ST. martin bei Lofer Die Gemeinde informiert gemeindezeitung dez. 2017 Der Bürgermeister berichtet


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Amtliche 

Mitteilung

zugestellt 



durch 

Post.at


ST. MARTIN

bei Lofer

Die Gemeinde informiert

GEMEINDEZEITUNG Dez. 2017

Der Bürgermeister berichtet

Rück- & Vorschau

Seite 03

Gemeindeehrungen

Verleihung Goldener Ehrenzeichen

Seite 08

Ankündigungen & Vorschau

Skibusfahrpläne, Müllplan/Veranstaltungen Seite 27 | 45/46

Gesegnete Weihnachten und ein gutes Neues Jahr!

Der Bürgermeister, die Gemeindevertretung und die Mitarbeiter

im Gemeindeamt wünschen allen Einheimischen und Gästen

ein besinnliches Weihnachtsfest sowie einen guten Rutsch ins Jahr 2018.



SENIORENTAG DER GEMEINDE ST. MARTIN BEI LOFER:

Herausgeber und Verleger:

Gemeinde St. Martin

Dorf 9, 5092 St. Martin bei Lofer, Österreich

Tel.: 06588/8510

e-mail: gemeinde@stmartin.at  

www.stmartin.at

Redaktion:

Gemeinde St. Martin



Für den Inhalt verantwortlich:

Bürgermeister Josef Leitinger



Fotos:

Sofern keine Angabe “jew. Autor”

bzw. Gem. St. Martin intern,

F. Neumayr, J. Schlechter,

W. & C. Schweinöster,

F. Mayr, S. Leitinger



Layout, Grafik und Druck:

Full-Service Werbeagentur @vertising

5090 Lofer 163 | www.weiss-advertising.at

2. Auflage 2017: 460 Stück | Erscheinungsweise: 4-mal jährlich

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St. Martin - Die Gemeinde informiert!

INhALTSVERZEIchNIS

SENIoRENTAG, INhALT & IMpRESSUM

Seite 2

BüRGERMEISTER-INfoRMATIoN

Seite 3 - 5

GEMEINDE INTERN

Seite 6 - 11

fAMILIENANGELEGENhEITEN

Seite 11 - 21

pRojEkTBERIchTE AUS DER GEMEINDE

Seite 22 - 28

VEREINSBERIchTE

Seite 29 - 40

IN EIGENER SAchE

Seite 40 - 44

VoRSchAU & ANküNDIGUNGEN

Seite 45 - 47

IMpRESSUM

Bei  wunderbarem  Herbstwetter  lud  die  Gemeinde  St.

Martin zum diesjährigen Seniorenausflug nach St. Ul-

rich -  zur  Fahrt  auf  die  Buchensteinwand und  zur

Besichtigung des Jakobskreuzes ein. Oben angekom-

men wurden wir u.a. mit einer überwältigenden Aussicht

über den alpinen Raum, der sich wunderbar herbstlich

präsentierte, belohnt.

Den Ausklang unseres Seniorenausfluges bildete wie

gewohnt  ein  gemütliches  Beisammensein,  heuer

beim Wirtshaus Grubhof, wo wir kulinarisch von den

Wirts-leuten verwöhnt wurden und unsere Musikanten

für gelungene musikalische Unterhaltung sorgten.



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St. Martin - Die Gemeinde informiert!

Liebe St. Martinerinnen, Liebe St. Martiner,

Liebe Leser unserer Gemeindezeitung!

Ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr neigt sich

dem Ende zu. Viele Veranstaltungen, große Feste und

einen witterungsbedingten durchwegs schönen Som-

mer konnten wir alle zusammen genießen. An dieser

Stelle darf ich mich bei allen Vereinen, Vereinsmit-



gliedern und Trägern der öffentlichen Institutionen

für ihr Mittun, für die Planungen und die Durchführung

unserer Feste und Veranstaltungen herzlichst bedan-

ken.


