O schersleben (Bode) Stadtmagazin 2004/2005


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Berliner Straß

e

O



schersleben

(Bode)

Stadtmagazin

2004/2005

 

     

        


Vorwort

4

Stadtmagazin Oschersleben (Bode) 

3

Stadtmagazin Oschersleben (Bode)

Inhaltsverzeichnis & Impressum



Stadtmagazin Oschersleben (Bode), 2. Auflage 2004/2005

© Stadtmagazinverlag AS GmbH, Altlandsberg

Herausgegeben von der Stadtmagazinverlag AS GmbH in

Zusammenarbeit mit der Stadt Oschersleben (Bode).

Alle Rechte by Stadtmagazinverlag AS GmbH. Nachdruck,

Übertragung auf digitale Medien, sowie fotomechanische

und jede sonstige Wiedergabe, auch auszugsweise, nur mit

Genehmigung des Herausgebers.

Redaktion

Carmen Krickau, Carmen Lösel, Edgar Nemschok



Fotos

Carmen Krickau, Edgar Nemschok



PR-Redaktion und Fotos

Carmen Krickau



Satz und Produktion

Andreas Schönstedt, Oliver Seydel, Anna-Christine Klinger



Druckerei

allPrint Media GmbH, Berlin

Anschriften

Stadtmagazinverlag AS GmbH

Landsberger Straße 45

15 345 Altlandsberg

Tel. 03 34 39/7 79 47

Fax 03 34 39/7 79 48

E-Mail verwaltung@

stadtmagazinverlag.de



Geschäftsführer

Andreas Schönstedt

Die Verzeichnisse beruhen auf den Angaben der Oschersleben

(Bode). Der Verlag übernimmt für die Richtigkeit und Vollständigkeit

keine Gewähr. Die Broschüre wird von der AMA Marketing GmbH

kostenlos an die Haushalte der Stadt Oschersleben (Bode) verteilt.



Impressum

Büro Berlin/Brandenburg:

Frankfurter Chaussee 44b

15 370 Fredersdorf/Vogelsdorf

Tel. 03 34 39/5 47 40

Fax 03 34 39/54 74 29

E-Mail brb@

stadtmagazinverlag.de

Die Stadt Oschersleben (Bode) in Wort und Bild

Inhaltsverzeichnis,

Impressum .

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3



Vorwort 

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4

Das neue Maskottchen der Stadt .



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5



Interview mit dem Wirtschaftsförderer . . 8-9

Stadtverwaltung von Oschersleben (Bode) . 13

Wichtige Adressen und Telefonnummern . 17

Notrufe 


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18



Ärzteverzeichnis .

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19-20 


Da sind Sie platt! .

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28-29



Vereinsregister . . . . . . . . . . . . 30-36

Umgebungsplan .

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37

Trachtenverein der Volkssolidarität . .



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39



Rätsel um die Schinkelschmiede .

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41

Oschersleben (Bode) und seine Ortsteile



Alikendorf .

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42



Ampfurth .

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43

Andersleben .

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43

Beckendorf-Neindorf .



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44



Emmeringen .

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44



Groß Germersleben .

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45

Hordorf 


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45

Jakobsberg .



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46

Kleinalsleben .



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46

Neubrandsleben .



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47

Altbrandsleben .



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47

Hadmersleben .

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47

Hornhausen .



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48

Peseckendorf .

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48

Schermcke .

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49 


Übersichtsplan der Stadt und ihrer Ortsteile . 49

Stadtplan von Oschersleben .

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50-51

Motopark Oschersleben (Bode) . . . . . . 52

Service in der Stadt Oschersleben (Bode)

Alten- & Pflegeheim . . . . . . . . 21, 24-25

Ausbildungszentrum . . . . . . . . . . 26-27

Autohäuser .

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16,



17

Bäckerei,

Eiscafé .

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40

Balkon- & Systembau .



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14

Bowlingcenter .



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38

Elektrotechnik .

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10

Familienzentrum .



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22 



Fitnessstudio .

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18

Fliesenfachgeschäft .

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10

Hauskrankenpflege . . . . . . . . 22, 23, 24-25

Holzhandel .

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10



Hotels, Pensionen, Restaurants . . . 2, 38, 40

Immobilien- & Anlagegesellschaft . . . . . 15

Krankenhaus .

