Salzburger Landesrechnungshof Bericht Gemeinde St. Gilgen


Gesamt 10.130.900 10.439.330


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Gesamt
10.130.900 10.439.330
3,0 10.130.900
9.829.722
-3,0
Überschuss
609.608
Summe
10.439.330
10.439.330
Ordentlicher Haushalt 2010
Einnahmen
Ausgaben

Landesrechnungshof  
St. Gilgen 
 
 
Seite 46 
schaft“ kompensieren konnten. Dies führte im ordentlichen Haushalt zu einem Über-
schuss von rund 610.000 Euro.  
 
 
 
Im außerordentlichen Haushalt fehlte bei den Vorhaben „Hauptschule“, „Fremdenver-
kehrsförderung“ und „Ländliches  Wegenetz  -  FELS“ der Voranschlag, obwohl rund 
333.000 Euro an Einnahmen und Ausgaben anfielen.
32
 Veranschlagt, aber nicht begon-
nen wurden die Sanierung der Turnhalle in der Volksschule St. Wolfgang, die Sanie-
rungs-  und Erweiterungsarbeiten in der Volksschule St. Gilgen, der Hauptschule 
St. Gilgen und der Bau des Kulturhauses St. Gilgen.
33
 Für die Erweiterung und Sanie-
rung der Volksschule Abersee waren im Voranschlag 2010 rund 700.000 Euro vorge-
sehen, beansprucht wurden letztlich nur rund 21.000 Euro. In Summe wurden Projekte 
mit einer Investitionssumme von rund 1,2 Mio. Euro nicht umgesetzt. 
                                                
32
  Unter dem Projekt „Fremdenverkehrsförderung“ wurde der Ankauf von Anteilen der WOTEG haushaltsmäßig abgewickelt. 
33
  Die Sanierung der Turnhalle in der Volksschule St. Wolfgang wird von der Gemeinde St. Wolfgang durchgeführt, die nicht, wie 
vereinbart, im Jahr 2010 eine Teilrechnung über bereits erbrachte Leistungen gelegt hat. 
Vorhaben
Bezeichnung
VA
RA - Soll
Abw. 
(in %)
VA
RA - Soll
Abw. 
(in %)
212
Hauptschule
0
30.000
0
2.944
771
Fremdenverkehrsförderung
0
250.000
0
250.000
61207
Zinkenbachbrücke - Neubau
125.600
304.000
142,0
125.600
118.114
-6,0
61208
Ländliches Wegenetz - FELS
0
52.911
0
79.866
85392
Mozarthaus St. Gilgen
500.000
500.000
0,0
500.000
500.000
0,0
211001
VS St. Wolfgang - 
Turnhallensanierung
64.000
0 -100,0
64.000
0 -100,0
211101
VS St. Gilgen - Sanierung
77.500
0 -100,0
77.500
0 -100,0
211201
VS Abersee - Erweiterung u. 
Sanierung
695.000
20.859
-97,0
695.000
20.859
-97,0
212001
Hauptschule St. Gilgen - 
Erweiterung u. Sanierung
244.000
0 -100,0
244.000
0 -100,0
213001
Sonderschule Thalgau - 
Neubau
41.900
172.000
310,5
41.900
43.000
2,6
612001
Gemeindestraßen - 
Wiederherstellung
100.000
326.000
226,0
100.000
197.871
97,9
851401
ABA Oberburgau, BA 11
0
0
0
9.524
853101
Kulturhaus Aberseestr. 11
151.000
0 -100,0
151.000
0 -100,0
1.999.000
1.655.770
-17,2
1.999.000
1.222.177
-38,9
Abwickl. Ergebnis Vorjahr(e)
0
316.245
Gesamt_1.999.000_1.655.770_-17,2_1.999.000_1.538.422_-23,0'>Gesamt
1.999.000
1.655.770
-17,2
1.999.000
1.538.422
-23,0
Überschuss
117.348
Summe
1.655.770
1.655.770
Einnahmen
Ausgaben
Außerordentlicher Haushalt 2010

Landesrechnungshof  
St. Gilgen 
 
 
Seite 47 
Im Gegensatz dazu kam es bei den Vorhaben „Zinkenbachbrücke Neubau“, „Gemein-
destraßen - Wiederherstellung“ und „Sonderschule Thalgau - Neubau“ gegenüber dem 
Voranschlag zu Mehreinnahmen von rund 535.000 Euro, die veranschlagten Ausgaben 
wurden um rund 91.000 Euro überschritten. Gesamt betrachtet bedingten diese Ent-
wicklungen Einnahmen im außerordentlichen Haushalt, die um 17,2 % und Ausgaben, 
die um 38,9 % geringer als veranschlagt ausfielen. Unter Berücksichtigung der Vorjah-
resergebnisse verblieb im außerordentlichen Haushalt ein Überschuss in Höhe von 
117.348 Euro. 
 
