Verwaltungsgemeinschaft der Gemeinden Innerschwand am Mondsee, Sankt Lorenz und Tiefgraben


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30.4. 

Der LRH geht aufgrund seiner Prüfungserfahrungen in größeren 

Gemeinden davon aus, dass sich in einer fusionierten Gemeinde die 

Anzahl an Sitzungen bei einem straffen Sitzungsmanagement sehr wohl 

deutlich verringert. 

HAUSHALTS- UND FINANZSITUATION DER DREI 

GEMEINDEN 

Haushaltsergebnisse 

31.1. 

Die Haushaltsergebnisse der drei Gemeinden stellten sich Ende 2014 wie 

folgt dar:  

 

Tabelle 5: Ergebnisse o. H. und ao. H. 2014 



2014 

Innerschwand 

St. Lorenz 

Tiefgraben 

Euro

 

Ergebnis o. H. 

4.794

5.238 


7.550

Ergebnis ao. H. 

75

446.522 


659.841

Gesamt 


4.869

451.760 


667.391

Quelle: LRH-eigene Darstellung auf Basis der Rechnungsabschlüsse 2014 

 

Die Gemeinden konnten auch in den Vorjahren sowohl den o. H., als auch 



den ao. H. ausgleichen und Überschüsse erwirtschaften. Im positiven 

Ergebnis des ao. H. von Sankt Lorenz ist ein Darlehen für den 

Grundankauf des in Bau befindlichen Kindergartens in Höhe von 

1.076.400 Euro enthalten. 



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Sankt Lorenz und Tiefgraben 



Februar 2016

 

Vorbild durch Qualität – zertifiziert nach ISO 9001 und dem NPO-Label für Management Excellence 



41 

 

Aus Mitteln des o. H. wurden auch Rücklagen gebildet und Zuführungen an 



den ao. H. getätigt. Im Finanzjahr 2014 wurden ohne zweckgebundene 

Beiträge folgende Mittel eingesetzt: 

 

Tabelle 6: Zuführungen zu Rücklagen und ao. H. 



2014 

Innerschwand

St. Lorenz 

Tiefgraben 

Euro 

Zuführungen zu allgemeine Rücklagen 

227.064

25.955 


14.522

Zuführungen an den ao. H.  

156.797

297.500


18

 

368.617



19

Quelle: LRH-eigene Darstellung auf Basis der Rechnungsabschlüsse 2014 

 

31.2. 

Der LRH stellt fest, dass die Gemeinden Sankt Lorenz und Tiefgraben im 

Rechnungsabschluss 2014 im ao. H. relativ hohe Überschüsse darstellten. 

In Sankt Lorenz war dies jedoch nur durch eine Darlehensaufnahme 

möglich. 

Innerschwand wies geringe Überschüsse, aber relativ hohe Zuführungen 

zu Rücklagen aus. Werden die Haushaltsergebnisse und die Zuführungen 

der drei Gemeinden vergleichend betrachtet, wird deutlich, dass in Sankt 

Lorenz aufgrund der Investitionen kaum mehr Mittel in Rücklagen 

reservieren kann. Tiefgraben weist den höchsten Überschuss im ao. H. auf, 

der zu einem großen Teil durch Zuführungen aus dem o. H. erzielt wurde. 

Haushaltsanalyse auf Basis der Querschnittsrechnung 

32.1. 

Der Rechnungsquerschnitt ist dem Begriffssystem des Europäischen 

Systems volkswirtschaftlicher Gesamtrechnung nachgebildet und stellt die 

wirtschaftlichen Sachverhalte der ordentlichen und außerordentlichen 

Gebarung gemeinsam dar. Der LRH führte die Rechnungsquerschnitte der 

drei Gemeinden der VWG zu einem gemeinsamen Rechnungsquerschnitt 

zusammen. Nachstehende Tabelle zeigt die Summen und Salden der 

zusammengeführten Rechnungsquerschnitte der Jahre 2012 bis 2014. 

Einzelne Aspekte der gemeinsamen Querschnittsrechnung werden in den 

Punkten 32 bis 34 näher erläutert. Die Rechnungsquerschnitte der 

jeweiligen Gemeinde sowie die zusammengeführte Querschnittsrechnung 

aller drei Gemeinden sind in den Anlagen 2 bis 5 angefügt. 