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20



Krisenberatung .

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15

Landwirtschaftsbetrieb .



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7

Logopädie .

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23

Maschinenbau .

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6



Menüservice .

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37

Modetreff .



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33

Musikschule .



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31

Orthopädieschuhmacher .

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21

Podologie .

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23

Rechtsanwälte .



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13,

15

Reisebüro .



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33

Sport- und Fanartikel . . . . . . . . . 35

Technisches Hilfswerk .

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31

Tiernahrung .



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36

Veranstaltungsräume .

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37



Vermessungsbüro .

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14

Wohnungsbaugesellschaften . . . . 11, 12, 15



Vorwort

4

Stadtmagazin Oschersleben (Bode) 

Vorwort

4

Vorwort



typisch Oschersleben (Bode)

4

5



Stadtmagazin Oschersleben (Bode)

D

ie Stadt Oschersleben



(Bode) hat viele Aushänge-

schilder, beispielsweise den

Wiesenpark, die Bode, den

MOTOPARK oder die Nicolai-

kirche, aber wohl nur ein wirk-

liches Maskottchen – den

Sämann. Das Original ist am

Eingang zur Bibliothek, die

Kopie im Wiesenpark zu

bewundern. Und seit 2004 ist er

auch als 27 Zentimeter großes

Terrakotta-Souvenir zu haben.

Und er geht wie die berühmten

warmen Semmeln.

Carmen

Lösel

von der Touristinfo

bestellt regelmäßig beim Verein

„Lebenshilfe für Behinderte

Kreisverein Burg e.V.“ nach.

Dort wird er nach Foto (das

etwa 30cm große Original-

modell ist spurlos verschwun-

den) in zwei Ausführungen

modelliert, in Terrakotta und in

grünlasiert. Nicht nur Oschers-

leber holen ihn sich nach

Hause.

Der Sämann geht



immer häufiger als Souvenir

und beliebtes Mitbringsel auf

Reisen. „Ich habe meiner Cou-

sine in Berlin einen

geschenkt“,

erzählt


Angelika Hilli-

ger

vom Kultur-

amt, „Sie ist hier

aufgewachsen

und hielt ihn

weinend in der

Hand,

ihren


Sämann aus der

Heimat! Da

wusste ich, der

Souvenir-

Sämann ist die

richtige Wahl

und das Typisch-

ste für Oschers-

leben (Bode).“

1913 vom Berli-

ner Bildhauer

Stephan Walter

erschaffen, gewann das Modell

mehrere Ausstellungen. Davon

fasziniert,

entschieden die

damaligen Stadtväter von

Oschersleben (Bode),

die


gespendeten 3.000 Mark vom

Kaufmann  Wilhelm Hone-



mann

für den Erwerb einer

Skulptur zu verwenden und so

den Denkmalsplatz zu erwei-

tern. Die Firma Metallrohre G.

Knodt 

aus Frankfurt/Main

wählte für die Umsetzung eine

Kupfertreibarbeit, also einen

Hohlkörper mit sehr dünner

Kupferhaut. Seiner Einschmel-

zung während der Kriege ent-

ging er nur, weil ihn jemand

angestrichen hatte. Allerdings

war er nach dem zweiten

Weltkrieg spurlos ver-

schwunden.

Laut 62 Seiten dicker Archivak-

te aus dem Stadtarchiv ent-

deckte der Stadtinspektor die

Plastik im Juli 1946 bei der

Schrotthandlung  Bertram. Bis

zum 29.04.1950 dauerte es noch,

bis die Standfigur restauriert

wieder aufgestellt werden

konnte.

Und jetzt ist der Sämann für



Oschersleben (Bode) das, was

für Burg der Trommler oder

Bremen die Stadtmusikanten

sind – ein Wahrzeichen und



Maskottchen.

Der Souvenir-Sämann erobert die Herzen

Carmen Lösel und Angelika Hilliger halten

voller Stolz die beiden erhältlichen Versionen

vom Souvenir-Sämann in den Händen

Der Sämann im Wiesenpark

unser Stadtmagazin 2004/2005 ist da! Damit halten Sie

viele interessante, spannende und vor allem nützliche

Geschichten und Informationen über unsere mehr als

1000jährige Vorharz-Stadt in der Hand.

