Historische entwicklung der stadt laa an der thaya


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Bachelorentwerfen „Urban Laa“ _ Grundlagenforschung _ Historische Entwicklung der Stadt Laa an der Thaya 

Isabella Wimmer 0726672, Julia Gegner 0725063 



HISTORISCHE ENTWICKLUNG DER STADT  

LAA AN DER THAYA 

 

 



GRÜNDUNG / ENTWICKLUNG 

Im  12.  Jahrhundert  befand  sich  ein  Dorf  in  den  Thayaniederungen  an  einer  der  wichtigen  Nord-Süd 

Verbindung  von  der  Donau  in  den  böhmischen  Raum.  Um  1190  übernahmen  die  Babenberger  von 

mehreren Grundherrn hier Besitz und Herzog Leopold VI. gründete an der Stelle des Dorfes um 1230 eine 

Stadt.  Sie  wurde  nach  den  damals  üblichen  Planungen  in  Rechteckform  angelegt  und  war  vor  allem  als 

wehrhafter Sammelplatz für militärische Aktionen gegen Feinde aus dem Norden und Osten gedacht. 

Aus  der  Frühzeit  der  Stadtgeschichte  haben  sich  die  Burganlage,  Reste  der  Stadtmauer,  die 

Stadtpfarrkirche und der Pfarrhof, das Bürgerspital sowie das Alte Rathaus erhalten. 

Die Laaer Burg diente zunächst als Rückzugsort bei Bedrohungen 

und  nicht  als  Wohnburg.  Später  wurde  der  typische  stadtseitige 

Butterfaßturm  (nach  1400)  errichtet,  schließlich  Wohn-  und 

Wirtschaftsräume.  Die  Errichtung  der  Burg  fällt  in  das  13. 

Jahrhundert.  Im  Jahre  1564  wurden  durch  ein  Feuer  fast  die 

ganze  Stadt  und  Teile  der  Wehranlagen  sowie  der  Burg 

eingeäschert. Heute befindet sie sich in Privatbesitz und ist leider 

vom 


Verfall 

bedroht. 

 

 

Die  Stadtpfarrkirche  ist  ein  Baudenkmal  aus  spätromanisch-



frühgotischer Zeit, das um 1230 errichtet wurde. Die Kirche besteht aus 

einem  Hauptschiff  und  zwei  niedrigen  Seitenschiffen  und  zählt  zu  den 

großen 

spätromanischen 



Gotteshäusern 

des 


Viertels. 

Die 


Stadtpfarrkirche  wurde  einige  Male  nach  Schäden  umgebaut  (1466, 

1795). 


Zum  Bürgerspitalkomplex  gehörte  früher  auch  noch  der  städtische  Meierhof  mit  dem  Brauhaus.  An  die 

frühgotische Kapelle, ursprünglich wohl ein Pilgerhospiz und daher dem Hl. Jakob geweiht, wurden später 

Trakte  dazu  gebaut  und  für  die  Altersversorgung  der  Bürger  genützt.  Vor  kurzem  renoviert,  zählt  das 

Gebäude heute zu den kulturhistorischen Schätzen der Stadt. Der Meierhof wurde im 18. Jh. aufgelassen, 

das  städtische  Brauhaus  1847  verkauft.  Der Besitzer  baute  seither  einen  modernen  Brauereibetrieb  auf, 

dessen Marke „Hubertusbräu“ heute einen großen Bekanntheitsgrad hat.  



