Verwaltungsgemeinschaft der Gemeinden Innerschwand am Mondsee, Sankt Lorenz und Tiefgraben


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5.2. 

Mit der bestehenden VWG werden in der Verwaltung der drei ländlich 

strukturierten Gemeinden schon langjährig Synergien genutzt. Auch mit der 

Marktgemeinde Mondsee, die die zentralörtlichen Funktionen in der Region 

erfüllt, arbeiten die drei Gemeinden in einzelnen Bereichen zusammen. 

Positiv wertet der LRH auch den Standort des Amtsgebäudes der VWG in 

unmittelbarer Nähe zum Marktgemeindeamt Mondsee; diese zentrale Lage 

ist einer durchaus ausbaufähigen Zusammenarbeit mit Mondsee förderlich 

und belebt deren Ortskern. Allerdings ist die Raumsituation im 

denkmalgeschützten Verwaltungsgebäude derzeit sehr beengt und das 

Gebäude ist sanierungsbedürftig. Im gegenwärtigen Zustand lässt es ohne 

bauliche Adaptierungsmaßnahmen keinen zeitgemäßen Geschäftsbetrieb 

mit zentraler Bürgerservicestelle und ausreichenden Besprechungs-

räumlichkeiten zu. Das Gebäude ist dringend zu sanieren und zu 

adaptieren. Der diesbezügliche Handlungsbedarf war zwar nicht 

Gegenstand der Prüfung, muss aber bei der Weiterentwicklung der 

Verwaltungsorganisation von den Gemeinden mitberücksichtigt werden. 

(Siehe Punkt 14) 

Der LRH konzentrierte sich in seiner Prüfung auf die organisatorischen 

Grundlagen und auf die Stärken und Schwächen der bestehenden VWG. 

Dabei stand das Verwaltungsmanagement der drei Gemeinden in der VWG 

mit immerhin 7.444 Haupt- und 1.348 Nebenwohnsitzen (Stichtag 7.7.2015) 

im Vordergrund. In einem weiteren Schritt setzte er sich mit möglichen 

Entwicklungs- und Zukunftsperspektiven auseinander, nachdem die in den 

letzten Jahren angestrebte Einbindung der Marktgemeinde Mondsee bzw. 

Erweiterung der VWG nicht zustande kam. 



Personal 

Personalstand der drei Gemeinden 

6.1. 

Die drei Gemeinden der VWG beschäftigten per 31.12.2014 insgesamt 

51 Mitarbeiter (MA) bzw. 39,3 Vollzeitäquivalente (VZÄ). Dieser MA-Stand 

(ohne Bedienstete in Karenz) verteilte sich auf folgende Bereiche: 

 


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Sankt Lorenz und Tiefgraben 



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Tabelle 3: Personalstand und Vollzeitäquivalente nach Bereichen 



 

Innerschwand

St. Lorenz 

Tiefgraben 

gesamt 

MA 


VZÄ 

MA 


VZÄ 

MA 


VZÄ 

MA 


VZÄ 

Verwaltung 

3

3,0



4

3,9


6,5 


14

13,4


Kindergarten u. Hort 

5

3,6



6

4,5


12 

9,0 


23

17,0


Bauhof 

2

1,7



2

1,6


2,0 


6

5,3


Reinigung, Schulwart, 

Sonstige 

2

1,1



4

1,3


1,1 


8

3,6


  

12

9,4



16

11,3


23 

18,6 


51

39,3


Quelle: LRH-eigene Darstellung 

 

Durch die Rückkehr einer Mitarbeiterin aus der Elternkarenz erhöhte sich 



im Jahr 2015 der Personalstand in der Verwaltung um 0,125 VZÄ. Mit der 

Inbetriebnahme des Kindergartens und der Krabbelstube in Sankt Lorenz 

werden ab Jänner/Februar 2016 zusätzlich zwei Pädagoginnen und eine 

Helferin erforderlich. 



6.2. 

Die Gemeinden achten auf eine sparsame Personalbewirtschaftung. Der 

Personalstand der drei Gemeinden ist insgesamt niedrig, insbesondere in 

der Verwaltung und im Bauhof. Der geringe Personalstand ist nur möglich, 

weil die drei Landgemeinden in der Verwaltung, aber auch in anderen 

Bereichen (z.B. Schulen, Abwasserbeseitigung, Veranstaltungsbereich 

Schloss Mondsee usw.) seit Jahren - auch mit dem Zentralort - 

kooperieren. Sie betreiben mit Ausnahme von Kindergärten selbst kaum 

personalkostenintensive Einrichtungen. 

