Salzburger Landesrechnungshof Bericht Gemeinde St. Gilgen


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Salzburger Landesrechnungshof 
 
 
Bericht 
 
Gemeinde St. Gilgen 
 
 
 
 
Februar 2014 
 
 
003–3/151/6-2013 
 

Landesrechnungshof  
St. Gilgen 
 
 
Seite 2 
Kurzfassung 
 
Der LRH Salzburg überprüfte die Gebarung der Gemeinde St. Gilgen der Jahre  2010 
bis 2012. Prüfungsschwerpunkte waren: 
 

  St. Gilgener Fremdenverkehrseinrichtungs-GmbH (FREGES GmbH) 

  St. Gilgener Fremdenverkehrseinrichtungs-GmbH & Co KG (FREGES GmbH & 
Co KG) 

  Bewirtschaftung aller Betriebe der Gemeinde 

  Abwicklung von Bauprojekten einschließlich der Leistungsvergaben  

  Haushalts- und Finanzsituation 
 
Die Gemeinde St. Gilgen ist Alleingesellschafterin der FREGES GmbH und Komple-
mentärin sowie Kommanditistin der FREGES GmbH & Co KG. In beiden Gesellschaften 
bestehen Unvereinbarkeiten (Personalunion Bürgermeister und Geschäftsführer) und 
Kontrolldefizite (kein Vier-Augen-Prinzip, kein Aufsichtsrat). Derzeit hätte die Gemein-
devertretung die Möglichkeit, Kontrollen im Gesellschaftsvertrag vorzusehen. Der LRH 
regt den Landtag an,  entsprechende Vorgaben  in  die  Salzburger Gemeindeordnung 
aufzunehmen. 
 
Der LRH empfiehlt der Gemeinde zusätzlich Wertgrenzen für die Vergabe von Leistun-
gen durch den Geschäftsführer, die Gesellschafterversammlung oder anderer Organe 
(z.B. Aufsichtsrat) explizit in einer Geschäftsordnung zu regeln. 
 
Im Geschäftsjahr 2011/2012 wurden die in der Bilanz der FREGES GmbH als Verbind-
lichkeiten gegenüber der FREGES GmbH & Co KG in Evidenz gehaltenen Verlustan-
teile übriger Kommanditisten  berichtigt. Dadurch  wurde das Eigenkapital von einem 
negativen Wert von rund 1,4 Mio. Euro in einen positiven Bilanzwert von rund 
121.000 Euro verbessert. Am Ende dieses  Geschäftsjahres  bestanden  keine Verbind-
lichkeiten mehr gegenüber der FREGES GmbH & Co KG. 
 
Die Gemeinde St. Gilgen verzichtete gegenüber der FREGES GmbH & Co KG im Ge-
schäftsjahr 2011/2012 auf Forderungen in Höhe von rund 3,3 Mio. Euro. Dadurch ver-
ringerten sich  die Verbindlichkeiten der FREGES GmbH & Co KG gegenüber der Ge-

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St. Gilgen 
 
 
Seite 3 
meinde auf rund 300.000 Euro. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen 
hingegen durch Darlehensaufnahmen um rund 1 Mio. Euro. Im nächsten Geschäftsjahr 
ist  aufgrund der erhöhten  Bautätigkeit  mit einem weiteren Anstieg zu rechnen.  Durch 
Einsparungen bei den Aufwendungen verbesserte sich die  Ertragslage (Jahresgewinn: 
rund 43.000 Euro). 
 
Der LRH regt an, jährlich Wirtschaftspläne für die FREGES  GmbH  und die FREGES 
GmbH & Co KG zu erstellen und diese dem Voranschlag der Gemeinde beizufügen. Die 
Jahresabschlüsse der Gesellschaften sind der Gemeindevertretung zusammen mit dem 
Rechnungsabschluss  vorzulegen,  damit  diese  über die gesamte Vermögens-  und 
Schuldengebarung der Gemeinde informiert ist. 
 
Um die Bewirtschaftung der öffentlichen Einrichtungen betriebswirtschaftlich auszurich-
ten, ist das Führen von Kostenrechnungen essentiell. Daher empfiehlt der LRH die Er-
fassung und Bewertung des gesamten Anlagevermögens der  Gemeinde. Die Vermö-
genswerte, die der Abnutzung unterliegen, sind nach der voraussichtlichen Nutzungs-
dauer abzuschreiben. Die ermittelte Jahresabschreibung ist Teil der Vollkostenrech-
nung.  Ein vollständig bewertetes Anlagevermögen  ist auch bei der  Umstellung des 
Rechnungswesens der Gemeinden von der Kameralistik auf die doppelte Buchführung 
von Vorteil. 
 