Bachelorentwerfen „Urban Laa“ _ Grundlagenforschung _ Historische Entwicklung der Stadt Laa an der Thaya 

Isabella Wimmer 0726672, Julia Gegner 0725063 

Das Alte Rathaus auf dem Stadtplatz war einmal das beherrschende Gebäude im Stadtzentrum. Es lag an 

der  damaligen  Hauptstraße,  die  durch  das  Brüdertor  zum  nördlichen  Böhmertor  entlang  der  „langen 

Zeile"  über  den  großen  Platz  führte.  Ende  des  19.  Jahrhunderts,  als  Laa  zu  einem  politischen  und 

wirtschaftlichen Zentrum der Region aufstieg, wurde es durch ein neues Rathaus ersetzt, das heute in der 

typischen Form eines Jahrhundertwendebaues platzbeherrschend wirkt. Das neue Rathaus wurde zum  

50-jährigen  Regierungsjubiläum  von  Kaiser  Franz  Josef  in  nur  16  Monaten  errichtet.  Alle  wichtigen 

Verwaltungsstellen der Stadt sind heute im Rathaus untergebracht. 

 

Das  Alte  Rathaus,  dessen  Gemäuer  und  Fassade  deutlich  die  Spuren  aller  Jahrhunderte  zeigen,  wurde 



renoviert  und  beherbergt  heute  neben  der  Fremdenverkehrsstelle,  einen  Weinmarkt,  ein 

Südmährermuseum, die Stadtbibliothek und einen Veranstaltungssaal. 

 

 

 



Im  13.  Jahrhundert  war  Laa  ein  bedeutender  Ort  in  der  Landesgeschichte,  der  öfter  im  Mittelpunkt 

militärischer Auseinandersetzungen stand. So fanden vor den Toren der Stadt Schlachten unter Ottokar I. 

Přemysl  statt.  Dieser  förderte  Laa  besonders,  setzte  seinen  Vertrauten  Kadolt  von  Wehing  als 

Stadthauptmann  ein  und  bestätigte  das  (nicht  erhaltene)  leopoldinische  Stadtrecht.  Aus  dieser  Zeit 

stammen auch die bekannten Laaer Schulmeisterbriefe, eine bedeutende Quelle für die Landesgeschichte 

des 13. Jahrhunderts.  

Als Rudolf von Habsburg an die Macht kam, huldigten ihm die Bürger, und er bestätigte 1281 

alle ihre Rechte und Privilegien. Aus dieser Zeit stammt auch das Stadtwappen, ein Stadttor 

mit zinnenbekrönten Türmen, in dessen Zentrum der rotweiße Bindenschild steht. 

Unter  den  frühen  Habsburgern  verlor  Laa  an  Bedeutung  und  wurde  meist  als  Pfand  an  herzogliche 

Geldgeber oder für die Einhaltung von Verträgen an verschiedene Adelige übergeben. Diese kümmerten 

sich nicht sehr um das wirtschaftliche Weiterkommen und den Ausbau und so war Laa im unruhigen 15. 

Jahrhundert  zu  einem  bedeutungslosen  Ort  geworden,  in  dem  des  Öfteren  die  Feinde  hausten.  1407 

eroberte es der mährische Heerführer Johann Sokol von Lamberg und 1426 brandschatzten die Hussiten 

hier.  Um  den  Verfall  zu  stoppen  und  den  Bürgern  Mittel  zum  Wiederaufbau  zu  verschaffen,  gaben  die 

Landesfürsten den Laaern verschiedene Privilegien, unter anderem 1454 das Recht, Bier über die Grenzen 

der Stadt hinaus auszuschenken. 

Die  Zeit  des  Dreißigjährigen  Krieges  bedeutete  für  Laa  wieder  Niedergang,  denn  1619  lagen  böhmische 

Truppen monatelang in der Stadt und saugten sie wirtschaftlich aus. Damals ging auch das Stadtarchiv mit 

allen alten Urkunden und Protokollen verloren. 1645 eroberten es die Schweden und nach ihrem Abzug 

waren  die  meisten  Häuser  verödet.  Erst  ab  1680  hatte  Laa  seine  frühere  Häuserzahl  wieder  erreicht, 

führte aber weiterhin ein bedeutungsloses Schattendasein unter den Städten des Landes. 



