal

  • Grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit dem angrenzenden tschechischen NP Podyjí

  • Gemeinsames Management für funktionierenden Naturschutz und Tourismus

  • Gemeinsame Veranstaltungen (z.B.: grenzüberschreitende Wanderungen)

  • Ziel: Verstärkter wirtschaftlicher Nutzen im Bereich Tourismus



Inter-Nationalpark – NP Neusiedler See - Seewinkel

  • Entwicklung eines gemeinsamen Besucherangebotes

  • Sprachkurse und gemeinsame Ausbildung der NP-Betreuer



NP Donau-Auen

  • Kein „Inter-Nationalpark“, weil die slowakischen Augebiete nicht mehr nationalparkwürdig sind

  • Hilfe durch praktisches Know-How und positive Beispielwirkung



Besucherzentren

  • Angebote, Veranstaltungen und Informationen über den Nationalpark:

  • Nationalpark Donau-Auen: Schloss Orth ab 4.Juni 2005 als Besucherzentrum

  • Nationalpark Thayatal: Nationalparkhaus nahe der Ortschaft Hardegg



Fazit

  • Langfristiger Naturschutz ist nur machbar, wenn eine Verknüpfung zur Regionalentwicklung besteht bzw. wenn man die ortsansässige Bevölkerung mit einbezieht






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