Ausführlich können Sie sich ein Bild machen vom Leben

und von der wirtschaftlichen Situation in Oschersleben

(Bode). Die zahlreichen Firmenporträts zeugen von kon-

tinuierlicher Wirtschaftsentwicklung auch in der

momentan schwierigen Zeit.

Sicher ist der Ansiedlungsboom der 90er Jahre vorbei.

Und auch die Arbeitslosenquote von fast 20 Prozent

kann uns nicht zufrieden stellen. Genauso wenig die

damit einhergehende, anhaltende Ebbe in der Stadtkasse

Aber wir müssen uns dennoch nicht verstecken. Unser

bundes-, ja europaweit bekanntes Aushängeschild

MOTOPARK hat unsere Stadt nicht nur in die Herzen

der Motorsportfans gefahren, sondern auch entschei-

dend dazu beigetragen, dass sich Gastronomie und Ein-

zelhandel entwickeln konnte. Zählten wir vor dem Bau der Grand-Prix-Strecke jährlich ganze

8.000 Übernachtungen, sind es mittlerweile fast 35.000. Doch auch klein- und mittelständische

Unternehmer haben mit ihren außergewöhnlichen Ideen und ihrem Engagement Arbeitsplätze in

beachtlicher Anzahl geschaffen. Beste Beispiele: Pflege- und Betreuungszentrum Grit Köllmer,

Bäckerei Ruff, Sport-Drabe, Nehring-Isermeyer GbR oder Sondermaschinen Oschersleben GmbH.

Unser Stadtzentrum wird immer mehr wieder zum Anziehungspunkt für Jung und Alt. In der

Fußgängerzone kann man hervorragend shoppen, flanieren, Eis essen – diese kleinen Lichtblicke

machen uns doch auch optimistisch.

Und auch in den Ortsteilen und der Verwaltungsgemeinschaft wird Dorfleben attraktiv und

abwechslungsreich gestaltet.

Diese Vielfalt finden Sie in der informativen, unterhaltsamen und interessanten Broschüre wieder.

Ganz sicher werden Sie viel Neues über Ihren Wohn- und Lebensort erfahren, Menschen wieder

erkennen, die Sie bisher von einer ganz anderen Seite sahen, Firmen und Gewerbetreibende ent-

decken, die Sie noch nicht kannten. Und Sie werden das Heft vor allem aufgrund vieler wichtiger

Informationen und Telefonnummern jederzeit griffbereit in Reichweite haben. 

Ich wünsche Ihnen deshalb viel Spaß beim Lesen und eine angenehme Zeit in Oschersleben (Bode)

und Umgebung.

Ihr Bürgermeister Dieter Klenke

Liebe Einwohner und Gäste von 

Oschersleben (Bode),

Vorwort

4

Vorwort



4

Stadtmagazin Oschersleben (Bode) 

Moderne Produktion in und um Oschersleben (Bode)

6

7

Stadtmagazin Oschersleben (Bode)/Anzeigen



G

rell, bunt, farbenfroh – so

kennt man die Aufschrif-

ten auf Shampooflaschen,

Joghurtbechern, Kosmetikpro-

dukten,


Sektflaschen und

anderen täglichen Dingen aus

dem Supermarkt. Dass man so

unter Umständen ein Stück

Heimat nach Hause trägt, wis-

sen die wenigsten. Doch im

Gewerbegebiet am Pfeffer-

bach stellen zwei Dutzend

erfahrene Mitarbeiter mit per-

fekter Präzision Maschinen,

Systemkomponenten und

Einzelteile für die Druckin-

dustrie und andere Anlagen

her. Unter anderem eben auch

jene Flexodruckmaschinen für

grellbunte Etiketten und Auf-

schriften. Die sind gefragt in

ganz Europa.

Ihre einzigartige Kompetenz

stellt die Oscherslebener Spe-

zialfirma immer wieder in

ausgeklügelten,

technischen

Weiterentwicklungen unter

Beweis. Besondere Stärke des

seit 1997 bestehenden Unter-

nehmens: schnell, flexibel und

auf der Grundlage neuester

Technologien werden auf

Kundenwunsch individuelle

Einzelanfertigungen und Bau-

teile entwickelt, hergestellt,

montiert und bei Bedarf auch

gewartet.