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Isabella Wimmer 0726672, Julia Gegner 0725063 

Als 1809 Napoleon I. durch Laa kam und hier einmal nächtigte, fand er noch eine ziemlich verarmte, von 

Sumpfland umgebene, von ebenerdigen strohgedeckten Häusern geprägte, verschlafene Provinzstadt vor. 

Doch ein Jahrzehnt später setzte ein nachhaltiger Aufschwung unter der Führung von Simon Scheiner ein. 

Dieser für Laa bedeutende Mann war zunächst als Stadtrat und von 1829 – 1861 als Bürgermeister tätig. 

Er  belebte  zunächst  die  Märkte  neu,  bemühte  sich  sehr  um  die  Regulierung  der  Thaya,  was  ab  1830 

geschah und verschaffte damit den Laaer Ackerbürgern neue ertragreiche landwirtschaftliche Flächen, da 

der  Grundwasserspiegel  durch  diese  Maßnahmen  absank  und  die  ausgedienten  Sumpfwiesen  nun  als 

Felder  genutzt  werden  konnten.  Die  defizitären  städtischen  Betriebe,  die  Mühle  und  das  Brauhaus, 

wurden  verkauft,  der  Bau  von  neuen  Häusern  gefördert,  die  Kanalisierung  und  Pflasterung  der  Gassen 

und  Plätze  vorangetrieben  und  die  Anlage  neuer  Straßen  in  das  Umland  begonnen.  Die  beengenden 

mittelalterlichen Stadttore und die wuchtige Stadtmauer wurden abgetragen. 

Simon  Scheiner  erreichte  es  auch,  dass  nach  1850  das  Bezirksgericht  und  Steueramt  nach  Laa  kamen. 

Dadurch wurde Laa zum zentralen Ort der Region, es kamen viele Leute in die Stadt, der Wochenmarkt, 

insbesondere  als  Umschlagplatz  für  Getreide,  hatte  große  Bedeutung,  Geschäfte  und  Betriebe  wurden 

eröffnet,  eine  Sparkasse  eingerichtet,  die  Stadt  gedieh.  Seit  1869  war  sie  durch  eine  Bahnlinie  mit  der 

kaiserlichen Residenzstadt Wien, aber auch mit Brünn verbunden. Es gab nun eine Apotheke, Ärzte und 

Schulen.  Vereine  konnten  in  zahlreichen  Gasthäusern  das  Gesellschaftsleben  entfalten,  die  Bildung  der 

Jugend  wurde  gefördert,  insbesondere  1911  durch  die  Gründung  einer  Vereinsrealschule,  damals  die 

modernste Bildungsstätte dieser Art in der Monarchie. 

Mit  dem  Ende  des  ersten  Weltkrieges  und  dem  Zusammenbruch  der  Monarchie  kamen  für  Laa  wieder 

schwere  Zeiten,  denn  nun  war  sie  plötzlich  Grenzstadt,  der  der  größere  und  wichtigere  Teil  ihres 

Hinterlandes  fehlte.  Die  letzte  schwere  Prüfung  für  Laa und  seine  Bewohner  brachte  das  Jahr  1945  und 

die  Zeit  danach.  In  den  letzten  Kriegswochen  war  hier  die  Front,  die  Stadt  erlitt  einen  schweren 

Bombenangriff  und  wurde  auch  beschossen.  Bis  1955  lag  sie  in  der  sowjetischen  Besatzungszone,  die 

Grenze zum Nachbarstaat ČSSR war geschlossen, Laa lag am eisernen Vorhang. 

Dennoch gelang es, die Stadt trotz der widrigen Umstände auch in dieser schweren Zeit zu bescheidenem 

Wohlstand zu führen. Eine vorausschauende Stadtführung erkannte Chancen und nützte sie, wie etwa die 

Einrichtung eines Grenzüberganges nach Mähren oder die Errichtung einer zweiten höheren Schule. 

Seit der Wende in Osteuropa und der Grenzöffnung befindet sich die alte Grenzstadt wieder im Aufwind. 

