Ortsgeschichte von Sankt Nikola an der Donau Von Wolfgang Schachenhofer Aus der Geschichte von St. Nikola


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Chronologischer Überblick 

  926   Älteste Erwähnung des Strudels als „Paige“. 

  985   Säbnich mußte nach Lorch Zehent abliefern. 

1007   An  der  Stelle  der  heutigen  Pfarrkirche  stand  vermutlich  eine  Burgkapelle.  Die  Jahreszahl 

1007 befindet sich an der Ostseite der Kirche. 

1037   Erwähnung  des  Namens  „Boienstein“.  Diese  Burg  soll  nach  Georg  Grüll  den  Platz  der 

Kirche und des Pfarrhofes eingenommen haben. 

1141   Beatrix von CIam ließ ein Spital für die im Strudel und Wirbel Verunglückten erbauen. 

1147   Otto  von  Machland  stiftete  die  Burg  Säbnich  den  Augustiner-Chorherren  zur  Gründung 

eines Klosters. 

1161   übersiedelten die Mönche in das neuerbaute Kloster Waldhausen. 

1185   Der  Ort  St.  Nikola  erscheint  urkundlich  unter  dem  Namen  „Pahin“  auf.  In  einer  Urkunde 

stellte Papst Lucius III. die Stiftung von Beatrix unter päpstlichen Schutz. 

1234   ist das Schloß Werfenstein erstmals beurkundet. 

1391   wurde St. Nikola eine selbständige Pfarre. 

1394   Das Schloß Werfenstein kam in den Besitz der Habsburger und wurde eine Schutzstätte der 

Bedrängten. 

 

1399   Struden  hatte  ein  Pfleggericht.  Der  Pfleger  Hans  von  Stubenberg  erhielt  von  Herzog 



Albrecht  IV.  den  Auftrag,  die  Greiner  Bürger  beim  Be-  und  Entladen  der  Schiffe  zu 

beschützen. 

1404   erhielt der Burggraf Mert von Mertstetten einen ähnlichen Auftrag. 

1409  gehörte die Maut in Struden Herzog Albrecht V. 

1413 - 1416 kam die Burg Werfenstein vorübergehend in den Besitz des Hans von      Greisenecker. 

Dieser mußte sie aber, gegen Ersatz der Auslagen, an Herzog     Albrecht V. abtreten. 

1428  Einfall der Hussiten. 

1491  gehörte Sarmingstein mit Säbnich dem Landesfürsten Kaiser Friedrich III. Der Freiherr von 

Stettenburg, Heinrich von Prüschenk verwaltete die Burg. Das Pfleggericht in Sarmingstein 

wurde aufgehoben und der Ort kam zum Pfleggericht des Stiftes Waldhausen. 

1492  verkaufte der Kaiser die Herrschaft Werfenstein an den Grafen von Hardeck. 

1493  kam Werfenstein an den Burggrafen von Säbnich, Heinrich Prüschenk, der im selben 

Jahr die Heinrichsburg (heute Greinburg) erbauen ließ. 

1495  Heinrich Prüschenk wurde von Kaiser Maximilian I. auf dem Reichstag zu Worms mit der 

Grafschaft Machland belehnt und zum Grafen von Hardeck ernannt. Da er seinen ständigen 

Wohnsitz in Grein hatte, wurden die Burgen Säbnich und Werfenstein sehr vernachlässigt. 

1502  soll Kaiser Maximilian 1. auf der Burg Werfenstein übernachtet haben. 

1511  Am 4. Februar erhob Kaiser Maximilian I. die Orte St. Nikola und Sarmingstein zu 



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Märkten.  Aus  diesem  Jahr  stammt  auch  eine  Zeichnung  von  Albrecht  Altdorfer,  die 



Sarmingstein zeigt, und heute im Museum der Bildenden Künste in Budapest aufbewahrt ist. 