 
4.3. 
Gebarung des Jahres 2011 
 
(1)  Die folgenden beiden Tabelle geben einen Überblick über die Einnahmen  und Aus-
gaben des ordentlichen und des außerordentlichen Haushaltes des Jahres 2011 ein-
schließlich der Abweichungen vom Voranschlag: 
 
 
 
Ansatz 
Gruppe
Bezeichnung
VA
RA - Soll
Abw. 
(in %)
VA
RA - Soll
Abw. 
(in %)
0
Vertretungskörper und 
allgemeine Verwaltung
26.500
27.698
4,5
808.600
744.700
-7,9
1
Öffentliche Ordnung und 
Sicherheit
36.500
35.260
-3,4
171.000
151.130
-11,6
2
Unterricht, Erziehung, Sport 
und Wissenschaft
355.400
425.095
19,6
1.400.000
1.695.108
21,1
3
Kunst, Kultur u. Kultus
900
1.584
76,0
222.400
244.143
9,8
4
Soziale Wohlfahrt und 
Wohnbauförderung
0
14.263
505.200
504.432
-0,2
5
Gesundheit
5.400
5.423
0,4
476.100
466.434
-2,0
6
Straßen- und Wasserbau, 
Verkehr
270.200
474.062
75,4
867.000
895.782
3,3
7
Wirtschaftsförderung
10.300
688
-93,3
598.500
559.047
-6,6
8
Dienstleistung
4.730.100
4.629.205
-2,1
4.916.800
4.805.962
-2,3
9
Finanzwirtschaft
4.950.000
5.309.835
7,3
1.264.400
1.415.100
11,9
Zwischensumme
10.385.300 10.923.114
5,2 11.230.000 11.481.837
2,2
Abwickl. Ergebnis Vorjahr(e)
844.700
844.682
0,0
Gesamt
11.230.000 11.767.795
4,8 11.230.000 11.481.837
2,2
Überschuss
285.958
Summe
11.767.795
11.767.795
Ordentlicher Haushalt 2011
Einnahmen
Ausgaben

Landesrechnungshof  
St. Gilgen 
 
 
Seite 48 
Im Haushaltsjahr 2011 wurden die veranschlagten Einnahmen durchwegs übertroffen. 
Die Mindereinnahmen in den Gruppen „Vertretungskörper und allgemeine Verwaltung“, 
„Wirtschaftsförderung“ und „Dienstleistungen“ fallen betragsmäßig so gering aus, dass 
in Summe die Einnahmen 5,2 % über den Prognosewerten des Voranschlags lagen. 
Signifikante Mehrausgaben in den Gruppen „Unterricht, Erziehung, Sport und Wissen-
schaft“, „Kunst, Kultur und Kultus“, „Straßen- und Wasserbau, Verkehr“ und „Finanzwirt-
schaft“ führten dazu, dass die Ausgaben die veranschlagte Höhe um 2,2 % überstiegen. 
Minderausgaben in den anderen Gruppen konnten diese Entwicklung nicht kompen-
sieren. Im Endergebnis wurde im ordentlichen Haushalt ein Überschuss in der Höhe 
von 285.958 Euro erwirtschaftet. 
 