Auch  die  Beteiligung  am  Agenda-Prozess,  wo  im

Jänner noch der Neujahrsempfang mit großer Betei-

ligung über die Bühne gegangen ist, war hervorragend

und  erfolgreich. Auch  allen  Beteiligten  ein  herzlicher

Dank.

Das  große  Highlight  des  heurigen  Sommers  war



sicher  das  Jubiläumsfest  der  TMK  St.  Martin und

des Kameradschaftsvereins im Juni. Hervorragende

Darbietungen  der  einzelnen  Musikkapellen  für  die

Landesmarschmusikwertung  waren  zu  hören  und  zu

sehen. Eine Augenweide war aber auch das 150 Jahre

Jubiläumsfest der Kameradschaft mit über 40 teilneh-

menden  Gastvereinen,  wo  bei  Kaiserwetter  auf  der

Meindl  Jungpoint  die  Festmesse  abgehalten  wurde

und darauf erfolgte der Festzug vom Ortszentrum zum

Sportplatz.

Wunderschöne  Feste  waren  auch  wieder  das  Ska-

pulierfest  in  Maria  Kirchental sowie  der  Dirndl-

gwandlsonntag ebenfalls in Maria Kirchental, wobei

immer  das Traditionelle,  die Tracht  und  das  Brauch-

tum im Vordergrund standen.

Eine sehr wertvolle Einlage am Dirndlgwandlsonntag

machte  der  österreichische  Philatelistenverein  St.

Gabriel mit  der  Herausgabe  und  Vorstellung  einer

Sonderbriefmarke „Maria Kirchental“. Alle namhaf-

ten  Mitglieder  und  Funktionäre  des  Philatelistenver-

eins sowie viele Briefmarkensammler gaben der Ver-

anstaltung  in  Maria  Kirchental  einen  prunkvollen

Rahmen und eine festliche Stimmung.

Ein  voller  Erfolg  war  natürlich  auch  wieder  unser

schon bestens bewährtes Bauernherbstfest mit Alm-

abtrieb  und  Handwerksmarkt.  Vielleicht  nicht  so

viele  Besucher  wie  letztes  Jahr  aber  dafür  ein  sehr

erlesenes und hochinteressiertes Fachpublikum.

Aber nicht nur Feste wurden gefeiert, auch einiges an

Arbeit ist auf uns zugekommen und konnte umgesetzt

und verwirklicht werden.

Große  Projekte  konnten  heuer  aufgrund  der  ange-

spannten  Finanzsituation nicht  verwirklicht  werden,

so gesehen ist man auf Vorausblick und auf Konzen-

tration für die nächste Jahre fokussiert.

Die  größte  Investition war  heuer  der  Ankauf  des

neuen,  tollen  Löschfahrzeugs  für  die  Freiwillige



Feuerwehr St. Martin, mit einem Kostenvolumen von

ca.  Euro  325.000,00.  Wobei  sich  der  Landesfeuer-

wehrverband  mit  Euro  74.000,00  und  die  örtliche

Feuer-wehr  mit  einem  Anteil  von  annähernd  Euro

40.000,00 inklusiv Verkauf des Kleinlöschfahrzeugs alt

beteiligt haben. 

Das neue Löschfahrzeug ist natürlich ein ausgetüf-

teltes  mit  vielen  Wünschen  bepacktes  Werkzeug  für

unsere Feuerwehrkameradinnen und Kameraden ge-

worden.  Es  soll  auch  große  Hilfestellung  bei  Brand

und  Unfallhergängen  sein.  Wir  wünschen  unserer

Feuerwehr  viel  Glück  und  Segen  mit  dem  neuen

Fahrzeug.

Asphaltierungsarbeiten im  Bereich  Wildmoossied-

lung und Wildentalsiedlung brachten eine wesentliche

Verbesserung  der  Straßenqualität  in  den  besagten

Siedlungen.

