ST. radegund


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Ausgabe Juli 20

17

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ST. RADEGUND

DIE GRÜNEN

Die Grünen in St. Radegund

GEMEINDERAT GÜNTER LESNY, E: guenter.lesny@gruene.at, M: 0650 / 27 52 801

GEMEINDERÄTIN ALEXANDRA DOLISCHKA, E: alexandra.dolischka@gruene.at

Am 27. April habe ich gemeinsam mit

weiteren 22 TeilnehmerInnen den Lehrgang

zum Kommunalen Klimaschutzbeauftragten 

abgeschlossen. Der Klimaschutz-Lehrgang 

des Klimabündnis Österreich bietet 

GemeindevertreterInnen und auf lokaler 

Ebene tätigen Personen die notwendigen 

Fertigkeiten, um im Klimaschutzbereich 

aktiv zu werden. Auf dem Lehrplan

standen Themen wie Klimawandel, 

umweltfreundliche Mobilität, Erneuerbare

Energie, energieeffiziente Raumplanung,

Bodenschutz, ökologische Beschaffung

und Klimawandelanpassung. Wie alle

gesetzlichen und sozialen Regelungen,

die in den verschiedenen politischen 

Ebenen erstellt werden, kommen auch die 

Bestimmungen zum Klimaschutz primär

auf der Gemeindeebene zum Wirken, hier 

müssen sie umgesetzt werden, von hier

aus können sich aber positive Impulse

dann auch überregional entfalten. Die 

Verankerung des Klimaschutzes in den

Gemeinden ist daher ein ganz wichtiges 

Ziel im globalen Umweltschutz. Dass St. 

Radegund unmittelbar nach Beendigung



v.l.n.r.: Markus Hafner-Auinger (Geschäftsführer Klimabündnis Österreich), LTAbg. Helga Ahrer, Günter 

Lesny (Gemeinderat St. Radegund), Andrea Gössinger-Wieser (Klimaschutzkoordinatorin des Landes 

Steiermark), Anna Kirchengast (Umweltarbeit der Katholischen Kirche Österreichs)

des Lehrgangs auf meine Initiative hin dem

Klimabündnis Steiermark beigetreten ist,

freut mich ganz besonders. Wie wichtig

das Thema sogar auch bei der ÖVP St. 

Radegund eingeschätzt wird, zeigt sich

in dem Umstand, dass mir mit Maria

Maunz-Rannacher bereits eine Kollegin 

aus dem Gemeinderat unterstützend

beigestellt wurde. Ich freue mich auf die

bereits im Umweltausschuss bewährte

Zusammenarbeit und bin mir sicher,

dass wir als Klimaschutzbeauftragte mit 

Unterstützung aus der Bevölkerung für

unsere Gemeinde und den Klimaschutz

einiges erreichen werden. Unsere nächsten

Vorhaben sind die Teilnahme an der

internationalen Mobilitätswoche vom 16.-22.

September 2017 und ein Klimabündnis-

Beitrittsfest im Oktober, zu dem ich

jetzt schon herzlich einladen möchte.

Klimaschutz ist aber nur ein Teilbereich

im Umweltschutz, die Umwelt ist auch 

hinsichtlich vieler anderer Faktoren auf

unsere Sorgfalt angewiesen und das gilt

natürlich auch wieder besonders auf der 

Ebene der Gemeinden. Wie unmittelbar sich 

verantwortungsloser Umgang mit der Natur

auswirkt, zeigt sich beispielsweise auch im

aktuell wieder in den Medien thematisierten 

Bienensterben: ImkerInnen melden Verluste

bis zu 25% des Bestandes. Wir nehmen

uns dieses Themas an und ich freue mich, 

dass der Obmann des St. Radegunder

Ortsverbandes für Bienenzucht, Franz Piffl, 

in dieser Aussendung ausführlich dazu

Stellung nimmt. Darüber hinaus möchte

ich Sie herzlich zu unserer Filmvorführung

„More than honey“ am 9. August einladen,

wo wir uns genau diesem Thema intensiv

widmen werden (Details umseitig).