 
 
Die Einnahmenseite des außerordentlichen Haushalts zeigt im Jahr 2011 im Vergleich 
zum Voranschlag Mindereinnahmen in Höhe von rund 909.000 Euro, denen Mehrein-
nahmen von rund 219.000 Euro gegenüberstehen. In weiterer Folge wurden die prog-
nostizierten Einnahmen um 37,2 % unterschritten. Ausgabenseitig kam es zu Minder-
Vorhaben
Bezeichnung
VA
RA - Soll
Abw. 
(in %)
VA
RA - Soll
Abw. 
(in %)
212
Hauptschule
0
13.401
0
40.457
612
Gemeindestraßen
0
0
0
0
2591
Jugendzentrum
0
50.000
0
0
61207
Zinkenbachbrücke - Neubau
0
3.191
0
0
61208
Ländliches Wegenetz - FELS
80.000
35.311
-55,9
80.000
8.356
-89,6
211001
VS St. Wolfgang - 
Turnhallensanierung
64.000
0 -100,0
64.000
0 -100,0
211101
VS St. Gilgen - Sanierung
77.500
100.000
29,0
77.500
0 -100,0
211201
VS Abersee - Erweiterung u. 
Sanierung
695.000
112.279
-83,8
695.000
12.279
-98,2
212001
HS St. Gilgen - Erweiterung u. 
Sanierung
244.000
100.000
-59,0
244.000
0 -100,0
123001
Sonderschule Thalgau - 
Neubau
0
0
0
0
612001
Gemeindestraßen - 
Wiederherstellung
202.700
332.900
64,2
202.700
174.276
-14,0
851401
ABA Oberburgau, BA 11
340.000
293.128
-13,8
340.000
188.312
-44,6
853101
Kulturhaus Aberseestraße 11
151.000
124.000
-17,9
151.000
208.680
38,2
Zwischensumme
1.854.200
1.164.210
-37,2
1.854.200
632.360
-65,9
Abwickl. Ergebnis Vorjahr(e)
0
155.185
0
37.837
Gesamt_11.892.600_12.585.091_5,8_11.892.600_11.544.818_-2,9'>Gesamt
1.854.200
1.319.395
-28,8
1.854.200
670.197
-63,9
Überschuss
649.198
Summe
1.319.395
1.319.395
Einnahmen
Ausgaben
Außerordentlicher Haushalt 2011

Landesrechnungshof  
St. Gilgen 
 
 
Seite 49 
ausgaben in Höhe von rund 1,3 Mio. Euro. Die veranschlagten Ausgaben wurden damit 
um 65,9 % unterschritten. Die Mehrausgaben von knapp 100.000 Euro sind für dieses 
Ergebnis von untergeordneter Bedeutung. 
 
Bei drei Projekten (Hauptschule, Jugendzentrum, Zinkenbachbrücke - Neubau) kam es 
zu Einnahmen und Ausgaben, obwohl sie im Voranschlag nicht enthalten waren. Be-
tragsmäßig sind diese aber für den außerordentlichen Haushalt 2011 von geringer Be-
deutung. Sowohl auf der Einnahmen-  als auch auf der Ausgabenseite wurden in der 
Mehrzahl der Fälle die veranschlagten Werte teils merklich unterschritten. In Summe er-
rechnet sich daraus ein Überschuss von 649.198 Euro. 
 
 
4.4. 
Gebarung des Jahres 2012 
 
(1)  Die folgenden beiden Tabellen geben einen Überblick über die Einnahmen und Aus-
gaben des ordentlichen und des außerordentlichen Haushaltes des Jahres 2012 ein-
schließlich der Abweichungen vom Voranschlag: 
 
 
Ansatz 
Gruppe
Bezeichnung
VA
RA - Soll
Abw. 
(in %)
VA
RA - Soll
Abw. 
(in %)
0
Vertretungskörper und 
allgemeine Verwaltung
29.600
26.806
-9,4
817.200
830.286
1,6
1
Öffentliche Ordnung und 
Sicherheit
32.800
37.889
15,5
170.500
149.666
-12,2
2
Unterricht, Erziehung, Sport 
und Wissenschaft
531.700
532.691
0,2
1.703.800
1.708.601
0,3
3
Kunst, Kultur u. Kultus
1.200
422
-64,8
274.000
240.042
-12,4
4
Soziale Wohlfahrt und 
Wohnbauförderung
0
0
474.000
472.165
-0,4
5
Gesundheit
5.300
5.325
0,5
500.700
488.048
-2,5
6
Straßen- und Wasserbau, 
Verkehr
267.000
531.775
99,2
862.000
1.104.331
28,1
7
Wirtschaftsförderung
1.200
1.258
4,8
613.000
570.446
-6,9
8
Dienstleistung
4.950.800
4.775.872
-3,5
5.182.300
4.997.210
-3,6
9
Finanzwirtschaft
5.463.400
6.063.444
11,0
1.295.100
984.022
-24,0
Zwischensumme
11.283.000 11.975.483
6,1 11.892.600 11.544.818
-2,9
Abwickl. Ergebnis Vorjahr(e)
609.600
609.608
0,0
Gesamt
11.892.600 12.585.091
5,8 11.892.600 11.544.818
-2,9
Überschuss
1.040.273
Summe
12.585.091
12.585.091
Ordentlicher Haushalt 2012
Einnahmen
Ausgaben