Zufriedene Kunden in ganz

Europa sind nur ein deutlicher

Beweis für hervorragende

Arbeit. Ein weiterer ist die frei-

willige Überprüfung der Ein-

haltung von Qualitätsnormen

im Betrieb durch den TÜV.

Dazu gehören Termintreue,

Planung, Kalkulation, Wirt-

schaftlichkeit und Präzisions-

fertigung.

Selbstverständlich

besitzt die Sondermaschinen

Oschersleben GmbH dieses

Qualitätssicherungsmanage-

ment, sie ist zertifiziert nach

DIN EN ISO 9001:2000.

Sondermaschinen-Klasse

aus Oschersleben (Bode)

Sondermaschinen

Oschersleben GmbH

Am neuen Teich 13

39 387 Oschersleben(Bode)

Tel. 0 39 49/50 17 70

Fax 0 39 49/50 17 72

E-Mail: info@smo-gmbh.de

www.smo-gmbh.de

Hier gebaut – eine Flachstanzmaschine

Azubi Martin Jentzsch ist mit

der modernen Technik hier

schon ganz gut vertraut

Arbeitsvorbereiter Jan Oeding

am CNC-Fräszentrum

N

ichts gegen allgemein-



gültige Bauernregeln

sowie Erfahrungen und

Augenmaß des Bauern, aber

ohne modernste Technik auf

dem Feld und im Büro könn-

te heutzutage kein landwirt-

schaftlicher Betrieb mehr

bestehen. GPS auf Hochlei-

stungstraktoren,

Mähdre-


schern und Zuckerrüben-

Rodern,


computergestützte

Überwachung von der Aus-

saat bis zur Ernte sind Nor-

malität auch in den landwirt-

schaftlichen Betrieben der

Landwirte Nehring, Isermey-

er und Bückner im Oschers-

leber Ortsteil

Becken-

dorf.


Seit

1990


führen

die drei


erfolgreich zwei eigenständi-

ge Gesellschaften, die Eigen-

tums- und Pachtflächen

bewirtschaften sowie Dienst-

leistungen für andere Land-

wirte und Unternehmen

anbieten. Alle ihre zu bewirt-

schaftenden Flächen sind

komplett im Computer er-

fasst. Und selbst Düngung

und Einsatz von Pflanzen-

schutzmitteln werden exakt

am Computer berechnet.

„Damit ist jederzeit nachvoll-

ziehbar, ob und wenn ja, wo

Probleme aufgetreten sind“,

erklärt  Dr. Wolfgang Neh-

ring

,

Hauptinitiator und



einer der Mitinhaber des

modernen Land-

wirtschaftsbe-

triebes die

Funktionsweise der „gläser-

nen Landwirtschaft“.

Der

promovierte Landwirt setzt



mit seinen 15 Angestellten

die bis mindestens ins Jahr

1503 zurück reichende land-

wirtschaftliche Tradition  fort.

Das Unternehmen pflegt

zudem für kommunale Auf-

traggeber Hecken und

Gehölze in der Feldflur.



Atemberaubende Technik

in der modernen Landwirtschaft

Nehring-Isermeyer GbR

Günthersdorf GbR

Landwirtschaftlicher Betrieb

Nehring-Isermeyer-Bückner

Service GbR

Eggenstedter Straße 7

39 387 Oschersleben(Bode)

OT Beckendorf

Tel. 03 94 04/66 10 

Fax 0 39 49/6 61 25

bis hin zur Ernte, dank

modernster Technik ist der-

Landwirtschaftliche Betrieb so

erfolgreich

… über das düngen der Äcker

und Felder …

Von der Ausbringung des Saat-

gutes … 

Rübenernte um Beckendorf

Vorwort

4

Vorwort



4

Stadtmagazin Oschersleben (Bode) 

Interview mit dem Wirtschaftsförderer der Stadt Detlef Kohrs

8

9

Stadtmagazin Oschersleben (Bode)



K

ompetent, hartnäckig, mit

viel Geduld und möglichst

wenig Bürokratie setzt sich

Bürgermeister Dieter Klenke

persönlich für Oschersleben

(Bode) als attraktiven Wirt-

schaftsstandort ein: um die

ansässigen Firmen zu halten

und neue Investoren zu inter-

essieren. Wie wichtig ihm die-

ses Anliegen ist, zeigt auch,

dass der zuständige Mitarbei-

ter für Wirtschaftsförderung

dem Bürgermeister direkt

unterstellt ist. Mit dem Ver-

waltungsangestellten Detlef

Kohrs (53) sprach Carmen

Krickau.