1513  Heinrich Prüschenk mußte die Burg Säbnich dem Kloster Waldhausen abtreten. Propst 

Conrad  erhielt  vom  Kaiser  die  Erlaubnis,  den  Turm  und  die  Bastei  wieder  aufzubauen, 

allerdings  unter  der  Auflage,  daß  diese  in  Kriegszeiten  ihm  und  seinen  Soldaten  jederzeit 

offenstehe. 

1530  Der Turm Langenstein wurde abgebrochen und das Material für die Verschanzungen gegen 

die heranrückenden Türken verwendet. 

1532  Auf der Burg Werfenstein und auf Säbnich waren wegen der Türkengefahr kaiserliche 

 

Truppen stationiert. 



1540  verunglückte  ein  Tiroler  Graf  im  Strudel.  (Vgl.  dazu  die  Sage  vom  Kreuz  auf  der  Insel 

Wörth.) 


1572  wurde  das  Pfleggericht  von  Struden  nach  Grein  verlegt.  Die  beiden  Märkte  Sarmingstein 

und St. Nikola erhielten das Marktwappen. 

1592  wurde Struden zum Markt erhoben und bekam ein Wappen. 

1603   Beginn der örtlichen Pfarrchronik. 

1605   dürfte es in Sarmingstein erstmals einen Schulmeister gegeben haben. 

1614   verstarben 90 Personen in der Pfarre. 

1617   Über 100 Personen sind im Lueg-Wasser ertrunken. 

1620   Der „Ortner auf dem Sattel“ wurde durch kaiserliche Soldaten erschossen. 

1637   verunglückte ein vornehmer Schreiber im Strudel. 

1645   Einfall der Schweden (1618— 1648 Dreißig- jähriger Krieg). 

1668   kaufte Georg Weinstäbel vom Bürger Stephan Grissenberger das Brauhaus zu      St. Nikola, 

das auch Burgstall genannt wurde. 

1669   kommt  im  Taufbuch  der  Name  Sigismund  Reichard  Luckened  vor;  nach  ihm  wurde  das 

Bürgerhaus Nr. 5, das Markthaus, benannt. 

1679/80      wütete  die  Pest  in  der  Pfarre  und  forderte  33  Todesopfer.  Da  auf  Anordnung  des    

Prälaten  Laurentius  von  Waldhausen  der  Friedhof  einige  Zeit  gesperrt  war,  wurden  drei 

Grafenleitnerkinder“, ein Knecht, drei Mägde und die Tochter Veronika des   Moosböck“. in 

der Nähe ihres Hauses begraben. 

1682   berichten die Annalen von einer großen Überschwemmung. 

1683   flohen viele erschöpfte und kranke Flüchtlin ge aus St. Andrä, Greifenstein, Königsstetten, 

Traismauer, Wien, Schönpichl und Klosterneuburg vor den Türken. 43 Flüchtlinge starben 

in der Pfarre und wurden am örtlichen Friedhof begraben. 

1684   scheint ein Lebensbrief des Marktes Sarmingstein auf. 

1685   kam  Andrä  Schalberger  von  Marbach  nach  Sarmingstein  und  wurde  als  Bürger  auf  dem 

Edelsitz in Sarmingstein Nr. 8 ansässig. 

1720   verunglückte ein Schuhmacher aus Grein tödlich. (Das ist vermutlich die Erbauungsursache 

der Achleitner-Kapelle.) 

1777 — 1791 ließ Kaiserin Maria Theresia das untere Eck des Haussteines sprengen, wodurch der 

Wirbel  etwas  gemäßigt  und  die  Gefahr  verringert  wurde.  Kaiser  Josef  II.  ließ  die  her 

vorragenden Felsen, welche die Schiffahrt am meisten gefährdeten, sprengen. 

1782   erhielt  die  Filialkirche  zu  Sarmingstein  von  Matthias  Kronberger,  dem  Beichtvater  Kaiser 

Josef II., aus der kaiserlichen Schatzkam mer ein Kreuz. 