Vorbereitungsarbeiten für Baulandsicherung in Form

von Verkabelung der 30 kV-Leitung im Bereich Cam-

pingplatz  und  Kanuwiese  konnte  gemeinsam  mit

Camping-Grubhof-Betreiber  Robert  Stainer  durchge-

führt werden. Großer Dank hier an Robert Stainer der

federführend  und  kostenvoraustragend  das  Projekt

durchgeführt  hat.  Immerhin  konnten  650  m  Hoch-

spannungsleitung unter die Erde gebracht werden.

Eine Großbaustelle hat Robert Stainer selbst mit der

Erweiterung von Standplätzen und das Errichten einer

neuen  Sanitäranlage  begonnen.  Viel  Erfolg  für  die

neuerliche Qualitätsverbesserung am schon so groß-

artig, erfolgreichen Campingplatz.



St. Martin - Die Gemeinde informiert!

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In Sachen Hochwasserschutzprojekt konnte im Au-

gust  die  entscheidende  Wasserrechtsverhandlung

durchgeführt werden, wobei bis dato keine Einsprüche

mehr  eingegangen  sind  und  somit  rechtskräftig  ist.

Demnach  wird  im  Jänner  bei  der  Förderstelle



„Kommunalkredit“ um die Bundesförderung, die ca.

85 % der Kosten übernimmt, angesucht. Somit sind

wir in der Warteschleife bis finanzielle und bauhand-

werkliche Kapazitäten frei werden. Ein Baubeginn des

Hochwasserschutzprojektes wird für Anfang 2019 pro-

gnostiziert.

Im  Bereich  Wohnungsmarkt hat  das  Miet-  und  Ei-

gentumsprojekt des Wohnbauträgers Bergland „Woh-

nen  am  Schlosspark“ mit  den  Bautätigkeiten  vor

einem  Monat  begonnen.  Die  Fertigstellung ist  für

Winter  2019  geplant.  Bewerbungen  für  Eigentum-

oder  Mietwohnung  können  bei  der  Firma  Bergland

Wohnbau  Zell  am  See  abgegeben  werden.  Infobro-

schüren und Anfragen können auch auf dem Gemein-

deamt bei Frau Martina Hammerschmid abgeholt oder

besichtigt werden.



Für  kommendes  Jahr  werden  folgende  Projekte

vorbereitet:

Eingeplant  wird  das  Bürgerbeteiligungsprojekt



„Attraktivierung Vorderkaser“ (Erlebnisweg bis zur

Klamm), das mit Frühjahrsbeginn starten sollte. Wobei

ein Eingangsportal und weitere sechs bis sieben Er-

lebnisstationen  bis  zur  Jausenstation  installiert  wer-

den.

In weiterer Folge ist auch noch eine Attraktivierung



der  Klamm selbst  angedacht.  Infrastrukturmaßnah-

men sind ebenfalls zu überlegen, sind aber stark von

der Finanzierbarkeit abhängig!

Die Abteilung Wasserwirtschaft vom Amt der Salz-

burger Landesregierung fordert von der Gemeinde St.

Martin immer wieder (5-jährige § 134 Überprüfung) für

mehr Trinkwasserreserve für den Tagesverbrauch zu

sorgen  (zusätzlicher  Hochbehälter  mit  ca.  250  m³

Fassungsvermögen).

Wir sind gerade dabei, mit Standort Sondierung, den

geeigneten  Standort  zu  finden.  Jedenfalls  muss  die

hydraulische  Ausgewogenheit  der  Hochbehälter  ge-

klärt und die geologische Standfestigkeit geprüft wer-

den.  Erst  dann  kann  mit  einer  definitiven  Planung

begonnen werden.

Die  Finanzierung dieses  Vorhabens  wird  über  die



Wassergebarung erfolgen müssen. Auch werden wir

um dafür vorgesehene Fördermittel des Landes ansu-

chen und in Anspruch nehmen.