 

                                                      



18

   477.500 Euro Zuführungen an den ao. H. exkl. zweckgebundene Beiträge, abzüglich 180.000 Euro 

Entnahme aus der Tilgungsrücklage des Kanals im o. H. (2/811000/298000) 

19

   441.532 Euro Zuführungen an den ao. H. exkl. zweckgebundene Beiträge, abzüglich 72.915 Euro 



Rückführung vom ao. H. in den o. H. (2/980000/910000) 

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Sankt Lorenz und Tiefgraben 



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Tabelle 7: Komprimierter Rechnungsquerschnitt der drei Gemeinden 



KZ 

Bezeichnung 

2012 

2013 

2014 

Veränderung 

Summe o. H. und ao. H. 

2013/14 

in Tausend Euro 

in 

Prozent 

 

Laufende Gebarung 

 

19 


Einnahmen 

11.745


13.047

12.678 


- 369 

3

29 



Ausgaben 

10.055


11.496

10.822 


- 674 

6

91 



Saldo 1: Ergebnis der laufenden Gebarung 

1.690


1.550

1.856 


+ 306 

20

 



Vermögensgebarung 

 

39 


Einnahmen 

671


2.789

1.674 


- 1.115 

40

49 



Ausgaben 

2.401


2.201

3.208 


+ 1.007 

46

92 



Saldo 2: Ergebnis der Vermögensgebarung 

ohne Finanztransaktionen 

- 1.731

589


- 1.534 

- 2.123 


361

 

Saldo 1 + Saldo 2 



- 41

2.139


322 

- 1.817 


84

 

Finanztransaktionen 

 

59 


Einnahmen 

300


657

257 


-  400 

61

69 



Ausgaben 

200


2.068

488 


- 1.580 

76

93 



Saldo 3: Ergebnis der Finanztransaktionen 

100


- 1.411

-232 


+ 1.179 

84

94 



Saldo 4: Jahresergebnis ohne 

Verrechnungen zwischen o. H. und ao. H. 

59

728

90 

- 638 

88

82+86  Abwicklung Ergebnis Vorjahre 

247

306


1.034 

+ 728 


238

99 

Administratives Jahresergebnis 

306

1.034

1.124 

+ 90 

9

Quelle: LRH-eigene Darstellung auf Basis der Rechenwerke der Gemeinden 

 

32.2. 

Das Haushaltsgeschehen der drei Gemeinden ist geprägt von jährlich 

relativ hohen Überschüssen in der laufenden Gebarung, steigenden 

Ausgaben für Investitionen in der Vermögensgebarung, entsprechenden 

Finanztransaktionen für Darlehensabschreibungen (insbesondere 2013) 

und Rücklagenzuführungen. Der LRH weist aber darauf hin, dass die 

Rechnungsquerschnitte der Gemeinden und somit auch die zusammen-

gefassten Rechnungsquerschnitte aufgrund von Fehlkontierungen von 

eingeschränkter Aussagekraft sind: 

 



Die erwähnte Darlehensaufnahme von 1,076 Mio. Euro wurde im 

RA 2014 der Gemeinde Sankt Lorenz als maastricht-freundliche Ein-

nahme (KZ 34 - „Zuschuss bzw. Kapitaltransfer von Finanz-

unternehmungen“) dargestellt, anstatt diese als Aufnahme von Finanz-

schulden (KZ 55) maastricht-neutral unter den Finanztransaktionen zu 

verbuchen. Die unrichtige Verbuchung verbesserte das Maastricht-

Ergebnis um den genannten Betrag. 

 



Der Kaufpreis von 450.000 Euro für den Erwerb des Kindergarten-

hälfteanteils wurde im RA 2013 der Gemeinde Tiefgraben unrichtiger-

weise als laufende Transferzahlung verbucht, wodurch sich das laufende 

Ergebnis im RQ um diesen Betrag verschlechterte. Dieser Betrag wäre 

als Ausgabe in der Vermögensgebarung zu verrechnen gewesen. 