1784   Aufhebung  des  Klosters  Waldhausen;  auch  die  gotische  Pfarrkirche  in  Struden  wird 

geschlossen. 

1785   Die Pfarre kommt zum neugegründeten Bistum Linz und zum Dekanat Pabneukirchen. 

1787   Der  Wasserstand  der  Donau  war  so  hoch,  daß  das  Bild  des  heiligen  Johannes  auf  dem 

Hausstein nur mehr mit dem Kopf aus dem Wasser ragte. 

1805 Der  Franzosenkrieg fordert  auch in  der Gemeinde St.  Nikola Todesopfer (das ist vermutlich 

das Erbauungsjahr der Sattler-Kapelle). 

1848   Märzrevolution und Bauernbefreiung. 

1849   wurde das Postamt in Sarmingstein eröffnet. 


 8 

 

1854   Der  Dampfer  „Kaiser  Franz  Josef“  hatte  einen  Unfall;  Beginn  der  Donau-



Regulierungsarbeiten. 

1862   Bei  einer  großen  Überschwemmung  wurde  das  Bauernhaus  auf  der  Insel  Wörth  von  den 

Fluten weggerissen. 

1866   Preußenkrieg — keine Auswirkungen in der Gemeinde. 

1873   wurde das Postamt in St. Nikola eröffnet. 

1879   wurde das Dekanat Pabneukirchen geteilt und das Dekanat Grein errichtet, zu dem auch St. 

Nikola gehört. 

1885   Josef  Strobl,  Mühlenbesitzer  und  Gastwirt  in  Sarmingstein,  bekam  als  erster  elektrisches 

Licht. 

1885/86   wurde die Sarmingsteinerstraße umgelegt. 



1899   war ein besonders starkes Hochwasserjahr. 

1909   Die  Lokalbahn  von  Krems  nach  Grein  wurde  eröffnet;  der  Bau  war  in  einem  Jahr  beendet 

worden. Bei den Felssprengungen wurden täglich bis zu 1200 Dynamitpatronen gezündet. 

1912   Ab diesem Jahr heißt der Ort St. Nikola an der Donau. 

1913   Das Luftschiff „Sachsen“ des Grafen Zeppelin, das von Baden-Baden nach Wien unterwegs 

war, konnte längere Zeit in St. Nikola beobachtet und bewundert werden. Im gleichen Jahr 

sank ein Donauschlepper. Bei diesem Unglück ertranken sieben Personen. 

1914 — 1918 Erster Weltkrieg. 

1919   bekam das erste Haus in St.Nikola, die Plochmühle, elektrisches Licht. 

1920   Das Hochwasser erreichte vom 8. — 10. September einen Höchststand von 11 Metern. 

1923   Neuerliches Hochwasser mit einem Höchst stand von 10,6 Metern. 

1937   Hundert  Jahre  vorher  war  das  Personenschiff  „Maria  Anna“  mit  eigener  Kraft  von  Wien 

nach  Linz  gefahren.  Anläßlich  dieses  Gedenkjahres  wurde  von  der  DDSG  ein 

Frachtdampfer mit ähnlichen Aufbauten wie die  „Maria Anna“ versehen; dieser unternahm 

die Jubiläumsfahrt. 

1939  Beginn des Zweiten Weltkrieges. 

1940  wurde  aus  verkehrstechnischen  Gründen 

der  Felsen  in  Sarmingstein  gesprengt. 

Dazu  findet  sich  in  der  Pfarrchronik 

folgender Spruch: 

„Der Stein ist weg, der Ort ist leer, 

es gibt jetzt nur ein Sarming mehr.“ 

1945  Ende des Zweiten Weltkrieges. 

1949  Ein  Bub  entschied  durch  das  Los  die 

Bürgermeisterwahl,  denn  ÖVP  und  SPÖ 

hatten  je  5  Mandate  erreicht;  das  Los 

entschied 

für 


Altbürgermeister 

Schneiderbauer. 

1953  betrug  der  Tiefststand  der  Donau  beim 

Strudner Pegel 73 cm. 

