ST. oswald riedlhütte flächennutzungsplan


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Waldfunktionsplan (Teil des Regionalplanes) haben die Wälder in den Steillagen des 

Bergzuges im Norden sowie die am Bienstand im Süden und das Taubenholz westlich Haslach die 

Aufgabe des Bodenschutzes. Dem Wasserschutz dienen alle Wälder in den Schutzgebieten der 

Quellen der öffentlichen Wasserversorgung und darüber hinaus alle im Nationalpark und fast alle 

nördlich des Siedlungsbandes. Dem Biotopschutz dient neben dem Nationalpark der Wald im Be-

reich der Filze bis Höhenbrunn, südwestlich Höhenbrunn und südlich Haslach. In dem Flächennut-

zungsplan werden die Bereiche mit Schutzfunktionen, soweit sie nicht im Nationalpark liegen, durch 

Symbole gekennzeichnet. Straßenschutzwald ist jeder Wald, welcher an die Staatsstraße und die 

Kreisstraßen angrenzt (im Flächennutzungsplan nicht gesondert gekennzeichnet). Auf den vorher-

gehenden Ausschnitt aus dem Waldfunktionsplan wird verwiesen. 

 

 

 



3.3 Landschaftsschutz 

 

Bis auf die nahen Bereiche um die Orte Riedlhütte, Reichenberg, Höhenbrunn, St. Oswald und Has-



lach ist das gesamte Gemeindegebiet in dem Regionalplan Donau – Wald als landschaftliches 

Vorbehaltsgebiet dargestellt. In diesem Vorbehaltsgebiet sollen die Eigenart des Landschaftsbildes 

und die charakteristischen Landschaftselemente wie naturnahe, artenreiche Wälder, Wiesentäler, 

Trocken- und Halbtrockenrasen, Trockengebüsch, Hoch- und Niedermoore, Fließgewässer mit na-

turnahem Auenbereichen erhalten werden; hingewirkt werden soll auf die Entwicklung naturnaher 

Wälder, Schaffung von Ergänzungs- und Ersatzbiotopen und mehr.  

 

Als  Vorranggebiet für den Naturschutz nennt das Arten- und Biotopschutzprogramm Bayern au-



ßerhalb des Nationalparkes die Große Ohe mit den angrenzenden Feuchtkomplexen im Anschluss 

an den großen Filz und das Heckengebiet zwischen Reichenberg und Draxlschlag. Weiteres siehe 

Landschaftsplan. 

 

 



Der mit dem Wachstum einhergehende Qualitätsverlust an Natur, Landschaft und Siedlungsbild soll 

durch Extensivierungsmaßnahmen, neue Biotope mit Biotopverbund, Renaturierung von Quellberei-

chen und Gewässern u. a. möglichst ausgeglichen werden. Dabei wird angestrebt, mindestens 10% 

der Kulturlandschaft für den Artenschutz zu gewinnen (nicht intensiv genutzte Flächen, Hecken, 

Ranken, Feldgehölze, naturnah bewirtschaftete Wälder etc.). 

 

 Das Planungsgebiet weist ein vielfältiges Spektrum an Pflanzen- und Tierarten auf. Während im 



größten Teil der Gemeinde dieses durch den Nationalpark gesichert ist bzw. sich ein von menschli-

chen Eingriffen unbeeinflusster Zustand einstellen wird, sind auch hier in dem Gebiet außerhalb des 

Nationalparkes die natürlichen Biotope (Bergmischwälder, Schlucht- und Schuttwälder, Auwälder, 

Moore) und die halbnatürlichen, durch die menschliche Landbewirtschaftung entstandenen Biotope 

(Magerrasen und -wiesen, Streuwiesen, Nasswiesen, Hochstaudenfluren, Hecken, Ranken etc.) auf 