Landesrechnungshof  
St. Gilgen 
 
 
Seite 50 
Ähnlich wie in den Haushaltsjahren 2010 und 2011 übertrafen die tatsächlichen Ein-
nahmen auch im Jahr 2012 die veranschlagten. Im Vergleich zu den Vorjahren fiel diese 
Abweichung mit 6,1 % am höchsten aus. Hauptverantwortlich für diese Entwicklung 
waren Mehreinnahmen in den Gruppen „Straßen-  und Wasserbau, Verkehr“ und 
„Finanzwirtschaft“. Insgesamt wurden Einnahmen von rund 12 Mio.  Euro erzielt. Die 
Ausgaben des ordentlichen Haushalts fielen um 2,9 % geringer aus als im Voranschlag 
vorgesehen. Teils erhebliche Mehrausgaben in den Gruppen „Vertretungskörper und 
allgemeine Verwaltung“, „Unterricht, Erziehung, Sport und Wissenschaft“ und „Straßen- 
und Wasserbau, Verkehr“ beeinflussten dieses Ergebnis nicht. Im Wirtschaftsjahr 2012 
beträgt der ordentliche Haushaltsüberschuss in Summe rund 1 Mio. Euro.  
 
 
 
Die Analyse des außerordentlichen Haushalts 2012 bestätigt die Ergebnisse der Vor-
jahre. Wiederum finden sich Projekte, die im Voranschlag nicht aufgenommen wurden, 
für die aber Einnahmen und Ausgaben in Höhe von rund 330.000 Euro anfielen. Mit 
Vorhaben
Bezeichnung
VA
RA - Soll
Abw. 
(in %)
VA
RA - Soll
Abw. 
(in %)
240
Kindergarten
0
49.997
0
49.997
612
Gemeindestraße
0
0
0
0
771
Fremdenverkehrsförderung
0
50.000
0
50.000
2591
Jugendzentrum
0
0
0
5.301
8537
Laim 106
0
229.311
0
229.311
61207
Zinkenbachbrücke Neubau
0
0
0
1.833
61208
Ländliches Wegenetz - FELS
60.000
903
-98,5
60.000
903
-98,5
211001
VS St. Wolfgang - 
Turnhallensanierung
64.000
0 -100,0
64.000
0 -100,0
211101
VS St. Gilgen -  Sanierung
215.000
81.200
-62,2
215.000
181.200
-15,7
211201
VS Abersee - Erweiterung u. 
Sanierung
1.133.400
587.500
-48,2
1.133.400
687.500
-39,3
212001
HS St. Gilgen - Erweiterung u. 
Sanierung
632.600
34.800
-94,5
632.600
134.800
-78,7
213001
Sonderschule Thalgau - 
Neubau
0
0
0
0
612001
Gemeindestraßen - 
Wiederherstellung
300.000
12.000
-96,0
300.000
40.364
-86,5
851401
ABA Oberburgau, BA 11
90.000
21.237
-76,4
90.000
215
-99,8
853101
Kulturhaus Aberseestr. 11
227.000
347.272
53,0
227.000
263.132
15,9
Zwischensumme
2.722.000
1.414.220
-48,0
2.722.000
1.644.555
-39,6
Abwickl. Ergebnis Vorjahr(e)
0
733.878
0
84.680
Gesamt
2.722.000
2.148.098
-21,1
2.722.000
1.729.235
-36,5
Überschuss
418.863
Summe
2.148.098
2.148.098
Einnahmen
Ausgaben
Außerordentlicher Haushalt 2012