1954  wurde  ein  Hochwasserpegelstand  von 

13,58 m gemessen. 

1955  wurden  die  Stauwerkbauten  und  die  Ufer- 

verbauung  im  Staubereich  begonnen.  Am 

11. 

Mai 


wurde 

der 


Staatsvertrag 

unterzeichnet. 

1960  wurde 

ein 


Schneidereibetrieb 

im 


ehemaligen 

Arbeiterlager 

der 

Donaukraftwerke  gegründet. 



1962  war  die  Donau  von  Dezember  bis  März 

zugefroren. 

1974  gab es das erste Sonderpostamt in St. Nikola. 

 


 9 

 

1981  Die Marktgemeinde feiert am 6. Dezember die 800-Jahrfeier. 



 

 

 



 

 

                                                   



 

 

 



 

 

 



Die Geschichte der Schule 

 

 



 

 

 



 

 

 



Im  Jahre  1608  gab  es  in  Sarmingstein  eine  Privat  schule,  welche  in  dem  an  die  Kirche 

angrenzenden  Haus  untergebracht  gewesen  sein  soll.  Dem  „Schuelmeister“  wurden  am  15.  April 

1608 5 fl. ausbezahlt. Auch in St. Nikola scheint im gleichen Jahr die Abgabe von 12 fl. an einen 

„Schuelmeister“ auf. Im Jahre 1631 hat, laut Pfarrchronik, der Marktrichter von Sarmingstein dem 

„Schuelmeister“  in  St.  Nikola  4  fi.  bezahlt.  Demnach  scheint  in  diesem  Jahr  die  Privatschule  in 

Sarmingstein  nicht  mehr  bestanden  zu  haben.  Der  erste  Lehrer,  der  namentlich  aufscheint,  ist 

Bernhard  Sattelthaler.  Er  verstarb  im  Jahre  1684  und  soll  dreißig  Jahre  in  St.  Nikola  unterrichtet 

haben. 


Das Protokollbuch des Marktes St. Nikola erwähnt das erste Mal ein Schulhaus im Jahre 1771. Es 

war dies das Haus Nr. 14, das in nächster Nähe der Pfarrkirche stand. Bis zu diesem  

 

 

 



 

 

 



 

 


 10 

 

 



 

Zeitpunkt dürfte nur privat Schulunterricht erteilt worden sein. Im Jahre 1813 kaufte die Gemeinde 

das Haus Nr. 10, das der Familie Dietrich gehörte, und adaptierte es als Schulhaus. Das bestehende 

Gebäude war zu klein geworden, ein zweiter Unterrichtsraum wurde benötigt. Hatte dieses Gebäude 

lange  Zeit  den  Anforderungen  entsprochen,  so  traten  im  Laufe  der  Jahr  zehnte  die 

Unzweckmäßigkeiten der Schul- und Wohnräume sowie die Baufälligkeit des Hauses immer mehr 

in  den  Vordergrund.  Nach  dreijähriger  Beratungszeit  entschloß  man  sich  im Jahre  1905  zu  einem 

Neubau. Nach rascher Bautätigkeit konnte das neue Schulgebäude im Jahre 1906 eröffnet werden. 

Erst  am  16.  9.  1920  wurde  im  Schulhaus  das  elektrische  Licht  eingeleitet.  1949  wurde  eine 

Mansardenwohnung ausgebaut, die Klosetts mit einer Wasserspülung versehen und im Schulgarten 

ein  neuer  Zaun  montiert.  1951  wurde  ein  drei  Jahre  vorher  erbauter  Klassenraum  zu  einem 

Schülerbad  umgebaut.  Vier  Brausekabinen,  ein  Wannenbad  und  ein  Kesselraum  bildeten  die 

neugeschaffene Badeanlage. Die Gesamtbaukosten betrugen 100.000,— Schilling. 1952 bekam das 