Restflächen zurückgedrängt worden. Sie werden z. T. durch angrenzende Nutzungen oder Erho-

lungsnutzung beeinträchtigt, sie stehen des Öfteren nicht im Verbund zueinander. Ziel ist die Siche-

rung eines funktionsfähigen Naturhaushaltes vor allem als Grundlage für die Land- und Forstwirt-

schaft, Tourismus und Erholung, der Schutz von Klima, Wasser, Boden, Luft, die Sicherung nicht er-

setzbarer Biotope, Schutz von Tier- und Pflanzenarten, Sicherung, Förderung und Wiederherstellung 

landschafts- und ortsbildprägender Qualitäten mit Berücksichtigung landschaftsästhetischer und kul-

turhistorischer Werte. Einige konkrete Ziele: Offenhaltung der Landschaft, vor allem der Waldwiesen 

und Schachten, Erhaltung und Optimierung von Mooren und Wäldern, naturnahe Bewirtschaftung 

der Wälder, Erhöhung des Laubholzanteiles der Wälder, naturnahe Gestaltung der Biotope und ihre 

Vernetzung einschließlich Verknüpfung der Hecken – Ranken – Areale, Ersatz und Wiederherstel-

lung zerstörter Biotope wie Hecken, Ranken, Feuchtflächen (im Einzelfall auch Ersatzbiotope bei 

den Drainflächen); Renaturierung von Gewässern, geschlossene Gehölz- und Krautsäume an den 

Bächen, Erhalt oder Wiederherstellung des natürlichen Umfeldes der Quellen, Talbereiche in ihrer 

Durchgängigkeit erhalten; naturnahe Bewirtschaftung der Feuchtflächen, Erhalt der Grünlandnut-

zung. Detailliert ist dies und weiteres aus dem Landschaftsplan als rechtswirksamer Plan zu ent-

nehmen. 


19 

 

 



Als nachrichtliche Übernahme aus dem rechtsgültigen Landschaftsplan wurden in dem Flächennut-

zungsplan die Biotope dargestellt, einschließlich der besonders geschützten Feucht- und Trocken-

flächen, Quellbereiche, Hecken. Übernommen wurden auch die im mäßigen Umgang geplanten 

Maßnahmen zum Verbund und zur Felddurchgrünung (nördlich Höhenbrunn, südöstlich Reichen-

berg, nördlich u. nordöstlich Riedlhütte), zur Bepflanzung ausgeräumter Bachstrecken (Haslacher 

Graben). Dabei wurde eine schematisch-symbolhafte Darstellung gewählt. Die Bereiche für die Ver-

besserung des Ortsrandgefüges – Entwicklung von Obstgartensäumen – (Haslach Ost und Nord-

west, Reichenberg – Hüttenfeld West und Süd, St. Oswald – Vorstatt Ost und West, St. Oswald – 

West –Nordrand, St. Oswald Totenmann Nord) wurden  in die ortsgestaltenden Freiflächen einbezo-

gen. In der gleiche Art farbig hervorgehoben wurden als Übernahme aus dem Landschaftsplan die 

Bachtäler und Talauen, welche aus Gründen des Naturhaushaltes von Aufforstungen, Bebauung etc. 

freizuhalten sind. Ergänzt wurden diese Freiflächen um die Ortschaften durch Flächen, die zusätzlich 

aus Gründen des Landschafts- und Ortsbildes, des Immissionsschutzes oder Sichtschutzes frei zu 

halten sind. Unter Ziff. 4.5.6 sind letztere Flächen/Bereiche gesondert aufgelistet und ihre haupt-

sächlichen Aufgaben angegeben (Tabelle 11). Zu den übrigen Freiflächen wird auf die Aussagen im 

Landschaftsplan verwiesen.  



Im Bereich des Nationalparks wurden keine Aussagen aus dem Landschaftsplan in den Flä-

chennutzungsplan übernommen, lediglich die Waldgrenzen wurden abgestimmt. Es wird davon 

ausgegangen, dass dieser Bereich durch die Verordnung ausreichend geschützt und auch im Sinne 

des Naturschutzes und der Landschaftspflege ausreichend behandelt wird.  

 

Der Nationalpark Bayerischer Wald, sowohl FFH-Gebiet (Fauna-Flora-Habitat) als auch SPA-Gebiet 



(special-protection-area) ist mit einer Gesamtfläche von 24.250 Hektar ein bedeutsamer Baustein im 

europäischen Biotopverbundnetz.   

