Die Weltorganisation für Meteorologie (wmo) definiert das Klima als die Statistik des Wetters über einen Zeitraum, der lang genug ist, um diese statistischen Eigenschaften auch bestimmen zu können


Klimafolgen detailliert modellieren


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Klimafolgen detailliert modellieren


Die wenigen Beispiele zeigen, wie konkret und erfahrbar die Klimaveränderung bereits ist und sein wird. Unsere Anstrengungen müssen neben der Begrenzung der Klimaveränderung auch unserer Anpassung an die Folgen des Klimawandels gelten. Es kommt nun darauf an, die künftigen Folgen exakt abzuschätzen und uns darauf einzustellen. Der Deutsche Wetterdienst hat schon frühzeitig reagiert. Unsere Hitzewarnungen und auch die Pollenvorhersagen sind deutschlandweit und international anerkannte und gefragte Dienstleistungen. Sie können über das Internet des DWD kostenlos bezogen werden.
Daneben ist der Deutsche Wetterdienst dabei, die Auswirkungen der Klimaveränderung detailliert zu modellieren. Unser Ziel ist es, die Folgen des Klimawandels für unterschiedliche Aspekte unseres Lebens so zu prognostizieren und aufzubereiten, dass damit Politik, Behörden, Architekten, Ärzte und auch die Wirtschaft die für ihre Arbeit notwendigen Informationen direkt verfügbar haben.
Schon seit Jahrzehnten berät der DWD Entscheidungsträger in der Bundes-, Landes- und Kommunalplanung, aber auch private Unternehmer zu klimatologischen Fragen bei Planungsmaßnahmen. Dabei geht es um Vorhaben im Verkehrswege- und Städtebau, der Wasserwirtschaft, der Landwirtschaft, im Gesundheitswesen und in der technischen Klimatologie - hier insbesondere um die Nutzung regenerativer Energien. Früher erfolgte die Beratung auf der Grundlage langjähriger Wetterbeobachtungen und -messungen. Nun fließen zusätzlich die Ergebnisse aus Klimaszenarien und aus Klimaprognosemodellen ein. Dies sind nicht nur die Ergebnisse der vielen globalen Klimamodelle, sondern auch die Aussagen regionaler Klimamodelle, die für Deutschland mit viel höherer räumlicher Auflösung zur Verfügung stehen. Der Deutsche Wetterdienst berücksichtigt nicht nur eines, sondern eine Auswahl verfügbarer regionaler Klimamodelle.
Bei der Klimaberatung und Gutachtenerstellung werden im Deutschen Wetterdienst sogenannte Wirkmodelle eingesetzt und mit den Ergebnissen der regionalen Klimamodelle verknüpft. Dazu einige Beispiele:
Im Bereich der Stadtplanung nutzt der DWD das sehr hoch aufgelöste Stadtklimamodell MUKLIMO, um die Verteilung des Windes, der Lufttemperatur und der Luftfeuchte in bebauten Gebieten und deren Umland herauszufinden. Unser städtisches Bioklimamodell ermöglicht eine sachgerechte Beurteilung des Stadtklimas in den verschiedenen Stadtteilen für die unterschiedlichsten Klimaszenarien. Es ist jetzt schon deutlich, dass die Bedeutung der Frischluftschneisen wachsen wird. Architekten werden neue Bebauungskonzepte entwickeln müssen - zum Beispiel mit einer gezielten Beschattung von Fußwegen im Sommer. Ein anderer Weg wird sein, stärker Baumaterialien einzusetzen, die eine Aufheizung der Gebäude im Sommer verhindern.
Für die Landwirtschaft werden Klimaszenarien-Rechnungen mit dem Modellsystem AMBER des DWD verknüpft. AMBER enthält Programme zum Bestands- und Bodenklima sowie zur landwirtschaftlichen Arbeitssteuerung. Da geht es um Düngung und Beregnung, die Behandlung von Pflanzenkrankheiten und -schädlingen.
Ein drittes Beispiel ist das Modell SNOW des DWD. Es berechnet neben dem Oberflächenabfluss die Entwicklung der Schneedecke und ihres Wasseräquivalentes aufgrund von Niederschlag und Schneeschmelze. So können Stärke und Häufigkeit künftiger Hochwasserlagen besser eingeschätzt werden.
Das Ziel ist immer, die Auswirkungen des Klimawandels auf den Menschen und seine Umgebung noch genauer beurteilen zu können.
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