Detlef Kohrs, was genau ist

Ihre Aufgabe als Wirtschafts-

förderer?

Wirtschaftsförderung ist auch

in einer Kleinstadt wie

Oschersleben (Bode) eine Auf-

gabe, die von wichtigen Berei-

chen der kommunalen Verwal-

tung berührt wird. Sie umfasst

alle Maßnahmen zur Verbesse-

rung der Faktoren, die die

Standortwahl und – erhaltung

der gewerblichen Wirtschaft

beeinflussen.

Bei einer der wesentlichsten

Aufgaben – der Unterneh-

mensansiedlung – wird das

erste gemeinsame Gespräch

mit einem Investor unter

Regie des Bürgermeisters

geführt. Hier wird geklärt: Wie

ist der Inhalt des Unterneh-

menskonzeptes? Kann die

Stadt sich unterstützend ein-

bringen? Ist die finanzielle

Absicherung dieser Investition

gewährleistet? Besteht Einver-

nehmen, werden die weiteren

Aufgaben zur Umsetzung des

Ansiedlungsvorhabens von

mir wahrgenommen. Wie etwa

die Abklärung einer mögli-

chen Fördermittelbereitstel-

lung und der sich hieraus

ergebenden Mitwirkung wei-

terer Behörden, die rechtsge-

schäftliche Vorbereitung  und

Abstimmung der Gewerbe-

flächenveräußerung, die Kon-

trolle und Begleitung bis zum

Eigentumsübergang,

die


Abstimmung mit weiteren

Ämtern und deren Einbezie-

hung in die praktische Ansied-

lungsphase.



Da haben Sie sicher nicht nur

Erfolge zu vermelden.

Ja, leider. Anfang der 90er, in

den ersten Bauabschnitten des

Gewerbegebietes,

setzte

bereits kurz nach genehmig-



tem Bebauungsplan ein regel-

rechter Ansiedlungs-Boom

ein. Der hielt bis 1996/97 an,

dann verliefen die Gewerbe-

ansiedlungen normal. In den

letzten zwei Jahren haben sie

drastisch abgenommen.

Wie ist das zu erklären?

Überall in Sachsen-Anhalt

entstanden interessante

Gewerbegebiete. Der damit

zunehmende Standortwettbe-

werb der Kommunen unter-

einander und die gleichzeitig

stagnierende gesamtwirt-

schaftliche Entwicklung sind

zwei wesentliche Faktoren.

Zudem hat eine Stadt wenig

Einfluss darauf, welcher Stan-

dort von einem Unternehmen

entsprechend seiner individu-

ellen Firmenentwicklung favo-

risiert wird.



Welche Standortvorteile bietet

Oschersleben (Bode)?

Eindeutig unsere zentrale

Lage in Sachsen-Anhalt und

darüber hinaus mitten in

Deutschland. Die Stadt liegt

direkt an der B 246, bis zur

Autobahn A 14 ist es durch

Ausbau der Fernverkehrs-

straße und Ortsumfahrungen

nur der berühmte Katzen-

sprung. Unsere Gewerbege-

biete sind voll erschlossen, wir

verfügen im dritten Bauab-

schnitt dieses Areals über

einen eigenen Gleisanschluss,

die Grundstückspreise sind

entsprechend ihrer Lage mit

7,50 bis 12,50 Euro pro Qua-

dratmeter moderat. Wir verfü-

gen über aktuell wie auch

historisch gewachsene wirt-

schaftliche Strukturen. Darü-

ber hinaus ist in Oschersleben

(Bode) seit 1997 eines der

modernsten Motorsportzen-

tren Europas angesiedelt.



„Fressen“ die Unternehmen

diese Standortbedingungen?