 

 

3.3.1 



Naturschutzgebiete, Nationalpark, Naturdenkmale, Landschaftsschutzgebiet, Landschaftsbestandtei-

le  


 

 

 



Die unter Schutz gestellten Flächen und Einzelobjekte sowie die im Arten- und Biotopschutzpro-

gramm Bayern (ASBP) und in der amtlichen Biotopkartierung zur Unterschutzstellung vorgeschlage-

nen Bereiche sind als nachrichtliche Übernahme aus dem Landschaftsplan in der nachfolgenden 

Tabelle 13 enthalten und wurden in dem Flächennutzungsplan dargestellt. Bei den vorgeschlagenen 

Flächen wurden, entsprechend der Darstellung im Landschaftsplan, keine Grenzen eingezeichnet, 

diese sollen bei den einzelnen Verfahren festgelegt werden. 

 

Soweit die Objekte vollständig innerhalb des Nationalparks liegen, wurden sie im Flächennutzungs-



plan nicht gesondert eingetragen und abgegrenzt. Dies gilt auch für die Schutzvorschläge aus dem 

Arten- und Biotopschutzprogramm (ABSP) oder aus der Biotopkartierung, soweit sie innerhalb des 

Nationalparks liegen. Diese Schutzvorschläge wurden auch nicht in die Tabelle 6 aufgenommen. 

 

 



 

 

 



 

 

 



 

 

 



 

 

 



 

 

 



 

 

 



 

 


20 

 

 



 

 

 



 

 

 



 

 

 



 

 

 



        Tabelle 6 

Flächenschutz, Einzelschutz 

 

 



 

 

Objekt Lage 



Schutzart 

 

(BayNatSchG) 



(BNatSchG) 

im F-Plan 

Hinweise 

 

 



 

 

 



Rachel mit Ra-

chelsee 


nördliche Gemein-

degrenze 

Naturschutzgebiet  

(§ 23 BNatSchG) 

nein 

durch VO der Reg. v. Niederbay-



ern v. 24.7.1997 wohl aufgeho-

ben, da Bestandteil des National-

parkes 

 

 



 

 

 



Großer Filz u. 

Klosterfilz mit 

umgebenden 

Filzteilen 

nördlich St. Oswald 

und nordöstlich 

Riedlhütte 

Naturschutzgebiet  

(§ 23 BNatSchG) 

nein 


durch VO der Reg. v. Niederbay-

ern v. 24.7.1997 wohl aufgeho-

ben, da Bestandteil des National-

parkes 


 

 

 



 

 

Föhrauer Filz 



nördlich Riedlhütte 

Naturschutzgebiet  

(§ 23 BNatSchG) 

nein 


durch VO der Reg. v. Niederbay-

ern v. 24.7.1997 wohl aufgeho-

ben, da Bestandteil des National-

parkes 


 

 

 



 

 

Braun-Seggen-



Sumpf, stark 

entwässert 

östlich Siebenellen 

Naturschutzgebiet  

(§ 23 BNatSchG) 

Vorschlag ABSP, erfüllt Voraus-



setzungen, Biotop 53.05,  ge-

schützt nach Art. 23 BayNatSchG

 

 

 



 

 

Heckengebiet südlich 



Reichen-

berg, nahe Ge-

meindegrenze 

Naturschutzgebiet  

(§ 23 BNatSchG) 

Vorschlag ABSP, erfüllt Voraus-



setzungen, Biotop 13 

 

 



 

 

 



Peiffengras-

streuwiese, 

Nasswiesen-

brache 


südlich Hö-

henbrunn (Auwie-

se) 

Naturschutzgebiet  



(§ 23 BNatSchG) 

Vorschlag ABSP, erfüllt Voraus-



setzungen, Biotop 49.4, z. T. ge-

schützt nach Art. 23 BayNatSchG

 

 

 



 

 

Magerwiese, 



Heckenland-

schaft 


südlich Riedlhütte 

Naturschutzgebiet  

(§ 23 BNatSchG) 

Vorschlag ABSP, erfüllt Voraus-



setzungen, Biotop 49.5 

 

 



 

 

 



 

 

 



 

 

Nationalpark 



Bay. Wald 

nördl. 2/3 des Ge-

meindegebietes 

Nationalpark  

(Art.13 BayNatSchG)

(§ 24 BNatSchG) 

ja 

Guglöd als Insel im Nationalpark 



ausgespart 

 

 



 

 

 



Bieblstein mit 

Ahorn 


Bergstation Skilift 

St. Oswald 

Naturdenkmal      

(§ 28 BNatSchG) 

ja  

 

 



 

 

 



Steingruppe am 

Steinmanns-

biegel 

Ostrand Ortskern 



St. Oswald 

Naturdenkmal    

(§ 28 BNatSchG) 

ja  


 

 

 



 

 

Hoher Stein 



Ortskern St. Os-

wald 


Naturdenkmal      

(§ 28 BNatSchG) 

ja  

 

 



 

 

 



Ahorn Ortskern 

St. 