Personalstand und Dienstposten der Verwaltung - Vergleich mit Oö. Dienst-

postenplanverordnung 

7.1. 

Die maximale Anzahl der Verwaltungsdienstposten einer Gemeinde sowie 

die damit verbundenen Funktionslaufbahnen (GD) sind in der Oö. Dienst-

postenplanverordnung 2002 (DPP-V) geregelt. In nachstehender Tabelle 

sind die für die drei Gemeinden maßgeblichen Werte aus der 

DPP-V und aus dem zum Zeitpunkt der Prüfung geltenden Dienstposten-

plan (DPP-Gde) dargestellt. Diese Werte wurden dem tatsächlichen Stand 

an Mitarbeitern bzw. VZÄ gegenübergestellt und in den rechten Spalten der 

Tabelle aufsummiert. 

 


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Sankt Lorenz und Tiefgraben 



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Tabelle 4: Vergleich Personalstand mit Dienstpostenplan und Dienstpostenplanverordnung 



Innerschwand            

(1.429 EW) 

Sankt Lorenz             

(2.635 EW) 

Tiefgraben               

(3.616 EW) 

Summe 

(7.680 EW

7

 

DPP-



DPP-


Gde 

MA  VZÄ 


DPP-

DPP-



Gde 

MA  VZÄ 


DPP-

DPP-



Gde 

MA  VZÄ 


DPP-

DPP-



Gde 

MA  VZÄ 


GD 10 

  

  



  

  



  

  

  



  

  



  

  



  

  

GD 11 



  

  



  

  

  



  

  

  



  

  

  



  

  



  

GD 13 


  

  

  



  

  

  



  

  

  





  



GD 14 


  

  

  



  

  

  



  

  



  

  

  



  

  



  

GD 15 


  

  

  



  



  



  

  

  





GD 16 




  

  



  

  







GD 17 


  

  

  



  

  



  

  







GD 18 




2,1 



1,9 




0,5 



4,5 


GD 19 

  

  



  

  



  

  

  



  

  



  

  



  

  

GD 20 



  

  



  

  



  

  



  

  

  



  

  



  

GD 21 


  

  

  



  

  



  

  



  

  

  



  

  



  

Lehrlinge 

  

  

  



  

  

  



  

  

  



  



  

  





Summe 







3,1 







3,9 

15 





6,5 

28 

13 

15

8

 

13,5 

Quelle: LRH-eigene Darstellung 

 

Die Werte aus der DPP-V beziehen sich jeweils auf Einzelgemeinden mit 



1.001 bis 1.500 EW (Innerschwand), 2.501 bis 3.500 EW (Sankt Lorenz) 

und 3.501 bis 4.500 EW (Tiefgraben). Für eine Einzelgemeinde in der 

Größenordnung von 7.001 bis 10.000 EW sind in der DPP-V nur mehr die 

Anzahl und Bewertung der Spitzendienstposten festgelegt, und zwar mit 

einem GD 

8 Dienstposten für Amtsleiter/in und maximal drei GD 

12 

Dienstposten für Abteilungsleiter/in. 



7.2. 

Mit insgesamt 13 DP, 15 MA (davon zwei Lehrlinge ohne Anrechnung auf 

den DPP) und 13,5 VZÄ liegt die VWG weit unter dem höchstzulässigen 

Rahmen von 28 DP lt. DPP-V für drei Einzelgemeinden vergleichbarer 

Größe. Nach Meinung des LRH sind allerdings die Vorgaben des Landes in 

der DPP-V zu großzügig bemessen. Die Regelungen in der DPP-V wären 

zu evaluieren und im Interesse einer qualitätsbewussten und sparsamen 

Verwaltungsführung anzupassen. Angaben der Direktion für Inneres und 

Kommunales zufolge erarbeitete sie bereits vor geraumer Zeit einen 

Entwurf für eine neue Verordnung, der dem zuständigen Referenten der 

Oö. Landesregierung vorliegt. 

Der Gemeinde Tiefgraben empfiehlt der LRH, den bestehenden 

Dienstpostenplan zu überarbeiten: Der DP für die Leitung der VWG wäre 

anstelle von GD 13/B-VII mit GD 8/B-VII festzusetzen; falls die beiden 

Lehrlinge, die kurz vor ihrem Abschluss stehen, weiterbeschäftigt werden, 

müssen rechtzeitig die erforderlichen Planstellen in den DPP 

aufgenommen werden. 