Die Gemeinde St. Martin hat am 23. November eine

Bürgerversammlung abgehalten!

In  der  sehr  gut  besuchten  Veranstaltung  im  Schu-

lungsraum  des  Vereinszentrums  moderierte  Bürger-

meister Sepp Leitinger den Ablauf und überbrachte in

seiner Begrüßung einen kurzen Lagebericht über das

abgelaufene  Jahr.  In  weiterer  Folge  wurden  von



Leader  Manager  und  Regionalplaner  Florian  Ju-

ritsch eine pinzgauweite Studie über “Quantitative Be-

nachteiligung  im  Pinzgau”,  herabgebrochen  auf  das

Untere Saalachtal präsentiert.

Interessant  war  in  dieser  Studie,  die  Bevölkerungs-

entwicklung, Beschäftigung, Einkommen, Altersstruk-

tur, Jugendarbeitslosigkeit, Gesundheits- und soziale

Absicherung beinhaltet, dass unsere Region (unteres

Saalachtal)  im  Land  bzw.  im  Bezirksvergleich  nicht

überall benachteiligt ist.

Als  nächsten  Part  stellte  Vizebürgermeister  Willi

Leitinger  das  Vorhaben  „Attraktivierung  Vorder-

kaser“ vor. In Abwägung eines mehrere Etappen er-

forderndes Gesamtkonzeptes wurde der für die näch-

sten zwei Jahre geplante Erlebnisweg mit Eingangs-

portal  und  erfolgten  “Branding”  für  das  genannte Tal

„Vorderkaser“ vorgestellt.

Als  dritten  Beitrag  brachte  Richard  Fernsebner  den

Verlauf unseres Leitbildprojektes Agenda 21 mit den

verschiedenen,  ausgearbeiteten  Umsetzungsmaß-

nahmen. Ganz speziell stellte Fernsebner eine schon

im  Agenda-Prozess  eingeleitete,  scharf  diskutierte,

neue  Erstellung  einer  Bauordnung  für  St.  Martin  zur

Erhaltung der traditionellen Baukultur und zur Unver-

wechselbarkeit unseres Landschaftsbildes vor. Diese

Bauordnung soll in einem Agenda-Follow-up-Prozess

abgewickelt, professionell begleitet und zu einem opti-

malen Werkzeug für die jeweiligen Bürgermeister als

Unterstützung dienen. Auch soll dieser Prozess in die

Neuerstellung  des  zu  erstellenden  räumlichen  Ent-



wicklungskonzeptes (REK) münden.

Der zweite Teil dieser Bürgerversammlung stand den

Bürgerinnen  und  Bürgern  zur  Diskussion zur  Ver-

fügung, wobei Bürgermeister Sepp Leitinger in seiner

Moderation die anstehenden Themenfolder aber auch

Problemfelder  aufzeigte  wie  z.  B.  Wohnungsmarkt,

Tourismusmarketing, Regionale Entwicklung, Ärztliche

Versorgung  und  Thema  Verkehr-B311-Verkehrsberu-

higung und Lärmschutz.

Der Großteil der Diskussionen widmete sich in recht

emotioneller  Art  dem  Thema  B311  mit  vermehrten

LKW-Verkehrsaufkommen, der dringend notwendigen

Temporeduzierung! 

50 km/h statt 80 km/h wie jetzt und dies vom Kreisver-

kehr  bis  über  Luftenstein  hinaus. Auffahrten  auf  die

B311 oder Queren der Fahrbahn für Fußgänger ist in

den  Hauptverkehrszeiten  nur  mehr  erschwert  durch-

führbar.  Unterschriftenaktionen  wurden  durch  Ge-

meindebürger angekündigt.


St. Martin - Die Gemeinde informiert!

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Verkehrsberuhigung und Forderung von Sanktionen

gegen  Raserei  auf  Gemeindestraßen bzw.  Wohn-

straßen wurden von mehreren Besuchern gefordert.