Landesrechnungshof  
St. Gilgen 
 
 
Seite 51 
Ausnahme des Vorhabens „Kulturhaus St. Gilgen“, liegen die realisierten Einnahmen 
und Ausgaben erheblich unter den veranschlagten Werten. Den Investitionstätigkeiten 
werden Einnahmen in Höhe von rund 1,4 Mio.  Euro zugerechnet, die veranschlagte 
Summe wird damit um 48 % unterschritten. Die Ausgabenunterschreitung fällt mit 
39,6 % nur unwesentlich geringer aus. Insgesamt übersteigen im Jahr 2012 die Aus-
gaben des außerordentlichen Haushalts die Einnahmen um 230.335 Euro. Aufgrund der 
Ergebnisse der Vorjahre wird dennoch ein Überschuss von 418.863 Euro ausgewiesen. 
 
 
Feststellungen zu einzelnen Ansätzen, Posten und Gebarungsvorgängen: 
 
Musikum Salzburg und Heimatmuseum: Beide Institutionen sind in Räumlichkeiten 
untergebracht, die im Eigentum der Gemeinde stehen bzw.  angemietet sind. Ent- 
sprechende Benützungsvereinbarungen wurden nicht abgeschlossen. 
 
Ansatz 1/680 -  720:  Rechnungen für Personentransportleistungen des Postbusses 
wurden unter dem Ansatz für Post-  und Telekommunikationsdienste verbucht. Dabei 
handelt es sich aber um eine Verkehrsdienstleistung. 
 
Weihnachtsfeiern und Betriebsausflüge: Auf  Rechnungen, die im Zusammenhang 
mit Weihnachtsfeiern und Betriebsausflügen stehen, war keine Begründung vermerkt. 
Die Namen der Teilnehmer waren nicht vermerkt. 
 
Split-  und Sammelbuchungen: Sind Rechnungen mehreren Ansätzen bzw.  Posten 
zuzuordnen, erfolgt die Ablage der entsprechenden Belege ausschließlich beim Konto 
der ersten Buchung. 
 
Jahresabschlussbuchungen:  Diese Buchungen werden automatisch von der Rech-
nungswesensoftware durchgeführt. Entsprechende Eigenbelege werden nicht angefer-
tigt. 
 
Bruttoverrechnung:  Forderungen eines Unternehmers an die Gemeinde wurden mit 
dessen Verbindlichkeiten gegenüber der Gemeinde verrechnet. 

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St. Gilgen 
 
 
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Ansatz 1/419 -  757:  Auf dem Ansatz „Soziale Wohlfahrt -  Sonstige Einrichtungen und 
Maßnahmen“ wurden Ausgaben in Zusammenhang mit der Jugendarbeit der Gemeinde 
verbucht. 
 
Interne Verrechnungen:  Die Raummieten des Judoklubs, des Trachtenvereins und 
des Schützenvereins wurden mit den jeweiligen Subventionen gegenverrechnet. Dazu 
wurden Eigenbelege erstellt, die keinen Geldfluss auslösten. 
 
Ankauf der Beteiligung WOTEG im Jahr 2012: Die Gemeinde St. Gilgen hat Anteile 
am Stammkapital im Ausmaß von 25.000 Euro übernommen. Im Rechnungsabschluss 
wurde der Zugang der Beteiligung jedoch mit 50.000 Euro dargestellt. 
 
Vergnügungssteuer: Die Gemeinde St. Gilgen hat am 24. Februar 2000 eine Vergnü-
gungssteuerordnung erlassen. Aufgrund der in § 3 geregelten großzügigen Abgaben-
befreiungen werden nur sehr geringe Einnahmen lukriert.  
 
(2)  Der LRH stellt fest, dass das Rechnungswesen der Gemeinde St. Gilgen eine nachvoll-
ziehbare Gebarung aufweist. 
 
 
Die Einnahmen und Ausgaben des ordentlichen Haushaltes wurden grundsätzlich den 
Regelungen der VRV entsprechend budgetiert. Der LRH bemängelt, dass auf Gruppen-
ebene teilweise starke Abweichungen zum Voranschlag bestanden.  
 
 
Der LRH erachtet es als zweckmäßig, veranschlagte Mittel für Vorhaben, die noch nicht 
begonnen wurden, einer gebundenen Rücklage zuzuführen. 
 