Os-

wald 


Naturdenkmal      

(§ 28 BNatSchG) 

ja  

 

 



 

 

 



Esche Ortskern 

St. 


Os-

wald 


Naturdenkmal      

(§ 28 BNatSchG) 

ja  

 

 



 

 

 



Hoher Fels 

St. Oswald- 

Draxlschlag (Ge-

meindebauhof) 

Naturdenkmal      

(§ 28 BNatSchG) 

ja  

 

 



 

 

 



Zwei Linden 

Höhenbrunn, An-

ger 

Naturdenkmal      



(§ 28 BNatSchG) 

ja  


 

 

 



 

 


21 

 

 



Eschengruppe  

mit Kreuz 

 

Riedlhütte, Anton-



Hilz-Strasse 

 

Naturdenkmal      



(§ 28 BNatSchG) 

 

ja 



 

 

 



 

 

 



 

 

Innerer Bayeri-



scher Wald 

nördliche 2/3 des 

Gemeindegebietes 

Landschaftsschutz-

gebiet  

(§ 26 BNatSchG) 

ja 

bis auf zwei kleine Flächen öst-



lich Riedlhütte und nördlich St. 

Oswald im Nationalpark, in die-

sem nicht dargestellt 

 

 



 

 

 



Naturpark Bay-

erischer Wald 

Gemeindegebiet Naturpark 

 

(Art.15 BayNatSchG)



(§ 27 BNatSchG) 

geplant 


Grenze des Schutzbereiches 

noch nicht ausreichend festge-

legt, daher nicht dargestellt 

 

 



 

 

 



Feuchtgebiet südw. 

Haslach 


Landschaftsbestand-

teil  


(§ 29 BNatSchG) 

Vorschlag Biotopkartierung, er-



füllt Voraussetzungen, Biotop 

55.1, geschützt nach Art. 23 

BayNatSchG; im Golfplatz 

 

 



 

 

 



Nass- u. Streu-

wiese 


nordöstlich Sie-

benellen (Waldlich-

tung am Stadt-

schneider) 

Landschaftsbestand-

teil  


(§ 29 BNatSchG) 

Vorschlag ABSP, erfüllt Voraus-



setzungen, Biotop 52.07, ge-

schützt nach Art. 23 BayNatSchG

 

 

 



 

 

Nasswiese  



westlich Siebenel-

len 


Landschaftsbestand-

teil  


(§ 29 BNatSchG) 

Vorschlag ABSP, erfüllt Voraus-



setzungen, Biotop 52.01, ge-

schützt nach Art. 23 BayNatSchG

 

 

 



 

 

Nasswiese, 



Magerwiese 

nordöstlich St. Os-

wald 

Landschaftsbestand-



teil  

(§ 29 BNatSchG) 

Vorschlag ABSP, erfüllt Voraus-



setzungen, Biotop 177.15, .17  

z.T. geschützt nach Art. 23 Bay-

NatSchG 

 

 



 

 

 



Biotopkomplex 

(Feuchtflächen 

etc.) 

westlich St. Oswald  Landschaftsbestand-



teil  

(§ 29 BNatSchG) 

Vorschlag Biotopkartierung, er-



füllt Voraussetzungen, Biotop 

51.5, geschützt nach Art. 23 

BayNatSchG 

 

 



 

 

 



Nasswiese  

westlich St. Oswald  Landschaftsbestand-

teil  

(§ 29 BNatSchG) 



Vorschlag Biotopkartierung, er-

füllt Voraussetz., Biotop 51.4 

 

 



 

 

 



Feuchtgebiet, 

Nasswiese 

westlich St. Os-

wald-Draxlschlag 

Landschaftsbestand-

teil  


(§ 29 BNatSchG) 