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43 

 

In Anbetracht der relativ guten Haushaltssituation nahm der LRH von einer 



Korrektur der Rechnungsquerschnitte und einer vertieften Analyse der 

Summen und Salden der Querschnittsrechnung Abstand. Er beschränkte 

sich auf die Ermittlung wesentlicher Kennzahlen der laufenden Gebarung 

und Bestandsgrößen bei den Rücklagen und Schulden. 



Laufende Gebarung 

Quote öffentliches Sparen 

33.1. 

Ein Indikator für die Haushaltssituation in Gemeinden ist die Quote des 



öffentlichen Sparens. Diese errechnet sich aus dem Ergebnis der 

laufenden Gebarung.

20 

 

 



Abbildung 2: Quote öffentliches Sparen 

 

Quelle: LRH-eigene Darstellung auf Basis der Rechenwerke der Gemeinden 



 

33.2. 

Der LRH stellt fest, dass die durchschnittliche Quote des öffentlichen 

Sparens in den drei Gemeinden in den Jahren 2012 und 2014 als gut 

bewertet werden kann. In Innerschwand erhöhte sich die Sparquote 2014 

aufgrund einer Nachzahlung einer Wertschöpfungsabgabe aus dem Jahr 

2013 auf 24 Prozent. In Tiefgraben resultiert die niedrigere Sparquote 2013 

aus der Zahlung des Hälfteanteils für den Kindergarten an Sankt Lorenz in 

der Höhe von 450.000 Euro, welche im Verwaltungs- und Betriebsaufwand 

(KZ 24) und den laufenden Ausgaben (KZ 26) enthalten ist. 

                                                      

20

   Die öffentliche Sparquote wird wie folgt berechnet: Ergebnis der laufenden Gebarung (KZ 91) / 



laufende Ausgaben (KZ 29 abzüglich KZ 28) * 100. Je höher die öffentliche Sparquote ist, desto mehr 

Mittel stehen für die Finanzierung von Ausgaben der Vermögensgebarung und für die Rückzahlung 

von Schulden zur Verfügung. 


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Sankt Lorenz und Tiefgraben 



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44 

 

Personalquote 



34.1. 

Die Personalausgaben der drei Gemeinden beliefen sich 2012 auf 

1,466 Mio. Euro, stiegen 2013 um 94.939 Euro und 2014 um 45.086 Euro 

auf 1,606 Mio. Euro an. Durch die Verbuchung der Personalkostenersätze 

von Innerschwand und Tiefgraben an Sankt Lorenz (siehe Punkt 39) als 

sonstige Ausgaben in der Postgruppe 729 scheinen die Personalkosten 

nicht mehr als solche auf, sondern werden in den Verwaltungs- und 

Betriebsaufwand eingerechnet. Dies bedingt eine kumulierte Betrachtung 

der Personalausgaben. In Relation zu den laufenden Ausgaben des RQ 

bzw. zu jenen des o. H. errechnet sich eine Personalquote aller drei 

Gemeinden, welche sich wie folgt darstellt: 

 

Abbildung 3: Kumulierte Personalquote der drei Gemeinden 



 

 

Quelle: LRH-eigene Darstellung auf Basis der Rechenwerke der Gemeinden 



 

 

Die Personalquote der Verwaltungsgemeinschaft lag in den Jahren 2010 



bis 2014, mit Ausnahme des Jahres 2013

21

, kontinuierlich bei 



rd. 14,5 Prozent der laufenden Ausgaben des Rechnungsquerschnittes 

bzw. rd. 12 Prozent der ordentlichen Ausgaben. 



34.2. 

Nach Ansicht des LRH stellen die Personalquoten unterdurchschnittliche 

Werte dar. Positiv beeinflusst werden die Personalquoten unter anderem 

durch die Wahrnehmung vieler zentralörtlicher Aufgaben durch die 

Marktgemeinde Mondsee. Der durchschnittliche Anteil der Personal-

ausgaben an den Gesamtausgaben des o. 

H. beträgt in den 

Oö. Gemeinden

22

 zwischen 18 und 20 Prozent. Würden die Gemeinden der 



Verwaltungsgemeinschaft 18 Prozent der Gesamtausgaben des o. H. für 

                                                      

21

   Die Personalquote 2013 hat eine eingeschränkte Aussagekraft, da die laufenden Ausgaben durch eine 



Korrekturbuchung über 450.000 Euro erhöht wurden. 