Feststellungen und Empfehlungen des LRH zu den öffentlichen Einrichtungen: 
 

  Die  Wasserversorgungs-, Abwasser und Abfallbeseitigungsgebühren  sind ge-
setzeskonform zu ermitteln. Überschüsse sind zur Vorsorge für künftige Investi-
tionen einer gebundenen Rücklage zuzuführen. 

  Der Abgang aus der Bewirtschaftung des Seniorenwohnheimes „Haus Maria“ ist 
im Vergleich zu Seniorenheimen anderer Gemeinden um ein Vielfaches höher. 
Unabhängig von der Neuübernahme  des  Heims  ab März 2013, ist die  Ausga-
benstruktur zu evaluieren, um den Abgang nachhaltig zu senken. 

  Für Betriebe mit marktbestimmter Tätigkeit (z.B. Immobilien und bewirtschaftete 
Parkplätze)  ist eine selbständige wirtschaftliche Führung mit gesetzmäßiger 
Rechnungslegung umzusetzen. Zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit und Spar-

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St. Gilgen 
 
 
Seite 4 
samkeit ist eine Kosten-  und Leistungsrechnung zu führen.  Entsprechende Be-
triebsstatuten sind zu erlassen. 

  Für den Kinderbetreuungsbereich  soll  eine mittelfristige Leistungs-  und Finanz-
planung erstellt werden. Die Kostenstruktur ist aufgrund der Höhe des Zuschus-
ses der Gemeinde zu evaluieren. 
 
Bei  der Abwicklung von Investitionsprojekten der Gemeinde St. Gilgen bzw.  der 
FREGES GmbH & Co KG wurden  regelmäßig Entscheidungen ohne entsprechende 
Qualitäts-, Kosten-  und Terminziele getroffen. Durch die ungenaue Zuordnung der 
Kosten auf Bauwerk, Planung und Reserven ist eine Kostenverfolgung nur schwer mög-
lich.  Die  festgestellten  Kosten  wichen  deutlich  vom  ursprünglich genehmigten Kosten-
rahmen ab, wodurch sich auch die Finanzierung erschwerte. 
 
Bei  Beschaffungen im Zusammenhang mit Bauvorhaben verstießen die Gemeinde 
St. Gilgen bzw. die FREGES GmbH & Co KG gegen Bestimmungen des Bundesver-
gabegesetzes 2006. Zu bemängeln sind nicht nur formale Fehler (fehlende Begründung 
bei der Wahl von nur eingeschränkt gestatteten Verfahren, fehlender Verweis auf den 
Rechtsschutz, lückenhafte Dokumentation) sondern auch  Verstöße gegen die  Grund-
sätze des freien und lauteren Wettbewerbs (gezielte Anwendung von Verfahren ohne 
vorherige Bekanntmachung, kein Wechsel der eingeladenen Bieter, divergierende  Vor-
gangsweisen bei Angebotsmängeln). 
 
Der LRH sieht in der Wahl von intransparenten Vergabeverfahren und dem fehlenden 
Wechsel von Bietern ein sehr hohes Korruptionspotential. Deshalb fordert der LRH die 
Gemeinde bzw. FREGES GmbH & Co KG auf, künftig die Bestimmungen des Bundes-
vergabegesetzes 2006 einzuhalten. 
 
Die Organe der Gemeinde St. Gilgen hielten die Vorgaben der Salzburger Gemeinde-
ordnung grundsätzlich ein. Bei Überschreitungen des Voranschlags fehlten  aber  die 
Nachtragsvoranschläge und die zeitgerechte Genehmigung durch die Gemeindever-
tretung. 
 
Die Einnahmen und Ausgaben des ordentlichen Haushaltes wurden grundsätzlich ord-
nungsgemäß  budgetiert.  Das Rechnungswesen der Gemeinde St. Gilgen wies eine 

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St. Gilgen 
 
 
Seite 5 
nachvollziehbare Gebarung auf. Die  Ergebnisse  des  ordentlichen und außerordent-
lichen Haushaltes schwankten stark. Die Einnahmen entwickelten sich positiv, was vor 
allem auf den  Anstieg der Kommunalsteuer  auf  Grund  erfolgreicher  Betriebsansied-
lungen zurückzuführen ist. 
 