Vorhaus die heutige Eternitverkleidung.  Zwei  Jahre später wurden die Wände der Klassenzimmer 

mit Hartfaserplatten verkleidet. Neue Schulmöbel und Schultafeln wurden angeschafft. 1957 baute 

man  die  Klosettanlagen  um.  Zehn  Jahre  später  ließ  man  die  Brausebäder  auf  und  errichtete  eine 

Garage.  1977  wurden  Garderobeständer  und  Schaukästen  angekauft,  ein  Jahr  später  das 

Konferenzzimmer  neu  eingerichtet.  1979  wurde  die  Leiterwohnung  zu  einem  Turnsaal  umgebaut; 

der  ehemalige  Werkraum  wurde  zu  einem  Proberaum  für  die  Musikkapelle.  1980  erhielt  das 

Volksschulgebäude neue Kunststoffenster. Für die nächsten Jahre ist die Restaurierung der Fassade, 

die  Erneuerung  der  Sanitäranlagen  und  der  Ankauf  neuer  Schulmöbel  geplant.  Nach  Abschluß 

dieser Arbeiten braucht das alte Gebäude einen Vergleich mit den modernen Schulanlagen nicht zu 

scheuen. 

 

Aus der Schulchronik 

 

In chronologischer Abfolge will der Autor nun interessante Begebenheiten, die in der Schulchronik 



stehen, wiedergeben. Es soll aber auch aufgezeigt wer den, wie sich das Schulwesen innerhalb eines 

Jahrhunderts veränderte. 

1856  Am 6. Dezember, dem Fest des Namenspatrones der Gemeinde, gab der Bezirksschul- 

rat über Ansuchen des Ortsschulrates erstmals unterrichtsfrei. 

1889  Die  Sommerferien  dauerten  vom  14.  Juli  bis  28.  Juli  und  die  Herbstferien  vom  15. 

September bis 13. Oktober. 

 


 11 

 

1890  Die  Chronik  vermerkt  einen  Zuwachs  der  Lehrmittel.  Die  Sammlung,  die  bisher  aus  28 



Schaustücken  bestand,  wurde  durch  einen  „Circel“  (gespendet  von  Schiffmeisterin  Josefa 

Schwaiger),  eine  „Insectensammlung“  (gespendet  vom  Verein  für  Naturkunde  in  Linz), 

einen  Flaschenzug  (gespendet  von  Norbert  Weinstabl).  mehrere  physikalische  Apparate 

(gespendet  vom  pract.  Arzt  Adolf  Karger,  Sarmingstein)  und  eine  Orientierungskarte 

(gespendet von Carl Reinold, k.k. Baudirector, Wien) erweitert. 

1891  Das Schuljahr begann am 1. Mai. 

1893  fand die erste öffentliche Ausstellung weiblicher Handarbeiten statt. 

1894  Der einzige Schulausflug begann um 13 Uhr und endete um 18 Uhr. 

1898  Die  Gesangsschüler  von  St.  Nikola,  unter  der  Leitung  von  Oberlehrer  Topitz,  gaben  im 

Gasthaus Schwaiger ein Konzert. 

1901  In  Oberösterreich  konnten  6,16%  der  männlichen  Einwohner  und  6,53%  der  weiblichen 

Einwohner weder lesen noch schreiben. 

1906  wurde das heutige Schulhaus erbaut und am 26. August eingeweiht. 

1908  Auf Grund einer Masernepidemie war über zwei Wochen unterrichtsfrei. 

Das 6ojährige Regierungsjubiläum von Kaiser Franz Josef wurde feierlich begangen. 

Seit Dezember durfte sich die hiesige Volksschule auf Grund eines Erlasses „Kaiser 

Franz Josef—Jubiläumsvolksschule“ nennen. 

1911  Der Schüler Josef Leimer aus Sand 20 ertrank bei der Überfuhr. 

1912  Die Schüler Johann Wimhofer und Cäcilia Burgstaller sind an Diphtherie verstorben. 

1916  Über Beschluß des Ortsschulrates gab es Anbauferien, Kartoffelferien und    Heuernteferien. 