Vorschlag Biotopkartierung, er-



füllt Voraussetzungen, Biotop 

51.1, z, T. geschützt nach Art. 23 

BayNatSchG 

 

 



 

 

 



ausgedehnter 

Streuwiesen-

Nasswiesen-

Komplex, Pfeif-

fengraswiese 

nördlich Hö-

henbrunn 

Landschaftsbestand-

teil  

(§ 29 BNatSchG) 



Vorschlag ABSP, erfüllt Voraus-

setzungen, Biotop 69, geschützt 

nach Art. 23 BayNatSchG 

 

 

 



 

 

Teilfläche He-



ckengebiet 

Ostrand Reichen-

berg 

Landschaftsbestand-



teil  

(§ 29 BNatSchG) 

Vorschlag ABSP, erfüllt Voraus-



setzungen, Biotop 13.10 usw.,  

 

 



 

 

 



Pfeiffengras-

streuwiese 

südöstlich Riedl- 

hütte 


Landschaftsbestand-

teil  


(§ 29 BNatSchG) 

Vorschlag ABSP, erfüllt Voraus-



setzungen, Biotop 44.17, ge-

schützt nach Art. 23 BayNatSchG

 

 

 



 

 

Ohetal (u. a. 



Nasswiese) 

nordwestlich Riedl- 

hütte 

Landschaftsbestand-



teil  

(§ 29 BNatSchG) 

Vorschlag ABSP, erfüllt Voraus-



setzungen, Biotop 44.3 usw., 

Standort für gepl. Kläranlage dar-

innen  

 

 



Anmerkungen: „erfüllt die Voraussetzungen“ in der Tabelle heißt, dass in dem Landschaftsplan festgestellt wird, dass die  

fachlichen Voraussetzungen für eine Unterschutzstellung gemäß § 23 (Naturschutzgebiet) oder § 29 (Landschaftsbestandteil) 

des BNatSchG gegeben sind. V = Vermerkt im Flächennutzungsplan als Übernahme aus dem Landschaftsplan. 

Vorhandene, geplante oder vorgeschlagene Schutzflächen innerhalb des Nationalparkes wurden nicht aufgenommen. 



22 

 

3.3.2 



Biotope, Feuchtflächen, Trockenflächen, Schutz- und Pflege der Landschaft, Ökokonto, Bachtäler 

und Talauen, Baum- und Strauchbestände etc. – Übernahmen aus dem rechtsgültigen Landschafts-

plan 

 

Vorrangflächen für eine naturnahe Vegetation und Fauna sind Biotope. Es sind dies wertvolle Le-



bensräume für die Pflanzen und die Tierwelt. Die Biotope tragen wesentlich zur Erhaltung und Siche-

rung einer gesunden Umwelt bei. Ein Netz von Biotopen dient der Stabilität des Naturhaushaltes und 

sorgt zugleich für eine vielfältige, erholungswirksame Landschaft. Der größte Teil der Biotope ist 

durch menschliche Nutzung über Jahrhunderte hinweg entstanden und benötigt die traditionelle Nut-

zung, um dauerhaft zu bestehen. Der Status „Biotop“ beinhaltet alleine noch keinen gesetzlichen 

Schutz dieser Flächen. In vielen Fällen sind die Biotope aber durch allgemeine gesetzliche Regelun-

gen geschützt, z. B. durch den Art. 23 des BayNatSchG, den § 20 ff des BNatSchG  oder das Natur-

schutzergänzungsgesetz (Hecken). 

Angestrebt wird, die Biotope zu sichern und miteinander zu vernetzen mittels Optimierung vorhan-

dener oder durch die Anlage neuer linearer Strukturen, also ein Verbundsystem aufzubauen. Damit 

sollen überlebensfähige Populationen und der Artenaustausch gesichert werden. Weiteres ist aus 

dem nachfolgenden Absatz zu den „Flächen für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und Entwick-

lung der Landschaft“ ersichtlich. Ferner ist es angebracht, die vorhandenen Biotope durch Puffer-

streifen zu intensiv genutzten Flächen zu stärken oder zu kleine Biotope durch die Extensivierung 

anliegender Flächen zu vergrößern.  