Die  Analyse des Rechnungsquerschnitts (2002-2012)  zeigte, dass sich die finanzielle 
Situation der Gemeinde tendenziell verbesserte. In den letzten Jahren konnte  sie 
durchgehend ein positives administratives Jahresergebnis erwirtschaften  und den 
Schuldenstand kontinuierlich reduzieren. Dennoch belasten die hohe Verschuldung und 
die damit verbundenen Zins-  und Tilgungszahlungen  (2012: rund 1,3 Mio.  Euro)  den 
Haushalt. Die Gemeinde verfügt nur über ein äußerst geringes Potential zur Bildung von 
Rücklagen und muss daher Investitionsvorhaben durch Förderungen und Fremd-
kapitalaufnahmen finanzieren. Aufgrund der langen Laufzeit der Darlehen für den 
Kanalbau, die den Hauptanteil der Fremdkapitalbelastung darstellen, ist in den kom-
menden Jahren nur mit einer geringen Entlastung zu rechnen.  
 
Zu Haushalt und Finanzen fordert und empfiehlt der LRH: 
 

  Im außerordentlichen Haushalt ist das Einzeldeckungsprinzip strikt zu beachten. 
Auf Grundlage des mittelfristigen Finanzplans  sollte die Gemeinde  Budget  und 
Investitionen über mehrere Rechnungsperioden detailliert planen.  

  Veranschlagte Mittel für noch nicht begonnene Vorhaben sind einer gebundenen 
Rücklage zuzuführen.  

  Die  Gemeindevertretung  soll  Vorgaben beschließen, die das Vorgehen bei 
Kreditübertragungen und überplanmäßigen Ausgaben regeln.  

  Der Überprüfungsausschuss soll  den Budgetvollzug mindestens halbjährlich 
kontrollieren;  besonderes Augenmerk ist auf Kreditüberschreitungen und die 
Entwicklung von haushaltsrelevanten Budgetpositionen zu legen.  

  Die Gemeinde soll eine  Betriebsmittelrücklage  bilden, deren  Höhe im Voran-
schlag budgetiert wird. Auflösungen sind in den Folgejahren aufzufüllen. 

  Das Prinzip der Bruttoverrechnung ist zu beachten. 

  Der Erwerb der WOTEG-Beteiligung im Jahr 2012 ist im Rechnungsabschluss in 
der korrekten Höhe darzustellen.  

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St. Gilgen 
 
 
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  Die Vergnügungssteuer sollte entweder im vollen Umfang eingehoben  oder ab-
geschafft werden. 

  Werden  Objekte, die sich im Eigentum der Gemeinde St. Gilgen befinden oder 
angemietet werden, Dritten überlassen, sind Nutzungsvereinbarungen abzu-
schließen. 
 
Der LRH macht darauf aufmerksam, dass ab  1. Jänner 2013  im  Voranschlag und 
Rechnungsabschluss zusätzlich zum Maastricht-Ergebnis auch die Verbindlichkeiten 
von Gemeindeimmobiliengesellschaften auszuweisen  sind. Dies soll den Informations-
gehalt  des Voranschlags und Rechnungsabschlusses  verbessern und eine Gesamt-
übersicht über die Verbindlichkeiten der Gemeinde ermöglichen. 
 
.
 
 

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St. Gilgen 
 
 
Seite 7 
I n h a l t s v e r z e i c h n i s 
 
Abkürzungsverzeichnis ...................................................................................... 10
 
1.
 
Vorbemerkungen ...................................................................................... 11
 
1.1.
 
Umfang der Prüfung............................................................................................. 11
 
1.2.
 
Aufbau des Berichtes ........................................................................................... 11
 
2.
 
Allgemeines ............................................................................................... 13
 
2.1.
 
Die Gemeinde St. Gilgen ..................................................................................... 13
 
2.2.
 
Gemeindevertretung und Sitzungen der Organe .................................................. 14
 
2.3.
 
Personalstand und Personalaufwand ................................................................... 18
 
3.
 
Haushalts- und Finanzsituation ............................................................... 22
 
3.1.
 
Haushaltsentwicklung .......................................................................................... 22
 
3.2.
 