So  wurde 2002 ein  Thermenresort eröffnet  und  im Dezember 2006  nahm  die  elektrifizierte  Schnellbahn 

Laa-Wien  ihren  Betrieb  auf  und  sorgt  für  eine  verbesserte  öffentliche  Verkehrsanbindung  an  die 

Bundeshauptstadt.  Nach  über  60  Jahren  teilweise  starken  Bevölkerungsrückganges  steigt  nun  die 

Bevölkerung kontinuierlich an. 

 

Therme Laa (2002) & Thermenhotel (Architekt: Wilhelm Holzbauer, 2005)  



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Die Stadtmauer von Laa an der Thaya wurde von 

den Babenbergern zu einer wichtigen Grenzfeste 

ausgebaut  und  mit  einer  gewaltigen  Stadtmauer 

versehen – 2.200 Meter lang, bis zu neun Meter 

hoch  und  zwei  Meter  stark.    Das  Konzept  zur 

planmäßigen Verteidigung des Landes wurde von 

Herzog Leopold VI. im Jahre 1220 ausgeführt. Es 

entstanden  die  Stadtbefestigungen  von  Wiener 

Neustadt,  Bruck  an  der  Leitha  und  Laa  an  der 

Thaya. Dieses System konnte sich später auch im 

Jahr 1278 gegen Ottokar Premysl bewähren. Laa 

hatte  die  Aufgabe,  die  Grenze  gegen  Norden  zu 

verteidigen.  Weit  und  breit  gab  es  keinen  Steinbruch,  und  es  musste  ein  großer  Aufwand  betrieben 

werden,  um  Mauern  von  diesem  Ausmaß  entstehen  zu  lassen.  Von  einem  italienischen 

Festungsbaumeister wurde die Wasserfestung konzipiert. Die Sümpfe der Thaya kamen der Stadt insofern 

zugute,  als  sie  für  Heere  schwer  passierbar  waren.  Besonders  gegen  Norden  war  die  Mauer  wehrhaft 

ausgebaut,  denn  von  dort  kamen  die  meisten  feindlichen  Einfälle:  Böhmische  Könige,  mährische 

Raubritter,  Hussiten,  Schweden.  Für  militärische  Verdienste  wurden  der  Stadt  immer  wieder  Privilegien 

zuerteilt, aber auch dann, wenn sie nach Verwüstungen im wirtschaftlichen Tief lag.  

Die  Festung  verlor  an  Bedeutung,  als  die  Grenze  zu  Mähren  eine 

innerösterreichische  wurde.  Die  stolze  Stadt,  die  so  oft  auch  als 

Pfand  gehandelt  wurde,  zählte  „50  elende  Hütten“.  Der  Kaiser  ließ 

im  Jahre  1569  Burg  und  Mauer  generalsanieren.  Doch  die  alten 

Mauern hatten mit Beginn des Dreißigjährigen Krieges keine Chance 

mehr 

denn 


sie 

waren 


nicht 

für 


Feuerwaffen 

gebaut. 


 

1850 begann das Zeitalter eines neuen, modernen Laa an der Thaya. 

Die  Stadtmauer  und  die  drei  mächtigen  Tore  wurden  großteils 

abgetragen.  Mit  dem  Abbruchmaterial  wurden  die  Plätze 

gepflastert.  Reste  der  Mauer  sind  bei  der  Burg,  bei  der  Hoffmann-

Mühle, beim Bürgerspital, hinter dem Pfarrhof und beim Reckturm 

zu sehen.  

Der Burgplatz, direkt an der Burg gelegen, war er der größte Platz der Feste Laa. Er erstreckte sich von der 

Burg bis zum heutigen Kirchenplatz und von der Ostseite der Stadtmauer bis zur Breiten Gasse und diente 

vorwiegend als Sammelplatz für Heere. Die Kleinhäuser auf dem Burgplatz und zwischen Burgplatz und  

breite Gasse stammen alle aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts.  