Alle Gemeindevorstandsmitglieder, die am Podium zur

Verfügung  gestanden  sind,  haben  diese  Botschaften

zustimmend mitgenommen.

Bei  der  nächsten  Gemeindevertretungssitzung  müs-

sen gezielte Maßnahmen durch Beiziehung von Be-



zirks-  und  Landesbehörden gefordert  und  an  den

Verhandlungstisch gebracht werden.

Nach  Ende  dieser  sehr  breiten  aber  überaus  sachli-

chen  Diskussion  lud  Bürgermeister  Sepp  Leitinger

noch zu einem Seidl Bier, wo dann ein sehr wohlwol-

lender Ausklang der Bürgerversammlung stattfand.



Große  Siegerin  im  Salzburger  Blumenschmuck-

wettbewerb Marianne Millinger:

Die  Gemeinde  St.  Martin  hat  sich  heuer  wieder  am

Salzburger  Blumenschmuckwettbewerb  angemeldet

und beteiligt. Zu bewerten waren heuer „Bauernhäu-



ser“, „Gasthäuser und Pensionen“ sowie „Öffent-

liches Grün“. Somit konnten Bürgerinnen und Bürger

aus  den  beteiligten  Gemeinden  in  den  besagten

Kategorien  einreichen  und  ihre  wunderschönen

Häuser und Gärten bewerten lassen. 45 Gemeinden

mit  über  150  Einreichungen hatten  sich  am  Wett-

bewerb beteiligt.



Marianne  Millinger  hat  sich  in  der  Kategorie  „Bau-

ernhäuser“ beworben und hat ihr „Blumenhaus“ ein-

gereicht. Marianne wurde mit ihrer Blumenpracht zur



Bezirkssiegerin gekürt. Und weiters aus allen Salz-

burger Bezirkssiegern ganz souverän zur strahlenden



Landessiegerin ausgewählt und gekürt.

Wir alle gratulieren nochmals ganz herzlich zur gro-

ßen  Auszeichnung  und  danken  Marianne  für  ihre

schon Jahrzehnte lange große Liebe zu ihren Blumen

und damit zum Wohle und Ansehen unserer Gemein-

de. St. Martin ist über die Landesgrenzen hinaus be-

kannt durch „Mariannes Blumenhaus“.

Allen  Bürgerinnen  und  Bürgern einen  herzlichen

Dank  fürs  Mittun  bei  den  verschiedenen  Festen  und

Veranstaltungen,  für  das  aufmerksame  Beobachten

und für die guten Tipps die immer wieder beigebracht

werden.


Allen Vereinen und den Mitgliedern ein großes „Ver-

gelts  Gott“  für  die  aufopfernde  zusammenwirkende

Vereinsarbeit.

Zusammen  mit  meinen  Mitarbeiterinnen  und  Mit-

arbeitern, der gesamten Gemeindevertretung wün-

sche  ich  Euch,  liebe  St.  Martinerinnen  und  St.  Mar-

tiner, Frohe Weihnachten und ein gesegnetes Neues

Jahr  2018!  Möge  Glück  und  Gesundheit  immer  auf

Eurer Seite stehen!

Euer Bürgermeister 

Sepp Leitinger


St. Martin - Die Gemeinde informiert!

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AGENDA 21:

Lagebericht zum Agenda-Prozess:

Der  im  letzten  Jahr  gestartete  Agenda  21  Prozess

trägt mittlerweile Früchte, getreu dem Motto, die Saat

ist gesät. 

Die Umsetzung der einzelnen ausgearbeiteten Schwer-

punkte zeichnet sich gar nicht so einfach. Da einfach oft

Aufbereitung  für  Baulandsicherung,  Grundvorsorge,

Infrastruktur,  Voraussetzungen  etc.  dafür  geschaffen

werden müssen. 