Ihre Frage klingt nach Schönre-

den. Aber bei uns sprechen die

Fakten für sich.Viele Geschäfts-

leute bestätigen uns immer wie-

der, dass es eine gute Wahl war,

ihr Unternehmen hier anzusie-

deln. Sicher haben auch wir

angesichts der allgemeinen

wirtschaftlichen Schwierigkei-

ten erlebt, dass ein Betrieb

Insolvenz anmelden musste

und das Gewerbegrundstück in

andere Hände gelangt. Den-

noch gibt es bei uns keine halb-

fertigen „Investitionsruinen“.

Insgesamt haben im Gewerbe-

gebiet und an der Anderslebe-

ner Straße fast 40 neue Unter-

nehmen ihren Sitz, die 1.100

Arbeitsplätze gebracht oder

gesichert haben.



Detlef Kohrs, welchen Einfluss

haben die so genannten weichen

Standortfaktoren?

Die sind keinesfalls zu unter-

schätzen. Auch hier bieten wir

eine gute „Infrastruktur“. Wir

haben ausreichend Kindergar-

ten- und Kinderkrippenplätze

in modernen Einrichtungen,

alle Schultypen sind vorhan-

den, inklusive Berufsschule.

Im neu gebauten Krankenhaus

im Ortsteil Neindorf direkt am

Naherholungsgebiet „Hohes

Holz“ gewährleistet das Ärzte-

und Schwesternteam eine gute

medizinische Behandlung.

Auch die Freizeiteinrichtungen

wie Kino,

Schwimmhalle,

Freibad, Sporthalle oder Vereins-

engagement lassen kaum Wün-

sche offen. Gute Einkaufsmög-

lichkeiten bieten unser Sonder-

gebiet Handel und die

kleineren und größeren

Geschäfte in der Innenstadt.

Allerdings müssen wir an der

Bereitstellung geeigneter

Eigenheimflächen weiter arbei-

ten. Ein für zirka 150 Bauplätze

erschlossenes Wohngebiet ist

bereits vollständig besiedelt.

Die anhaltende Nachfrage nach

guten und bezahlbaren Bau-

grundstücken zwingt uns zum

weiteren Handeln.

Das klingt nach sehr viel

geschafft und besten Bedingun-

gen. Warum ist die Stimmung

dennoch allgemein schlecht?

Weil man sich nicht auf seinen

Lorbeeren ausruhen, sondern

immer vorwärts kommen will,

oder? Sicher haben wir einiges

erreicht, auch dank mutiger

Eigeninitiative vieler Klein-

und Mittelständler. Aber wenn

man weiß, dass die Arbeitslo-

senquote trotz aller Anstren-

gungen nicht wesentlich unter

18 Prozent fällt, dann kann die

allgemeine Stimmung nicht

gut sein. Und wenn gerade

auch für viele unserer Jugendli-

chen hier in ihrer Heimat die

berufliche und damit die exis-

tentielle Perspektive fehlt, ist

das besonders schmerzhaft.

Ist hier nicht die Kommune in

der Pflicht?

Sicher, aber wir können selber

keine neuen Arbeitsplätze

schaffen, sondern nur mit unse-

ren Möglichkeiten begleitend

Einfluss nehmen. Die jährlich

zur Verfügung stehenden finan-

ziellen Mittel des Stadthaushal-

tes werden immer geringer, das

setzt auch die Wirtschaftsförde-

rung verstärkt unter Rechtferti-

gungszwang. Noch nie war die

Erwartungshaltung so groß wie

heute. Deshalb müssen wir

dringend neue Investoren

gewinnen, aber auch mit dem

Entwicklungspotential unserer

vorhandenen Unternehmen

versuchen, die hiesige Arbeits-

marktsituation zu verbessern.



Sind denn die Voraussetzungen

der Ansiedlung für neue Inves-

toren da?

Die haben wir in unserem

Gewerbegebiet am östlichen

Stadtrand. So wurde 2003 bei-

spielsweise der neue 4,7 Hektar

große fünfte Bauabschnitt

erschlossen. Damit können wir

attraktive Gewerbeflächen in

hervorragender Lage anbieten.

Übrigens, im dritten Bauab-

schnitt Südost, entsteht gerade

ein modernes neues Umspann-

werk der AVACON. Es soll vor-

aussichtlich im Frühjahr 2005 in

Betrieb genommen werden.



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