 

Burgplatz 



 

 

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BEBAUUNGSSTRUKTUR 

Die Stadt Laa an der Thaya wurde bei ihrer Gründung im Jahr 1230 in Rechteckform angelegt und war vor 

allem  als  wehrhafter  Sammelplatz  für  militärische  Aktionen  gegen  Feinde  aus  dem  Norden  und  Osten 

gedacht.  Dieser  Raster  ist  im  historischen  Stadtkern  bis  heute  deutlich  erkennbar.  Vor  allem  die 

Hauptrasse bildet eine wichtige Nord-Süd-Verbindung und führt im Norden weiter über die Grenze nach 

Tschechien. 

 

Der  orthogonale  Raster  aus  Längs-  und  Querstrassen  wird  immer wieder  unterbrochen.  An  dieser  Stelle 



wurden  öffentliche  Plätze  angelegt,  die  vor  allem  in  der  Vergangenheit  oftmals  als  Sammelplatz  für  die 

Truppen  dienten.  Der  markanteste  und  wichtigste  Platz  ist  der  Stadtplatz  vor  dem  neuen  Rathaus. 

Weitere  Plätze  sind  der  Burgplatz  im  Nord-Osten  des  Stadtzentrums  sowie  der  Kirchenplatz  und  der 

Marktplatz im Süd-Osten. 

Hier  ist  auch  sehr  gut  die  Bebauungsstruktur 

erkennbar.  Die  Innenstadt  besteht  größtenteils 

aus  dicht  aneinander  gereihten  Gebäuden  mit 

Satteldach und einer Gebäudehöhe von maximal 

3 Geschoßen.  

Bedingt  durch  den  Straßenraster  wird  das 

Stadtzentrum  somit  überwiegend  durch  eine 

Blockrandbebauung  mit  dazwischen  liegenden 

Innenhöfen und Grünflächen bestimmt. 

 

 



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Isabella Wimmer 0726672, Julia Gegner 0725063 

Im  Osten  und  Süden  wird  das  Stadtzentrum  vom 

Mühlbach  begrenzt.  Von  dort  aus  sind  die  umliegenden 

Gebiete  fußläufig  über  zahlreiche  kleine  Brücken 

erreichbar. Auch die lokale Brauerei „Hubertusbräu“ liegt 

am Mühlbach, der somit eine Art „Stadtgrenze“ darstellt.  

 

Entfernt  man  sich  vom  historischen  Stadtkern  und 



bewegt  sich  in  Richtung  Peripherie  so  ist  deutlich 

erkennbar,  dass  sich  mit  zunehmender  Entfernung  die 

Gebäudehöhen verringern und die Blockrandbebauung in 

eine kleinteilige Bebauungsstruktur auflöst. 

 

Vor  allem  das  Gebiet  östlich  und  südlich  des 



Mühlbachs,  wo  sich  auch  das  Baugrundstück 

befindet, 

ist 

geprägt 


durch 

großzügige 

Siedlungsgebiete  bestehend  aus  meist  1  bis  2-

geschoßigen 

Einfamilienhäuser 

mit 


direkt 

angrenzendem 

Garten 

sowie 


vereinzelt 

Mehrfamilienhäuser mit bis zu 3 Geschoßen. 

 

Einige 


wenige 

Ausnahmen 

zu 

dieser 


Einfamilienhausbebauung  bilden  die  Therme  Laa 

und  das  Thermenhotel,  sowie  das  angrenzende 

Gymnasium der Stadt Laa. 

 

 



Im  geplanten  Entwurf  soll  deshalb  vor  allem  ein  sinnvoller  Umgang  mit  der  Zersiedelung  gefunden 

werden. 