Einige im Zukunftsprofil festgelegten Projekte konnten

gestartet werden, sind in der Planungs- bzw. mitunter

erfolgreich in der Vollendungsphase. 

Das  Projekt  rund  um  unser  Erholungsgebiet  Vorder-

kaser schreitet zügig voran, das Ortsbild wird ebenso

thematisiert  wie  zukunftsweisende  Energieprojekte.

Pater Karl Unger msc hat sich eingehend mit unserem

Ortspatron,  dem  hl.  Martin,  auseinandergesetzt  bzw.

begab er sich auf Spurensuche. Hier ein aufrichtiges

Dankeschön  an  Pater  Karl  Unger  für  seine  Recher-

chen und sein Engagement. Auch der Frauenstamm-



tisch hat sich etabliert. Eine Gruppe, die sich einmal

monatlich trifft, um neue (Karten)Spiele kennenzuler-

nen,  bzw.  alte  Kenntnisse  aufzufrischen.  Nächster

Termin  ist  voraussichtlich  Freitag,  12.  Jänner,  von



15.00 bis 17.00 Uhr im Pfarrhof St. Martin. Die Ter-

mine  werden  jeweils  an  der Amtstafel  angeschlagen

bzw. liegen sie an den ortsbekannten Stellen auf. 

Ein  herzliches  Dankeschön  allen  Beteiligten,  die  im

Sinne unseres gemeinsamen Mottos „Werte erhalten -

Neues gestalten“ unterwegs sind.



ABSCHLUSSBERICHT ZUM PROJEKT ST. MARTIN

IN ÖSTERREICH 

Agenda 21 // Spurensuche

Nach  Beendigung  diverser  Recherchen  zum  Thema

haben wir uns bei allen Gemeinden bedankt, die sich

nach dem hl. Martin benennen und die unseren Frage-

bogen  beantwortet  haben.  Von  16  angeschriebenen

Gemeinden haben uns 15 geantwortet.

Die  Ausgangsfrage  bei  unserer  Spurensuche  war:

Warum gibt es in Österreich an die zwanzig Orte mit

dem Namen St. Martin und im Gegensatz dazu im viel

größeren Deutschland nur einen einzigen?

Nach einem aufschlussreichen Briefwechsel mit zwei

anerkannten  Historikern,  nach  der  Lektüre  von  vier

umfangreichen Büchern über die Kelten in Österreich,

nach Auswertung der bei uns eingegangenen Antwor-

ten, ergibt sich für uns folgendes Bild: Es gibt keine

eindeutige Antwort auf unsere Frage, vor allem weil

aus der Zeit der Völkerwanderung und den damit ver-

bundenen  wiederholten  Verwüstungen  keine  brauch-

baren historischen Zeugnisse überliefert sind.

Für  jeden  Interessierten  bleiben  einige  Deutungs-

möglichkeiten; die zwei wichtigsten sehen für uns so

aus:

Eine erste Auslegung:

Die Namensgebung in diesen Orten geht zurück auf

die bajuwarische Landnahme und die damit verbunde-

ne  Christianisierung  nach  der  Zeit  der  Völkerwan-

derung.

Für diese Variante spricht die Tatsache, dass die älte-



sten Urkunden aus diesen Orten datiert sind aus der

Zeit  der  karolingischen  und  salischen  Kaiser:  St.

Martin im Sulmtal > 1050; St. Martin bei Weitra > 1056;

St. Martin bei Lofer > 1080.



Für diese Auslegung spricht auch - speziell im Salz-

burgerland - die Tatsache, dass gerade im Flachgau,

der  unmittelbar  an  bayrisches  Gebiet  angrenzt,  eine

große Zahl von Kirchen dem hl. Martin geweiht ist.



Gegen diese  Variante  spricht  die  bereits  erwähnte

Tatsache,  dass  es  im  Ursprungsland  der  Karolinger

(Franken) und der Salier (Sachsen) keinen Ort mit die-

sem Namen gibt.