In den Flächennutzungsplan wurden die Biotope mit der amtlichen Nummer aus dem Landschafts-

plan übernommen (TK 7146, das ist südlich der Linie Reichenberg - Siebenellen), nördlich davon 

(TK 7046) wurden die Nummern aus der amtlichen Biotopkartierung direkt übernommen. Im Bereich 

des Nationalparkes wurden die Biotope nicht extra gekennzeichnet. Weiteres siehe Biotopkartierung 

Bayern und Landschaftsplan. 

 

Feuchtflächen erfüllen auf Grund ihrer regulierenden Wirkung auf den Wasserhaushalt und das 

Klima eine wichtige Aufgabe für die Bodenfruchtbarkeit, sie sind Lebensraum vieler bedrohter Tier- 

und Pflanzenarten, sie sind ein charakteristischer Bestandteil der Erholungslandschaft. Zu den 

Feuchtflächen (Übergangsmoore, Hochmoore, Moorwald u. Feuchtwald, Nass- und Feuchtwiesen, 

Röhrricht, Großseggenriede, Hochstaudenfluren) gehört der größte Teil der Biotope. In den Flä-

chennutzungsplan wurden die nach Art. 23 (1) BayNatSchG und § 30 (2) BNatSchG geschützten 

Feuchtflächen übernommen, soweit sie außerhalb des Nationalparks liegen. Es sind dies Nasswie-

sen verschiedener Ausprägung und Nasswiesenbrachen. Ein Teil der Bereiche mit einem besonders 

hohen Anteil an Feuchtflächen wurden in dem Landschaftsplan daneben als „Flächen zum Schutz, 

zur Pflege und zur Entwicklung von Natur und Landschaft“ gekennzeichnet, in den Flächennut-

zungsplan wurden sie auch so übernommen. Die einzelnen Typen und genaue Beschreibung sowie 

die Ziele sind aus dem Landschaftsplan ersichtlich. Die Feuchtflächen sind in erster Linie durch Auf-

forstungen gefährdet, Streu-, Nass- und Feuchtwiesen auch durch Verbrachung. Angestrebt wird ei-

ne Erhaltung der Feuchtflächen und ihre Lebensgemeinschaften, auch sollen die brach gefallenen 

Flächen wieder entsprechend bewirtschaftet werden.  

 

Trockenflächen, Magerrasen sind ebenfalls Lebensräume vieler seltener und gefährdeter Pflan-

zen- und Tierarten, sie sind zugleich bedeutende Bestandteile der Erholungslandschaft. Die nach 

Art. 23 (1) BayNatSchG und § 30 (2) BNatSchG geschützten Flächen mit Borstgrasrasen, Wechsel-

feuchtezeigern, Zwergstrauchheide wurden zusammengefasst gesondert gekennzeichnet; sie sind 

selten und auf kleine Flächen beschränkt (z. B. bei Haslach im Golfplatz). Die ebenfalls unter den 

Art. 23 (1) BayNatSchG fallenden reichlicher vorhandenen Magerwiesen wurden im Flächennut-

zungsplan nicht dargestellt, sie sind aus dem Landschaftsplan ersichtlich. 

 

Wassergeprägte Biotope sind vor allem die Bäche und Gräben, Quellen und die wenigen Stillge-

wässer. Sie sind, soweit naturnah, nach Art. 23 BayNatSchG und § 30 BNatSchG geschützt (z. B. 

Große und Kleine Ohe mit ihren Zuflüssen). Angestrebt wird die Schaffung von fünf Meter breiten 

ungedüngten Pufferstreifen entlang der Bäche, naturfern ausgebaute Teile der Bäche und Gräben 

sollen renaturiert und die Restwasserführung erhöht werden (z. B. Kleine Ohe). Im Flächennut-

zungsplan wurden diese und weitere naturnahe Gewässer als Biotope gesondert gekennzeichnet. 

Die Gewässerschutzstreifen sind aus grafischen Gründen nicht gesondert dargestellt, sie sind laut 

Legende den Gewässern zugeordnet. Die Quellen wurden im Flächennutzungsplan als Übernahme 

aus dem Landschaftsplan gesondert gekennzeichnet. Angestrebt wird ihr Erhalt (keine Aufforstung, 

Verfüllung, Fassung, Teichanlage, Entwässerung). Dies und weiteres ist genauer aus dem Land-

schaftsplan ersichtlich. 

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