 

 


Bachelorentwerfen „Urban Laa“ _ Grundlagenforschung _ Historische Entwicklung der Stadt Laa an der Thaya 

Isabella Wimmer 0726672, Julia Gegner 0725063 

Die Stadt Laa weist eine klein- und mittelständische Wirtschaftsstruktur auf, wobei sich ein großer Teil der 

regionalen  Unternehmen  im  Industriegebiet  im  Süd-Westen  der  Stadt  befindet.  Die  Gemeinde  hat  hier 

versucht durch bewusste städtebauliche Planung das Gewerbegebiet räumlich von den Wohngebieten zu 

trennen.    In  diesem  Areal  sind  vor  allem  die  heimische  Leitfirmen  wie  beispielsweise  der 

Zitronensäurehersteller  Jungbunzlauer  oder  die  Firma  Brantner    (Agrarkipperhersteller)  sowie 

Niederlassungen  von  Möbelfirmen  (z.B.  Lutz)  oder  Lebensmittelunternehmen  (z.B.  Hofer,  Zielpunkt) 

angesiedelt.  

 

Hier  befindet  sich  auch  der  Sportplatz  Laa  und  ein  Fitness-Studio.  In  Zukunft  sollen  an  diesem  Standort 



noch zwei Tennisplätze entstehen. 

 

 



 

Erschlossen  wird  das  Umland  hauptsächlich  durch  2  Hauptverkehrsstraßen.  In  Nord-Süd  bzw.  Süd-Ost 

Richtung  durch  die  Hauptstrasse  bzw.  Staatsbahnstrasse  und  Richtung  Westen  durch  die 

Nordbahnstraße/Pulkautalstrasse nach Hanfthal.  

 

 

Öffentliche Anbindung: 

 

Eine Fußgängerbrücke über die Gleise der S-Bahn Strecke 

beim Bahnhof Laa an der Thaya ist zurzeit in Planung.  

 

Dadurch soll das dahinter liegende Siedlungsgebiet besser 



an  die  Stadt  angebunden  und  eine  direkte  fußläufige 

Verbindung    zur  Therme  Laa  bzw.  zum  Stadtzentrum 

geschaffen werden. 

 

 



Bachelorentwerfen „Urban Laa“ _ 

Isabella Wimmer



ZAHLEN & FAKTEN 

 

Staat: 



Österreich 

 

Bundesland: 



Niederösterreich

 

 Politischer Bezirk: 



Mistelbach

 

Fläche: 



 72,89 km²

Katastralgemeinden)

 

Katastralgemeinden



Hanfthal, Kottingneusiedel

Wulzeshofen

 

Seehöhe: 



183 m 

 

 Einwohner: 



6.233 (1. Jän. 2011) 

 

Bevölkerungsdichte: 



86 Einwohner je km² 

 

Bürgermeister: 



 Manfred Fass

 

Katastralgemeinde 



 

Einwohnerzahl

 

Laa an der Thaya 



 

4666 


Hanfthal 

 

575 



Kottingneusiedel 

 

271 



Ungerndorf 

 

146 



Wulzeshofen 

 

542 



 

 

9%



5%

2%

Laa an der Thaya



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Isabella Wimmer 0726672, Julia Gegner 0725063 

Österreich  

Niederösterreich 

Mistelbach 

km² 


(Gesamtfläche inkl. 

Katastralgemeinden) 

Kottingneusiedel, Ungerndorf, 

Wulzeshofen 

Jän. 2011)  

86 Einwohner je km²  

Manfred Fass 

 

Einwohnerzahl 

Flächenausdehnung (km

2

 

20,12 



12,53 

6,32 


6,56 

11,22 


 

 

 

75%



2%

9%

Einwohner _ Stand 2011



Hanfthal

Kottingneusiedel

Ungerndorf

Wulzeshofen

Historische Entwicklung der Stadt Laa an der Thaya 

 

Wulzeshofen



Bachelorentwerfen „Urban Laa“ _ Grundlagenforschung _ Historische Entwicklung der Stadt Laa an der Thaya 

Isabella Wimmer 0726672, Julia Gegner 0725063 

 

 

 

nach Altersgruppen (in Zahlen): 