Rücklagen ............................................................................................................ 30
 
3.3.
 
Fremdfinanzierungen, Haftungen und Schuldenstand .......................................... 31
 
3.4.
 
Rechnungsquerschnitt ......................................................................................... 35
 
3.5.
 
Rechnungsquerschnittsanalyse ........................................................................... 37
 
3.5.1.
 
Quote freie Finanzspitze ...................................................................................... 38
 
3.5.2.
 
Eigenfinanzierungsquote I und II .......................................................................... 39
 
3.5.3.
 
Schuldendienstquote ........................................................................................... 40
 
4.
 
Feststellungen zur Gebarung .................................................................. 43
 
4.1.
 
Rechtsgrundlagen ................................................................................................ 43
 
4.2.
 
Gebarung des Jahres 2010 .................................................................................. 45
 
4.3.
 
Gebarung des Jahres 2011 .................................................................................. 47
 
4.4.
 
Gebarung des Jahres 2012 .................................................................................. 49
 
4.5.
 
Mittelfristige Finanzplanung ................................................................................. 54
 

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St. Gilgen 
 
 
Seite 8 
5.
 
Anlagevermögen ....................................................................................... 56
 
6.
 
Öffentliche Einrichtungen ........................................................................ 58
 
6.1.
 
Allgemeines zu den Betrieben mit marktbestimmter Tätigkeit .............................. 58
 
6.2.
 
Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung ..................................................... 61
 
6.3.
 
Abfallbeseitigung ................................................................................................. 63
 
6.4.
 
Seniorenwohnheim „Haus Maria“ ......................................................................... 65
 
6.5.
 
Bewirtschaftung von Immobilien........................................................................... 67
 
6.6.
 
Parkplatzbewirtschaftung ..................................................................................... 69
 
6.7.
 
Kindergarten ........................................................................................................ 71
 
6.8.
 
Bauhof ................................................................................................................. 72
 
6.9.
 
Feuerwehr ........................................................................................................... 74
 
7.
 
Verträge der Gemeinde ............................................................................ 76
 
7.1.
 
Versicherungs- und Bestandsverträge ................................................................. 76
 
7.2.
 
Sonstige Vereinbarungen .................................................................................... 77
 
8.
 
Abwicklung von Bauvorhaben durch die Gemeinde bzw. die  
FREGES GmbH & Co KG.......................................................................... 79
 
8.1.
 
Erweiterung Volksschule Abersee ........................................................................ 79
 
8.2.
 
Abwasserbeseitigungsanlage Scharfling - Oberburgau ........................................ 81
 
8.3.
 
Leitungskataster Ortskanalisation ........................................................................ 81
 
8.4.
 
Straßenbauvorhaben ........................................................................................... 82
 
8.5.
 
Kulturhaus St. Gilgen ........................................................................................... 83
 
8.6.
 
Umbau Volksschule und Hauptschule St. Gilgen ................................................. 84
 
9.
 
Beteiligungen und Unternehmen ............................................................ 90
 
9.1.
 
Allgemeines ......................................................................................................... 90
 
9.2.
 
Wirtschaftliche Unternehmungen ......................................................................... 90
 
9.3.
 
St. Gilgener Fremdenverkehrseinrichtungs-GmbH ............................................... 92
 

Landesrechnungshof  
St. Gilgen 
 
 
Seite 9 
9.3.1.
 
Rechtliche Grundlagen ........................................................................................ 92
 
9.3.2.
 
Jahresabschlüsse ................................................................................................ 96
 
9.3.2.1.
 
Vermögenslage .................................................................................................................... 96
 
9.3.2.2.
 
Ertragslage ........................................................................................................................... 99
 
9.4.
 
St. Gilgener Fremdenverkehrseinrichtungs-Gesellschaft m.b.H. & Co KG ......... 100
 
9.4.1.
 
Allgemeines ....................................................................................................... 100
 
9.4.2.
 
Rechtliche Grundlagen ...................................................................................... 101
 
9.4.3.
 
Jahresabschlüsse .............................................................................................. 103
 
9.4.3.1.
 
Vermögenslage .................................................................................................................. 103
 
9.4.3.2.
 
Ertragslage ......................................................................................................................... 108
 
9.5.
 
Verträge der FREGES GmbH & Co KG ............................................................. 110
 
9.5.1.
 