22

   ohne Statutarstädte 



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45 

 

das Personal benötigen, wären dies mit 2,390 Mio. Euro rd. 784.000 Euro 



mehr, als derzeit aufgewendet wird. 

Rücklagen 

35.1. 

Die Rücklagen in den Gemeinden veränderten sich 2014 wie folgt: 

 

Tabelle 8: Rücklagenentwicklung 2014 



2014 

Innerschwand 

St. Lorenz 

Tiefgraben 

Euro 

Stand Beginn 2014 

493.659

1.061.242 



3.201.926

Zuführungen Rücklagen 

263.603

27.685 


37.528

Entnahmen Rücklagen 

6.321

221.295 


28.607

Stand Ende 2014 

750.940

867.632 


3.210.847

Quelle: LRH-eigene Darstellung auf Basis der Rechenwerke der Gemeinden 

 

Großteils wurden die Interessenten- und Aufschließungsbeiträge direkt in 



den ao. H. zugeführt, wodurch niedrige Rücklagenzuführungen gegeben 

sind. Der Großteil der Rücklagen der Gemeinden befand sich Ende 2014 

auf insgesamt 30 Sparbüchern. Davon verzeichneten acht Sparbücher ein 

Guthaben von unter 5.000 Euro. 

Aus der Tilgungsrücklage des Kanals wurden 2014 in Sankt Lorenz 

180.000 Euro entnommen und im o. 

H. als Einnahme bei der 

Abwasserbeseitigung dargestellt. Weiters wurden in Sankt Lorenz 

35.000 

Euro aus der allgemeinen Rücklage für das Vorhaben 



„Bergrettung“, welches in der VFI abgewickelt wird, entnommen. In der 

Gebarung der Gemeinde wurde die Ausgabe als Darlehen zur 

Investitionsförderung an Unternehmen verbucht; sie scheint jedoch unter 

den noch nicht fälligen Verwaltungsforderungen im Jahr 2014 nicht auf. 



35.2. 

Positiv wertet der LRH, dass alle drei Gemeinden über entsprechende 

Rücklagen verfügen. Tiefgraben und vor allem Innerschwand konnten mehr 

Mittel den Rücklagen zuführen als sie aus Entnahmen benötigten. In Sankt 

Lorenz wurden hingegen mehr Rücklagen entnommen als zugeführt. 

Nach Möglichkeit sollten Rücklagen mit ähnlichen Widmungen 

zusammengefasst und die Anzahl der Sparbücher verringert werden.

23

 Als 



Alternative zu einer Sparbuchveranlagung könnte überlegt werden, 

Darlehen an andere Gemeinden der VWG zu vergeben, sofern diese 

Fremdmittel benötigen. Dafür wäre ein entsprechender Darlehensvertrag 

vom Gemeinderat der betreffenden Gemeinden zu beschließen. 

                                                      

23

   Bei der Veranlagung des Guthabens ist das Oö. Finanzgebarungs- und Spekulationsverbotsgesetz zu 



beachten. 

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Kritisch sieht der LRH die Entnahme von 180.000 



Euro aus der 

Tilgungsrücklage des Kanals im o. H., da diese nicht zur Abdeckung der 

Ausgaben im Ansatz der Abwasserbeseitigung benötigt wurden. Vielmehr 

diente sie zur Stärkung des o. H.  

Gegebene Darlehen sind im Nachweis der noch nicht fälligen 

Verwaltungsforderungen zu inkludieren. 



Verschuldung 

36.1. 

Der Stand an Finanzschulden lt. Schuldennachweis 2014, sowie 

kredit- und 

darlehensähnlichen Verbindlichkeiten

 sind in nachfolgender Tabelle 

ersichtlich: 

 

Tabelle 9: Verschuldung im weiteren Sinn 



2014 

Innerschwand

St. Lorenz 

Tiefgraben 

Euro 

Allgemeine Darlehen 

0

1.076.400 



0

Darlehen Wasser und Kanal 

61.882

23.801 


279.053

Finanzschulden lt. 