Günter Lesny

SANKT RADEGUND 

IM KLIMABÜNDNIS

Gruene_Ztg_St_Radegund_7_17.pdf   1

19.07.2017   07:22:59


Von Radegunds Imkermeister 

Franz Piffl

Bienen sind nicht nur Honiglieferanten,

sie spielen eine wichtige Rolle bei

der Bestäubung von Wild- und 

Nutzpflanzen. Etwa drei Viertel aller

landwirtschaftlichen Nutzpflanzen sind

von Bestäubern abhängig, die Hälfte 

davon übernehmen die Bienen. Jede

einzelne Blüte unserer Kirsch-, Marillen- 

oder Äpfelbäume wird angeflogen

und befruchtet. Ohne Bestäuber keine

Landwirtschaft. Die Honigbienen sind

jedoch heute sehr gefährdet, auch 

im letzten Winter sind wieder viele

Bienenvölker zugrunde gegangen. Ihr 

natürliches Habitat von Wildblumen,

Kräutern, Sträuchern, Bäumen und

vielen anderen Arten wird laufend

durch das menschliche Einwirken

verändert. Durch die Monokulturen 

der modernen Landwirtschaft können

sich die Bienen nicht mehr ausreichend 

mit artgerechtem, gesundem Nektar

oder Blütenpollen versorgen. Die 

in der industriellen Landwirtschaft

eingesetzten Insektizide, Herbizide 

und Fungizide sorgen vielleicht für 

unkrautfreie, wogende Getreidefelder 

mit hohen Erträgen. Die gefürchteten 

Neonicotinoide gelangen jedoch auf

und in die Pflanzen und vergiften 

so die Bienen. Leider werden diese 

Mittel oft auch von Heimgärtnern

verwendet, dabei wäre es einfach, im

Garten und auch auf dem Friedhof 

auf Chemie zu verzichten. Auch die 

schleichende Veränderung des Klimas 

beeinträchtigt die Bienen. Milde Winter

führen zu langen Brutperioden bis 

spät ins Jahr hinein und überfordern 

sie. Wir alle können einen Beitrag 

zum Schutz der Bienen leisten, wenn

wir das Gleichgewicht der Natur

respektieren. Heimische Pflanzenarten 

im eigenen Garten bieten den Bienen 

ein reichliches Nahrungsangebot.

Blumen, Sträucher und Bäume aus 

den Baumschulen oder Baumärkten 

sind oft als Nahrungsquelle für

unsere Insekten ungeeignet. Wer

Wiesenblumen ausblühen lässt und

nicht so oft mäht, kann sich den

ganzen Sommer an einer Blumenwiese 

freuen – und mit ihm die Bienen. Viele

landwirtschaftliche Betriebe haben

bereits auf Bio-Verfahren umgestellt

und leisten damit Wesentliches zur 

Gesundheit der Bienen. Sie verzichten 

auf Unkrautvernichtungsmittel, 

setzen organische Schädlings-

bekämpfungsmittel ein und sorgen so

für ein gesundes Ökosystem. Weniger

Herbizide heißt mehr Wildblumen, und

diese Wildblumen bieten Bestäubern

ein reiches Habitat. Die Schwierigkeiten

bei der Bienenhaltung führten in den

letzten Jahren zu einem Rückgang der 

heimischen Qualitätshonigerzeugung

und zu einem Anstieg von Importen

ausländischer Honige. Jedes Mal, 

wenn Sie ein Bio-Produkt kaufen, 

unterstützen Sie die Gesundheit der 

Bestäuber. Wir Imkerinnen und Imker

brauchen Ihre Unterstützung, um die

Lebensumstände der Honigbienen zu

verbessern und damit zur Arterhaltung

beizutragen. Sonst wird das wohl-

bekannte und beliebte Summen im

Kirschbaum und auf der Blumenwiese 

immer seltener werden. 

Trotz des großen medialen Interesses 

der Öffentlichkeit am Thema 

Bienenschutz werden europaweit noch

immer zu wenig Maßnahmen zum

Erhalt gesunder Bienenbestände von 

den offiziellen Stellen getroffen.



Franz Piffl

DIE GRÜNEN ST. RADEGUND

02

GRÜNE GEMEINDETHEMEN



BIENEN IN GEFAHR – 

BIO HILFT!