Baurechtsvertrag ............................................................................................... 110
 
9.5.2.
 
Pachtvertrag Gemeinde St. Gilgen mit Herrn L. ................................................. 110
 
9.5.3.
 
Sacheinlagevertrag Liegenschaft Gschwand, Seestraße 3 (VS Abersee) .......... 111
 
9.5.4.
 
Sacheinlagevertrag Erweiterung Volks- und Hauptschule St. Gilgen ................. 111
 
9.5.5.
 
Mietvertrag für Liegenschaft St. Gilgen, Aberseestraße 13 (VS u. HS) .............. 112
 
9.5.6.
 
Mietvertrag für Liegenschaft Gschwand, Seestraße 3 (VS Abersee) .................. 112
 
9.5.7.
 
Mietvertrag, St. Gilgen, Lienbacherweg 3 (Seestüberl) ...................................... 113
 
9.5.8.
 
Mietvertrag, St. Gilgen, Mondseestraße 14 ........................................................ 113
 
9.5.9.
 
Kreditvertrag Sanierung/Erweiterung Volksschule Abersee ............................... 114
 
9.5.10.
 
Sonstige Sachverhalte zu Bestandverhältnissen ................................................ 114
 
10.
 
Anhang .................................................................................................... 116
 
10.1.
 
Anhang 1: Finanzkennzahlen für Gemeinden .................................................... 116
 
10.2.
 
Anhang 2: Exkurs Bundesvergabegesetz 2006 .................................................. 121
 
10.3.
 
Gegenäußerung der Gemeinde St. Gilgen am Wolfgangsee ............................. 123
 
 
 

Landesrechnungshof  
St. Gilgen 
 
 
Seite 10 
Abkürzungsverzeichnis 
 
Abs 
Absatz 
a.o. 
außerordentlich 
 
BVergG   Bundesvergabegesetz 
 
ESVG  
Europäisches System volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen  
 
FREGES  St. Gilgener Fremdenverkehrseinrichtungs-Gesellschaft  
 
GAF 
Gemeindeausgleichsfonds 
GdO  
Salzburger Gemeindeordnung 1994 
GHV  
Gemeindehaushaltsverordnung 1998  
 
idgF 
in der geltenden Fassung 
iVm 
in Verbindung mit  
 
LGBl 
Landesgesetzblatt  
LRH  
Landesrechnungshof  
 
RA  
Rechnungsabschluss  
 
VA  
Voranschlag 
VRV 
Voranschlags- und Rechnungsabschlussverordnung  
VZÄ 
Vollzeit-Äquivalent 
 
WOTEG  Wolfgangsee Tourismusentwicklung GmbH in St.Gilgen 
Z   
Ziffer
 

Landesrechnungshof  
St. Gilgen 
 
 
Seite 11 
1. 
Vorbemerkungen 
 
1.1. 
Umfang der Prüfung 
 
(1)  Seit 1. April 2012 zählt die Überprüfung der Gebarung von Gemeinden mit weniger als 
10.000 Einwohnern zu den Aufgaben des Landesrechnungshofes (LRH).
1
 Die Kriterien 
für die Auswahl der ins Prüfprogramm aufzunehmenden Gemeinden sind in einer vom 
LRH erstellten Richtlinie dokumentiert.
2
 
 
Die Prüfung der Gemeinde St. Gilgen durch den LRH umfasste die Gebarung der Ge-
meinde der Jahre 2010 bis 2012. Schwerpunkt bildete die Haushalts- und Finanzsitua-
tion, die Beteiligung an der St. Gilgener Fremdenverkehrseinrichtungs-GmbH sowie 
GmbH & Co KG, die betriebswirtschaftliche Führung der Betriebe, die Vergabe von 
Leistungen, die Abwicklung von Bauvorhaben und die ordnungsgemäße Errichtung von 
Verträgen. Zu diesem Zweck prüfte der LRH die Rechnungslegung und führte eine um-
fangreiche Belegprüfung der Geschäftsfälle durch.  Ebenso waren Gegenstand der 
Prüfung die Bestand-  und Darlehensverträge sowie Gemeindevertretungsprotokolle. 
Während der Prüfung erfolgte ein direkter Zugriff auf die elektronischen Daten der Ge-
meinde über das IT-System. Alle angeforderten Unterlagen wurden dem LRH zur Ver-
fügung gestellt.  
 
 


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