Schuldennachweis 

61.882

1.100.201 

279.053

Leasingraten Volksschule 

460.000 

460.000


Haftungen Schloss  

Mondsee GmbH 

323.000

646.000 


931.000

Haftungen RHV 

2.432.720

3.404.752 

3.108.673

Verschuldung im weiteren 

Sinn 

2.817.602

5.610.953 

4.778.726

Quelle: LRH-eigene Darstellung auf Basis der Rechenwerke der Gemeinden 

 

In den Gemeinden Innerschwand und Tiefgraben wurden 2014 keine 



Finanzschulden aufgenommen; es konnten Schulden abgebaut werden. 

Die Gemeinde Sankt Lorenz verzeichnet 2014 einen Schuldenzugang in 

der Höhe von 1.076.400 Euro durch eine Darlehensaufnahme für das 

Kindergartengrundstück. Die Gemeinden benötigen im Regelfall keine 

Kassenkredite.  

Die anteiligen Haftungen für die SCHLOSS MONDSEE Kultur- und 

Veranstaltungszentrum GesmbH (KVZ) wurden 2014 von den Gemeinde-

räten der drei Gemeinden beschlossen. Benötigt wurden die Haftungen für 

eine Darlehensaufnahme zum Ankauf von Räumlichkeiten im Schloss 

(siehe Punkt 47). Die anteiligen Haftungen für das notwendige Darlehen 

der KVZ werden im Ausmaß von 49 Prozent von Tiefgraben, 34 Prozent 

von Sankt Lorenz und 17 Prozent von Innerschwand getragen. 

Die Rückzahlungsverpflichtungen aus den anteiligen Haftungen gegenüber 

dem Reinhaltungsverband wurden in den letzten Jahren stets aus dem 

Gebührenaufkommen bestritten.  


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47 

 

36.2. 

Die Gemeinden Innerschwand und Tiefgraben weisen niedrige Schulden-

stände auf. Der Schuldenstand der Gemeinde Sankt Lorenz stieg mit der 

Aufnahme des Darlehens für den Grundstücksankauf des Kindergartens. 

Da sich beim Vorhaben Kindergarten/Krabbelstube/Altersgerechtes 

Wohnen eine Kostenüberschreitung abzeichnet, kann nicht ausge-

schlossen werden, dass die Verschuldung weiter steigt. 



37.1. 

Im Zuge des Voranschlags 2015 wurde vom Gemeinderat Sankt Lorenz ein 

Kassenkreditrahmen von 100.000 Euro festgelegt. Im Mai 2015 erfolgte der 

Abschluss eines Kassenkreditvertrages in Höhe von 1,2 

Mio. 

Euro 


entsprechend dem gesetzlich zulässigen Höchstkreditrahmen. Der 

Kassenkredit wurde im August 2015 für wenige Tage beansprucht. Die 

Vergabe des Kassenkredites erfolgte ohne Beschluss des Gemeinderates. 

37.2. 

Wenngleich der Kontokorrentkredit nur sehr kurzfristig beansprucht wurde, 

weist der LRH darauf hin, dass der Gemeinderat nicht nur den Rahmen für 

den aufzunehmenden Kassenkredit, sondern auch den konkreten 

Abschluss des Kassenkreditvertrages zu beschließen hat. 

38.1. 

Die noch zu leistenden Leasingraten von jeweils rd. 460.000 Euro sind 

durch einen Immobilienleasingvertrag der Gemeinden Sankt Lorenz und 

Tiefgraben für die neu errichtete Volksschule TILO in Tiefgraben 

begründet. Die 15-jährige Laufzeit endet 2019 und die Gemeinden tragen 

jeweils zur Hälfte die Leasingverpflichtung. Die Leasingraten wurden bis 

dato von Tiefgraben zur Gänze an den Leasinggeber gezahlt. Sankt Lorenz 

leistete in der Folge den Hälfteanteil der Leasingrate an Tiefgraben. Im 

Leasingnachweis von Tiefgraben schien die jährlich geleistete 

Leasingzahlung auf. In Sankt Lorenz wurde kein Leasingnachweis geführt 

und die Verpflichtung wurde auch in keinem anderen Nachweis 

ausgewiesen.   