Die Schülerin Aloisia Gintenreiter ist an Scharlach gestorben. 

1919  Die  Lehrpersonen  waren  zum  Unterschied  von  heute  schon  mit  35  Dienstjahren 

pensionsberechtigt,  mit  40  Dienstjahren  wurden  sie  von  Amtswegen  in  den  Ruhestand 

versetzt. 

1919  Der Zölibat der Lehrerinnen wurde aufgehoben. 

1923  Oberlehrer i. R. Anton Topitz wurde der Direktortitel verliehen. 

1937  erhielt Direktor i. R. Anton Topitz das „Österreichische Verdienstzeichen in Gold“. 

1938  Während des 2. Weltkrieges gab es keinen Ortsschulrat. Die Schülerin Helga Bassa verstarb 

an Diphtherie. 

 

1944  Die Schule wurde als Flüchtlingslager eingerichtet. Notunterricht wurde im Gasthaus 



Fannenböck erteilt und wegen Einsparung an Heizmaterial am 2. Februar eingestellt. 

Die  Lehrer  mußten  das  Flüchtlingslager  verwalten.  Infolge  der  Kriegswirren,  des 

Notunterrichtes und des Arbeitseinsatzes mussten alle Schüler das Schuljahr wiederholen. 

1948  Direktor Topitz starb im Alter von 91 Jahren. Er war Ehrenbürger der Marktgemeinde 

St. Nikola. 

 

Eine Schüleruntersuchung ergab, daß alle Kinder untergewichtig waren. 



1951   Im  neuen  Schülerbad  wurde  für  jede  Klasse  wöchentlich  eine  Stunde  Badezeit  festgelegt. 

Das Bad stand auch der Bevölkerung zur Verfügung. 

1956   Im März wurden noch Temperaturen um — 25°C gemessen. Im Oktober starke Schneefälle, 

die so arg waren, daß zwei Tage lang 90% der Schüler dem Unterricht fern blieben. 

1959   wurde der Schulberg gepflastert und der Schulgarten asphaltiert. 

1963   wurde die Zentralheizung eingebaut. 

1965   Parkettböden und Fließwasser in den Klassenzimmern. 

1969   Typhus-Epidemie in Oberösterreich. 

1971   In  der  Hauptschule  Grein  wurde  der  2.  Klassenzug  eingeführt.  Die  Volksschulober-stufe 

wurde aufgelassen, die Kinder müssen nun nach der 4. Schulstufe nach Grein fahren. 

1973   Beginn der Gratis-Schulbuchaktion und der Schülerfreifahrt. 

1975   Direktor Redl wurde der Berufstitel Oberschulrat verliehen. 

1977   Schülerausstellung in der Volksschule. 

1978   Die Künstler Wolf Url und Helmut Grubauer stellten ihre Werke in der Volksschule aus. 

1980   Ausstellung „Bäuerliches Handwerk“ und Fotoausstellung in der Volksschule. 


 12 

 

1981   300-Jahrfeier der Volksschule. 



 

 

Schülerstatistik 

 

Schulsprengeländerungen,  Geburtenrückgang  und  Abwanderung  der  Bevölkerung  in  die 



Zentralräume haben maßgeblichen Anteil am Rückgang der Schülerzahl: 

1870  130 

 

 

 



1930  146 

1880  153 

 

 

 



1940  145 

1890  182 

 

 

 



1950  130 

1900  160 

 

 

 



1960  108 

1910  204 

 

 

 



1970  121 

1920  172 

 

 

 



1980    38 

 

 



Die Leiter der Schule 

 

Bernhard Sattelthaler  



1676 – 1684   

Frieda Czerkauer 

1923 - 1925 

Johann Trieb   

 

1799 – 1830   



Josef Reisner   

1925 – 1935 

Alois Fischer   

 

1831 – 1869   



Franz Puchberger 

1935 - 1941 

Eduard Holzinger 

 