 

Gesamt 

6.233 

in % 

Männer 

Frauen 

unter 15 Jahren 

842 

13,5 


415 

427 


15-54 Jahr 

4.159 


66,7 

2.092 


2.067 

65 und älter 

1,232 

19,8 


481 

751 


in % 

 

 



47,1 

52,9 


 

 

nach Staatsangehörigkeit (in Zahlen): 

 

Gesamt 



6.233 

in % 

Männer 

Frauen 

Österreicher 

6.002 

96,3 


2.862 

3.141 


Nicht-Österreicher 

230 


3,7 

126 


104 

 

 



 

 

 



 

0

10



20

30

40



50

60

70



80

unter 15 J.

15-64 J.

65 und älter

Bevölkerungszusammensetzung nach Altersgruppen

Stand 1.1.2011

Bevölkerungszusammensetzung_S

tand 1.1.2011



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Gebäude- und Wohnungszählung (vom 15. Mai 2001) 

 

gesamt 





GEBÄUDE 

 

2.537 

100,0 

 

Art des Gebäudes 

Wohngebäude mit … 

1 od. 2 Wohnungen 

 

2.139 



84,3 

3 bis 10 Wohnungen 

 

50 


2,0 

11 od. mehr Wohnungen 

11 

0,4 


Wohngebäude von Gemeinschaften 

0,2 



Nichtwohngebäude (CC)  

331 


13,0 

 

Eigentümer des Gebäudes 

Privatperson/en 

 

2.309 


91,0 

Gebietskörperschaft 

 

74 


2,9 

Gemeinnützige Bauvereinigung 

23 

0,9 


sonstige juristische Person 

131 


5,2 

 

Überwiegende Nutzung des Gebäudes 

Wohngebäude mit 1 oder 2 Wohnungen 

2.139 


84,3 

Wohngebäude mit 3 oder mehr Wohnungen 

61 

2,4 


Wohngebäude von Gemeinschaften 

0,2 



Hotel oder ähnliche Gebäude 

29 


1,1 

Bürogebäude 

 

35 


1,4 

Gebäude des Groß- oder Einzelhandels 

64 

2,5 


Gebäude des Verkehrs- od. Nachrichtenwesens   5 

0,2 


Werkstätte, Industrie- oder Lagerhalle 

121 


4,8 

Gebäude für Kultur/Freizeit, 

Bildungs-/Gesundheitswesen 

23 


0,9 

Sonstiges Gebäude 

 

54 


2,1 

 

 

 

WOHNUNGEN 

 

2.830 

100,0 

 

Wohnsitzangabe 

mit Hauptwohnsitzangabe 

2.429 

85,8 



nur mit Nebenwohnsitzangabe 

158 


5,6 

ohne Wohnsitzangabe 

 

243 


8,6 

 

Rechtsgrund für die Wohnungsbenützung 

Hauptmiete befristet 

 

86 



3,0 

Hauptmiete unbefristet   

298 

10,5 


Eigenbenützung durch Gebäudeeigentümer  

1.942 


68,6 

Eigenbenützung durch Wohnungseigentümer  

197 

7,0 


Dienst- oder Naturalwohnung 

63 


2,2 

Sonstiges Rechtsverhältnis 

244 

8,6 


 

Nutzfläche der Wohnung in m² 

unter 35 

 

55 


1,9 

35 bis unter 45 

 

92 


3,3 

45 bis unter 60 

 

264 


9,3 

60 bis unter 90 

 

852 


30,1 

90 bis unter 110 

 

473 


16,7 

110 bis unter 130 

 

448 


15,8 

130 bis unter 150 

 

311 


11,0 

150 oder mehr 

 

335 


11,8

 

 



Bachelorentwerfen „Urban Laa“ _ Grundlagenforschung _ Historische Entwicklung der Stadt Laa an der Thaya 