                                                      

7

  Diese Einwohnerzahl ergab sich entsprechend der DPP-V zum maßgeblichen Stichtag der letzten 



Wahl des Gemeinderates am 27.9.2009. 

8

   Die MA-Anzahl umfasst auch zwei Lehrlinge, für welche im DPP keine eigenen Dienstposten 



auszuweisen sind. 

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22 

 

Verwaltungspersonal im Vergleich mit anderen Gemeinden 



8.1. 

Der LRH verglich den Stand an Verwaltungsbediensteten der drei 

Gemeinden der VWG mit vier oö. Gemeinden in drei vergleichbaren 

Größenordnungen. Dabei stellte sich heraus, dass die drei 

Vergleichsgemeinden mit dem jeweils geringsten Personalstand um 

1,6 


VZÄ mehr Personal in der Verwaltung einsetzten – die drei 

Vergleichsgemeinden mit den jeweils höchsten Personalständen sogar um 

8,7 VZÄ mehr als die drei Gemeinden der VWG. 

Weiters fasste der LRH die drei Gemeinden der VWG zu einer fiktiven 

Einheitsgemeinde mit 7.680 Wohnsitzen

9

 zusammen und verglich deren 



Personalstand (13,5 VZÄ) mit oberösterreichischen Gemeinden in einer 

Größenordnung von 6.300 bis 7.600 

Hauptwohnsitzen.

10

 Auch diese 



größeren Vergleichsgemeinden setzten jeweils um 2,5 bis 7,6 VZÄ mehr 

Personal in der Verwaltung ein als die VWG. Dabei sind in einer VWG 

gewisse Grundaufgaben (z.B. Betreuung der Organe, Flächen-

widmungsplan, Voranschlag, Mittelfristiger Finanz- und Investitionsplan, 

Rechnungsabschluss, Dienstpostenplan, etc.) für jede einzelne Gemeinde 

zu erledigen, wodurch ein Mehraufwand gegenüber einer Einzelgemeinde 

jedenfalls gegeben ist. 

8.2. 

Der LRH beurteilt den Personaleinsatz in der Verwaltung als sehr sparsam. 

Wie sich im Zuge der Prüfung herausstellte, bestehen in der derzeitigen 

Aufgabenerfüllung der VWG aber Defizite und Mängel. Diese liegen 

insbesondere in der Amtsleitung sowie in der Bau- und Finanzverwaltung; 

sie lassen auf personelle Engpässe schließen. Die ausgeprägte 

Sparsamkeit in der Verwaltung steht im permanenten Spannungsfeld zu 

einer ordnungsgemäßen und professionellen Verwaltungsführung. Um die 

VWG zukunftsorientiert auszurichten, empfiehlt der LRH, die 

Entwicklungspotentiale des vorhandenen Personals noch besser zu 

nutzen. Zumindest mittelfristig sollte die VWG personell um ein bis zwei MA 

aufstocken. Diese personelle Aufstockung könnte nur dann vermieden 

werden, wenn die Aufgaben reduziert und die Prozesse optimiert werden. 

Derartige Entlastungseffekte sind für den LRH aus gegenwärtiger Sicht 

aber nur denkbar, wenn sich die drei Gemeinden zu einer Gemeinde 

zusammenschließen und gleichzeitig die Zusammenarbeit mit Mondsee 

weiter ausbauen. 

8.3. 

Seitens der geprüften Gemeinden wird ausgeführt, dass die Behauptung 

durch Zahlen nicht nachgewiesen ist. Je größer eine Verwaltung, desto 

teurer wird sie (Stichworte Notwendigkeit von Zulagen, unentgeltliche 

Leistungen der politischen Vertreter fallen weg, etc.).   

8.4. 

Für den LRH steht fest, dass die drei Gemeinden der VWG in die 

Professionalität und Ordnungsmäßigkeit der Verwaltungsführung 

                                                      

9

   Diese Einwohnerzahl ergab sich entsprechend der DPP-V zum maßgeblichen Stichtag der letzten 



Wahl des Gemeinderates am 27.9.2009. 

10

   Die Anzahl der Nebenwohnsitze dieser Vergleichsgemeinden ist dem LRH nicht bekannt. 