1869 – 1871   



Maria Graß 

 

1941 - 1945 



Johann Zehetner 

 

1871 – 1876   



 

 

 



 (prov. Leitung) 

Eduard Holzinger 

 

1876 – 1887   



Franz Puchberger 

1945 - 1946   Franz 

Niedermayer   

1887 – 1888   

Max Redl 

 

1946 - 1975   



 

 

 



 

(prov. Leitung) 

Wolfgang Renner 

1975 - 1976 

Anton Topitz   

 

1888 - 1923   



Wolfgang Schachenhofer  1976 – heute  

 

 



Lehrgehilfen und Lehrer 

 

 



 

 

 



Johann Plaimer 

 

1785 -   



 

Franz Puchberger 

1927 - 1935 

Josef Winkler  

 

1830 – 1831   



Maria Graß 

 

1935 - 1945 



Schachner 

 

 



Gehilfe 

 

Johann Heinz   



1937 - 1939 

Moser   


 

 

Gehilfe 



 

Hilde Pedroß   

1939 - 1940 

Streicher 

 

 

Gehilfe 



 

Frl. Platzer 

 

1940 - 1941 



Holzhai 

 

 



Gehilfe 

 

Frl. Wernhart   



1941 - 1946 

Simon Jenö 

 

 

Gehilfe 



 

Margarete Bruckmüller  1943 - 1944 

Barthauser 

 

 



Gehilfe 

 

Hermine Wegscheider  1944 - 1945   



Ferdinand Strigl 

 

1860 – 1869   



Josefine Aistinger 

1946 - 1947 

Adolf Wöß 

 

 



1870 – 1871   

Getraud Huyer 

1947 - 1954 

Damasus Asanger 

 

1871 – 1880   



Anna Trunetz   

1947 - 1948 

Karl Pramberger 

 

1880   



 

Franz Puchberger 

1948 - 1958 

Johann Schmied 

 

1880 – 1881   



Konrad Pilz   

1948 - 1952 

Josef Buchberger 

 

1881 – 1886   



Martha Neumann 

1954 - 1955 

Franz Rzesatz  

 

1886 – 1903   



Ingeborg Heumel 

1955 - 1956 

Franz Hinterholzer 

 

1891   



 

Gertrude Glaninger  1956 - 1957 

Josef Weiß 

 

 



1898   

 

Haager Edith   



1957 - 1958 

Friedrich Schmidt 

 

1903   


 

Elfriede Hübner 

1958 - 1967 

Friedrich Bertalotti 

 

1907 – 1910   



Judith Schachenhofer 1958 - 1961 

Rosa Frühwirt  

 

1907 – 1913   



Walter Balzarek 

1961 - 1963 

Otto Ahorner   

 

1908 – 1912   



Ingeborg Pabst 

1963 - 1964 

Karl Dimmel    

 

1911 – 1912   



Christine Spanner 

1965 - 1966 

Franz Mühlberger  

 

1912 – 1918   



Christine Oberlinnger  1966 - 1967 

Maria Fischill  

 

1913 – 1914   



Helene Geigle  

1967 - 1968 



 13 

 

Friedrich Oberhummer 



1913 - 1922    

Annemarie Aistleitner 1967 - 1970 

Friedrich Potrebujes   

1919 – 1920   

Wolfgang Renner 

1968 - 1977 

Hermine Simader 

 

1920 – 1921   



Eva Unterkreuter 

1970 - 1971 

Frieda Czerkauer 

 

1921 – 1935   



Gottfried Danreiter 

1971 - 1972 

Karl Leitner   

 

1922 – 1927   



Annemarie Kolomy  1972 - 1974 

Friedrich Rockenschaub 

1923   

 

Rosa Neudorfhofer 



1974 - 1975 

Franz Puchberger 

 

1923 – 1925   



Renate Kroiß   

1975 - heute 

Wilhelm Bayer 

 

1935 – 1937   



Ursula Puchberger 

1977 - heute 

 

 



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