Gruene_Ztg_St_Radegund_7_17.pdf   2

19.07.2017   07:23:12



Ein Radegunder Wahrzeichen unwiederbringlich verloren (links) …aufgrund einer plumpen 

Machtdemonstration? (rechts)

DIE GRÜNEN ST. RADEGUND

03

GRÜNE GEMEINDETHEMEN



„Reparieren zahlt sich nicht aus, kaufen

Sie sich ein Neues“, diese Antwort

kennen wir alle. Arbeitszeit ist teuer,

und sowieso ist ein neues Gerät immer 

besser, das ist die Botschaft. Aber das

stimmt nicht immer. Neue Geräte

scheinen gerade so lange zu halten, bis

die Garantie abgelaufen ist. Und manch-

mal hängt man an den alten Dingen. 

Außerdem verbrauchen wir so wert-

volle Ressourcen, während die Müll-

berge anwachsen. Die Kunst des Repa-

rierens beherrschen bei uns nur mehr

wenige – das soll sich ändern, meinten 

die ErfinderInnen des Repair-Cafés. 

Wer ein kaputtes Gerät zu Hause hat,

bringt es ins Repair-Café. Dort helfen

geübte BastlerInnen beim Reparieren 

und außerdem kommt man im gemüt-

lichen Rahmen bei Kaffee und Kuchen

miteinander ins Gespräch. So etwas 

sollte es doch auch in Sankt Radegund 

geben! Deshalb suchen wir Menschen,

die die Kunst des Reparierens noch

beherrschen, seien es Elektro- und 

Elektronikgeräte, Holzgegenstände, der 

ausgerissene Reißverschluss, je nach 

Können und Laune. Wer mitmachen 

möchte, bitte unter der Telefonnummer

0699/11286557 bei Brigitte Kratzwald 

melden!                      

Brigitte Kratzwald

Zwei der wunderschönen Linden

bei der „Geduld“ wurden im 

Frühjahr einfach umgeschnitten. 

Mit Recht haben sich darüber 

viele GemeindebürgerInnen und

BesucherInnen unserer Gemeinde 

empört und auch an uns Grüne

gewendet. Auf Nachfrage im 

Gemeinderat konnten wir erfahren, 

dass die Gemeinde vom Fällen der

vorderen Linde trotz der Kurzfristigkeit

informiert war, angeblich haben die 

Wurzeln die denkmalgeschützte Mauer

der „Geduld“ gefährdet und es war 

„Gefahr im Verzug“. Wenn man sich 

den desolaten Zustand der Mauer jetzt 

anschaut, erkennt man das Argument

als vorgeschoben. Der Baum wurde 

offensichtlich sinnlos entfernt, denn die 

Mauer scheint ohnehin nicht saniert zu

werden. Das Fällen der zweiten Linde

wurde laut Auskunft ohne Wissen 

und Genehmigung des Pächters,

also der Gemeinde, vorgenommen. 

Sollte dies wirklich so sein, ist diese

Vorgangsweise mehr als bedenklich 

und es ist nicht nachvollziehbar, dass 

EIN „WAHRZEICHEN“

VON ST. RADEGUND IST NICHT MEHR.

sich die Gemeinde diese Besitzstörung

offenbar wieder einfach gefallen lässt.

Es ist jetzt an der Zeit, juristische 

Schritte einzuleiten. Auch wenn die im

Steiermärkischen Baumschutzgesetz

für derartigen Missbrauch 

vorgesehenen Verwaltungsstrafen und

Ersatzpflanzungen die beliebten Linden

nicht mehr zurückbringen können,

wäre es wenigstens ein Zeichen, dass

hier nicht mehr zu- bzw. weggeschaut 

wird. Darüber hinaus halten wir es 

für sinnvoll, für St. Radegund eine

Baumschutzverordnung zu erlassen,

die einerseits ein wenig zum Schutz

der Bäume beitragen, andererseits 

den BürgerInnen auch Unterstützung

im Erhalt von Naturdenkmälern leisten 

kann. Daher werde ich als Obmann

dies in der nächsten Sitzung des 

Umweltausschusses einbringen.

Günter Lesny

Gruene_Ztg_St_Radegund_7_17.pdf   3

19.07.2017   07:23:12


DIE GRÜNEN ST. RADEGUND

IMPRESSUM: 

Namentlich gezeichnete Texte geben die Meinung der AutorInnen wieder und müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.

GRÜNER VERANSTALTUNGSTIPP

Gruene_Ztg_St_Radegund_7_17.pdf   4

19.07.2017   07:23:13




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