38.2. 

Die Leasingverpflichtungen sind von beiden Gemeinden entsprechend den 

Vertragsverhältnissen mit dem Hälfteanteil im jeweiligen Leasingnachweis 

zum Rechnungsabschluss auszuweisen. Da im Leasingvertrag beide 

Gemeinden (Tiefgraben und Sankt Lorenz) als Leasingnehmer auf-

scheinen, sollten von den Gemeinden separate Rechnungen des 

Leasinggebers gefordert werden. Somit würde für die Finanzverwaltung die 

Verrechnung zwischen den Gemeinden entfallen, welche in der 

Vergangenheit teilweise mangelhaft abgewickelt wurde. 

Feststellungen zur Verrechnung einzelner Gebarungsfälle 

Kostenverrechnung der VWG 

39.1. 

Im Vertrag über die “Verwaltungsgemeinschaft Tiefgraben, Sankt Lorenz 

und Innerschwand“ ist festgehalten, dass die Personal- und Sachausgaben 

der VWG vorerst zur Gänze von der Gemeinde Sankt Lorenz getragen 

werden. Dementsprechend werden im Voranschlag von Sankt Lorenz die 

Personal- und Sachausgaben in voller Höhe veranschlagt. Die Gemeinden 

Innerschwand und Tiefgraben leisten auf Basis eines jährlich festgelegten 


Verwaltungsgemeinschaft der Gemeinden Innerschwand am Mondsee, 

Sankt Lorenz und Tiefgraben 



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48 

 

Einwohnerschlüssels vierteljährliche Kostenbeiträge entsprechend dem 



Voranschlag. Nach Ablauf des Finanzjahres werden die gemeinsamen 

Personal- und Sachaufwendungen abgerechnet. 

Die quartalsmäßig verbuchten Zahlungsverpflichtungen für die Personal- 

und Sachausgaben wurden von Tiefgraben meist nicht bezahlt, sondern mit 

anderen Leistungen (z.B. den von Sankt Lorenz zu refundierenden 

Leasingraten betreffend die Volksschule TILO, den Betriebskosten der 

Volksschule TILO und den Betriebskosten des Kindergartens TILO) gegen-

verrechnet. Diese Gegenverrechnung und buchmäßige Darstellung im 

Verrechnungswege erfolgte jahrelang auch außerhalb des Haushaltes 

unter Zuhilfenahme von Vorschusskonten. Die Vorschusskonten wurden in 

der Folge bei den jährlichen Abrechnungen der tatsächlichen Personal- und 

Sachkosten nicht ausgeglichen. Sie blieben langjährig offen. Dies hatte zur 

Folge, dass die anteiligen Ausgaben im Gemeindehaushalt von Tiefgraben 

zu gering dargestellt waren. Die diesbezüglich offenen Vorschüsse in Höhe 

von 179.787,92 Euro wurden in Tiefgraben im Zuge der LRH-Prüfung 

haushaltswirksam ausgebucht. 

Im Zuge der Prüfung bereinigte die Finanzverwaltung nicht nur die offenen 

Vorschüsse, sondern prüfte auch die Abrechnungen, soweit ihr dies noch 

möglich war. Die Erhebungen für die Jahre 2012 bis 2014 ergaben, dass 

von der Gemeinde Sankt Lorenz um 34.883 Euro zu geringe Leasing-

zahlungen an die Gemeinde Tiefgraben geleistet wurden. In Tiefgraben 

wurden offene Verbindlichkeiten gegenüber Sankt Lorenz von 85.078,67 

Euro festgestellt. Diese Verbindlichkeiten stammen großteils aus dem Jahr 

2012. Daraus ergibt sich ein Saldo von 50.245,67 

Euro. Die 

Verbindlichkeiten wurden 2015 beglichen. 

Im Zuge der Prüfung stellte der LRH fest, dass in der Jahresabrechnung 

2014 der VWG Pensionsbeiträge von 25.865,10 

Euro fehlen, die 

Sankt Lorenz vorfinanzierte. Auch wurde in dieser Jahresabrechnung der 

Einwohnerschlüssel aus 2013 herangezogen. 



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