Isabella Wimmer 0726672, Julia Gegner 0725063 

Flächenbilanz der Stadtgemeinde Laa an der Thaya 

Stand _ Juni 2010 

 

 

 



 

 

 



In Zahlen: 

 

gesamt 



 (ha) 

bebaut  

(ha) 

unbebaut 

 (ha) 

unbebaut  (ha) 

(Aufschließ.-Zone) 

Bauland 

Reserve (%) 

 

 



Bauland-Wohngebiet 

127,45 


104,55 

22,9 


5,34 

17,7 


Bauland-Kerngebiet 

35,56 


26,52 

9,04 


3,03 

25,42 


Bauland-Agrargebiet 

82,85 


73,28 

9,57 


11,55 

Bauland-erhaltensw. Ortsstr. 





Bauland-Betriebsgebiet 

63,86 


31,87 

32,08 


50,23 

Bauland-Industriegebiet 

90,55 

60,85 


29,7 

32,8 


Bauland Sondergebiet 

23,11 


20,84 

2,17 


9,82 

gesamt 

423,38 

317,82 

105,56 

24,93 

 

 



 

 

0



50

100


150

200


250

300


350

400


450

gesamt (ha)

bebaut (ha)

unbebaut (ha)

unbeb. Aufschliessungs-Zone

Bauland in Reserve (%)



Bachelorentwerfen „Urban Laa“ _ Grundlagenforschung _ Historische Entwicklung der Stadt Laa an der Thaya 

Isabella Wimmer 0726672, Julia Gegner 0725063 



Zusammenfassung: 

 

Außerhalb  des  historischen  Stadtkerns  dominieren  vor  allem  Einfamilienhäuser  das  Landschaftsbild.  In 



Zukunft  soll  dieser  Entwicklung  (Zersiedelung)  entsprechend  entgegen  gewirkt  werden,  da  laut

 

Bürgermeister  Fass  vor  allem  ein  erhöhter  Bedarf  an  Wohnungen  besteht,  weil  viele  junge 



Gemeindebürger eine Mietwohnung dem Einfamilienhaus vorziehen. 

 

Während  sich  die  Stadt  Laa  früher  überwiegend  entlang  der  Nord-Süd-Achse  entwickelt  hat,  geht  der 



Trend  mittlerweile  zu  einer  stärkeren  Entwicklung  Richtung  Osten  (Industriegebiet)  und  Westen 

(Siedlungsgebiet). Überlegungen für eine adäquate Versorgungsstruktur im Bereich der Siedlungsgebiete 

sind wünschenswert um die lokale Kaufkraft zu stärken. 

 

Die Stadt Laa verfügt weiters über eine ausgezeichnetes Angebot im Ausbildungsbereich, so gibt es neben 



2  Volksschulen,  einem  Gymnasium  einer  HAK/HAS  und  einer  Polytechnischen  Schule  auch  noch  eine 

Landwirtschaftsschule.  

 

Die Verkehrsinfrastruktur von Laa war lange Zeit „parallel“ zum eisernen Vorhang ausgerichtet, weshalb 



die  Entwicklung  in  diesem  Bereich  sehr  langsam  voranschreitet.  Laut  Bürgermeister  Fass  gibt  es 

mittlerweile  einige  Ansätze  für    eine  bessere  Verbindung  von  Laa  und  Tschechien.  Ein  direkter 

Autobahnzubringer  ist  geplant  und  eine  mögliche  direkte  Zugverbindung  ist  angedacht.  Was  den 

öffentlichen  Verkehr  betrifft  ist  die  Stadt  Laa  mit  der  S—Bahn  von  Wien  aus  direkt  in  ca.  1  Stunde 

erreichbar. Das Stadtzentrum ist vom Bahnhof Laa zu Fuß in ca. 10 min. erreichbar. 

 

 



Quellen: 

www.laa.at 

http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Laa_an_der_Thaya?uselang=de 

http://www.statistik.at/blickgem/gemDetail.do?gemnr=31629



 

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