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investieren müssen, was neben einer gezielten Mitarbeiterqualifizierung 



auch zusätzliches Personal erfordert. Zusätzliche Personalaufnahmen 

können beim gegenwärtigen Aufgabenspektrum nur durch Optimierung der 

Strukturen und Prozesse  sowie einen weiteren Ausbau der Zusammen-

arbeit vermieden werden. Daher sind für eine zukunftsorientierte Aus-

richtung insbesondere strategische Grundsatzentscheidungen über die 

künftige Ausgestaltung der Zusammenarbeit der Mondseegemeinden 

unerlässlich. Nur durch entsprechende Nutzung von Synergien und 

Optimierung von Prozessen wird es nach Ansicht des LRH möglich, 

Verwaltungsleistungen kosteneffizient in entsprechender Qualität zu 

erbringen. Der LRH verweist in diesem Zusammenhang auf die Punkte 28 

bis 30  des Berichtes.  

Eine finanzielle Bewertung von etwaigen  Personalaufnahmen, die durch 

weitere Synergienutzung weitgehend vermeidbar sind,  ist von der 

Bewertung der Dienstposten abhängig; diese kann die VWG selbst 

vornehmen. Eine zahlenmäßige Berechnung möglicher Einsparungseffekte 

aus Prozessoptimierungen erfordert, dass in der VWG Leistungs-

aufzeichnungen zu den Geschäftsprozessen sowie eine Kostenrechnung 

geführt werden. Auch aus diesem Grund hält der LRH die unter Punkt 23 

empfohlene Einführung einer Kostenrechnung für geboten.  

Grundlagen der Aufbau- und Ablauforganisation 

Geschäftsverteilung 

9.1. 

Mit Jänner 2015 wurde von den drei Bürgermeistern der VWG ein 

Geschäftsverteilungsplan erlassen. Auf Basis der Bestimmungen des 

§ 37 Oö. GemO 1990 und der geltenden Dienstbetriebsordnung (Muster-

Dienstbetriebsordnung des OÖ. 

Gemeindebundes Nr. 42/2008) weist 

dieser den Bediensteten bestimmte Aufgaben zu und regelt deren 

Vertretungen. Laut Angabe der Amtsleitung wurde der Geschäftsver-

teilungsplan gemeinsam mit den Bediensteten erarbeitet und ist auf dem 

aktuellen Stand. Er ersetzt den Geschäftsverteilungsplan aus dem 

Jahr 2003. 

9.2. 

Der derzeitige Geschäftsverteilungsplan ist eine reine Auflistung 

personenbezogener Aufgaben. Nach Ansicht des LRH sollte die VWG den 

Geschäftsverteilungsplan evaluieren und überarbeiten. Der LRH regt 

beispielsweise Folgendes an: 

 



In der Finanzverwaltung ist sicherzustellen, dass nach 

§ 

54 



Abs. 

Oö. 



GemHKRO die Buchführung und die Führung der 

Kassengeschäfte stets von unterschiedlichen Personen wahrgenommen 

werden. Überlegenswert ist daher, für die gesamte Finanzverwaltung 

(Kassa und Buchhaltung) eine Leitung zu bestellen und die 

Kassenführung neu zu regeln. 


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Die Amtsleitung sollte von der Protokollführung im Gemeinderat der drei 

Gemeinden entbunden werden und sich verstärkt mit Führungsaufgaben 

beschäftigen. 

 

Überlegenswert ist, in genau abzugrenzenden Fällen das 



Anweisungsrecht an Gemeindebedienstete (z.B. Amtsleiter oder Leitung 

der Finanzabteilung – sofern eine solche geschaffen wird) zu übertragen. 

 

Dem Sekretariat der Amtsleitung ist derzeit „New Public Management“ 



als Aufgabe zugeordnet. Abgesehen davon, dass es am 

Grundverständnis dieses Managementkonzeptes in der gesamten VWG 

fehlt, wäre die Implementierung und Umsetzung eines solchen 

Konzeptes grundsätzlich Aufgabe der Amtsleitung. Die konkrete Aufgabe 

des Sekretariats wäre als Teil der Öffentlichkeitsarbeit festzulegen.

 

Stellenbeschreibungen und Organigramm 



10.1. 

Die Arbeitsplatzbeschreibungen und -bewertungen (Stellenbe-

schreibungen) stammen vielfach aus dem Jahr 2002 und wurden nur in 

wenigen Fällen aktualisiert. Es gibt insgesamt nur zwei Arbeitsplatz-

beschreibungen, bei denen nicht der frühere Amtsleiter, sondern der 

ehemalige Bauamtsleiter (jetziger Amtsleiter) als Fachvorgesetzter 

aufscheint.  