Eine zweite Auslegung:

In  der  römischen  Provinz  Noricum  (zwischen  Alpen

und Donau) gab es bis zur Abwanderung der Römer

zur Zeit des germanischen Heerführers Odoaker (488)

bereits  Christen.  Das  galt  sowohl  für  die  römischen

Legionäre und ihre Familien als auch für die ursprüng-

lichen  Bewohner  dieser Regionen,  die Kelten. Diese

erhielten  sehr  früh  die  römische  Staatsbürgerschaft.

Als der Gründer der Salzburger Diözese, der hl. Ru-

pert, ca. 700 in die Ruinen der Stadt Juvavum (Salz-

burg) kam, fand er dort eine Martinskapelle.

Es ist historisch nicht erwiesen, aber auch nicht wider-

legt, dass sich ein Teil der aus den römischen Städten

geflohenen  romanisierten  Kelten  in  die  Alpentäler

zurückzog,  wo  verschiedene  keltische  Ansiedlungen

seit langem bestanden. 

In vier der Orte mit dem Namen St. Martin fanden sich

Funde  aus  der  Römerzeit:  St.  Martin  bei  Lofer,  St.

Martin im Lungau, St. Martin Karlsbach, St. Martin im

Sulmtal.


Unter  diesen  „Heimatvertriebenen“  könnten  wir  uns

auch  Christen  vorstellen,  die  die  Verehrung  des  hl.

Martin  mitbrachten  und  weitergepflegt  haben;  der

Kirchenpatron  wurde  dann  im  Laufe  der  Zeit  zum

Namensgeber eines ganzen Ortes. 

Für eine sehr frühe Besiedlung von unserem St. Mar-

tin  spricht  unter  anderem  die  geographische  Lage:

Unser Ort lag im Schnittpunkt der Verkehrsverbindung

von  drei  ganz  bedeutenden  keltischen  Siedlungen:

Dürnberg/Hallein  >  >  >  Karlstein/Reichenhall  >  >  >

Biberg/Saalfelden.  Der  dreifache  Abschluss  des

Loferer  Beckens  durch  Engpässe  (Kniepass  >  Pass

Strub  >  Luftenstein)  bot  für  diese  Ansiedlung  viel

Schutz. Ein alter Name von Luftenstein hieß Louvrburg;



GEMEINDE INTERN:

7

St. Martin - Die Gemeinde informiert!

der  Name  Lofer  wird  in  der  Fachliteratur  keltischen

Wurzeln zugeschrieben. Im benachbarten Unken gibt

es bis heute den Brauch der Tresterer, deren “Winter-

austreiben“ nach Ansicht von Fachleuten auf die Kel-

tenzeit zurückgeht. 

Am  Ausgangspunkt  unserer  Recherchen  haben  wir

auch  als  einen  dritten  Schritt  die  Auswertung  von

signifikanten Unterschieden in der Blutgruppenvertei-

lung  innerhalb  von  Österreich  ins  Auge  gefasst.

Roland  Herbst  gebührt  Dank,  weil  er  umfangreiche

diesbezügliche Ergebnisse gesammelt hat. Es haben

sich aber nur marginale Unterschiede zwischen dem

Osten und Westen innerhalb von Österreich ergeben,

ebenso gibt es keine signifikanten Unterschiede in den

Blutgruppen  zwischen  “Innergebirg“  und  Flachgau.

Deshalb gibt uns diese Untersuchung keine geschicht-

lich bezogenen Hinweise. 

Diese Ergebnisse unserer Spurensuche erheben kei-

neswegs  den  Anspruch  einer  wissenschaftlichen

Arbeit. Vielleicht findet sich aber eines Tages jemand,

der  eine  diesbezügliche  wissenschaftliche  Arbeit

schreibt.

P. Karl Unger Josef Leitinger  

Projektleiter Bürgermeister



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