 
Der LRH kritisiert, dass in den Jahren 2010 bis 2012 die Voranschläge im außerordent-
lichen Haushalt zu hoch angesetzt wurden und Projekte in beträchtlichem Umfang 
durchgeführt wurden, die nicht vorgesehen waren. Aus diesen Gründen empfiehlt der 
LRH die Planung und Budgetierung von Vorhaben im außerordentlichen Haushalt auch 
mithilfe des mittelfristigen Finanzplans zu konkretisieren und damit die Genauigkeit des 
Voranschlags zu verbessern. 

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St. Gilgen 
 
 
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Der LRH erachtet es als erforderlich, bei Objekten die sich im Eigentum der Gemeinde 
St. Gilgen befinden oder angemietet werden, bei Überlassung an Dritte entsprechende 
Nutzungsvereinbarungen abzuschließen. 
 
 
Der LRH fordert, den Erwerb der WOTEG-Beteiligung im Jahr 2012 im Rechnungsab-
schluss in der korrekten Höhe darzustellen. 
 
 
Der LRH kritisiert, dass einige gewährte Subventionen nicht im Subventionsbericht er-
fasst wurden.  
 
 
Bei Ausgaben, die im Zusammenhang mit Betriebsausflügen und Weihnachtsfeiern 
stehen, soll in Zukunft darauf geachtet werden, dass auf den Rechnungen sowohl der 
Grund als auch die Namen der Teilnehmer vermerkt werden. 
 
 
Ausgaben für Jugendarbeit sind auf Ansatz 259 „Außerschulische Jugenderziehung – 
Sonstige Einrichtungen und Maßnahmen“ zu erfassen. 
 
 
Um die Nachvollziehbarkeit der Buchführung zu erleichtern, empfiehlt der LRH bei Split- 
oder Sammelbuchungen Kopien der Buchungsnachweise bei jedem Konto abzulegen. 
Für Jahresabschlussbuchungen ist eine Buchungsliste zu erstellen. 
 
 
Das Prinzip der Bruttoverrechnung ist zu beachten. 
 
 
Hinsichtlich der Vergnügungssteuer empfiehlt der LRH, diese entweder im vollen Um-
fang einzufordern (Gleichheitsgrundsatz) oder abzuschaffen. 
 
 
Der LRH weist darauf hin, dass Wirtschaftspläne von wirtschaftlichen Unternehmen ge-
mäß § 3 GHV dem Voranschlag anzuschließen sind. Ebenso sind deren Jahresab-
schlüsse dem Rechnungsabschluss beizufügen (§ 77 GHV).  
 
(3)  In ihrer Gegenäußerung sichert die Gemeinde St. Gilgen zu, die fehlenden Nutzungs-
vereinbarungen abzuschließen und die entsprechenden notwendigen Anpassungen 
gemäß den angeführten Hinweisen und Anregungen vorzunehmen. Zudem werde die 

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St. Gilgen 
 
 
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Gemeindevertretung mit der Entscheidung über die Aufrechterhaltung oder über den 
gänzlichen Entfall der Vergnügungssteuerordnung befasst. 
 
 
4.5. 
Mittelfristige Finanzplanung 
 
(1)  Der vorliegende mittelfristige Finanzplan wurde von der Gemeinde St. Gilgen für die 
Planungsperiode 2012 bis 2016 erstellt und ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. 
 
 
 
Über den gesamten Planungszeitraum geht die Gemeinde St. Gilgen von einem mode-
raten Einnahmenwachstum von rund 6 % aus. Das entspricht einem durchschnittlichen 
jährlichen  Wachstum von rund 2 %. Im Gegensatz dazu werden die Ausgaben im 
ordentlichen Haushalt als rückläufig bzw. konstant angenommen. Daraus ergibt sich je-
weils ein Überschuss, der in den Jahren 2014 bis 2016 zwischen 700.000 und 800.000 
Euro liegen soll. 
 
Im außerordentlichen Haushalt ist das Jahr 2013 von einer regen Investitionstätigkeit 
geprägt. In diesem Jahr sind der Hauptteil der Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten in 
den Volksschulen St. Gilgen und Abersee und der Hauptschule mit rund 2,7 Mio. Euro 
budgetiert. Zusätzliche größere Investitionsprojekte sind die Aufschließung der 
Panzlgründe (130.000 Euro) und die Sanierung von Gemeindestraßen (273.000 Euro). 

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