Die Aufbauorganisation der VWG ist in keinem Organigramm festgehalten. 

Im Internet (z.B. Gemeinde Sankt Lorenz) ist die Verwaltung in 

„Abteilungen“ gegliedert, und zwar in Amtsleitung, Bauamt, Buchhaltung, 

Kassa, Meldeamt, Sozial- und Umweltamt. Dabei handelt es sich aber um 

keine Abteilungen im Sinne der Oö. Dienstpostenplanverordnung.

11

 

10.2. 



Dem LRH fehlen für eine ordnungsgemäße VWG wichtige organisatorische 

Grundlagen.  

Die Arbeitsplatzbeschreibungen und -bewertungen sind ehestens zu 

aktualisieren. In diesen Stellenbeschreibungen sind die Aufgaben und 

Tätigkeiten nach Jahresdurchschnittswerten im sachlichen Zusammenhang 

und Umfang darzustellen. 

Auch sollte die gesamte Aufbauorganisation der VWG in einem 

Organigramm abgebildet werden. Die derzeitige Aufbauorganisation ist 

historisch bedingt und an die personellen Gegebenheiten angepasst. In 

Anbetracht des starken Bevölkerungswachstums, der Herausforderungen 

in der Raumordnung und der steigenden Anforderungen an eine 

qualitätsvolle Verwaltung ist die Aufbauorganisation nicht mehr zeitgemäß. 

Sie ist für eine effektive und effiziente Aufgabenerfüllung einer VWG, die 

inzwischen 8.792 Wohnsitze zu verwalten hat, nicht geeignet. So gibt es 

auf Verwaltungsebene nur den Amtsleiter als Führungskraft. Der LRH hält 

                                                      

11

   Die  Oö. Dienstpostenplanverordnung  2002  (§  1 Abs. 4) bezeichnet Abteilungen als eine 



organisatorisch und sachgebietsmäßig zusammengehörende Organisationseinheit in Gemeinden mit 

über 7.000 Einwohner, bei der dem/der betreffenden Abteilungsleiter/in mindestens drei 

vollbeschäftigte Verwaltungsbedienstete der Funktionslaufbahn GD 

18 oder einer numerisch 

niedrigeren Funktionslaufbahn zugeteilt sind. 


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es für zweckmäßig, abteilungsähnliche Strukturen mit klar definierten 



Aufgaben und Verantwortlichkeiten zu schaffen. Die VWG sollte in zwei, 

maximal drei Abteilungen gegliedert werden. Falls die Bauangelegenheiten 

nicht in die Allgemeine Verwaltung integriert werden sollten

12

, könnte die 



VWG wie folgt gegliedert werden: 

 

Abbildung 1: Vorschlag für ein Organigramm der Verwaltungsgemeinschaft 



 

 

Quelle: LRH-eigene Darstellung 



 

Für jede Abteilung wäre jeweils eine Leitung zu bestellen, die auch mit 

Führungsaufgaben zu betrauen ist. Eine Abteilung soll der Amtsleiter 

führen; dieser hat in Abstimmung mit den drei Bürgermeistern den 

gesamten inneren Dienst zu leiten und zu koordinieren. Neben der Bildung 

von Abteilungen sollten auch „abteilungsübergreifende“ Projekte z.B. für die 

Umsetzung gemeindeeigener Bauvorhaben oder die Ausgestaltung der 

zukünftigen Verwaltungskooperation forciert werden. Diesbezüglich sollten 

die Mitarbeiter in Projektmanagement ausgebildet und in späterer Folge mit 

einzelnen Projekten betraut werden. 

                                                      

12

   Für eine eigene Bauabteilung gibt es in Anbetracht der regen Bautätigkeit in den Landgemeinden und 



der zunehmenden Komplexität der baubehördlichen Verfahren für den LRH nachvollziehbare Gründe. 

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Sehr positiv sieht der LRH die derzeit bestehende Kooperation im Wahl- 



und Meldeamt mit der Marktgemeinde Mondsee. Aufgrund einer 

vertraglichen Regelung werden zahlreiche Agenden dieses Verwaltungs-

bereiches von der VWG erledigt und die Kosten mit Mondsee geteilt. In 

einem nächsten Schritt sollte diese Form der Kooperation zumindest auf 

den gesamten Bereich des Bürgerservice (gemeinsame Bürgerservice-

stelle) und die Öffentlichkeitsarbeit (z.B. gemeinsame Gemeindezeitung 

und einheitlicher Internetauftritt) ausgedehnt werden. 



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